Thüringen entsetzt: Mutter und Mädchen (7) sterben bei Lawinen-Unglück in Südtirol – Bundeswehr trauert um Kameradin

Ein Hubschrauber ist während der Suchaktion auf der Skipiste in Südtirol gelandet.
Ein Hubschrauber ist während der Suchaktion auf der Skipiste in Südtirol gelandet.
Foto: dpa

Der Schock nach dem tragischen Lawinenunglück in Südtirol sitzt tief. Drei Menschen haben am Samstag auf der Skipiste ihr Leben gelassen: Eine 25-Jährige Frau, ein Mädchen (7) aus dem Kyffhäuserkreis in Thüringen und ein Mädchen (7) aus Eschweiler in Nordrhein-Westfalen.

Ministerpräsident Bodo Ramelow aus Thüringen ist tief betroffen über diese tödliche Tragödie und meldet sich jetzt zu Wort.

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Thüringen nach tödlicher Tragödie in Südtirol in Trauer

Bei dem Lawinenabgang am Samstagmittag verunglückten eine 25-jährige Mutter und zwei Mädchen. Auf einer Höhe von etwa 3.000 Metern löste sich der Schnee und raste in das Skigebiet in Südtirol.

Die Frau aus Hauteroda, Kyffhäuserkreis, und das Mädchen aus Eschweiler konnten nur noch tot aus der Lawine geborgen werden, laut Polizei.

Ein weiteres Mädchen wurde wiederbelebt und mit einem Hubschrauber in ein Krankenhaus nach Trient geflogen. Dort erlag sie jedoch noch am Abend ihren Verletzungen.

Thüringens Ministerpräsident meldet sich zu Wort

Schockiert von dem Unglück ist auch Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke). „Hier wurde großes Leid über eine Familie gebracht, die einfach ihren wohlverdienten Winterurlaub machen wollte“, sagte er am Sonntag der Deutschen Presse-Agentur.

Ramelow versicherte der Familie zudem, dass die Landesregierung Hilfe anbieten würde. Der Fall zeige einmal mehr, dass Naturkapriolen nicht zu unterschätzen seien.

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Auch der Bürgermeister von Hauteroda, Norbert Eichholz, sprach sein Mitgefühl aus. Die Familie, aus dem 500-Einwohner-Ort im Kyffhäuserkreis, sei als hilfsbereit wahrgenommen worden, jetzt wolle man die Angehörigen in dieser Situation unterstützen.

Wie bekannt wurde, war die Frau Soldatin bei der Bundeswehr. Deshalb sprach Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer der Familie ebenfalls ihr Mitgefühl aus. Auf Twitter teilt das Verteidigungsministerium die Stellungnahme von Kramp-Karrenbauer.

Weitere Opfer bei Lawinenunglücken

In Italien gibt es derzeit weitere Lawinen. Wie die italienische Zeitung „La Repubblica“ berichtet, gab es am Samstag einen weiteren Lawinenabgang in einem Skigebiet in den Sarntaler Alpen, ebenfalls Südtirol. Ein Mann wurde von den Schneemassen mitgerissen, konnte aber zum Glück von seinen Kameraden gerettet werden.

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Bei der Tragödie mit den drei Todesopfern habe, laut Sprecher der Carabinieri, keine Lawinengefahr bestanden. Zu dem Zeitpunkt des Unglücks hätte es allerdings starke Winde und einen Temperaturanstieg gegeben. (mia/dpa)