Thüringen: Polizei will Frau verhaften – die greift zu drastischer Maßnahme

Die Polizei wollte eine Frau in deren Wohnung verhaften – doch die setzte sich zur Wehr (Symbolbild)
Die Polizei wollte eine Frau in deren Wohnung verhaften – doch die setzte sich zur Wehr (Symbolbild)
Foto: Marius Bulling/Imago

Suhl. Niemand möchte freiwillig ins Gefängnis. Aber in der Regel hat es ja Gründe, wenn die Polizei jemanden verhaften will. So auch im Fall einer 50-jährigen Frau aus Suhl in Thüringen.

Am Dienstagvormittag stattete die Polizei Thüringen der Frau einen Besuch ab, da diese nicht freiwillig zum Haftantritt erschienen war. Was die Beamten wollten, war klar: Die 50-Jährige ins Gefängnis befördern.

Thüringen: Polizei will 50-Jährige hinter Gitter bringen

Die Beamten klingelten an der Wohnungstür, doch niemand öffnete ihnen. Doch die Frau hatte Pech: Die Polizei hörte, dass sehr wohl jemand zu Hause war. Sie ließen sich nicht austricksen.

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Also riefen die Ermittler die Feuerwehr zur Hilfe, die direkt damit begannen, das Schloss der Wohnungstür herauszubohren. Allerdings hatten sie nicht mit der Wut der 50-Jährigen gerechnet. Die fackelte nicht lange und – sprühte Pfefferspray durch das entstandene Loch in der Tür.

Vier Polizisten und sechs Feuerwehrleute erlitten Reizungen der Atemwege und Augen. Die Attacke hatte sie unvorbereitet erwischt. Doch nach einem kurzen Schreckmoment setzten sie die Türöffnung fort und gelangten schließlich doch in die Wohnung.

Als die Polizei in der Wohnung war, wurde die Frau umgänglicher

Die Frau zeigte sich danach deutlich kompromissbereiter. Sie ließ sich auf ein Gespräch und Verhandlungen mit den Beamten ein und sorgte dann mit der Zahlung einer Geldstrafe dafür, dass sie am Ende doch nicht ins Gefängnis musste.

Dafür hat sie jetzt wegen der Pfeffersprayattacke direkt eine neue Anzeige an der Backe. (wt)