Tierheime in Thüringen mit deutlicher Warnung: „Leider gibt es immer noch so viele Leute“

Die Tierheime in Thüringen haben sich an Weihnachten für diesen drastischen Schritt entschieden. (Symbolfoto)
Die Tierheime in Thüringen haben sich an Weihnachten für diesen drastischen Schritt entschieden. (Symbolfoto)
Foto: imago

Thüringen. Für viele Menschen, insbesondere für Kinder, ist es der größte Wunsch: ein eigenes Haustier! Und gerade zu Weihnachten halten es viele für das perfekte Geschenk.

Doch die Tierheime in Thüringen gehen jetzt einen drastischen Schritt.

Thüringen: Haustier als Weihnachtsgeschenk? – das sagen die Tierheime dazu

Ein Haustier als Weihnachtsgeschenk, das sei nicht zu empfehlen, so ein Tierschutzverein aus Hamburg. Und auch die Tierheime in Thüringen lehnen das ab.

„Uns ist wichtig, dass die Leute sich vor der Anschaffung überlegen, ob der Hund mit in den Sommerurlaub kann oder wo er in der Zeit unterkommt“, schreibt etwa die Tierheimat Thüringen. „Wir besprechen alle Pflichten und Aufgaben mit den neuen Tierbesitzern.“ Das brauche Zeit. „Eine Vermittlung ist nicht von heute auf morgen möglich.“

Viele Menschen treffen die Entscheidung zu einem Haustier zu leichtfertig und vergessen dabei, dass ein Haustier eine Menge Verantwortung mit sich bringe. Es handele sich schließlich um ein Lebewesen.

Deswegen treffen die viele Tierheime über Weihnachten diese Entscheidung.

--------------------

Mehr aus Thüringen:

--------------------

„Tiere sind keine Geschenke“

Wenn Anfragen mit dem Titel „Weihnachtsgeschenke“ kommen, werde diese sofort angelehnt, so die Tierheimat Thüringen. „Leider gibt es immer noch so viele Leute, die ein Tier als Geschenk für eine andere Person haben wollen.“

+++ Tierheim warnt: Deshalb sollst du keinen Hund zu Weihnachten verschenken +++

Auch das Tierheim in Nordhausen bleibt über Weihnachten voll. „Die Tiere werden über Weihnachten nicht vermittelt“, heißt es.

Es gibt aber Ausnahmen. Das Tierheim Erfurt beispielsweise sagt: „Auch vor Weihnachten vermitteln wir Tiere, da wir nach den Feiertagen keine vermehrten Rückgaben ins Tierheim haben, als sonst im Jahr.“

Das sollten alle zukünftigen Tierhalter bedenken:

  • Tiere machen Arbeit. Der Kleintierkäfig muss regelmäßig gereinigt werden, das Katzenklo geleert, der Hund will zur Gassi-Runde raus – das alles kostet Zeit.
  • Neben den Kosten für das Futter seien auch nötige Tierarztkosten nicht zu unterschätzen.

Nach dem Trubel von Weihnachten und Silvester kann man sich dann ganz in Ruhe Gedanken über ein Haustier machen. (red)