Thüringen: Mutter (35) liegt im Koma – und soll ausgerechnet DAS bezahlen

Thüringen: Eine Komapatientin erhielt Mahnungen von der GEZ. (Symbolbild)
Thüringen: Eine Komapatientin erhielt Mahnungen von der GEZ. (Symbolbild)
Foto: imago images / Horst Galuschka

Wiegleben. Eine 35-jährige Frau aus Wiegleben (Thüringen) liegt seit einiger Zeit im Koma. Die Chancen, dass sie jemals wieder aufwacht, sind gering. Dennoch bekommt sie unangenehme Post vom Beitragsservice des öffentlich rechtlichen Rundfunks, früher GEZ. Sie solle doch bitte ihre Gebühren bezahlen. Für die Mutter Anita Lifka (55) ein Unding.

Sie hat die Zahlungen an die Behörde irgendwann eingestellt. Doch damit nahm die Post kein Ende: Erst flatterten Rechnungen, dann Mahnungen ins Haus, die an die 35-jährige Tochter aus Thüringen gerichtet waren. Das berichtet die „Thüringer Allgemeine“.

Thüringen: Beitragsservice schickt Mahnungen an Koma-Patientin

Die 55-jährige Mutter hat jetzt dagegen gekämpft. Denn die Betreuung von ihrer im Koma und im Sterben liegenden Tochter sei nicht nur seelisch belastend, sondern auch sehr teuer. Da komme es auf jeden Euro an.

+++Nordhausen: Feuer bricht in Mehrfamilienhaus aus – drei Frauen verletzt+++

Den beiden Kindern ihrer Tochter, sieben und 15 Jahre alt, möchte sie schließlich auch noch etwas von dem Geld ihrer Mama hinterlassen.

------------------------

Mehr Themen:

------------------------

Tochter fällt um und steht nie wieder auf

Doch was war überhaupt geschehen? Eines Nachts sei die Tochter aufgewacht, aufgestanden und einfach umgefallen. Vermutlich, weil die ihr vom Arzt verschriebenen Wassertabletten den Kaliumspiegel zu sehr abgesenkt haben. Seit dieser Nacht liege sie im Koma, werde nie wieder aufwachen.

„Jetzt kann ich nur noch zusehen, wie sie stirbt“, sagt die Mutter.

Missverständnis mit Behörde

Ein Sprecher des Beitragsservice drückte gegenüber der Thüringer Allgemeinen sein Bedauern aus. Und er bestätigte, dass die Familie den Betrag nicht zahlen müsse. Wie es zu dem Missverständnis mit der Behörde kommen konnte, liest du hier.