Thüringen: Mit diesem Ticket wird der Urlaub für Touristen jetzt richtig günstig

Im Thüringer Wald soll der Urlaub für Touristen nun günstiger werden.
Im Thüringer Wald soll der Urlaub für Touristen nun günstiger werden.
Foto: imago/Westend61

Für Touristen in Thüringen soll der Urlaub noch angenehmer und vor allem günstiger werden. Das ermöglicht ein ganz bestimmtes Ticket für den Bus- und Bahnverkehr im Thüringer Wald.

Dass Urlauber in Thüringen mit dem Zimmerschlüssel zugleich das Rennsteig-Ticket für Bus und Bahn in die Hand gedrückt bekommen, ist noch nicht überall im Thüringer Wald so. Das soll sich ändern.

Touristen in Thüringen sollen es bald angenehmer haben

Urlauber im Thüringer Wald sollen mit dem Rennsteig-Ticket für den öffentlichen Nahverkehr demnächst auch in Suhl und Saalfeld unterwegs sein können. Derzeit liefen Gespräche, um das Ticket dort im Laufe des nächsten Jahres einführen zu können, sagte die Geschäftsführerin des Regionalverbundes Thüringer Wald, Marietta Schlütter, am Mittwoch.

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Das Ende 2015 eingeführte Ticket erhalten Übernachtungsgäste derzeit in gut einem Dutzend Orte im Thüringer Wald und Schwarzatal. Sie können Busse und Regionalbahnen der beteiligten Verkehrsunternehmen damit kostenlos nutzen und unbegrenzt in deren Netz fahren. Der Thüringer Wald ist wichtigstes Feriengebiet im Freistaat.

Ticket ist dort erfolgreich, wo es bereits verfügbar ist

Die geplante Einbeziehung weiterer Kommunen in das Ticket-Projekt beschäftigte die Jahresversammlung des Regionalverbundes am Mittwoch. „Da wo es verfügbar ist, ist das Ticket erfolgreich“, sagte Schlütter. Aus Sicht des Thüringer Wirtschaftsministeriums wäre ein Beitritt Suhls ein wichtiger Schritt zur endgültigen Etablierung des Tickets. Dass eine Erweiterung auch darüber hinaus machbar wäre, hatte eine Studie im Auftrag des Regionalverbundes gezeigt. Diese hatte etwa auch die Wartburgregion und Thüringens bekanntesten Wintersportort Oberhof dafür vorgeschlagen. Das Ticket finanzieren die beteiligten Kommunen über die Kurbeiträge.

Schlütter räumte ein, dass in der Tourismusbranche teilweise noch Überzeugungsarbeit für das Ticket zu leisten sei, etwa bei Vermietern von Gästebetten. Der Regionalverbund plane deshalb weitere Informationsveranstaltungen. Größtes Problem seien aber die unterschiedlichen Tarifbedingungen der einzelnen Nahverkehrsunternehmen in Südthüringen, was die Erweiterung erschwere. „Ein einheitliches System wäre besser.“ (dpa/fb)