Blumen-Wurf-Eklat in Thüringen: Dieses brisante Foto wirft Fragen auf

Neben dem Chaos das die Wahl von Kemmerich zum Ministerpräsidenten angerichtet hat, hat der Auftritt der Linken-Landeschefin für einen ganz eigenen Eklat gesorgt. Und dann tauchte auch noch dieses Foto auf...
Neben dem Chaos das die Wahl von Kemmerich zum Ministerpräsidenten angerichtet hat, hat der Auftritt der Linken-Landeschefin für einen ganz eigenen Eklat gesorgt. Und dann tauchte auch noch dieses Foto auf...
Foto: Martin Schutt/dpa, Bundesarchiv, Bild 183-R1029-0021 / Koard, Peter / CC-BY-SA 3.0

Thüringen. Als ob in Thüringen nicht schon genug politisches Chaos herrschen würde, ist jetzt auch noch ein brisantes Foto auf Facebook aufgetaucht! Und das könnte der Linken jetzt so richtig um die Ohren fliegen!

Eins ist klar: Das Foto, das im Netz die Runde machte, sollte die Landeschefin der Linken offenbar bloßstellen!

Die hat im Landtag mit ihrem Auftritt vor dem gerade frisch gewählten Ministerpräsidenten von Thüringen Thomas Kemmerich (FDP) bereits für reichlich Aufsehen gesorgt. Aber da ahnte noch keiner, was ein Facebook-Nutzer ausgraben würde.

Blumenstrauß-Eklat in Thüringen: Doch dann taucht DIESES Foto auf

Susanne Hennig-Wellsow hatte Thomas Kemmerich (FDP) unmittelbar nachdem er unter anderem Mithilfe der AfD zum Ministerpräsidenten gewählt wurde, kurzerhand einen Blumenstrauß vor die Füße geknallt – mit den Worten: „Ich schäme mich für Sie!“

Die Reaktionen der Bevölkerung waren gespalten. Während die einen Hennig-Wellsow für die Protest-Aktion feiern, finden andere ihr Verhalten völlig daneben. Das Foto, das noch die Runde machen sollte, spricht dagegen eine eindeutigere Sprache!

Foto bringt die Linke Thüringen in Bredouille

„Das ist übrigens die Dame, die die Blumen vor den FDP-Ministerpräsidenten geworfen hat. Das hat sie nicht immer so gemacht“, so steht es in Englisch über dem Schwarz-Weiß-Bild.

+++ AfD zeigt Merkel an – wegen DIESER Aktion bei der Thüringen Wahl +++

Das Foto zeigt eine junge Frau in Blauhemd mit Abzeichen der Freien Deutschen Jugend (FDJ) aus der DDR. Sie hat gerade offenbar einen Blumenstrauß überreicht und schüttelt jetzt die Hand von seinem Empfänger.

Bei dem handelt es sich um niemand Geringeren als um Erich Honecker höchstpersönlich, der gerade zum DDR-Generalsekretär gewählt wurde.

Höchstbrisant!

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Themen des Tages:

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DESWEGEN ist diese Verbindung ein Problem!

Denn so hat die Linke bis heute noch Schwierigkeiten, sich von ihrer SED-Vergangenheit aus DDR-Zeiten zu distanzieren.

Die SED verfolgte damals einzig das Ziel, die Diktatur des Proletariats zu erhalten – und das durch ständige Kontrolle und Einflussnahme. In der heutigen Demokratie nicht gerade der Ruhm, mit dem man sich bekleckern möchte.

Foto ist echt! Aber...

Das Bild, das nun also auf Facebook kursiert, stammt aus dem Bundesarchiv. Es zeigt tatsächlich, wie Honecker zum Wahlsieg gratuliert wird.

Ist das jetzt der Genickbruch für die Linken-Politikerin, die mit ihrem Blumenstrauß-Protest im Thüringer Landtag eigentlich stramm Haltung zeigen wollte?

Mitnichten!

+++Thüringen-Krise: SO will die AfD Ramelow linken! Der sieht rot! „Demokratieverächter+++

Denn die Behauptung, dass es sich bei der jungen Frau auf dem Schwarz-Weiß-Bild um Hennig-Wellsow handeln solle, ist schlicht und ergreifend falsch, so heißt es im Fakten-Check der Rechercheteams von Correctiv und Mimikama.

Kann Susanne Hennig-Wellsow in der Zeit reisen?

Ist auch irgendwie naheliegend, da Honecker immerhin im Jahr 1976 zum Generalsekretär ernannt wurde und Susanne Hennig-Wellsow erst ein Jahr später das Licht der Welt erblickt hat.

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Susanne Hennig-Wellsow:

  • geboren im Oktober 1977 in Mecklenburg-Vorpommern
  • seit 2004 gehört sie als Abgeordnete dem Thüringer Landtag an
  • ist seit 2013 Landesvorsitzende und seit 2014 Fraktionsvorsitzende der Partei Die Linke Thüringen
  • bei den Landtagswahlen 2014 und 2019 konnte sie ihr Direktmandat verteidigen

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Der Facebook-Nutzer ist immerhin einsichtig und hat seinen Fehler eingestanden. Vielmehr geht er ganz offen mit seinem Irrtum um und lässt das Foto als Menetekel auf seiner Facebook-Chronik stehen. Dazu schreibt er: „Der Vorgang im Landtag bleibt dennoch unentschuldbar und zeugt von ganz schlechtem Stil. Da bleibe ich dabei.“

Schließlich richtet er sein Wort an diejenigen, die die Fake-News beanstandet hatten: „Es scheinen ja erstaunlich viele AfD-Gegner meine Seite zu frequentieren. Nur weiter so. Hier könnt ihr tatsächlich mal was lernen... Mut zur Wahrheit nämlich.“

Linken-Politikerin im Visier von Trollen

Kann man in diesem Fall davon wohl ausgehen, dass dem Autor tatsächlich ein Irrtum unterlaufen ist, kann man an anderer Stelle meinen, Trolle hätten sich derzeit auf die Linken-Politikerin eingeschossen. So wurde ist sie aktuell bereits zum wiederholten Mal Opfer von Fake-News geworden. >> Hier mehr erfahren.