Gräueltat in Thüringen: Kind muss aussagen – was es erzählt, ist erschreckend!

Ein Junge und seine Mutter mussten in Thüringen eine schreckliche Tat mitansehen. Vor Gericht fließen die Tränen. (Symbolbild)
Ein Junge und seine Mutter mussten in Thüringen eine schreckliche Tat mitansehen. Vor Gericht fließen die Tränen. (Symbolbild)
Foto: Imago Images/Kamera24

Mühlhausen. Er war der beste Kumpel seiner Mutter – und wurde vor den Augen beider so heftig zusammengeprügelt, dass er Tage später in einem Krankenhaus in Thüringen verstarb. Jetzt haben Mutter und Sohn den Angeklagten schwer belastet. Ihre Aussagen sind erschreckend!

Thüringen: Mann prügelt auf besten Freund von Mutter ein

Die 30-Jährige und ihr zwölf Jahre alter Sohn schilderten am Montag vor dem Landgericht Mühlhausen in Thüringen mehrere Attacken gegen das später verstorbene Opfer.

Diese sollen sich im Juni 2019 in der Wohnung der Augenzeugen in Artern ereignet haben. Demnach hatte der Angeklagte beim Eintreffen in der Wohnung ein Problem mit dem dort anwesenden späteren Opfer.

Mögliches Motiv: Eifersucht

Laut Anklage soll der 44 Jahre alte Angeklagte eifersüchtig auf den anderen Mann gewesen sein und ihn mit zahlreichen Schlägen und Tritten so traktiert haben, dass dieser fünf Tage später starb.

Der Junge sprach im Zeugenstand von „Boxgeräuschen“ und schmerzvollen Schreien, die er gehört habe. Vorher habe der Angeklagte seine Mutter unter anderem als „verlogene Hure“ beleidigt. In der Küche habe der Angeklagte den anderen Mann mit dem Topf auf den Kopf geschlagen. Dann habe das Opfer blutverschmiert und humpelnd die Wohnung verlassen.

Aussagen belasten Angeklagten schwer

Der Junge weinte zu Beginn der Vernehmung. Wegen seines Alters stellte nur die Vorsitzende Richterin Fragen.

Die Mutter sagte im Zeugenstand, dass sie „voller Angst und ohne Mumm“ gewesen sei. Der Tote sei ihr bester Kumpel gewesen.

------------------------

Mehr Themen aus Thüringen:

------------------------

Der Angeklagte habe sie bespuckt und beschimpft. Ein Freund hatte den 42-Jährigen einige Tage später schwer verletzt gefunden und den Notarzt geholt. Weitere zwei Tage später starb der Mann.

Der Angeklagte hatte zu Prozessbeginn zwei Faustschläge eingeräumt. Von weiteren Schlägen und Tritten hat er sich distanziert.

Der Prozess wird am Dienstag mit weiteren Zeugen fortgesetzt. (dpa, aj)