Karneval in Thüringen: Mundverbot für Politiker – Veranstalter hat die Nase voll!

Nicht einmal Bodo Ramelow darf in diesem Jahr in Suhl auf der Karnevalsbühne stehen
Nicht einmal Bodo Ramelow darf in diesem Jahr in Suhl auf der Karnevalsbühne stehen
Foto: Future Image/Imago

Suhl. Langsam nähert sich die Karnevalszeit. Und eine der amüsantesten Attraktionen dabei ist der politische Aschermittwoch, der in elf Tagen auch in Thüringen gefeiert wird. Doch in der Stadt Suhl wird in diesem Jahr etwas Entscheidendes anders sein.

Bereits zum neunten Mal in Folge wird in Suhl diese Veranstaltung stattfinden. Dabei werden Politiker aus Thüringen satirisch aufs Korn genommen, halten aber auch selbst launige Ansprachen. In der Vergangenheit waren bereits prominente Bodo Ramelow oder Andrea Nahles in Suhl zu Gast.

Thüringen: Der politische Aschermittwoch in Suhl hat Tradition

In den kommenden elf Tagen werde das Programm dort nun aber „komplett umgestrickt“, so der MDR. Nach Angaben der Veranstalter werden nämlich dieses Mal keine Politiker auftreten.

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Der Grund: Organisator Daniel Ebert ist genervt und enttäuscht von den Politikern des Landes. Der Eklat um die vergangene Landtagswahl macht ihn wütend. Deshalb wollte er an Karneval keinem von ihnen eine Bühne bieten.

Stattdessen „sollen sich die Parteien lieber anhören, was die Wähler zu sagen haben.“

Politische Vertreter dürfen dennoch kommen

Ganz ausgeladen werden die politischen Vertreter jedoch nicht: Sie seien herzlich eingeladen – dürften nur nichts sagen. Auch nicht, wenn auf der Bühne kräftig über sie hergezogen wird.