Bodo Ramelow schießt gegen die Bundesregierung: „wie bucklige Verwandtschaft“

Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow hat klare Worte zum Verhalten der Bundesregierung in Berlin gefunden.
Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow hat klare Worte zum Verhalten der Bundesregierung in Berlin gefunden.
Foto: imago

Erfurt. Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (Die Linke) hat der Bundesregierung eine klare Ansage gemacht. Er wirft der Regierung vor, Thüringen sowie die anderen ostdeutschen Länder würden stiefmütterlich behandelt werden. Dafür fand der Ministerpräsident deutliche Worte.

Bodo Ramelow kritisiert Bundesregierung – „wie bucklige Verwandtschaft“

Die Bundesregierung zeige Desinteresse an Ostdeutschland, schießt Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow in Richtung Berlin.

Die ostdeutschen Länder würden „wie bucklige Verwandtschaft behandelt“, die sich vermeintlich nur beklage, ohne dabei gehört zu werden, sagte der Linken-Politiker weiter.

Er kritisierte dabei unter anderem die Renten für in der DDR geschiedene Frauen, die „im Einigungsvertrag schlicht vergessen worden“. Aber die Kanzlerin tue „so, als ginge sie das nichts an“.

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„Deutsche Einheit“ – das fehlt laut Ramelow

Mit Blick auf den 30. Jahrestag der deutschen Einheit im kommenden Jahr müsse sich die Bundesregierung überlegen, „ob sie bloß einen Festakt oder ob sie wirklich eine gesamtdeutsche Politik will.“

Dazu gehöre seiner Ansicht nach auch, positive Errungenschaften der DDR im Bildungs- und Gesundheitswesen zu würdigen. (fno/dpa)