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Coronavirus in Thüringen: Unglaubliche Aktion in Erfurt! Frau verschenkt ...

Kontaktverbot: Was bedeutet das?

Kontaktverbot: was darf ich, was nicht.

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  • Das Coronavirus breitet sich in Thüringen weiter aus
  • Neustadt am Rennsteig komplett unter Quarantäne!
  • Alle aktuellen Entwicklungen erfährst du hier im Newsblog

Thüringen. Das Coronavirus hält auch Thüringen in Atem. Immer mehr Menschen stecken sich mit Coronavirus in Thüringen an. Vier Menschen sind bisher in dem Freistaat gestorben, eine komplette Ortschaft wurde von der Außenwelt abgeschottet. Das altbekannte Leben wird sehr eingeschränkt, um die Eindämmung des Virus zu erreichen.

Alles, was du zur Entwicklung in Thüringen wissen musst, erfährst du hier im Newsblog!

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Alles, was du zum Coronavirus wissen musst:

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>> Coronavirus: Dieses simple Haushaltsmittel ist fast so gut wie Desinfektionsmittel

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Coronavirus in Thüringen: Hier alle Informationen!

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Montag, 30. März

14.31 Uhr: Gute Nachricht aus Erfurt!

Die Pressesprecherin der Stadtverwaltung Erfurt verkündete am Montagmittag eine gute Nachricht aus der Landeshauptstadt!

Demnach sind seit Sonntag bis Montag 14 Uhr keine neuen Infektionen in Erfurt verzeichnet worden.

Somit zählt das Gesundheitsamt weiterhin 77 Menschen, die sich in Erfurt mit dem Coronavirus angesteckt haben. Zugleich seien zwei weitere Erkrankte wieder gesund. Die Zahl der Genesenen in der Landeshauptstadt liegt somit aktuell bei 20.

826 Personen befinden sich derzeit in Quarantäne, 240 sind Erkrankte und deren Kontaktpersonen, 586 sind Reiserückkehrer.

11.50 Uhr: Lage in Pflegeheim in Triptis nach Corona-Ausbruch stabil

Nach dem Corona-Ausbruch in einem Pflegeheim in Triptis bewerten die Behörden die Situation dort aktuell als stabil. Es gebe über die 21 bestätigten Fälle bei elf Mitarbeitern und zehn Senioren hinaus bisher keine neuen Infektionen. Allerdings seien zwei positiv getestete Senioren von ihren Hausärzten ins Krankenhaus eingewiesen worden, teilte das Landratsamt des Saale-Orla-Kreises am Montag mit.

Zwar ist in dem Landkreis, in dem zu Monatsbeginn der erste bestätigte Coronavirus-Fall in Thüringen aufgetreten war, die Zahl der Neuinfektionen über das Wochenende nur moderat gestiegen. Landrat Thomas Fügmann (CDU) sieht aber darin noch keinen Anlass, die Einschränkungen des öffentlichen Lebens zu lockern. „Wir befinden uns erst am Anfang der Krise, und die Situation wird sich garantiert noch verschärfen“, betonte er in einer Mitteilung.

08.45 Uhr: Coronavirus in Thüringen: Die aktuellen Zahlen

Das Robert-Koch-Institut (RKI) hat am Montagmorgen die aktuellen Zahlen der in Deutschland mit dem Coronavirus infizierten Menschen veröffentlicht. Demnach sei die Zahl in Deutschland im Vergleich zum Vortag um 4751 auf 57.298 Infizierte gestiegen.

Im Freistaat sehen die Zahlen laut der Thüringer Landesregierung am Montagmorgen wie folgt aus:

  • Zahl der Infizierten in Thüringen: 736
  • Neuinfektionen in den letzten 24 Stunden: 64
  • Patienten mit schwerem Krankheitsverlauf: 7
  • Tote: 5
  • Anzahl der Genesenen: 180

Die meisten Infektionen wurden seit Ausbruch des Virus mit jeweils über 100 Fällen in Jena und Greiz festgestellt. In der Landeshauptstadt liegt die Zahl der Infizierten am Montagmorgen bei 74.

8 Uhr: Frau aus Erfurt verschenkt selbstgenähten Mundschutz

Eine Frau aus Erfurt will in den harten Zeiten Gutes tun. Auf Facebook postete sie in der lokalen Gruppe „Unser<3Erfurt“ Bilder von sich und einer Nähmaschine. Daneben: Etliche bunte Atemschutzmasken!

In ihrem Post kündigte sie an, dass sie den selbstgenähten Mundschutz gerne kostenlos verteilen möchte. Die Reaktionen sind eindeutig! Viele Kommentatoren bekunden ihr Interesse, bestehen aber darauf, der Frau für ihren Aufwand und das Material einen Obulus zukommen zu lassen.

Die Mundmasken würden ab Montag an verschiedenen Stellen in Erfurt verteilt, heißt es auf Facebook, so etwa in dem asiatischen Lebensmittelladen in der Krämpferstraße 13.

05.50 Uhr: Vorerst keine Jugendweihen und Konfirmationen

Viele Familien in Thüringen müssen in diesem Jahr bei Jugendweihen und Konfirmationen umplanen. Zahlreiche Festtermine sind wegen der Corona-Pandemie aufgeschoben worden, wie es von Jugendweihe-Veranstaltern und der evangelischen Kirche hieß. Sie fallen unter die weitreichende Verordnung der Landesregierung, die vorläufig bis zum 19. April unter anderem Veranstaltungen und Gottesdienste verbietet und die Beschränkung sozialer Kontakte auf ein absolutes Minimum regelt.

Die Jugendweihe-Saison beginnt meist kurz vor Ostern, auch die ersten Konfirmationen werden in der Regel am Palmsonntag vor Ostern gefeiert.

Sonntag, 29. März

22.35 Uhr: Erste Stadt verbietet privates Osterfeuer

Mit Einschränkungen müssen die Thüringer auch bei Osterbräuchen rechnen. Als erste Stadt erließ Eisenach ein Verbot öffentlicher aber auch privater Osterfeuer, bei denen traditionell Nachbarn, Bekannte und Freunde zusammenkommen. „Die momentane Situation verlangt uns allen viel ab. Wir müssen weiterhin darauf achten, Abstand voneinander zu halten“, erklärte Eisenachs Oberbürgermeisterin Katja Wolf (Linke).

Osterfeuer, auch private, seien Zusammenkünfte in der Öffentlichkeit, die derzeit verboten seien. Zu erwarten ist, dass darum auch andere Thüringer Kommunen diesen Osterbrauch in diesem Jahr untersagen.

19.25 Uhr: Trinkgelage in Gera

Kontrollen von Polizei und Ordnungsämtern ergaben am Wochenende, dass sich die meisten Menschen in Thüringen selbst am sonnigen Samstag an die Regeln zur Eindämmung der Corona-Pandemie hielten. Aber es gab auch Verstöße gegen die Kontaktbeschränkungen mit Treffen in Parks, am Lagerfeuer oder bei Partys in Privatwohnungen.

Besonders schwerwiegende Verstöße sahen Polizei und Ordnungsbehörde in Gera. Die Beamten sprachen von Zusammenkünften von bis zu 20 jungen Menschen sowie einem Trinkgelage im Freien. Dafür seien Strafen wegen Verstößen gegen das Infektionsschutzgesetz ausgesprochen und die Ansammlungen aufgelöst worden.

15.49 Uhr: Bedarf an Soforthilfe deutlich höher als erwartet

Thüringens Wirtschaftsminister Wolfgang Tiefensee (SPD) erwartet, dass aus dem Soforthilfeprogramm des Landes für kleine Unternehmen bis zu 250 Millionen Euro gezahlt werden müssen. Der Bedarf werde nach seiner Einschätzung damit deutlich höher ausfallen als die zunächst geschätzten 175 Millionen Euro, sagte Tiefensee am Sonntag. „Es gibt einen großen Run auf die Hilfen für Unternehmen in Not.“

13.06 Uhr: Landesregierung gibt aktuelle Zahlen bekannt

Die Landesregierung Thüringen hat die neusten Corona-Zahlen bekannt gegeben. Demnach hat es in den letzten 24 Stunden 64 neue Infektionen gegeben. Damit sind 736 Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Fünf Personen sind nach Angaben des Landes verstorben. Doch es gibt auch gute Nachrichten: 180 Personen sind mittlerweile genesen.

11.15 Uhr: Polizei meldet diverse Corona-Partys

Am Wochenende hat es auch in Thüringen viele Corona-Partys gegeben. So musste zum Beispiel das Ordnungsamt in Gera eine Party von bis zu 20 Leuten im Freien auslösen. Einer zeigte sich derart uneinsichtig, dass der nach einem Angriff auf Beamte in Polizeigewahrsam genommen wurde.

8.31 Uhr: Kurzarbeit wird drastisch steigen

Mehrere Tausend Arbeiter und Angestellte in Thüringen sind derzeit in Kurzarbeit. Arbeitgeberverband, IG Metall und Landesarbeitsagentur rechnen damit, dass ihre Zahl als Folge der Corona-Krise sprunghaft steigen wird. „Wir gehen davon aus, dass Firmen verstärkt Kurzarbeit anmelden müssen“, sagte die Sprecherin des Verbandes der Metall- und Elektroindustrie, Ute Zacharias.

Das gelte nicht nur für eine Reihe von Automobilzulieferern, die darunter litten, dass die Autoproduktion in vielen Teilen der Welt stark zurückgefahren wurde.

„Wir haben aktuell eine neue, noch nie da gewesene Situation“, sagte der Sprecher der Landesarbeitsagentur, Kristian Veil. Bereits Mitte März hatten innerhalb einer Woche fast 3000 Thüringer Firmen den Arbeitsagenturen Kurzarbeit wegen der Ausbreitung des Coronavirus angezeigt.

Samstag, 28. März

15.55 Uhr: Besondere Aktion soll positives Zeichen senden

Karikaturen in den Fenstern des Gartensaals des Greizer Sommerpalais sollen Spaziergängern während der Corona-Krise ein Lächeln ins Gesicht zaubern. Die Aktion sei am Samstag gestartet, teilte die Staatliche Bücher- und Kupferstichsammlung Greiz mit.

Die Arbeiten des Künstlers Dirk Meissner beschäftigten sich mit dem Leben während der Pandemie. Ironisch aufgegriffen würden unter anderem die Hamsterkäufe von Toilettenpapier oder das finanzielle Überleben angesichts geschlossener Produktionsstätten.

13.39 Uhr: Quarantäne in Erstaufnahmestelle für Asylbewerber aufgehoben

Die Quarantäne für die Bewohner der Thüringer Landeserstaufnahmestelle für Asylbewerber in Suhl ist nach Angaben des Justiz- und Migrationsministeriums aufgehoben worden. Die Regelung gelte seit Samstag, sagte ein Ministeriumssprecher in Erfurt. In dem Flüchtlingsheim war ein Mann positiv auf das Coronavirus getestet worden. Danach waren alle dort lebenden Asylbewerber für zwei Wochen unter Quarantäne gestellt worden.

13.07 Uhr: Dramatischer Anstieg der Corona-Fälle

Die Zahl der Corona-Fälle in Thüringen steigt weiterhin an. Nach Angaben der Landesregierung gibt es zum jetzigen Zeitpunkt 672 bestätigte Infizierte. Demnach sind in den letzten 24 Stunden 98 Menschen mit einer Corona-Infektion hinzugekommen.

69 der Infizierten würden stationär behandelt werden, bei sieben Patienten gebe es schwere Verläufe. Fünf Menschen sind mittlerweile an Covid-19 gestorben.

Geheilt sind laut Landesregierung 150 Menschen.

12.22 Uhr: Fünf Todesfälle im Zusammenhang mit Coronavirus

In Thüringen hat es einen weiteren Todesfall im Zusammenhang mit dem Coronavirus gegeben. Demnach ist ein 88 Jahre alter Mann im Eichsfeld ums Leben gekommen. Damit gebe es nun fünf Corona-Tote im Freistaat.

11.32 Uhr: Eisenach kippt Osterfeuer

Osterfeuer sind in diesem Jahr wegen der Corona-Pandemie in Eisenach untersagt. Grund sei die Ansteckungsgefahr, wenn sich bei diesem in Thüringen weit verbreiteten Brauch in der Osterzeit Menschen um das Feuer scharen, teilte die Stadtverwaltung Eisenach am Samstag mit. Das Verbot gelte auch für private Osterfeuer, bei denen traditionell Nachbarn, Bekannte und Freunde zusammenkommen.

9.30 Uhr: Investitionen – Kommunen setzen Prioritäten

Vor fast einem Monat hat der Thüringer Landtag ein großes kommunales Investitionspaket beschlossen - wie das Geld im Detail ausgegeben werden soll, scheint aber noch offen zu sein. „Im Augenblick planen wir gerade, wie wir die Pandemie eindämmen und wie wir die Kernfunktionen der Stadtverwaltung unter den derzeitigen Bedingungen aufrechterhalten“, sagte etwa der Finanzbeigeordnete von Erfurt, Steffen Linnert.

Dies habe im Moment eine höhere Priorität für die Kommune als sich über die zusätzlichen Ausgabemöglichkeiten Gedanken zu machen, so Linnert. Eine Sprecherin der Stadtverwaltung Jena äußerte sich ähnlich.

8.59 Uhr: Ministerium rät zum Fahrradfahren – und ergreift Maßnahmen

Das Ministerium in Thüringen rät denjenigen, die zu Corona-Zeiten unterwegs sein müssen, zum Fahrrad. „Mit der Nutzung des Fahrrades können die Anforderungen der Kontaktminimierung gut erfüllt werden“, sagte eine Sprecherin des Ministeriums. In diesem Jahr sollen etwa drei Millionen Euro in den Ausbau der Thüringer Radwege fließen.

Freitag, 27. März

22.22 Uhr: Mehr Fälle in Jena und Gera

Während in Gera die Zahl der Infizierten auf 14 gestiegen ist, zählt Jena inzwischen 110 infizierte, darunter auch eine Frau mit schwerem Krankheitsverlauf. Laut Stadtverwaltung schwebe sie jedoch nicht in Lebensgefahr.

20.44 Uhr: Landkreis Gotha ruft zu Rücksicht auf

Seid der Corona-Pandemie kommt es täglich zu Konflikten in Supermärkten. Der Landkreis Gotha ruft die Bürger nun zu mehr Verständnis und Rücksicht im Umgang miteinander auf. Das gelte vor allem für Familien mit Kindern: Diese seien oft von anderen Kunden beschimpft oder gar nicht erst in die Märkte eingelassen worden. Allerdings appelliert der Kreis auch an Familien, nur die notwendigsten Einkäufe zusammen mit den Kindern zu erledigen.

20.05 Uhr: Erfurter Arzt bestellt Atemmasken

Angesichts der Knappheit an Schutzbekleidung hat eine Arzt aus Erfurt Nachschub aus Russland bestellt. Doch die Rechnung hat er ohne den Zoll gemacht (HIER mehr dazu lesen).

19.34 Uhr: Bildungsministerium zieht positives Fazit zu Schulschließungen

Bildungsminister Helmut Holter lobt sowohl Schulen als auch Eltern für den souveränen Umgang mit der aktuellen Situation. Die plötzliche Umstellung auf das Lernen Zuhause sei mit hoher Eigenverantwortung umgesetzt worden. Die digitalen Angebote sollen weiterhin ausgebaut werden.

18.57 Uhr: Bratwurstverkauf bleibt erlaubt

Während jede Menge Restaurants schließen müssen, sind Würstchenbuden davon ausgenommen. Sofern die Betreiber die Hygieneregelungen einhalten, dürfen sie weiterhin verkaufen. Gleiches gilt für den Straßenverkauf von Eis.

17.20 Uhr: Toilettenpapier für Thüringen

Gute Nachrichten: Der Handelsverband Thüringen kündigt an, dass die Regale mit Toilettenpapier und Küchenrolle bald wieder dauerhaft gefüllt sein sollten. Da sich alle Hamsterkäufer mittlerweile ausreichend eingedeckt hätten, seien solche Produkte in vielen Supermärkten und Drogerien demnächst wieder verfügbar.

16.43 Uhr: Erfurter Matratzenhersteller schwenkt auf Mundschutz um

Die Matratzenfirma Procave aus Erfurt stellt in Corona-Zeiten die Produktion aus Mund- und Nasenschutzmasken um. Nach Angaben des Herstellers könnten bis zu 10 000 Masken pro Tag angefertigt werden. Damit wäre gleich doppelt geholfen: Mehr Masken für Thüringen und weniger finanzielle Verluste für die Firma.

16.27 Uhr: Thüringen sagt Feier zur Landesgründung ab

Der Landtag Thüringen sagt die Feier zur Landesgründung erst einmal ab – und das ausgerechnet zum 100.Jubiläum!

„Wir dürfen keine Risiken eingehen. Entscheidend ist die Gesundheit der Menschen“, sagt Landtagspräsidentin Birgit Keller.

Die Feier hätte am 01.Mai in Weimar stattfinden sollen. Kleiner Trost: Die Regierung bemüht sich, das Jubiläum an einem anderen Termin nachzuholen.

16.09 Uhr: Erste Corona-Fälle bei der Thüringer Polizei

Mehrere Thüringer Polizisten haben sich mit dem Coronavirus infiziert. Die nachgewiesene Fallzahl bewege sich bislang „im niedrigen einstelligen Bereich“, sagte der für die Polizei zuständige Abteilungsleiter des Thüringer Innenministeriums, Michael Schulze, am Freitag in Erfurt. Eine niedrige dreistellige Zahl von Bediensteten der Polizei befinde sich in Quarantäne.

Damit bewegten sich die Fallzahlen innerhalb der Thüringer Polizei auf dem Niveau, das auch in anderen Bundesländern zu beobachten sei. „Im Moment ist das noch beherrschbar“, sagte Schulze. Trotzdem steige die Belastung der Polizei durch die Krankheitsfälle. Dabei sei sie in der Corona-Krise ohnehin schon höher als sonst.

15.28 Uhr: Parlament nur mit Hälfte der Abgeordneten?

Die Fraktionen im Thüringer Landtag überlegt, kommende Sitzungen im Parlament nur noch mit 46 der 90 Abgeordneten abzuhalten. Nur so soll es möglich sein, die Abstände zueinander einzuhalten. Neben dem Plenarsaal soll auch die Besuchertribüne für die Abgeordneten genutzt werden. Journalisten dürfen nicht mehr dabei sein. Es soll aber eine Liveübertragung über das Internet geben.

14.58 Uhr: Zahl der Infizierten in Erfurt wieder gestiegen

Am Freitagmorgen waren es noch 68. Um 13 Uhr wurden 72-Corona-Fälle gezahlt. Eine Person hatte Kontakt zu einem Reiserückkehrer aus Tirol. Bei Personen haben sich beim Ehepartner angesteckt.

14.19 Uhr: Weniger Neuinfizierte in Thüringen

Die Zahl der mit Covid-19 neu Infizierten in Thüringen ist leicht zurückgegangen. Von Donnerstag auf Freitag kamen 62 neue Fälle dazu. Am Tag zuvor waren es 89. Sieben Aktuell gibt es in Thüringen 574 Infizierte, sieben davon gelten als schwer krank. Das Thüringer Landesamt für Verbraucherschutz schätzt, dass 110 Menschen wieder gesund sind.

12.58 Uhr: Ärzte-Team aus Thüringen fliegt nach Italien

Ein Team aus Ärzten und Pflegekräften des Universitätsklinikums Jena wird sich in den nächsten Tagen auf dem Weg zur Lombardei in Italien machen. Die Region dort wurde besonders schwer von der Ausbreitung des Coronavirus getroffen. Gesundheitsministerin Heike Werner: „Wir können angesichts des Leidens in der Lombardei nicht still verharren. Gleichzeitig ist der Einsatz vor Ort für die Mediziner eine Möglichkeit, mehr über Covid-19 zu lernen. Davon werden wir in Thüringen letztlich auch profitieren.“

Zuerst wurde überlegt, intensivtherapiepflichtige Patienten nach Thüringen zu fliegen. Da die Belastung zu hoch sei, entschied man ein Team sowie vier Beatmungsgeräte nach Italien zu entsenden.

12.51 Uhr: Klinik in Masserberg geschlossen

Die Reha-Klinik in Masserberg im Kreis Hildburghausen wurde wegen der Corona-Infektion eines Mitarbeiters vorsorglich geschlossen. 167 Patienten mussten am Donnerstag die Klinik verlassen, da sie alle zur Risiko-Gruppe gehören. Bisher war aber keines der Tests positiv, auch hat kein Patient bisher Symptome gezeigt. Die Personen mussten alle in häuslicher Quarantäne. „Wir haben sie mit ausreichend Medikamenten versehen, damit sie die nächsten Tage versorgt sind“, sagte Direktor Andreas Schütz. Wann die Reha-Klinik, die auf Tumor- und Augenerkrankungen sowie den Bereich Orthopädie spezialisiert ist, wieder öffnen kann, entscheiden die Gesundheitsbehörden.

12.16 Uhr: Bundeswehr hilft bei Corona-Tests in Gera

Die Bundeswehr hilft während der Corona-Krise in Gera aus. Ab Montag kommen zwei Soldaten bei einer mobilen Teststation zum Einsatz. Die beiden kommen von einer Sanitätsstaffel aus Frankenberg. Einer ist gelernter Krankenpfleger und wird Abstriche nehmen. Der zweite hilft anderweitig. Damit kommt die Bundeswehr erstmalig in Thüringen zum Einsatz. Den Antrag der Stadt Jena wurde von der Bundeswehr abgelehnt.

12.01 Uhr: IHK Erfurt verschiebt Prüfungen

Die IHK Erfurt verschiebt wie alle deutschen IHKs die für April und Mai geplanten schriftlichen Azubi-Abschlussprüfungen in den Sommer 2020. Bis einschließlich Mai finden auch keine IHK-Weiterbildungsprüfungen statt. Diese werden zwischen Juni und August nachgeholt. Hiervon sind in Mittel-, Nord- und Westthüringen fast 3.500 Auszubildende und 700 Teilnehmer einer Höheren Berufsbildung betroffen.

11.41 Uhr: Keine Gebührenerhöhung in Eisenach

In diesem Jahr sollten Gebühren erhöht werden. Wie die Stadt Eisenach mitteilt, wird dies erstmal ausgesetzt. Das betrifft die Gebühren für Kitas, Horte und Friedhöfe sowie die Parkgebühren in den Parkhäusern der Stadt „Die Eisenacher müssen angesichts der Corona-Krise mit zahlreichen Belastungen und Einschränkungen umgehen. In dieser Situation ist es selbstverständlich, dass wir vorerst keine Gebühren erhöhen werden“, sagte Oberbürgermeisterin Katja Wolf.

11.19 Uhr: Werdende Väter dürfen nur symptomfrei in den Kreißsaal

Die ersten Kliniken in Thüringen hatten die Anwesenheit eines werdenden Vaters in Kreißsälen verboten. Grund: Man will das Infektionsrisiko minimieren. So durften Papas im Waldklinikum in Gera sowie in den Kliniken in Hildburghausen und Sonneberg bei der Geburt nicht dabei sein. Jetzt rudern die Kliniken aber zurück: Hat der Vater keine Symptome und auch keinen Kontakt zu einem Infizierten in den letzten 14 Tagen, darf er dabei. Gleiches gilt für das Zentralklinikum Suhl, dem Helios-Klinikum in Erfurt und dem Jenaer Universitätsklinikum. Ein Besuch auf der Wochenstation ist aber verboten.

11.11 Uhr: Zwei weitere Infektionen in Erfurt

Aktuell sind 68 Menschen in Erfurt positiv auf Covid-19 getestet wurden. Das sind zwei mehr im Vergleich zu gestern. Eine Person davon hat sich vermutlich bei einem Familienmitglied angesteckt. 15 Personen sind mittlerweile wieder gesund. Bisher gibt es in Erfurt noch niemanden, der stationär in Quarantäne ist. Auch gibt es keine Todesopfer.

11.01 Uhr: Wohnzimmerkonzert mit Nelson Müller und mehr

FUNKE ist Partner eines Wohnzimmer-Konzertes unter dem Motto „WIR sagen DANKE!”, die von der Wohltätigkeitsorganisation “Water is Right” (WIR) organisiert wird. Am Freitag, 27. März, werden unter anderem Mousse T., Pur, Glasperlenspiel, Doro Pesch, Sebastian Fitzek, Henning Baum und Nelson Müller aus Ihren Wohnzimmern oder Studios in die Wohnzimmer der Menschen streamen. Das Konzert ist ab 18 Uhr bis open end auf den Tageszeitungs- und ausgewählten Zeitschriften-Websites der FUNKE-Medien zu sehen. Hier erfährst du mehr <<<

10.34 Uhr: Jenaer Unternehmen entwickelt App

Das Unternehmen Room AG aus Jena hat eine App zur Eindämmung von Corona entwickelt. Sie nahmen dabei am Hackathon „#WirvsVirus“ der Bundesregierung statt. Innerhalb von 48 Stunden sollten kreative Köpfe eine technische Lösung entwickeln. Hier erfährst du, wie die App funktioniert.

10.25 Uhr: Ergebnisse von Seniorenheim Triptis liegen vor

Insgesamt 21 Menschen haben sich im Seniorenheim in Triptis mit SARS-CoV2 infiziert. Davon elf Mitarbeiter und zehn Bewohner. Die Bewohner wurden am Donnerstagabend ins Krankenhaus in Greiz gebracht. „Bei keinem der Bewohner hat sich der Gesundheitszustand verschlechtert. Es gibt keinen Grund die Senioren ins Krankenhaus zu stecken“, sagte der Leiter des Pandemiestabs des Landratsamtes, Dr. Torsten Bossert. Das Heim wird aber nicht geschlossen, es wurden weitere Maßnahmen ergriffen. Alle 15 Minuten gibt es Sichtkontrollen. Einmal pro Stunde wird Fieber gemessen. Das Personal muss einen Mundschutz tragen

07.39 Uhr: Thüringer Stadtverwaltung teils im Home Office

In Thüringen kann bei der Stadtverwaltung nicht jeder im Home Office arbeiten. Es
zeigen sich große Unterschiede zwischen den Kommunen: In Sonneberg ist das nur in Einzelfällen möglich, weil die technischen Voraussetzungen nicht gegeben seien. Für die Kinderbetreuung sei die Gleitzeitregelung gelockert worden, zudem könne ein Sonderurlaub von drei Tagen als Plus-Stunden gutgeschrieben werden.
In Jena wurde den Mitarbeiten Home Office angeboten und teils auch angeordnet. Rechner seien angeschafft, Serverkapazitäten erhöht worden. In Erfurt werde die Möglichkeit, von Zuhause aus zu arbeiten genutzt. Zudem dürfen Urlaub abgebaut und Karenztage genommen werden.

Im Landkreis Saalfeld-Rudolstadt wurde ein Sorgentelefon für die Einwohner des Kreises eingerichtet, das von Montag bis Freitag von 8.00 bis 16.00 Uhr unter 03671 823 777 erreichbar ist. „Wir haben gemerkt, dass es in dieser Situation ganz viele Menschen gibt, die Ängste und Sorgen haben und einfach jemanden brauchen, der ihnen zuhört“, sagte Landrat Marko Wolfram. Die Ansprechpartner seien erfahrene Notfallseelsorger oder Pfarrer und könnten zwar keine Fachfragen rund um das Coronavirus beantworten, den Anrufern aber im Gespräch ein offenes Ohr und Zuwendung geben, um die eigenen Sorgen besser zu bewältigen.

05.50 Uhr: Ärzte aus Jena erwarten Anstieg über Ostern

Die Mediziner am Universitätsklinikum Jena gehen davon aus, dass man in der Corona-Krise über Ostern mit einer deutlichen Belastung konfrontiert wird. Wie der Medizinische Vorstand Jens Maschmann sagt, mussten bislang im Maximum acht Patienten mit einer Covid-19-Erkrankung gleichzeitig behandelt werden – trotz der großen Zahl an bestätigten Fällen in Jena.

Aber Maschmann sagte der „Thüringer Allgemeinen“: „Wir sind gut vorbereitet“:

Donnerstag, 26. März:

21.31 Uhr: In Jena werden immer noch Corona-Partys gefeiert

In Jena gibt es 102 bestätigte Coronavirus-Fälle, davon einer mit schwererem Verlauf. Das teilte die Stadt am Donnerstagabend mit. In jena werden immer noch sogenannte Corona-Partys gemeldet. Deshalb appelliert Sicherheitsdezernent Benjamin Koppe: „Es geht um die Gesundheit jedes Einzelnen. Auch wenn es schwer fällt: bitte reduzieren Sie auch im privaten Bereich die sozialen Kontakte.“ Wenn in einer Wohnung viele Personen zusammenkommen, sei es kaum möglich, Abstand zu halten. „Das gibt dem Virus die Chance, sich weiter zu verbreiten. Nicht alle, die das Virus in sich tragen, wissen, dass sie infiziert sind“, so Koppe.

20.44 Uhr: Zahl der Infizierten steigt wieder

Die Zahl der Infizierten ist in Thüringen wieder gestiegen. Mittlerweile sind 562 Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Zuletzt wurden im Landkreis Nordhausen zwei neue Infektionen gemeldet.

17.51 Uhr: Ärzte aus Thüringen fliegen nach Italien

Thüringen hat versprochen, Italien bei der Bekämpfung des Coronavirus zu helfen. Dazu fliegt ein Team von Ärzten und Pflegekräften aus dem Uniklikum Jena in den kommenden Tagen in die Lombardei, bestätigte das Gesundheitsministerium aus Thüringen. Italien hatte ganz Deutschland und auch Thüringen um Hilfe gebeten, da die Ärzte und Kliniken vor Ort vollkommen überlastet sind.

17.26 Uhr: Erfurt muss Krämerbrückenfest umplanen

Das Krämerbrückenfest könne dieses Jahr nicht wie geplant stattfinden, sagten Erfurts Oberbürgermeister, Andreas Bausewein (SPD), und der Beigeordnete für Kultur, Tobias Knoblich. Das mehrtägige Fest mit einem sonst umfangreichen Kulturprogramm solle nun einen „Straßenfest-Charakter“ tragen, erklärte Bausewein.

Um in Zeiten von durch die Corona-Krise bedingten Unsicherheiten größere finanzielle Belastungen zu vermeiden, habe sich die Stadt dazu entschlossen, keine Aufträge für größere Bühnentechnik zu vergeben. In der Regel steht etwa eine große Bühne auf dem Domplatz, wo zum Krämerbrückenfest besonders bekannte Bands und Künstler auftreten.

2019 kamen zwischen 110.000 und 130.000 zum Festwochenende in die Landeshauptstadt. Dieses Jahr ist das Krämerbrückenfest bislang für den Zeitraum vom 19. bis 21. Juni angesetzt.

16.43 Uhr: Vierter Corona-Toter in Thüringen

Am Dienstag ist eine Seniorin (Jahrgang 1925) in Greiz infolge des Coronavirus' gestorben. Sie hatte Vorerkrankungen und wurde zu Hause betreut. Es ist somit der vierte Todesfall im Freistaat Thüringen.

16.36 Uhr: Zahl der Infizierten in Erfurt steigt leicht

Zum Vortag hin gibt es drei neue Infizierte in Erfurt. Somit beträgt die Zahl der Menschen, die positiv auf Covid-19 getestet wurden 66. Diesmal sind keine Reiserückkehrer dabei. Insgesamt 14 Personen sind wieder gesund.

16.33 Uhr: Eisdielen dürfen in Erfurt kein Eis mehr verkaufen

Damit sich in Cafés und Eisdielen keine Menschen tummeln, durfte nur noch außer Haus verkauft werden. Doch das ist ab Freitag in Thüringen auch verboten. Die Thüringer Landesregierung hat dies am Donnerstag beschlossen. Ebenfalls schließen müssen nun auch Fahrschulen. Die Verordnung ersetzt die erst am Dienstag veröffentlichte Grundordnung und enthält diesmal auch die Verbote und Schließungen von Geschäften und Läden, die bislang in Erlassen geregelt waren. Auch sind Neuaufnahmen in Eltern-Kind-Kurkliniken nicht mehr erlaubt.

16.14 Uhr: Sperrmüll kann wieder in Erfurt bestellt werden

Wegen der Corona-Krise konnte in den letzten Tagen keine Sperrmüll-Abholung beantragt werden. Ab dem 390. März ist das wieder möglich. Ab 1. April öffnen auch wieder die Wertstoffhöfe. Vorerst kann nicht mit Bargeld bezahlt werden. Aber: die Deponie an der Lobensteiner Straße in Erfurt ist ab 1. April wegen Bauarbeiten geschlossen. Weitere Infos unter: www.stadtwerke-erfurt.de/entsorgungaktuell

15.49 Uhr: Jena lockert Verbote

In Thüringen und ganz Deutschland ist aktuell sehr viel verboten – Stichwort Kontaktverbot. In Jena durften die Menschen sich nicht einmal mehr auf Bänke setzen. Das hat sich jetzt geändert. Hier erfährst du mehr <<<

15.38 Uhr: Kliniken bitten Bevölkerung um Masken

In den KMG-Kliniken in Sömmerda, Bad Frankenhausen und Sondershausen gibt es noch genug Masken – noch. Um zukunftsorientiert zu arbeiten und dafür zu sorgen, dass auch in den nächsten Wochen genug Atemschutzmasken vorhanden sind, haben die Kliniken eine Bitte. Wer eine FFP3-Masken im Baumarkt oder dergleichen erworben hat und diese noch originalverpackt ist, kann sie in Kliniken oder Arztpraxen abgeben. Nur so ist die Behandlung von Corona-Patienten auch in Zukunft gesichert.

14.50 Uhr: 80 Menschen wieder gesund

In Thüringen werden laut Robert-Koch-Institut 61 Menschen stationär wegen einer Covid-19-Erkrankung behandelt. 40 gelten als schwere Fälle, die auf Intensivstationen behandelt werden müssen. Etwas Gutes: 80 Personen sollen in Thüringen wieder gesund sein.

12.47 Uhr: Hort- und Kitagebühren entfallen

Die Landesregierung Thüringen hat beschlossen, dass die Hort- und Kitagebühren für die Zeit der Schließung aufgrund der Corona-Krise entfallen. Das gilt auch für Kinder aus dem Saale-Orla-Kreis, die das Angebot der Notbetreuung in Horten annehmen müssen. Die Thüringer Landesregierung hatte diese Kinder eigentlich ausgeschlossen, doch das empfindet Landrat Thomas Fügmann als unfair. „Im Zweifel ist es eine Krankenschwester oder Pflegerin, die wir dafür bestrafen, dass sie zur Arbeit geht und einen wichtigen Beitrag zur Bewältigung der Corona-Krise leistet.“

Diese Regelung gilt vorerst für den Monat April. Wer per Lastschriftverfahren bezahlt, dessen Betrag wird nicht abgebucht. Selbst-Überweise können ihren Dauerauftrag unterbrechen. Bereits bezahlte Beiträge werden erstattet.

Die Gemeinden und Träger entscheiden bei der Erstattung für Kinder der Notbetreuung in Kitas selbst.

12.09 Uhr: Mann erlebt beim Einkaufen ein Wunder

Das Wort „Hamster-Käufe“ ist in aller Munde. Regale sind leer, Nudeln und Klopapier gibt es kaum noch zu Kaufen. Doch was dieser Mann in einem Edeka-Markt in Erfurt erlebte, grenzt in der aktuellen Zeit an ein Wunder. Hier liest du die komplette Geschichte <<<

11.29 Uhr: Erfurterin infizierte sich im Urlaub

Eine Frau aus Erfurt hat sich vermutlich in Tirol mit dem Coronavirus infiziert. Sie war dort im Urlaub. Insgesamt 63 Personen sind nachweislich in Erfurt infiziert. 13 Personen sind wieder gesund.

Aktuell sind in Thüringen 508 positiv auf Corona getestet wurden.

09.47 Uhr: Globus verzichtet auf Einlassbegrenzung

Das Unternehmen Globus betreibt fünf Warenhäuser in Thüringen. Aber nur eins davon hat eine Einlassbegrenzung eingeführt. Nur eine gewisse Anzahl Personen dürfen in Isserstedt bei Jena einkaufen. Für alle anderen vier Märkte gilt die Regel nicht. „Unsere Flächen sind ausreichend groß, dass sich unsere Kunden aktuell gut verteilen und den geforderten Abstand einhalten können“, Vertriebsleiter Jens-Uwe Mätzig.

07.03 Uhr: Schlechte Nachrichten für Häftlinge

Haftanstalten werden nach seinen Worten die vom Justizministerium angeordneten Maßnahmen zum Verhindern von Corona-Infektionen unter den Häftlingen umgesetzt. Es gebe keine Besuche mehr. Neuzugänge müssten in Quarantäne und ärztlich untersucht werden, bevor sie mit anderen Häftlingen zusammentreffen.

„Wir versuchen, den Gefangenen das Vorgehen zu erklären“, betonte Jörg Bursian. Noch sei es ruhig. Sollten die Maßnahmen aber länger andauern, werde es immer schwieriger, fügt er an. „Derzeit gebe es keine Überlegungen für vorzeitige Haftentlassungen“, erklärte ein Justiz-Sprecher. Zwischen den Thüringer Gefängnissen erfolge auch kein Gefangenenaustausch mehr.

Hinweise auf Corona-Erkrankungen bestätigten sich laut Justizministerium bisher nicht. Aktuell gibt es auch keine Verdachtsfälle.

Mittwoch, 25. März

21.41 Uhr: Können Thüringens Landwirte trotz Corona ihre Ernte einbringen?

Agrarminister Benjamin-Immanuel Hoff (Linke) rechnet auch in Thüringen mit Problemen für die Landwirtschaft, weil viele Erntehelfer wegen der Corona-Krise nicht einreisen dürften. Hoff sprach am Mittwoch in Erfurt von einem vom Bundesinnenministerium verhängten Einreiseverbot für Saisonarbeiter, das ohne Abstimmung mit den Bundesländern erfolgt sei.

„Dass der Bund nun unabgestimmt eine Einreisesperre verhängt, schafft kein Vertrauen“, erklärte der Minister. Dabei werde seit geraumer Zeit darüber diskutiert, dass es ohne Erntehelfer erhebliche Probleme beispielsweise bei der Spargelernte in Deutschland geben werde. Hoff warb zudem dafür, dass sich Menschen, die Verdienstmöglichkeiten in der Krise suchten, als Erntehelfer meldeten. Das sei unter www.saisonarbeit-in-deutschland.de möglich. Die Agrarbetriebe forderte der Minister auf, attraktive Bedingungen für Saisonarbeiter zu schaffen.

20.30 Uhr: Gute Corona-Nachrichten aus dem Uniklinikum Jena

„Freudige Nachrichten von unserer Isolierstation“, schreibt das Uniklinikum Jena bei Facebook. Demnach konnten zwei Covid-19-Patienten am Mittwoch die Isolierstation kerngesund verlassen. Bei einem von ihnen handelt es sich um einen 83-jährigen Mann, der inzwischen wieder zuhause ist. Dazu die Mediziner: „Das freut uns umso mehr, weil es zeigt: Auch bei der Risikogruppe der älteren Menschen kann eine Infektion mit Covid-19 durchaus einen guten Verlauf nehmen.“

UK Jena

19.10 Uhr: Schutzausrüstungen nach Engpass erstmals ausgeliefert

Thüringens Krankenhäuser, Gesundheitsämter und Pflegeeinrichtungen erhalten im Kampf gegen die Coronavirus-Pandemie Nachschub an Schutzausrüstungen. Erste Teillieferungen an Atemschutzmasken und Handschuhen seien im Landesamt für Verbraucherschutz eingetroffen und würden von diesem zentral an Kliniken, öffentlichen Gesundheitsdienst, Pflegebereich und Diagnostiklabore verteilt. Das teilte Gesundheitsministerin Heike Werner (Linke) am Mittwoch mit. Ärzte und Krankenhäuser hatten zuletzt beklagt, dass die Vorräte an Schutzausrüstung in Thüringen zur Neige gehen.

Dabei haben nicht alle Wünsche sofort erfüllt werden können, verteilt werde nach Dringlichkeit. Zunächst werden die Bereitschaftsdienste und Testeinrichtungen zum Entnehmen von Abstrichen ausgestattet. Das Ministerium erwartet jeden Tag neue Lieferungen.

18.30 Uhr: Immer mehr Kinder in Notbetreuung

Täglich werden rund 800 Kinder an den Schulen in Thüringen notbetreut. Der Kreis der Kinder, der diese Notbetreuung in Anspruch nehmen kann, wurde nach Angaben des Bildungsministeriums vom Mittwoch jetzt erweitert. Betreut werden könnten nun auch Kinder, bei denen nur ein Elternteil im Gesundheitswesen oder der Altenpflege arbeite. Die Eltern der Kinder müssen dazu allerdings eine Bescheinigung ihres Arbeitgebers vorlegen. Bisher konnten nur die Kinder in der Notbetreuung versorgt werden, von denen beide Elternteile in diesen Bereichen arbeiteten. Außerdem werden Kinder in das Programm aufgenommen, deren Betreuung im Interesse des Kinderschutzes liege.

18.02 Uhr: Dritter Corona-Todesfall in Thüringen

Thüringen beklagt den dritten Corona-Todesfall. Laut einem Bericht des MDR ist ein 57-Jähriger aus dem unter Quarantäne stehenden Ort Neustadt am Rennsteig am Mittwoch im Klinikum Suhl verstorben. Demnach soll der Mann am Samstag ins Krankenhaus eingeliefert und dort beatmet worden sein.

Weil es in Neustadt am Rennsteig besonders viele Infektionen gibt, wurde der ganze Ort am Wochenende unter Quarantäne gestellt.

17.40 Uhr: Hilfsaktion an Erstaufnahmeeinrichtung in Suhl

Humanity First Deutschland e. V., eine Hilfsorganisation der muslimischen Ahmadiyya-Gemeinde, unterstützt diese Woche die medizinische Versorgung in der Thüringer Erstaufnahmeeinrichtung in Suhl. Das teilt Mirjam Kruppa, Thüringer Beauftragte für Integration, Migration und Flüchtlinge, mit. „Es ist bemerkenswert, wie gerade diejenigen, die so oft Ausgrenzung erfahren, Solidarität zeigen und in einer Notlage helfen“, hebt Kruppa hervor.

Mit zwei Ärzten verstärken sie die Krankenstation in der Erstaufnahmeeinrichtung. Wegen der derzeitigen herausfordernden Lage freut sich Kruppa über die „wertvolle Unterstützung“.

15.28 Uhr: Firma aus Mühlhausen mit praktischer Idee!

In Mühlhausen bei der Firma Peterseim Strickwaren laufen die Maschinen seit heute heiß. Aber nicht Kleidung oder andere Mode wird hergestellt, sondern wiederverwendbare Mundschutz-Masken für Erwachsene und Kinder.

Da die Nachfrage so groß sei und in anderen Modezweigen kaum noch etwas laufen würde, habe die Firma aus Thüringen die Produktion umgestellt, heißt es aus der Produktionsstätte. Damit könne außerdem eine drohende Kurzarbeit der Angestellten umgangen werden.

Der erste große Auftrag von über 12.000 Masken für Ärzte, Heime, Firmen und Privatpersonen befindet sich jetzt in der Firma Peterseim Strickwaren in der Mache.

14.46 Uhr: Pfleger infiziert! Seniorenheim unter Quarantäne

Nach einem positiven Testergebnis einer Mitarbeiterin auf eine Infektion mit dem Coronavirus ist ein gesamtes Altenpflegeheim in Triptis unter Quarantäne gestellt worden. 66 Senioren leben in der Einrichtung, wie ein Sprecher der Arbeiterwohlfahrt (AWO) Thüringen am Mittwoch sagte. Zuvor hatten Zeitungen der Funke-Mediengruppe berichtet.

Kontaktpersonen der positiv auf das Coronavirus Sars-CoV-2 getesteten Mitarbeiterin würden nun identifiziert, das Gesundheitsamt werde weitere Tests auch unter den Bewohnern und den weiteren 34 Mitarbeitern durchführen, so AWO Thüringen-Sprecher Dirk Gersdorf. Angehörige seien telefonisch informiert worden. Ohnehin bestehe bereits ein Besuchsverbot wie auch für andere Pflegeeinrichtungen in Thüringen. Die Versorgung und Betreuung der Bewohner werde sichergestellt, so Gersdorf. Die Quarantäne-Anordnung gelte bis auf Weiteres.

13.52 Uhr: Zweiter Corona-Toter in Thüringen

In Thüringen ist ein weiterer Patient gestorben, der mit dem Coronavirus infiziert gewesen ist. Das vermeldete der MDR.

Demnach wurde der Todesfall offiziell in die Corona-Statistik der Landesregierung aufgenommen. Bei dem Verstorbenen soll es sich um einen Patienten aus dem Landkreis Greiz handeln. Ersten Angaben des Landratsamts vom Mittwoch zufolge sei aber zunächst nicht klar gewesen, ob tatsächlich eine Covid-19-Erkrankung zu dem Tod geführt habe. Die gestorbene Person sei aber positiv getestet worden. Nähere Informationen zu Alter, Geschlecht und Vorerkrankungen sind bislang noch nicht bekannt gegeben worden.

12.33 Uhr: Neue Infektionen in Erfurt!

Nachdem die Stadt Erfurt am Dienstag keine neue Infektionen melden konnte, sieht der Stand am Mittwochmorgen wieder anders aus.

Demnach haben sich in Erfurt vier weitere Personen mit dem Corona-Virus angesteckt. Wie und wo sie sich angesteckt haben, sei derzeit noch unklar, teilte die Stadtverwaltung mit.

Die Anzahl der Infizierten in der Landeshauptstadt ist damit bis zum Mittwochmorgen auf 57 gestiegen.

Positiv festzustellen sei jedoch, so heißt es aus dem Rathaus, dass es nach wie vor keine schweren Verläufe gibt, zudem sind mittlerweile acht Personen wieder genesen, nur eine befindet sich in stationärer Quarantäne.

12.09 Uhr: Frau ärgert sich über Corona-Maßnahmen – Polizeieinsatz!

In Mühlhausen haben einer Frau am Dienstagabend offenbar die Hygieneregeln in einem Einkaufsmarkt nicht in den Kram gepasst. Sie widersetzte sich den Vorschriften. Das Personal verwies sie daraufhin des Ladens. Auch das gefiel der Frau nicht und sie weigerte sich, das Geschäft zu verlassen. Die Polizei sprach der 42-Jährigen wenig später einen Platzverweis aus. Bereits am Morgen war die Frau im Markt aufgefallen. Hier beleidigte sie das Personal.

Welche Hygienevorschriften beim Einkaufen in Thüringen jetzt gelten und was du unbedingt beachten musst, erfährst du hier: >> Thüringen: Neue Einkaufs-Regeln wegen Corona – DAS musst du befolgen!

11.35 Uhr: Sportvereine aus Jena bieten Einkaufshilfe an

Der Fußball-Drittligist FC Carl Zeiss Jena greift einer Risikogruppe unter die Arme: Das Team liefert Senioren mit Vorerkrankungen ab einem Alter von 60 Jahren Lebensmittel und Medikamente nach Hause. Auch Frauen-Bundesligist FF USV Jena ruft zur Nachbarschaftshilfe auf und nimmt Telefonanrufe entgegen.

11.08 Uhr: Thüringen wartet auf 780 Beatmungsgeräte

Die Kliniken stellen sich auf den Anstieg von Corona-Patienten ein und haben über den Bund 780 Beatmungsgeräte geordert. Damit würde sich die aktuelle Anzahl von 517 Betten mit Beatmungssystemen mehr als verdoppeln.

10.10 Uhr: Bürger aus Neustadt verstoßen gegen Quarantäne – Polizei greift zu Maßnahmen

Als bisher einzige Gemeinde in Thüringen steht Neustadt am Rennsteig komplett unter Quarantäne. Das passt nicht allen Einwohnern in den Kram: „Manche Einwohner verlassen über Schleichwege den Ort“, berichtet Landrätin Petra Enders. >> Zum vollständigen Bericht

08.50 Uhr: 67 neue Fälle in Thüringen

Das Robert-Koch-Institut veröffentlicht die aktuellen Fallzahlen: In Thüringen sind 67 neue Fälle registiert. Damit steigt die Gesamtzahl der Infektionen auf 394.

05.55 Uhr: Nahverkehr streicht Angebot

Der Jenaer Nahverkehr reduziert drastisch sein Angebot. Alle Fahrten auf den Straßenbahnlinien 3, 4 und 5 entfallen von Mittwoch an. So fährt die wichtige Die Linie 1 (Naumburger Straße – Lobeda-Ost) von 5 Uhr (am Wochenende und an Feiertagen ab 7 Uhr) bis 21 Uhr im 30-Minuten-Takt, von 21 Uhr bis 5 Uhr (am Wochenende und an Feiertagen bis 7 Uhr) im 60-Minuten-Takt. Die Entrüstung ist auch bei den Mitarbeitern des Universitätsklinikums groß. Viele nutzen die Tram, wurden aber über die Veränderungen nicht informiert.

Dienstag, 24. März:

22.48 Uhr: Sport- und Bildungsminister Thüringens über Olympia: „Konnte nur die Entscheidung geben“

Die Verschiebung der Olympischen Sommerspiele in diesem Jahr ist aus Sicht von Thüringens Sport- und Bildungsminister mehr als angebracht. Die Entscheidung dazu sei überfällig gewesen, teilte Helmut Holter (Linke) am Dienstag mit. „Die ganze Welt hält wegen der Covid-19-Pandemie den Atem an. Es wird Monate dauern, bis die Welt wieder in halbwegs normalen Bahnen läuft. Vor diesem Hintergrund konnte es nur die Entscheidung geben, die Spiele in diesem Sommer nicht auszutragen.“

Derzeit sei es wichtiger, in „Einheit und Solidarität“ zu handeln und die Ausbreitung des Virus so weit wie möglich einzudämmen.

22.10 Uhr: Verstärkte Polizeipräsenz in Erfurt

Im Zweischichtsystem laufen die Polizisten und Mitarbeiter des Ordnungsamts seit Tagen in der Stadt Streife, um Menschengruppen aufzulösen. „Wir zeigen nicht nur im Stadtzentrum Präsenz, sondern kommen auch immer wieder in die Ortsteile“, sagte Erfurts Ordnungsderzernent Andreas Horn. Die Anzahl der Kollegen solle in den kommenden Tagen auf 60 erhöht werden.

Die Erfurter haben sich demnach meist einsichtig gezeigt, lediglich Jugendliche würde sich gelegentlich nicht an die Vorgaben halten. „Wir hatten Vorfälle auf dem Petersberg und in der Halleschen Straße. Aber mit einer Ansprache waren diese gelöst“, sagte Horn. Andernfalls drohen „empfindliche Strafen“ im dreistelligen Bereich.

21.49 Uhr: Nicht genügend Schutzausrüstung: 50 der 1350 Thüringer Arztpraxen geschlossen

Die Vertretung der Ärzte, der Hartmannbund, schließt nicht aus, dass weitere Arztpraxen in Thüringen geschlossen werden, sollte die nötige Schutzausrüstung gegen das Coronavirus nicht schnell geliefert werden. Trotz Ankündigungen baldiger Lieferungen sei bislang nichts angekommen. Das teilte die Ärztevertretung am Dienstag in Erfurt mit.

Der Vorsitzende des Thüringer Landesverbandes, Jörg Müller, erklärte: „Schon aus Verantwortung für die Gesundheit des medizinischen Personals und der uns anvertrauten Patienten rufen wir aufgrund der sehr hohen Ansteckungsgefahr zur sofortigen Einstellung der Tätigkeit in Praxis und Klinik ohne entsprechende Schutzausrüstung auf.“ Auch Zahnärzte drängten auf Entscheidungen zur Behandlung von Patienten angesichts der Infektionsgefahr.

Erste Lieferungen seien laut eines Ministeriumssprechers bereits an die Praxen geliefert worden, eine weitere hänge derzeit im Zoll fest. Nach den Vorgaben des Robert Koch-Instituts (RKI) dürfe in der Corona-Krise ohne Schutzausrüstung aufgrund der hochgradigen Eigen- und Fremdgefährdung keine Patientenversorgung mehr erfolgen, erklärte Müller. Alles andere sei leichtfertig und gefährde sowohl das Wohl derÄrzte als auch der Patienten.

21.01 Uhr: Clubs und Kulturzentren in Jena mit besonderer Aktion

Eine ungewöhnliche Aktion soll der Klub- und Kulturlandschaft in Jena durch die finanziell schwierige Zeit helfen. Verschiedene Institutionen der Szene haben das „Klub-Soli-Ticket“ ins Leben gerufen. Mit dem Kauf eines Tickets werden 5 oder 10 Euro für den Erhalt der Szene in Jena gespendet. Wer 25 Euro spendet, bekommt darüber hinaus Zutritt zu einer Veranstaltung seiner Wahl.

Für das Klub-Soli-Ticket haben sich die folgenden Institutionen aus der Klub- und Kulturszene zusammengeschlossen:

  • KuBa (Cosmic Dawn)
  • Rosenkeller e.V.
  • F-Haus
  • TRAFO
  • Kassablanca
  • Muna
  • Café Wagner
  • Med-Club Jena e.V.

Martin Schröder-Zabel vom Kassablanca findet deutliche Worte für die aktuelle Situation: „Wir hoffen auf eure Solidarität und treten daher vereint auf. Die aktuelle Lage und die kommenden Auswirkungen sind für alle Klubs existenzbedrohend.“ Weitere Infos gibt es >> hier <<.

20.06 Uhr: Neue Corona-Teststelle in Erfurt öffnet am Mittwoch

Das Erfurter Gesundheitsamt und die Kassenärztliche Vereinigung Thüringen (KVT) eröffnen am Mittwoch im Haus der sozialen Dienste (HsD) am Juri-Gagarin-Ring 150 eine gemeinsame Abstrichstelle. Sie wird zwischen 9 und 12 Uhr geöffnet sein.

„Es wird aber nur getestet, wenn eindeutige Corona-Symptome vorliegen, wie hohes Fieber oder Husten. Rein auf Verdacht oder auf Anordnung des Arbeitgebers gibt es keinen Anstich. Denn die Kapazitäten der Labore sind am oberen Limit", sagte Dr. Michael Sakriß von der KVT. Ohne Symptome würde der Test auch gar nicht anschlagen. Sakriß mahnt: „Das Einzige, was bei Corona-Verdacht wirklich hilft, ist Isolation, Isolation, Isolation.“

Mit Eröffnung der neuen Abstrichstelle werden die beiden Krankenhäuser in Erfurt ihre Teststellen schließen. In den bisher genutzten Räumen entstehen Infektionsambulanzen, die bei Bedarf – also einer steigenden Anzahl an Krankheitsfällen – innerhalb eines halben Tages öffnen können. Der Arzt rechnet Richtung Wochenende vermehrt mit Covid-19-Erkrankten.

19.05 Uhr: Handwerkskammer Erfurt startet mit Corona-Soforthilfeprogramm

Dein Unternehmen benötigt während der Coronakrise finanzielle Hilfe? Ab sofort kannst du über die Handwerkskammer Erfurt einen Antrag für das neue Corona-Soforthilfeprogramm stellen. Thomas Malcherek, Hauptgeschäftsführer der Handwerksammer Erfurt, sagt dazu: „Wir haben uns bereiterklärt, die Landesregierung bei der unbürokratischen und vor allem schnellen Abwicklung im Interesse aller Handwerksbetriebe und Unternehmen zu unterstützen. Auch die beiden anderen Thüringer Handwerkskammern Ostthüringen und Südthüringen nehmen Anträge entgegen.“

Den Antrag und alle weiteren Infos findest du auf der >> Internetseite der Handwerkskammer Erfurt <<.

18.45 Uhr: Weimar mit reduziertem Fahrplan im Nahverkehr

Die Stadtwirtschaft Weimar GmbH hat angekündigt, angesichts der aktuellen Lage ihr Fahrplanangebot ab Donnerstag weiter reduzieren zu wollen. Die Grünen Weimar kritisieren diese Entscheidung. „Einerseits ist es absolut richtig und nachvollziehbar, dass für den Schutz der Fahrerinnen und Fahrer der Busse entsprechende Maßnahmen ergriffen werden", sagte sich der Vorsitzende der grünen Stadtratsfraktion, Andreas Leps. „Zugleich ist der Nahverkehr aber auch systemrelevant für alle Nutzerinnen und Nutzer. Die Erfüllung dieser Versorgungsaufgabe der Weimarer Stadtwirtschaft sehen wir mit der angekündigten Umstellung auf den Samstagsfahrplan ungenügend umgesetzt."

Wer jetzt noch Bus fahre, sei darauf angewiesen, meint der Fraktionsvorsitzende. Daher sei ein Bus alle zwei Stunden und bis 21 Uhr nicht ausreichend. „Das trifft unter anderem Arbeitende, alte und mobilitätseingeschränkte Menschen, Bürgerinnen und Bürger auf dem Weg zum Arzt oder Kinder von Eltern mit systemrelevanten Berufen, die weiterhin in Kindergärten und Horten betreut werden, oder auch z.B. den Spätdienst im Klinikum. Für Orte wie Tröbsdorf oder Tiefurt, in denen keine Einkaufsmöglichkeiten bestehen, wird auch die Grundversorgung deutlich schwieriger.“

18.30 Uhr: Jena richtet Krisenhotline ein

Du hast wegen der Quarantäne Stress? Dann kannst du jetzt von montags bis freitags zwischen 8 und 14 Uhr die Familienberatung der Stadt Jena unter der Telefonnummer 03641 - 492833 erreichen. Psychologinnen und Sozialarbeiterinnen beantworten deine dringendsten Fragen. Beraten wird zu Themen des Familienalltags, etwa

  • Gestaltung des Tagesablaufs
  • alternative Beschäftigungsmöglichkeiten
  • Umgang mit Ängsten der Kinder
  • Beratung bei Spannungen und Konfliktsituationen in der Familie.

18.03 Uhr: Nach Kontaktverbot: Landkreis meldet Verstöße gegen Regelung

Ordnungsämter und die Polizei in Schmalkalden-Meiningen kontrollieren die Einhaltung des Kontaktverbots. Bei 85 Kontrollen stellten die Ordnungsbehörden in dem Landkreis insgesamt 14 Verstöße fest, etwa weil sich mehrere Menschen an einem Ort versammelt haben.

„Die festgestellten Verstöße werden konsequent und unmittelbar geahndet und zur Anzeige gebracht“, gibt ein Sprecher des Kreises bekannt. „Das heißt, es werden Ordnungswidrigkeitenverfahren eingeleitet, die Bußgelder bis zu 25.000 Euro nach sich ziehen können. In besonders drastischen Fällen können auch Strafanzeigen erstattet werden, die zu Freiheitsstrafen führen.“

17.52 Uhr: Keine Gebühren für geschlossene Kindergärten und Horte in Thüringen

Gute Nachrichten für Eltern: Nach dem Willen der Landesregierung sollen zunächst keine Gebühren mehr für geschlossene Kindergärten und Horte erhoben werden. Gemeinsam mit den Trägern soll beraten werden, wie die finanziellen Verluste ausgeglichen werden können.

17.10 Uhr: Gera erlässt Haushaltssperre

Die Stadt Gera befürchtet Einnahmeausfälle in diesem Jahr und reagiert mit einer Haushaltssperre über 11,5 Millionen Euro. Ausgaben in dieser Höhe seien vorsorglich gesperrt, weil unter anderem aus der Gewerbe- oder der Übernachtungssteuer voraussichtlich weniger in die Stadtkasse fließen werde als ursprünglich erwartet, sagte Bürgermeister und Finanzdezernent Kurt Dannenberg am Dienstag in Gera.

Keine Einschränkungen gebe es bei allen Ausgaben, die dazu dienten, die Coronakrise zu bewältigen. So sei das Personal beim Bürgertelefon beispielsweise auf knapp 20 Mitarbeiter aufgestockt worden. Personal würde aus anderen Verwaltungsbereichen auch zum Amt für Gesundheit und Versorgung sowie zum Ordnungsamt versetzt, das die Verfügungen zur Eindämmung der Infektionsgefahr mit dem Coronavirus kontrolliere.

Mit der Haushaltssperre solle gesichert werden, dass trotzdem die Sanierung der städtischen Finanzen nicht infrage gestellt werden müsste.

14.41 Uhr: Kontaktverbot in Thüringen!

Wegen der Corona-Pandemie soll in Thüringen ab Mittwoch zwei Wochen lang ein Kontaktverbot gelten. Damit setzt die Landesregierung die von Bund und Ländern am Sonntag vereinbarten Bestimmungen um. Eine entsprechende Grundverordnung passierte das Regierungskabinett am Dienstag in Erfurt. Sie soll am Mittwoch in Kraft treten und soll bis zum 8. April gelten. In dieser Zeit darf man sich im öffentlichen Raum nur noch alleine, zu zweit oder im Kreise der Angehörigen des eigenen Haushalts aufhalten.

Weiterhin möglich sind der Weg zur Arbeit, zur Notbetreuung der Kinder, Einkäufe, Arztbesuche, die Teilnahme wichtigen Terminen und Prüfungen, Hilfe für andere sowie individueller Sport und Bewegung an der frischen Luft.

Zugleich betonte der Regierungschef, dass die Menschen weiterhin die Möglichkeit haben sollen, in ihre Gärten zu gehen. „Wir wollen, dass die Menschen raus gehen, dass sie Licht, Luft und die Natur genießen“, sagte Ramelow. Auch in Kleingartenanlagen könnten sich die Thüringer weiter aufhalten, weil der Abstand zwischen den Gärten ausreichend sei.

Diese Grundrechte werden jetzt empfindlich eingeschränkt

In der Grundverordnung wird klargestellt, dass mehrere Grundrechte eingeschränkt werden - etwa die Freiheit der Person, die Versammlungsfreiheit, die Freizügigkeit und die Unverletzlichkeit der Wohnung.

Während die bisherigen Erlasse von den Kommunen erst noch umgesetzt werden mussten, ist die Grundverordnung direkt nach ihrem Inkrafttreten landesweit gültig. Auch die Regeln des Erlasses vom 19. März - zum Beispiel die Schließungen von Restaurants, Bekleidungsgeschäften und Friseuren - sollen in eine landesweit gültige Verordnung gegossen werden.

13.37 Uhr: Fall in Jena gilt nun offiziell als Thüringens erster Corona-Toter

Ein in Jena nach einer Infektion gestorbener 83 Jahre alter Mann ist nun in offiziellen Statistiken als erster bekannter Todesfall in Thüringen im Zusammenhang mit dem Coronavirus gelistet. Die Stadt Jena sei in ihrer Einstufung des Falls nachgezogen, nachdem dieser zuvor im täglichen Corona-Bulletin der Landesregierung unter der „Gesamtzahl der Verstorbenen“ aufgeführt wurde, wie Jenas Stadtsprecher Kristian Philler am Dienstag erklärte.

Ob das Virus auch die Todesursache des am Freitag gestorbenen 83-Jährigen war, blieb zunächst unklar. „Es deutet aber alles daraufhin, dass das Virus zum Tod des Mannes geführt hat“, sagte Stadtsprecher Philler. So habe sich der Zustand des Mannes, der an Vorerkrankungen litt, vor seinem Tod akut verschlechtert. Allerdings, so Philler, habe es keine Autopsie gegeben.

Am Montagabend lagen für Jena, der zweitgrößten Stadt Thüringens nach Erfurt, 90 Meldungen über Covid-19-Erkrankungen vor.

13.30 Uhr: Mühlhausen will trotz Corona Märkte veranstalten

Die Stadt Mühlhausen verkündet, dass bis auf Weiteres die Wochenmärkte am Dienstag und Freitag auf dem Obermarkt und dem Steinweg auch während der Corona-Krise weiterhin stattfinden sollen.

„Der Wochen- und der Grünmarkt spielen, ebenso wie die Supermärkte, eine wichtige Rolle bei der Versorgung der Bevölkerung. Aus diesem Grund sind sie ausdrücklich von der Schließung ausgenommen", heißt es von dem Mühlhauser Oberbürgermeister Johannes Bruns. Wichtig sei aber, dass sowohl Händler als auch Kunden besondere Vorsicht walten lassen. „Auch hier heißt also: Bitte halten Sie Abstand, beachten Sie die Nies- und Hustenetikette und alle weiteren grundsätzlichen Hygiene-Regeln“, betont der Oberbürgermeister.

12.48 Uhr: Stadt Erfurt trennt Amt für Soziales und Gesundheit

Wie die Stadt Erfurt mitteilte, gibt es das bisherige Amt für Soziales und Gesundheit seit Dienstag nicht mehr. Mit Wirkung vom 24. März wurde das Gesundheitsamt auf Anweisung von Oberbürgermeister Andreas Bausewein ausgegliedert.

Vor dem Hintergrund der hohen fachspezifischen Anforderungen habe sich das Doppelamt nicht bewährt. Die Führung beider Bereiche sei zu speziell. Das bisherige Amt für Soziales und Gesundheit hat sofort die Bezeichnung „Amt für Soziales“. Das neu strukturierte Amt führt die Bezeichnung „Amt für Gesundheit“. Für die Dauer der Pandemie wird das Gesundheitsamt von der Leiterin des Bauamtes, Pia Hemmelmann, geführt. Das Sozialamt wird vorübergehend von Torsten Haß, dem Leiter der Volkshochschule, übernommen.

12.22 Uhr: Videos aus Quarantäne-Ort in Thüringen kursieren im Internet

In Thüringen steht wegen der Corona-Pandemie ein ganzer Ort unter Quarantäne. Beklemmende Videos aus den sozialen Medien zeigen die drastischen Maßnahmen, die nun ergriffen werden mussten. >> Hier zu den Videos und dem ausführlichen Bericht.

12.12 Uhr: Polizei Thüringen warnt vor dreisten Betrügern in der Corona-Krise

Die Thüringer Polizei hat vor neuen Betrugsmaschen in der aktuellen Corona-Krise gewarnt. So habe jüngst ein Mann bei einer Seniorin in Suhl angerufen und sich als Mitarbeiter einer Hilfsorganisation ausgegeben.

Er habe der Frau weismachen wollen, dass es in der Stadt eine Ausgangssperre für Menschen über 70 gebe, teilte Polizeisprecherin Julia Kohl am Freitag mit. Dazu habe er ihr Hilfe angeboten: Sie solle einfach einen Korb samt Einkaufszettel und ausreichend Bargeld vor die Tür stellen - er werde dann die Einkäufe erledigen. Doch die 84-Jährige glaubte ihm demnach nicht und beendete das Gespräch.

Die Polizei rät, sich bei Bedarf über tatsächliche Hilfsangebote zu informieren oder Bekannte um Hilfe zu bitten.

11.52 Uhr: Corona-Prävention im Flüchtlingsheim

Mit Tests, Quarantäne und Schließung von Gruppenräumen wollen die Länder einer Ausbreitung des Coronavirus in Flüchtlingsunterkünften entgegenwirken. Auch für Kinder in den Wohnheimen fallen Unterricht und Gruppenbetreuung aus. Allerdings gibt es im Detail auch erhebliche Unterschiede zwischen den Ländern, wie eine Umfrage der Deutschen Presse-Agentur ergab. Thüringen etwa testet wie Niedersachsen erst bei Symptomen.

In Thüringen habe sich nach Angaben der Deutschen Presse-Agentur bislang nachweislich ein Bewohner einer Flüchtlingsunterkunft infiziert.

11.10 Uhr: Strengere Regeln beim Einkauf in Thüringen

Die wenigen noch geöffneten Geschäfte müssen sich in Thüringen wegen der Corona-Pandemie an strengere Hygienevorschriften halten. Die Landesregierung will die bisherigen Verbote an eine Einigung von Bund und Ländern anpassen. Was dich jetzt beim Einkaufen erwartet und was du jetzt unbedingt beachten musst, erfährst du hier. >> Neue Einkaufs-Regeln wegen Corona – DAS musst du unbedingt beachten!

09.57 Uhr: Gute Nachrichten aus Erfurt: Keine Neuinfizierten in der Landeshauptstadt

Seit Montag 15 Uhr bis Dienstagmorgen gibt es laut der Stadt Erfurt in der Thüringer Landeshauptstadt keine weiteren Personen, die sich mit dem Coronavirus infiziert haben.

Wie das Gesundheitsamt der Stadt Erfurt mitteilt, liegt die Zahl der Infizierten damit weiterhin bei 45. Fünf Personen sind bereits genesen. Nach aktuellem Stand am Montagmorgen befinden sich 569 Personen in Quarantäne, eine davon nach wie vor stationär. 419 sind Reiserückkehrer, 150 Erkrankte und ihre Kontaktpersonen.

09.10 Uhr: Coronavirus in Thüringen: Die aktuellen Zahlen des RKI

Das Robert-Koch-Institut (RKI) in Berlin hat die Zahl der in Deutschland mit dem Coronavirus infizierten Menschen am Dienstag mit 27.436 angegeben - ein Plus von 4062 seit dem Vortag.

Demnach sei die Zahl der Infizierten in Thüringen um 78 auf 327 gestiegen. Das RKI registrierte im Freistaat ein Todesopfer.

08.15 Uhr: Erfurt setzt Kita- und Hortgebühren aus

Aufgrund der aktuellen Situation haben sich Jugendamt, Amt für Bildung und Stadtkasse aus Erfurt entschieden, vorübergehend die Lastschriften für die monatlichen Gebühren und Entgelte auszusetzen. Die Regelung gilt laut Stadtverwaltung vorerst bis Ende Mai.

Betroffen seien die Hort-Gebühren der staatlichen Grund- und Gemeinschaftsschulen, Betreuungsentgelte und Essengeld der kommunalen Kindertageseinrichtungen in Trägerschaft der Stadtverwaltung, Betreuungsentgelte der Kindertagespflegestellen sowie Gebühren für die Musikschule und die Volkshochschule.

Gleichzeitig entfallen laut Stadtverwaltung in diesen Bereichen vorübergehend auch die Mahnungen.

Elternbeiträge für die Hort- und Kindergartenbetreuung fallen grundsätzlich weiter an. Die Landesregierung sucht diesbezüglich nach Lösungen. Sobald abschließende Regelungen zu den Gebühren und Elternbeiträgen vorliegen, wird auf www.erfurt.de und www.thueringen.de darüber informiert.

07.13 Uhr: Ostdeutsche Spirituosen-Hersteller liefern Alkohol an Apotheken

Zur Herstellung von Desinfektionsmitteln beliefern inzwischen ostdeutsche Spirituosen-Hersteller Apotheken mit Alkohol. Der Alkohol, der sonst für die Herstellung von Absinth, Gin und Likören verwendet werde, eigne sich auch für die Herstellung von Desinfektionsmitteln, sagt Jens-Andreas Münch, Inhaber der Nordpark-Apotheke in Magdeburg, der Mitteldeutschen Zeitung in der Dienstag-Ausgabe

Demnach liefert die Tochter-Firma der Sektkellerei Rotkäppchen-Mumm Nordbrand aus Nordhausen in Thüringen inzwischen reinen Alkohol aus. „Wir versorgen aktuell 200 Apotheken“, sagt Firmensprecher Ulrich Ehmann.

Generell gilt: Alkohol für die Lebensmittelherstellung kann zumeist auch als Grundstoff für Desinfektionsmittel eingesetzt werden. Das steuerrechtliche Problem der Brandweinsteuer hat der Gesetzgeber kurzfristig durch eine Verfügung gelöst..

06.07 Uhr: Innenminister fordert Klarheit gegenüber Bürgern

Thüringens Innenminister Georg Maier (SPD) will härter gegen die vorgehen, die das Corona-Virus immer noch auf die leichte Schulter nehmen und sich nicht an die Auflagen halten.

Er fordert aber auch, dass die Bevölkerung klare Perspektiven aufgezeigt bekommen muss. „Wir müssen den Menschen ein Ende in Aussicht stellen.“

Montag, 23. März:

22.35 Uhr: Zahnärzte in Thüringen drängen auf Entscheidung

Der Betrieb in den Zahnarztpraxen in Thüringen läuft derzeit trotz Corona-Krise weiter wie gehabt. Jetzt drängen die Zahnärzte auf Anweisungen zum Umgang mit ihren Patienten. Das Gesundheitsamt müsse schnell entscheiden, ob ob Zahnarztpraxen generell geschlossen werden sollen oder nicht, sagte der Vize-Vorsitzende der Kassenzahnärztlichen Vereinigung Thüringens, Roul Rommeiß, dem MDR Thüringen.

Der Grund dafür: das hohe Ansteckungsrisiko des Personals. Außerdem seien die Praxen nur unzureichend mit Schutzausrüstung ausgestattet. Das Durchschnittsalter der Zahnärzte in Thüringen liege außerdem bei 55 Jahren. Damit gehören viele von ihnen zur Risikogruppe von Covid-19. Die Kassenärztliche Vereinigung hatte empfohlen, alle nicht notwendigen Behandlungen zunächst auszusetzen.

Wegen fehlender Schutzkleidung, Quarantäne, Erkrankungen oder Problemen bei der Rückreise aus dem Ausland seien inzwischen 54 der 1350 Thüringer Zahnarztpraxen geschlossen.

21.25 Uhr: Tiefensee warnt vor wirtschaftlicher Talfahrt

Wie hart wird die Wirtschaft durch das Coronavirus getroffen? Thüringens Wirtschaftsminister Wolfgang Tiefensee (SPD) macht eine düstere Prognose. „Vielen Unternehmen steht das Wasser schon bis zum Hals“, sagte er am Montag in Erfurt. Er befürchte einen Einbruch der Wirtschaftsleistung „mindestens auf dem Niveau des Krisenjahrs 2009“. Damals war das Bruttoinlandsprodukt um mehr als fünf Prozent gesunken. Dieser Entwicklung werde sich auch Thüringen nicht entziehen können. Umso wichtiger sei es, dass Bund und Länder jetzt gemeinsam Hilfsprogramme auflegten.

„Jeder Euro, den wir für die Krisenbewältigung in der Wirtschaft einsetzen, wird doppelt und dreifach dadurch zurückgezahlt, dass wir an sich leistungsfähige Wirtschaftsstrukturen wettbewerbsfähig erhalten“, sagte Tiefensee am Montag. Mit Geld vom Bund solle das Landesprogramm für kleinere Firmen in Not verstärkt werden.

20.26 Uhr: Corona-Testergebnis für Jenaer Oberbürgermeister Thomas Nitzsche liegt vor

Bei dem Oberbürgermeister von Jena, Thomas Nitzsche, bestand der Verdacht auf eine Infizierung mit dem Coronavirus. Am Montagabend lag das Ergebnis des Corona-Tests vor: Nitzsche hatte sich nicht angesteckt, das Testergebnis war negativ.

„Damit kann er ab morgen unter Einhaltung von strengen Hygienemaßnahmen an seinen Arbeitsplatz zurückkehren“, gab ein Stadtsprecher bekannt.

20.18 Uhr: Hilfe für Kleinunternehmer: Server können riesiger Nachfrage nicht standhalten

Die Nachfrage nach Soforthilfen für Selbstständige und Unternehmen war am Montag in Thüringen so groß, dass der Server für Antragsformulare vorübergehend zusammengebrochen ist. Dass die Internetseite der Thüringer Aufbaubank zeitweise nicht erreichbar gewesen sei, hänge mit der massiven Zahl der Zugriffsversuche zusammen, sagte ein Sprecher des Thüringer Wirtschaftsministeriums.

Man habe mit vielen Zugriffen gerechnet, dass es nun aber eine so große Nachfrage nach dem entsprechenden Dokument gegeben habe, sei dann doch überraschend gewesen. Der Server habe zwischenzeitlich sogar komplett vom Netz genommen werden müssen.

19.31 Uhr: Uniklinikum Jena will psychotherapeutische Video-Sprechstunden anbieten

Psychische Belastungen halten trotz der Corona-Krise an. Damit Ärzte und Psychologen therapeutische Gespräche mit ihren Patienten führen können, ohne dass Letztere die Kliniken betreten müssen, will das Uniklinikum voraussichtlich ab Ende März in Jena Videosprechstunden anbieten.

Für viele Menschen sei die derzeitige Situation schwierig. „Gerade bei Menschen, die psychisch belastet sind, können sich dadurch Symptome weiter verstärken“, sagte Professor Martin Walter, Leiter der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie am UKJ.

Für die betroffenen Einrichtungen des UKJ sei ein Notfallkonzept erstellt worden. Patienten, die sich in Quarantäne aufhalten müssen, bleiben in Zimmerquarantäne auf Station. Für positiv auf Sars-CoV-2 Getestete eröffnen die Kliniken nach Kindern und Erwachsenen getrennte Isolierstationen.

18.55 Uhr: Landratsamt gibt Details zur Quarantäne-Gemeinde bekannt

Bis einschließlich 5. April darf Neustadt am Rennsteig, Ortsteil der Stadt Großbreitenbach, nur noch in Ausnahmefällen verlassen und betreten werden. Sechs der bekannten elf Fälle im Kreis von bestätigten Infektionen stammten aus dem Gebiet, sagte die Sprecherin der Kreisverwaltung, Doreen Huth. Nun unterstützte die Feuerwehr die Polizei dabei, die Ortszugänge abzuriegeln. Schranken seien errichtet, auch die Durchfahrt sei nicht mehr möglich.

Die Versorgung der Bewohner werde über einen Lebensmittelladen in dem Ort sichergestellt, der allerdings nur von wenigen Menschen gleichzeitig besucht werden darf. Auch Kunden von Lieferdiensten für Essen auf Rädern sollen weiterversorgt werden. „Die Essen werden an einer Barrikade am Ortseingang abgegeben und dann weiterverteilt“, so Huth. Auch die Müllabfuhr komme, Bewohner sollten jedoch die Tonnen rechtzeitig vor die Tür stellen und keinen Kontakt zu den Mitarbeitern suchen. Bewohner dürfen wirklich nur noch für das Allernötigste ihr Zuhause verlassen“, betonte Huth. Auch Spaziergänge seien nicht mehr erlaubt.

Unklarheiten bestehen bei der Medikamentenversorgung und bei Dialyse-Patienten, die den Ort für die Behandlung eigentlich verlassen müssten. Zudem brauche es noch Klarheit über die Betreuung von 13 Kindern, die in einem Heim in Neustadt lebten, sagte Huth.

18.03 Uhr: Polizei führt besondere Maßnahmen ein

Zum Schutz vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus sollen Thüringer Polizisten die Hygienesets in ihren Streifenwagen nutzen. Jedes Polizeiauto sei mit Schutzanzügen, Einweghandschuhen, Masken und Desinfektionsmittel ausgestattet, sagte ein Sprecher der Landespolizeidirektion am Montag auf Anfrage der dpa. Die Dinge gehörten schon vor der Coronakrise zur Standardausrüstung. „Einen Engpass gibt es noch nicht“, sagte der Sprecher. Die Beamten seien sensibilisiert worden, die Hygienesets auch zu benutzen.

Zuständig für Kontrollen zur Einhaltung der neuen Regeln in der Coronakrise sind vor allem die Ordnungsämter der Kommunen. Polizisten auf Streife würden bei Verstößen eingreifen, sagte der Sprecher. „Sollten sich Hotspots entwickeln, wo es immer wieder zu Regelverstößen kommt, wird die Polizei dort natürlich entsprechend Präsenz zeigen.“ Bislang hielten sich die Thüringer aber weitgehend an die Vorschriften.

Die Ausbreitung des Virus verändere auch die Abläufe bei der Polizei, sagte der Sprecher. So gebe es keine gemeinsamen täglichen Einweisungen mehr in größeren Gruppen. „Die Situation stellt alle vor große Herausforderungen. Das betrifft auch die Polizei.“

17.45 Uhr: 2,38 Millionen Euro für den Nahverkehr in Thüringen

Weil wegen der Corona-Pandemie kaum noch jemand Bus und Bahn fährt, muss der Nahverkehr in Thüringen Verlust hinnehmen. Das Land will dies ausgleichen: Soforthilfen in Höhe von 2,38 Millionen Euro sollen den Nahverkehr unterstützen, kündigte Infrastrukturminister Benjamin-Immanuel Hoff (Linke) am Montag in Erfurt an.

Die Finanzhilfen gehen an Unternehmen des Regional- und Stadtbusverkehrs sowie für den Straßenbahnverkehr. Sie bekämen einen um zwei Cent aufgestockten Kilometersatz. Regionalbus- und Straßenbahngesellschaften erhielten damit jeweils eine Million Euro mehr als ursprünglich geplant, der Stadtbusverkehr 380 000 Euro. Die Unternehmen würden außerdem eine Abschlagszahlung in Höhe von fast 16,7 Millionen Euro für Ausfälle vor allem im Schülerverkehr erhalten.

17.20 Uhr: Bundeswehr unterstützt derzeit noch keine Behörden

Trotz der Belastungen durch die Coronakrise unterstützt die Bundeswehr in Thüringen zumindest vorerst keine zivilen Behörden oder Organisationen. Zwei im Zusammenhang mit der Flüchtlingshilfe stehende Anträge auf Hilfen seien durch die Bundeswehr abgelehnt worden, sagte der Sprecher des Landeskommandos Thüringen, Oberstleutnant Michael Weckbach, am Montag. Die Juristen der Bundeswehr seien zu der Einschätzung gelangt, dass die beantragten Hilfen noch nicht möglich seien.

Die Truppe dürfe nach der geltenden Rechtslage im Inland erst dann aktiv werden, wenn alle Kräfte der zivilen Behörden zur Bewältigung einer Krisensituation erschöpft seien. Das sei in den beantragten Fällen nach Einschätzung der Bundeswehr noch nicht so. Allerdings habe die Bundeswehr das Landesverwaltungsamt gebeten, die Hilfe-Ersuche zu präzisieren. Danach wolle man noch einmal entscheiden. Wann mit einer Entscheidung zu rechnen ist, war zunächst unklar.

15.57 Uhr: Rettungdienst gehen Schutzanzüge aus

Der Rettungsdienst in Thüringen schlägt Alarm: Bereits jetzt neigen sich die Bestände an Schutzausrüstung, Masken und Desinfektionsmitteln dem Ende zu. Das teilte Pressesprecher des DRK-Landesverbandes, Dirk Bley, dem MDR mit. Vor allem die Anzüge seinen für den Einsatz der Rettungskräfte unabdingbar.

Die extrem steigenden Preise für die Hilfsmittel verschärften die Situation zusätzlich. Das Thüringer Sozialministerium kündigt Gespräche an, um das Weiterverteilen der Schutzausrüstungen speziell an die Rettungsdienste zu regeln und zu sichern.

14.52 Uhr: Infektpraxen in Jena

Die Ärzte in Jena bereiten sich auf eine Infektionswelle vor und rüsten auf sogenannte Infektpraxen um. Laut der Stadt gebe es aktuell vier solche Praxen. Dort empfangen wechselnden Teams aus Ärzten und medizinischen Fachangestellten Patienten mit Corona-Symptomen. Damit soll vor allem das Uniklinikum entlastet werden.

14.38 Uhr: Jenaer Krisenstab in Quarantäne

Nachdem ein Mitglied des Krisenstabs positiv auf das Virus getestet worden ist, befindet sich nun das komplette Personal in Quarantäne. Auch Oberbürgermeister Thomas Nitzsche sei davon betroffen, wie Stadtsprecher Kristian Philler mitteilt. Sie alle werden jetzt ebenfall auf Corona getestet.

13.20 Uhr: Neue Regelungen für Geschäfte

Das Gesundheitsministerium hat konkrete Richtlinien für die wärend der Krise geöffneten Geschäft erlassen. Demnach müssen die Läden dafür sorgen, dass zwischen den Kunden ein Mindestabstand von 1,50 Meter eingehalten wird und den Einkäufern Desinfektionsmittel bereitstellen.

Außerdem sollen die Kunden über Schutzmaßnahmen wie Händehygiene sowie Husten- und Nies-Etikette informiert werden. Auch der Zutritt in die Läden soll gesteuert werden - etwa durch Einlasskontrollen. Kunden mit Covid-19-Symptomen sollen nicht in das Geschäft gelassen werden.

10.34 Uhr: Coronavirus in Thüringen – die aktuellen Zahlen

Das Robert-Koch-Institut hat am Montagmorgen die Zahl der in Deutschland mit dem Coronavirus infizierten Menschen am Montag mit 22.672 angegeben - ein Plus von 4062 seit dem Vortag.

In Thüringen ist die Zahl demnach um 33 neue auf 249 Infizierte insgesamt gestiegen. Jedoch weist das RKI darauf hin, dass am Wochenende nicht aus allen Ämtern Daten übermittelt wurden, sodass der berichtete Anstieg der Fallzahlen nicht dem tatsächlichen Anstieg entspricht.

So hatte Jena etwa am Wochenende laut dem Gesundheitsministerium 53 neue Fälle telefonisch gemeldet, die aus Kapazitätsgründen des Gesundheitsamtes noch nicht in der Meldesoftware und daher auch nicht in den Tabellen des RKI enthalten sind

Die Daten sollen am Montag nachübermittelt werden und ab Dienstag auch in der Statistik verfügbar sein.

09.45 Uhr: „Corona-Drive Inn“ in Jena in Betrieb

In Jena soll die erste mobile Corona-Teststation ihren Betrieb aufnehmen. Laut MDR wurde der „Corona-Drive Inn“ unterhalb der Lobdeburg errichtet. Demnach können sich Patienten hier anmelden und schließlich mit dem Auto durch ein Zelt fahren, in dem Abstriche genommen werden.

07.15 Uhr: Keine strengeren Maßnahmen – vorerst

In Thüringen wird es erst mal keine zusätzlichen Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Coronavirus geben. „Vieles von dem, was Bayern am Wochenende eingeführt hat und was heute vereinbart wurde, gilt bei uns schon“, sagte Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) am Sonntagabend.