Thüringen: Razzien in mehreren Bundesländern – das ist bekannt

In mehreren Bundesländern gab es Razzien - auch in Thüringen. (Symbolbild)
In mehreren Bundesländern gab es Razzien - auch in Thüringen. (Symbolbild)
Foto: imago images / Benjamin Horn

Thüringen. Mega-Razzia in Deutschland! Ein einfacher Tweet der Generalstaatsanwaltschaft verursachte am Dienstagmorgen deutschlandweit große Besorgnis.

In mehreren Bundesländern in Deutschland hat es Razzien gegeben. Wegen der Vorbereitung einer „staatsgefährdenden Gewalttat“ gab es Durchsuchungen in Berlin, Brandenburg, Nordrhein-Westfalen - und auch Thüringen.

Thüringen: Durchsuchungen in mehreren Bundesländern

Das teilte die Generalstaatsanwaltschaft Berlin am Dienstagmorgen auf Twitter mit. Etwa 180 Einsatzkräfte waren an der Maßnahme beteiligt.

Mit einer „staatsgefährdenden Gewalttat“ umschreiben die Behörden normalerweise geplante Terroranschläge.

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Rezzien sollen sich gegen islamistisches Milieu wenden

Die Razzien richten sich gegen „tschetschenischstämmige Beschuldigte aus dem islamistischen Milieu“, informierte die Generalstaatsanwaltschaft Berlin wenig später erneut über ihren Twitter-Account.

Die Verdächtigen sollen sich im Alter zwischen 23 und 28 Jahren befinden. Ihnen wird vorgeworfen, Orte für einen eventuellen späteren islamistisch motivierten Anschlag ausgespäht zu haben. Entsprechendes Bildmaterial war zuvor auf einem Handy eines der Tatverdächtigen festgestellt worden.

Bei den Durchsuchungen wurden Bargeld, Hieb- und Stichwaffen sowie Datenträger beschlagnahmt.

Konfliktherd Tschetschenien

Die Teilrepublik Tschetschenien im Nordkaukasus an der Grenze zu Georgien gilt seit Jahrzehnten als Konfliktregion. Nach langer Flucht vor Krieg und Terror leben heute ethnische Tschetschenen in aller Welt verstreut.

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Nach dem Zerfall der Sowjetunion verhinderte Moskau eine Abspaltung des Gebietes in zwei Kriegen mit Zehntausenden Toten. Terroristen trugen den Kampf immer wieder nach außen.

Weitere Einzelheiten gab die Generalstaatsanwaltschaft Berlin zunächst nicht bekannt. (dpa)