Gotha: 40 Jahre nach spektakulärem Raub – Riesen-Überraschung für Thüringen!

Foto: dpa/Martin Schutt

Gotha. Es ist ein echter Kunstkrimi, bei dem auch noch viele Fragen offen sind. Aber: Die fünf Gemälde, die 1979 in einem der spektakulärsten Kunstdiebstähle der DDR verschwanden, sind nun wieder in Gotha!

Es sei ein Glück, dass die Beute wieder dort sei, wo sie hingehöre, sagte Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) am Montag in Gotha. „Nämlich an den Wänden in Gotha.“

Gotha: Kunstraub erschüttert die Residenzstadt

Am 14. Dezember 1979 wurden die fünf bedeutenden Bilder aus dem Gothaer Schloss Friedenstein gestohlen. Der Fall konnte nie aufgeklärt werden. Die Gemälde galten lange als verschollen.

Heute steht fest: Die fünf bedeutenden Gemälde von Frans Hals, der Werkstatt Jan Brueghel des Älteren, einem unbekannten Künstler nach Anthonis van Dyck, Ferdinand Bol oder Jan Lievens und Hans Holbein dem Älteren sind authentisch.

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Sommer 2018: Bilder werden plötzlich angeboten

Im Sommer 2018 wurden sie dann dem damaligen Stiftungsratsvorsitzenden und Oberbürgermeister Gothas, Knut Kreuch, angeboten. Durch langwierige, diskrete Verhandlungen konnten die Werke nun zurückgeführt werden. Zuvor waren sie erfolgreich im Rathgen-Forschungslabor der Staatlichen Museen in Berlin auf Echtheit untersucht worden.

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Die Bilder sind nun in einer Sonderpräsentation bis zum 26. Januar im Herzoglichen Museum in Gotha zu sehen. Danach sollen sie restauriert werden.

Die Werke weisen teilweise Schrammen und Risse auf. Wie aufwendig und teuer die Arbeiten werden, sei noch nicht klar. Die Stiftung hofft, die restaurierten Werke in einer großen Ausstellung im kommenden Jahr dann wieder öffentlich präsentieren zu können. (abr mit dpa)