Riverboat (MDR): Moderatorin macht Geständnis – „Ich war...“

Die Moderatoren Jörg Kachelmann und Kim Fisher lauschten im „Riverboat“ (MDR) einem intimen Geständnis. (Archivbild)
Die Moderatoren Jörg Kachelmann und Kim Fisher lauschten im „Riverboat“ (MDR) einem intimen Geständnis. (Archivbild)
Foto: Sebastian Willnow / dpa-Zentralbild / dpa

Besonders in der Vorweihnachtszeit wird dieses Thema vielen Zuschauern von „Riverboat“ am Freitag im MDR gar nicht gut bekommen sein.

Moderatorin Andrea Ballschuh hielt in der Talkshow einen überaus anschaulichen Vortrag, warum wir alle doch lieber ihren Zuckerkonsum reduzieren sollten.

Ja, richtig gehört. Solltest du das nächste Mal beherzt in die Lebkuchen-Packung oder die Keks-Dose greifen, wirst du die Worte der 47-jährigen Moderatorin sicher noch im Ohr haben.

Denn sie sagte als Gast bei „Riverboat“: 25 Gramm Zucker sollte man am Tag nicht überschreiten. Diese Menge empfehle die Weltgesundheitsorganisation.

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Das waren die Gäste bei „Riverboat“ am Freitag:

  • Frank Zander, Musiker („Hier kommt Kurt“)
  • Ottfried Fischer, Schauspieler („Der Bulle von Tölz“)
  • Andrea Ballschuh, Radio- und Fernsehmoderatorin, Buchautorin
  • Kati Wilhelm: ehemalige Olympia-Siegerin im Biathlon aus Schmalkalden in Thüringen
  • Ehrlich Brothers: Magier-Brüder Andreas und Chris Ehrlich
  • Ernst Vettori, ehemaliger österreichischer Skispringer
  • Manuela Verges, Helferin des Weihnachtsmannbüros aus dem thüringischen Himmelsberg

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„Riverboat“ (MDR): Schauspieler wehren sich gegen Thesen der Moderatorin

Die Journalistin aus Dresden hat ein Buch darüber geschrieben: „Zucker is(s) nicht" - Die Festtagsedition“. Riverboat-Moderatorin Kim Fisher zeigt sich allerdings wenig begeistert. „Aber jetzt vor Weihnachten will ich doch essen und Glühwein trinken!“ Und auch der offensichtlich übergewichtige Ottfried Fischer ist uneinsichtig: „Ich hätte jetzt gern so einen Spekulatius“, sagt der Schauspieler und greift quer über den Tisch nach der Leckerei.

Dann resümiert Ballschuh über diverse Krankheiten, die durch zu viel Zuckerkonsum entstehen. Diabetes, Übergewicht, Herzprobleme, Fettleber, Erblindung. Es hört sich an, als ob die Liste beliebig weitergeführt werden könnte.

Intime Beichte: „Ich war zuckersüchtig“

Doch warum ist Ballschuh so strikt? Warum appelliert sie an die Menschen? Da folgt ihr Geständnis: „Ich war zuckersüchtig. Ich bin keinen Tag ohne Schokolade ausgekommen und mir hat nicht ein Stück Kuchen gereicht. Ich brauchte zwei. Wenn ich keinen Zucker dabeihatte, war ich wie ein Raucher ohne Zigarette“, sagt sie und zittert zur Veranschaulichung mit den Händen.

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Das ist Andrea Ballschuh

  • TV- und Radiomoderatorin aus Dresden
  • Startete mit elf Jahren als Kinderansagerin im DDR-Fernsehen
  • Nach der Wende arbeitete sie als Moderatorin für Radio und Privatfernsehen
  • 2003 wechselte die Journalistin zum öffentlich-rechtlichen Rundfunk
  • Sie war auch als Schauspielerin in einigen Serien (u.a. Die Rosenheim-Cops) zu sehen

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Der 47-Jährigen wurde eine Fettleber disgnostiziert. Sie zog die Reißleine, verzichtete 90 Tage komplett auf Zucker. Danach reduzierte sie den Konsum und will nun auch andere Menschen auf die versteckten Zuckerwürfel aufmerksam machen.

„Ich will auch das Weihnachtsfest auf keinen Fall vermiesen“, sagt sie. Aber es gebe auch alternative Rezepte für Plätzchen, macht sie deutlich.

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Zucker-Challenge bei Facebook

Wenn du dir das Weihnachtsfest jetzt aber nicht durch Kalorienzählerei verderben willst, kannst du ja ab Neujahr an der 90-Tage-Challenge von Andrea Ballschuh teilnehmen. Ab dem 1. Januar wird drei Monate komplett auf Zucker verzichtet. In einer Facebook-Gruppe „Zucker is(s) nicht - Zuckersucht adé mit Andrea Ballschuh und Fabienne Bill“ haben sich schon über 6.000 Teilnehmer gefunden.

Also kannst du jetzt auf dem Weihnachtsmarkt doch noch gebrannte Mandeln und Punsch trinken und im Neuen Jahr werden dann die Vorsätze in die Tat umgesetzt. (js)