Wahl-Chaos in Thüringen: Wichtige Gruppe mit Aufruf an Parteien: „Es geht dabei um mehr als...“

Wahl-Chaos in Thüringen! Wie geht es weiter? Experten warnen...
Wahl-Chaos in Thüringen! Wie geht es weiter? Experten warnen...
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Neuwahlen, Minderheitsregierung, Ramelow, Lieberknecht? – Wie es in Thüringen weiter geht, ist völlig unklar! Im Parlament herrscht Chaos...

Unter anderem Mitglieder der Stiftung Gedenkstätte Buchenwald haben jetzt einen Aufruf an die Thüringer Abgeordneten im Landtag geschickt. Der Brief richtet sich an CDU, FDP, Grüne, Linkspartei und SPD.

Thüringen: Wahl-Chaos – Experten warnen davor!

„Wir bitten die Abgeordneten, [...] aufeinander zuzugehen und zügig gemeinsam im Landtag einen Ministerpräsidenten zu wählen. Alle weiteren Entscheidungen müssen von der Prämisse geprägt sein, weiteren Schaden vom Parlamentarismus und dem Amt des Ministerpräsidenten abzuhalten“ heißt es in dem Aufruf, den der Sprecher der Stiftung Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora, Rikola-Gunnar Lüttgenau, verschickte.

Darin werden auch deutliche Worte gegen die AfD laut: Es gehe der Partei um mehr als nur das Torpedieren einer Wahl; nämlich darum, die parlamentarische Demokratie als unfähiges „System“ vorzuführen und die demokratischen Parteien und deren Abgeordnete lächerlich zu machen.

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Lüttgenau spricht damit im Namen von:

  • dem Direktor der Stiftung Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora, Volkhard Knigge
  • dem Vorsitzenden des Wissenschaftlichen Kuratoriums der Stiftung Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora, Norbert Frei
  • dem Generalintendanten des Deutschen Nationaltheaters und der Staatskapelle Weimar, Hasko Weber
  • dem Vorstand der Stiftung Ettersberg, Europäische Diktaturforschung, Aufarbeitung der SED-Diktatur, Gedenk- und Bildungsstätte Andreasstraße, Jörg Ganzenmüller
  • dem Präsidenten der Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar, Christoph Stölzl
  • dem Vorsitzenden der Jüdischen Landesgemeinde Thüringen, Reinhard Schramm
  • der Präsidentin der Klassik Stiftung Weimar, Ulrike Lorenz

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In der jetzigen Situation müsse die Verteidigung und die Stabilisierung der Demokratie an erster Stelle stehen – „und nicht parteitaktische Egoismen, die nur die Feinde der Demokratie stärken“, so die Experten. (fno)