Thüringen: Spektakuläres Weltall-Phänomen – DAS darfst du am Freitag nicht verpassen!

In Thüringen lohnt sich in der Nacht von Freitag auf Samstag ein Blick in den Himmel, wie hier an der historischen Bockwindmühle bei Klettbach.
In Thüringen lohnt sich in der Nacht von Freitag auf Samstag ein Blick in den Himmel, wie hier an der historischen Bockwindmühle bei Klettbach.
Foto: Marcus Scheidel

Nachtschwärmer in Thüringen aufgepasst! Kurz nach dem Silvester-Feuerwerk erwartet uns ein besonderes Weltall-Phänomen am Himmel: Ein so genannter Quadrantiden-Meteorstrom. Der ist in der Nacht von Freitag auf Samstag am besten zu sehen.

Dabei sind in Spitzenzeiten zwischen hundert und zweihundert Sternschnuppen pro Stunden über dem Nachthimmel zu sehen, auch in Thüringen. Um dieses jährliche Ereignis zu verfolgen, sind in diesem Jahr die Voraussetzungen besonders günstig.

Thüringen: Warum das Weltall-Phänomen in diesem Jahr besonders gut zu sehen ist

Schon seit Neujahr flammen die Sternschnuppen der Quadrantiden über dem Nachthimmel. Dabei handelt es sich nach Angaben von Meteor-Experten Peter Jenniskens um einen Meteorstrom aus dem Überrest eines Kometenkerns. Der wurde erst im Jahr 2003 entdeckt.

In der Nacht von Freitag auf Samstag werden besonders viele Meteoren erwartet - insbesondere in den Morgenstunden des 4. Januar. Dann ist der ohnehin derzeit schwache, zunehmende Mond schon untergegangen und stört mit seinem Licht nicht die Beobachtung der Sternschnuppen.

Spielt das Wetter mit, herrschen in diesem Jahr also besonders gute Sichtverhältnisse auf die Sternschnuppen.

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Hier musst du die Sternschnuppen suchen

Du willst die Sternschnuppen der Quadrantiden sehen? Dann richte deinen Blick auf den Nordteil des Sternbilds Rinderhirt oder Bärenhüter (Boot). Da scheinen sie zu entströmen.

Der Höhepunkt des Sternschnuppen-Regens ist nach Angaben des Bayrischen Rundfunks für 9.20 Uhr vorhergesagt. Dann dürfte allerdings die aufgehende Sonne die Sicht behindern. Wer sich das Weltall-Phänomen nicht entgehen lassen will, sollte also früher aufstehen. Gegen 6.30 Uhr soll der Blick auf die betreffenden Sternenbilder besonders ideal sein.

Wer hell leuchtende Schweife erwartet, dürfte vom Quadrantiden-Meteorstrom allerdings enttäuscht sein. Denn in der Regel leuchten diese Sternschnuppen eher bläulich. Dennoch dürfte der Anblick in der tiefschwarzen Januarnacht lohnen. (ak mit dpa)