Sabine fegt über Thüringen hinweg: So heftig hat es den Freistaat erwischt

Sturmtief Sabine in Thüringen

Am Sonntag und Montag wütete der Sturm Sabine durch Deutschland. Auch Thüringen war betroffen, es kam zu Schäden und Unfällen.

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Thüringen. Ganz Thüringen war auf der Warnkarte rot eingefärbt – Sturmtief „Sabine“ hat den Freistaat ziemlich durcheinandergewirbelt und es ist noch immer nicht vorbei!

Bisher zeichnet sich wüstes Bild in Thüringen: Von umgestürzten Bäumen, gesperrten Autobahnen, gestrandeten Bahn-Reisenden, Stromausfällen und einiges an Schaden. Und „Sabine“ hat noch nicht genug.

Sturm „Sabine“: So heftig hat der Orkan Thüringen getroffen

„Bei uns ist „Sabine" noch voll im Gange und es scheint kein Ende zu nehmen“, klagt eine Frau aus dem Wartburgkreis in Thüringen noch am Montagvormittag. „In Bad Salzungen immer noch Sturm und vorhin noch mit Hagel“, heißt es von einem anderem Leser. „In Gotha ist auch noch voll Action“.

Der Deutsche Wetterdienst hat zwar die Unwetterwarnung vor orkanartigen Böen für Thüringen aufgehoben, jedoch wird der Wind im Tagesverlauf wohl wieder an Stärke zunehmen. In Regionen über 600 Meter seien demnach weiterhin mit Orkanböen bis zu 120 Stundenkilometern zu rechnen.

Andere Regionen sind bislang offenbar glimpflich davon. „Bei uns war nicht viel los“, schreibt ein Nutzer unter einem Sturm-Beitrag auf Facebook. So schlimm sei das Windchen ja gar nicht gewesen, heißt es etwa aus Mühlhausen. Doch nur Minuten später schreibt eine andere Frau, in Mühlhausen tobe der Bär.

Sturm in Thüringen: Zahlreiche Notrufe gehen ein

Meldungen über größere Unfälle oder Verletzte lagen zunächst nicht vor. Doch das Telefon in der Rettungsleitstelle stand trotzdem seit Sonntagnachmittag nicht mehr still. „Wir haben schon zahlreiche Einsätze“, sagte ein Polizeisprecher.

Die ersten Meldungen wegen umgestürzter Bäume auf Straßen gingen bereits am Sonntagabend ein.

Auch beklagten hunderte Haushalte im Eichsfeld, im Landkreis Nordhausen oder Sömmerda, dass der Strom ausgefallen sei.

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Sturm „Sabine“ legt Thüringen lahm

Sturm „Sabine“ hat in Thüringen vor allem die Bahnfahrer getroffen. >> Mehr Infos dazu in unserem Sturm-Blog.

Die Deutsche Bahn hatte bundesweit den Fernverkehr eingestellt. Die Züge endeten nach Angabe der Bahn an geeigneten Bahnhöfen.

Bahn-Reisende stranden in Erfurt

Auf dem Erfurter Hauptbahnhof sollten nach Angaben eines Sprechers im Laufe des Abends zwei Züge bereitgestellt werden, in denen sich gestrandete Reisende aufhalten können.

Auf der A71 Erfurt-Schweinfurt wurde eine Brücke zwischen Ilmenau und Gräfenroda in beiden Fahrtrichtungen wegen starken Windes gesperrt.

SO erlebten unsere Leser Sturmtief „Sabine“

Viele unserer Leser berichteten über ihr Erlebnisse während des Sturmtiefs – und die sind durchaus unterschiedlich:

  • 100% Erfolg bei der Panikmache - wegen nem bisschen Wind
  • Apolda war es auch heftig. Aber entsprach genau den Prognosen.... Zwischen 2 und 4 Uhr heute Nacht war es übel.
  • Bei uns ist das Trampolin durch die gegen geflogen es war sehr sehr windig
  • Bei uns war der sogenannte Sturm Alltag. Quasi unverändert zu dem, was wir hier ständig an Windböen hier erleben.
  • Nur ein wenig Wind
  • Es weht aber noch ganz schön
  • Bei uns in Grabfeld war es echt heftig bei uns ist ein Teil von unserem vordach weg geflogen über den ganzen Hof ist die platikpape geflogen aber zum Glück hat sie nicht mehr beschädigt
  • In Lauscha selbst war es jetzt nicht so schlimm, wie erwartet. Gehen jetzt mal mit den Hunden raus, Hoffe der Rest Thüringens ist auch glimpflich davon gekommen!

(aj mit dpa)