Wölfe reißen Schafe in Thüringen – Naturschutzbund gibt Schäfern DIESEN Rat

Wölfe haben in Thüringen 24 Schafe gerissen. Der Nabu hat dazu eine klare Botschaft.
Wölfe haben in Thüringen 24 Schafe gerissen. Der Nabu hat dazu eine klare Botschaft.
Foto: imago

Jena. Wölfe in Thüringen haben in der jüngsten Vergangenheit wieder vermehrt Schafe gerissen. Vor allem im Bereich des Truppenübungsplatzes, wo das mittlerweile als Ohrdrufer Wölfin bekannte Raubtier sich niedergelassen hat, beklagen die Schäfer immer wieder Verluste.

Sie fordern, den Wolf zum Abschuss freizugeben. Doch der Nabu Thüringen hat eine andere Forderung.

Wolf in Thüringen: Mehrere Schafe tot – was passiert mit den Wölfen in Ohrdruf?

Am Wochenende hatten die Ohrdrufer Wölfin und ihr Rudel insgesamt 24 Schafe im Ilm-Kreis und im Kreis Gotha in Thüringen getötet, so das Landesamt für Umwelt, Bergbau und Naturschutz Es ist der größte Angriff in diesem Jahr.

Das Thüringer Umweltministerium hat am Mittwoch deshalb angekündigt, einen Abschussantrag zu stellen. Noch ist der Wolf durch das Bundesnaturschutzgesetz geschützt. Das soll sich jetzt ändern.

Doch der Nabu hat dazu eine klare Botschaft.

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Wolf zum Abschuss freigeben? Das sagt der Nabu

Der Naturschutzbund (Nabu) sieht die Schäfer in der Pflicht zu handeln. „Wer am Tierwohl interessiert ist, der muss im Ohrdrufer Wolfsgebiet mit Herdenschutzhunden arbeiten“, schreibt der Nabu.

Wölfe müssen Tiere töten, um zu überleben – die Schäfer in Gebieten, in denen Wölfe vorkommen, wissen das schon seit vielen Jahren, macht der Naturschutzbund weiter klar. Das Land Thüringen komme für die Kosten für die Anschaffung und Ausbildung von Herdenschutzhunden aus.

Das Problem der Schäfer sei nicht der Wolf. „Wenn in Zukunft die Vielfalt unserer Kulturlandschaft erhalten bleiben soll, dann braucht es eine grundsätzlich neue Fördermittelpolitik in der Europäischen Union, die insbesondere den Natur- und Artenschutz fördernde Landwirtschaftsbetriebe, wie unter anderem die Schäfer unterstützt.“ (fno)