Thüringen: Warum gerade jetzt so viele US-Militärfahrzeuge unterwegs sind

Um die Nato in Zukunft effektiver unterstützen zu können, plant das US-Militär eine massive Truppenverlegung nach Europa. (Foto: Nato-Manöver in Litauen, 2017)
Um die Nato in Zukunft effektiver unterstützen zu können, plant das US-Militär eine massive Truppenverlegung nach Europa. (Foto: Nato-Manöver in Litauen, 2017)
Foto: Mindaugas Kulbis/AP/dpa

Thüringen. In Thüringen, Sachsen & Sachsen-Anhalt könnte man aktuell auf einen ungewohnten Anblick stoßen: Auf den Straßen sind in den nächsten Wochen US-Militärkonvois unterwegs.

Grund dafür ist das Manöver „Defender 2020“, wie die „Thüringer Allgemeine“ berichtet. Die USA plant, zwischen April und Mai insgesamt 20.000 Soldaten aus Amerika nach Europa zu schicken, um vor Ort schneller auf mögliche Nato-Einsätze reagieren zu können. „Defender 2020“ ist der Name für eine militärische Großübung, die aktuell durchgeführt wird, um in einigen Monaten einen reibungslosen Truppentransport garantieren zu können.

Thüringen: Großübung „Defender 2020“ schickt US-Militärkonvois durch Deutschland

Insgesamt 19 Staaten sind an der Großübung beteiligt. In Deutschland geht es vor allem darum, die eigene Infrastruktur zu testen. Sind Brücken und Straßen in der Lage, die schwere Ausrüstung der US-Soldaten durch das Land zu transportieren? Alleine ein einziger Kampfpanzer auf einem Tieflader kann mehr als 130 Tonnen auf die Wage bringen. Auch per Bahn und Schiff soll militärisches Equipment transportiert werden.

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Wie die „Thüringer Allgemeine“ berichtet, nehmen insgesamt 37.000 Soldaten an der Großübung teil. Bei der finalen Verlegung der Truppen in wenigen Monaten wird die Bundeswehr das US-Militär unterstützen. (at)