Coronavirus in Thüringen: Corona-Ausbruch in Klinikum – mehrere Mitarbeiter infiziert

Kontaktverbot: Was bedeutet das genau?

Kontaktverbot: Was darf ich, was nicht.

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  • Das Coronavirus breitet sich in Thüringen weiter aus
  • Alle aktuellen Entwicklungen erfährst du hier im Newsblog

Thüringen. Das Coronavirus breitet sich auch Thüringen weiter aus. Immer mehr Menschen stecken sich mit Coronavirus in Thüringen an. Immer mehr Menschen sterben.

In manchen Teilen des Landes gibt es bereits eine Mundschutz-Pflicht. Es gilt ein Kontaktverbot in ganz Deutschland, um die Pandemie einzuschränken, und ein landesweiter Bußgeld-Katalog.

Alles, was du zur Entwicklung in Thüringen wissen musst, erfährst du hier im Newsblog!

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Alles, was du zum Coronavirus wissen musst:

>> Thüringen: DIESE Strafen drohen dir bei Verstoß gegen die Allgemeinverfügung zur Corona-Pandemie!

>> Wie sieht's in Deutschland und weltweit aus? Hier mehr im Newsblog nachlesen!

>> Verdachtsfall? So muss ich mich jetzt verhalten

>> Coronavirus: Dieses simple Haushaltsmittel ist fast so gut wie Desinfektionsmittel

>> Solltest du deinen Urlaub stornieren? Mehr dazu hier!

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Coronavirus in Thüringen: Hier alle Informationen!

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Dienstag, 7. April

22.56 Uhr: Familie spendet 5000 Masken für Kliniken

Eine Familie aus Saalfeld hat den Kliniken in Thüringen 5000 Masken gespendet. Die Masken kommen nach Angaben der „Thüringer Allgemeinen" aus China.

22.17 Uhr: Tiere im Zoo leiden unter Corona-Krise

Auch die Zoos trifft die Corona-Krise hart. Die Besucher bleiben auch. Gerade jetzt, wo die Tage sonnig und warm sind, und das Wetter sicherlich viele in die Zoos gelockt hätte. Doch nicht nur die Besucher und Zoobetreiber leiden unter der Corona-Krise. Auch die Tiere. Allerdings anders, als du denkt. Die ganze Geschichte aus dem Zoo Hannover liest du hier >>>>.

21.31 Uhr: 20 Corona-Infizierte in Fachklinikum

Im Asklepios Fachklinikum Stadtroda haben sich 20 Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Betroffen sind ein Patient und 19 Mitarbeiter. Der positiv getestete Patient befinde sich auf einer Isolierstation. Die positiv getesteten Mitarbeiter seien in häuslicher Quarantäne.

20 Uhr: Anstieg der Infektionen bleibt stabil – aber es gibt auch gute Nachrichten

In Thüringen gibt es derzeit 1.272 bestätigte Corona-Infektionen. Demnach bleibt der Anstieg der Corona-Infektionen weiter stabil.

20 Menschen sind in Thüringen, die mit dem Virus infiziert waren, sind bereits gestorben.

274 Infizierte in Thüringen sind wieder genesen.

19.34 Uhr: Diese Läden dürfen jetzt wieder öffnen, vorausgesetzt...

Die Liste der Einzelhandelsgeschäfte, die laut Thüringer Verordnung geöffnet bleiben dürfen, wurde um Buchläden ergänzt, teilt das Ministerium für für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie mit.

Voraussetzung ist jedoch: die Ware muss elektronisch oder telefonisch bestellt und kontaktlos abgeholt werden können.

18.29 Uhr: Ladenbesitzer zieht vor Gericht – und gewinnt!

Ein Ladenbesitzer aus Suhl hat sich vor dem Thüringer Oberverwaltungsgericht gegen die Stadt durchgesetzt. Diese hätte dem Händler nicht vorschreiben dürfen, wegen der Corona-Pandemie sein Geschäft zu schließen und auch kein Zwangsgeld androhen dürfen, entschied das Gericht am Dienstag in einem Eilverfahren.

Der Ladenbesitzer bietet nach eigenen Angaben neben einem umfangreichen Sortiment alkoholischer Getränke unter anderem auch Schokoladenprodukte, Kaffee, Tee, Kakao, Gebäck und verschiedene Feinkostartikel an. Er war deshalb der Meinung, dass die Anordnung der Kommune zur Schließung von Einzelhandelsgeschäften auf ihn nicht zutreffe. Das sahen die Richter auch so.

Die Stadt hatte moniert, dass der Ladeninhaber sein Geschäft geöffnet hatte, obwohl nur Lebensmittelgeschäfte der Grundversorgung von der geltenden Schließungsanordnung für Einzelhandelsgeschäfte ausgenommen seien. Dieser Auffassung schloss sich das Gericht nicht an.

Aus ihrer Sicht legte die Stadt Suhl in ihrer Allgemeinverfügung den Begriff des Lebensmittelhandels zu eng aus, indem sie nur auf Geschäfte der Grundversorgung abhob.

17.34 Uhr: Thüringen richtet Corona-Schwerpunkte ein

Die Behandlung von schwer erkrankten Patienten mit einer Coronavirus-Infektion soll in Thüringen künftig in neun Schwerpunktkrankenhäusern erfolgen, erklärt Gesundheitsministerin Heike Werner (Linke) am Dienstag. Das Konzept der Landesregierung für das Gesundheitswesen in der Corona-Krise sieht demnach vor, dass Patienten, bei denen sich ein schwerer Verlauf der Covid-19-Infektion zeigt, in diese neun Kliniken verlegt werden.

Die sogenannten „Level 1“-Krankenhäuser verfügten unter anderem über mindestens zwei getrennte Intensivstationen sowie Möglichkeiten, weitere Beatmungsplätze einzurichten, sagte die Ministerin. Sie sollen in Abstimmung mit dem Universitätsklinikum Jena in ihrem Gebiet die Zusammenarbeit der Krankenhäuser und Rehabilitationseinrichtungen koordinieren, wenn diese an der Akutversorgung teilnehmen.

Als Schwerpunktkrankenhäuser festgelegt wurden

  • das Südharz-Klinikum Nordhausen
  • die Lungenklinik Neustadt/Südharz
  • das SRH Zentralklinikum Suhl
  • das St. Georg Klinikum Eisenach
  • das Helios Klinikum Erfurt
  • die Zentralklinik Bad Berka
  • das Universitätsklinikum Jena
  • das SRH Wald-Klinikum Gera
  • das Klinikum Altenburger Land

16.19 Uhr: Neue Virus-Verordnung

Am morgigen Mittwoch tritt eine neue Thüringer Verordnung über erforderliche Maßnahmen zur Eindämmung der Ausbreitung des Coronavirus in Kraft. Das teilt die Thüringische Landesregierung mit. Darin wird festgelegt, wie die Einschränkungen des öffentlichen Lebens in den nächsten Wochen weitergehen sollen.

Es gilt: Der Aufenthalt im öffentlichen Raum ist nur allein, mit einer weiteren nicht im Haushalt lebenden Person oder im Kreise der Angehörigen des eigenen Haushalts gestattet. Es muss außerdem ein Mindestabstand von 1,50 Meter gehalten werden.

Gesundheitsministerin Werner appelliert: „Halten Sie die Kontaktbeschränkungen und die Hygieneregeln strikt ein. Ich weiß, dass dies besonders zu einem Familienfest wie Ostern schwer fällt. Und trotzdem müssen wir uns, die Menschen um uns herum und vor allem Risikopersonen besonders schützen. Daher bitte ich um Verständnis, dass wir auch über und nach Ostern die bestehenden Einschränkungen aufrechterhalten müssen.“

15.26 Uhr: Spargelsaison in Gefahr – Agrarbetrieb in Thüringen hat DIE Idee

Weil die Spargel-Erntehelfer aus Osteuropa in dieser Saison nicht einreisen dürfen, droht die Spargelausbeute in diesem jahr etwas knapp zu werden. Eine Agrargesellschaft aus Thüringen hat sich deshalb etwas einfallen lassen: Spargelfelder zum Mieten und Spargel zum Selbststechen!

In Herbsleben kannst du jetzt Reihen eines Spargelfelds mieten und deinen eigenen Spargel stechen. Mehr dazu >>>hier!

14.18 Uhr: Anstaltsarzt des Gefängnisses Untermaßfeld positiv getestet

Der Gefängnisarzt der JVA Untermaßfeld (Landkreis Schmalkalden-Meiningen) ist positiv auf das neue Sars-CoV-2-Virus getestet worden. Die rund 330 Gefangenen sind nun in ihren Zellen eingeschlossen, um zu verhindern, dass sich das Virus ausbreitet.

Die Insassen sowie die rund 160 Angestellten des Gefängnisses sollen nun alle getestet werden.

13.59 Uhr: Beliebter Burgerladen richtet Bringdienst ein

Das Burgerrestaurant Peter Pane wollte gerade am Anger in Erfurt eröffnen - da kam Corona dazwischen. Die Burgerbrater legten zumindest in der Küche trotzdem schon mal los und bieten bis zur richtigen Eröffnung einen Lieferservice an. Alle Infos findest du hier!

13.21 Uhr: Gute Nachrichten zu den aktuelle Zahlen aus Thüringen

Im Freistaat gab es in den letzten 24 Stunden insgesamt 34 Neuinfizierte. Damit stieg die Zahl der Menschen, die sich mit dem Coronavirus angesteckt haben, auf 1222. Greiz beklagt mit sieben Neuerkrankungen die höchste Anzahl.

  • Patienten stationär: 142
  • Patienten mit schwerem Verlauf: 26
  • Verstorbene: 19
  • Genesene: 640

Die gute Nachricht: Die Kurve flacht wieder etwas ab. Außerdem ist etwa ein Drittel aller jemals in Thüringen erkrankten Covid-19-Patienten bereits wieder genesen.

12.06 Uhr: Landrat in Sorge – weiterhin angespannte Lage in Schleiz

Die Lage im Saale-Orla-Kreis bleibt im Hinblick auf die Ausbreitung des Coronavirus weiter angespannt. Zwar vermeldete das Gesundheitsamt des Landkreises am Dienstag keine Neuinfektionen, dennoch könne von einer Entspannung der Situation keine Rede sein.

Die Alten- und Pflegeheime bilden nach Angaben des Landrats weiterhin einen Risikoschwerpunkt. Dort ist die Lage ernst. Die Entwicklungen in der Seniorenresidenz in Triptis führten erschreckend vor Augen, was passiert, wenn der Virus sich einmal in solch einer Einrichtung ausgebreitet hat. „Es muss jetzt alles daran gesetzt werden, die medizinische Versorgung der schon infizierten Personen zu gewährleisten und den Virus aus den noch nicht betroffenen Einrichtungen fernzuhalten.“

Zudem würden die zahlenmäßig hohen Neuinfizierungen in den umliegenden Landkreisen ein großes Gefahrenpotential bergen.

10.12 Uhr: Informationen zu Hort- und Kita-Gebühren in Eisenach

Das Land Thüringen will für den Monat April keine Kita-Gebühren erheben. Das trifft auch auf die Hortgebühren zu. Die Stadt Eisenach wird deshalb bei erteilten SEPA-Lastschriftmandaten keine Hortgebühren von den Konten der betroffenen Eltern abbuchen. Eltern, die einen Dauerauftrag eingerichtet haben, sollen diesen möglichst für April 2020 aussetzen.

Selbstständige Rücklastschriften sollten nicht veranlasst werden, da ansonsten Gebühren entstehen können. Wer für April 2020 bereits bezahlt hat, braucht dafür im Mai keinen Beitrag zahlen.

9.02 Uhr: SPD-Politikerin richtet Dank an Pflegekräfte

Heute ist Weltgesundheitstag. Die Gesundheitspolitikerin und Ärztin Dr. Cornelia Klisch von der SPD-Fraktion im Thüringer Landtag nimmt das zum Anlass, um dem medizinischen Personal zu danken, dass - derzeit mehr denn je - täglich für die Gesundheit der Menschen im Einsatz sei.

„Diese Pandemie hat eine komplett neue Dimension und stellt uns alle, ganz besonders aber unsere medizinische Versorgung vor große Herausforderungen", so Klisch. „Egal ob Pflegerinnen und Pfleger, Hebammen, Ärztinnen und Ärzte oder der öffentliche Gesundheitsdienst. Sie alle arbeiten Hand in Hand und oft über ihre Belastungsgrenzen hinaus." Daher wolle sie „mehr als Danke“ sagen.

7.41 Uhr: Erfurt behandelt Corona-Patienten aus Bayern

In Erfurter Krankenhäusern will man nun auch Corona-Patienten aus benachbarten Bundesländern mit hohen Infektionszahlen behandeln. Das bestätigten am Montag die Klinik-Chefs Thomas Steiner (Helios-Klinikum) und Jörg Pertschy (Katholisches Krankenhaus, KKH).

Bei einer Frau aus Nordbayern, die bereits nach Erfurt gebracht worden war, sei die Behandlung so erfolgreich gewesen, dass sie inzwischen nicht mehr beatmet werden müsse, so Thomas Steiner

6.59 Uhr: Ministerpräsident in Sorge um Schwiegermutter

In einem Interview mit der „Welt“ erwähnte Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke), dass seine in Italien lebende Schwiegermutter sich derzeit nicht aus ihrer Wohnung traut. „Meine Schwiegermutter könnte ihre Wohnung verlassen, aber sie hat Angst davor.“

Er berichtet: „Wir machen uns gegenseitig Mut. Meine Frau geht dabei fast in die Knie. Die Vorstellung, dass ihrer Mutter etwas zustößt und sie nicht zu ihr kann, ist nahezu unerträglich.“

Montag, 6. April

21.41 Uhr: Sonderregelung in diesem Ort!

In Mühlhausen gibt es jetzt eine Sonderregelung – und die gilt ab Dienstag. Wie die „Thüringer Allgemeine“ berichtet, gilt in der Bus-Linie 5 zwischen Stadtwald Mühlhausen und dem Ortsteil Bollstedt Mundschutz-Pflicht.

20.15 Uhr: Arzt aus Jena mit dringender Warnung

Alle Welt blickt auf das Coronavirus und die Folgen. Doch ein Arzt aus Jena hat jetzt einen dringenden Appell. Denn eine Krankheit sollte in diesen Zeiten nicht vergessen werden. Welche das ist und wieso, liest du hier >>>>.

18.25 Uhr: Corona-Hotspots in Thüringer Seniorenheimen

In der Corona-Krise könnten sich gleich zwei Pflegeeinrichtungen im Saale-Orla-Kreis zu Hotspots in Thüringen entwickeln: Nach zahlreichen Infektionen in einer Seniorenresidenz der Arbeiterwohlfahrt in Triptis droht das Virus nach Angaben des Landratsamtes vom Montag „nun auch bei einem Pflegedienst im Orlatal zu grassieren“.

Ausgangspunkt sei offenbar die Rückkehr einer Patientin aus dem Krankenhaus gewesen, die dabei das Sars-CoV-2-Virus in die Einrichtung brachte. Bis dato gibt es den Angaben zufolge drei bestätigte Infektionen.

Deutlich größer ist laut Landratsamt das Ausmaß des Corona-Ausbruchs im Seniorenheim Triptis, wo die Infektion bereits in 28 Fällen nachgewiesen wurde. Dort starben am Wochenende zwei Bewohnerinnen: Eine verbrachte ihre letzten Stunden in der Seniorenresidenz, die andere im Krankenhaus. Bereits in der vergangenen Woche war eine 93-jährige Bewohnerin der Einrichtung gestorben.

Im Saale-Orla-Kreis lässt sich den Angaben des Gesundheitsamtes zufolge etwa die Hälfte der bestätigten Infektionen auf die Pflegeeinrichtungen zurückführen.

17.30 Uhr: Ramelow appelliert an Thüringer – „müssen auf Abstand bleiben.“

Ministerpräsident Bodo Ramelow (Die Linke) hat an die Thüringer appelliert, wegen der Coronavirus-Pandemie über Ostern auf Ostsee-Reisen zu verzichten. „Wir müssen auf Abstand bleiben.“ Das Corona-Virus mache über Ostern keine Ferien. Für viele Thüringer ist die Ostsee normalerweise ein beliebtes Ziel für einen österlichen Kurztrip.

In Mecklenburg-Vorpommern gelten wegen der Pandemie aber strenge Reisebeschränkungen, die über Ostern auch für Einheimische verschärft wurden. Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) zufolge befürchten die Bürgermeister besonders an der Ostseeküste und auf den Ostseeinseln trotzdem einen starken Reiseverkehr über Ostern.

Ramelow sprach sich erneut gegen eine Lockerung der Alltagseinschränkungen zum Schutz vor einer Weiterverbreitung des Virus aus. „Diese Debatte kommt zur Unzeit. Wir sind noch nicht auf dem Höhepunkt der Infektionswelle“, sagte Ramelow. Wer jetzt offen schnelle Lockerungen fordere, nehme in Kauf, dass die Sterberate steigen könne.

In Thüringen gelten die Einschränkungen zunächst bis zum Ende der Osterferien am 19. April.

16.45 Uhr: Pflegekräfte in Apolda positiv auf Corona getestet

Drei Pfleger aus dem Robert-Koch-Krankenhaus in Apolda sind laut MDR positiv auf das Corona-Virus getestet worden. Sie befinden sich derzeit in Quarantäne.

16.05 Uhr: Vier Menschen im Landkreis Greiz gestorben

Im Landkreis Greiz sind vier weitere Menschen gestorben, die positiv auf das Coronavirus getestet wurden. Sie stammten aus Endschütz, Mohlsdorf, Langenwetzendorf und Greiz, und hatten wohl Vorerkrankungen, berichtet due Thüringer Allgemeine Zeitung. Der Landkreis Greiz gilt als besonders vom Coronavirus betroffen: Insgesamt sind dort inzwischen neun Menschen in Verbindung mit dem Coronavirus gestorben.

15.11 Uhr: Erster Todesfall in Gotha

Ein 77-jähriger Mann, der positiv auf das Corona-Virus getestet worden war, ist am Montag im Landkreis Gotha verstorben. Der Patient hatte wohl bereits Vorerkrankungen aufgewiesen. Es handelt sich um den ersten CoronaTodesfall aus dem Landkreis Gotha, berichtet der MDR.

14.53 Uhr: Stadt Erfurt gibt aktuelle Corona-Zahlen bekannt

In Erfurt wurden bis Montag 14 Uhr 97 Personen positiv auf das Coronavirus getestet. Somit hat sich Zahl seit Sonntag um zwei erhöht.

Einer der beiden neu Betroffenen muss laut Stadt künstlich beatmet werden. Somit befinden sich aktuell sieben Personen in stationärer Behandlung.

Die Zahl derer, die als genesen gelten, hat sich auf 55 erhöht.

Stand heute sind 879 Personen in Quarantäne. 276 sind Erkrankte und Kontaktpersonen, 603 sind Reiserückkehrer.

13.00 Uhr: „Quarantäne-Party“ in Neustadt am Rennsteig eskaliert

Zwei Wochen lang standen die Bewohner von Neustadt am Rennsteig unter Quarantäne. Jetzt wurde die Quarantäne beendet, doch kurz vorher sorgten die Einwohner noch für eine Menge Ärger!

Wie die Polizei mitteilte, wurden die Bürger von Neustadt am Sonntagabend über das Ende ihrer Quarantäne informiert.

Schon die Ankündigung darüber war offenbar für einige Bürger von Neustadt derart erfreulich, dass sie sich prompt am Sonntagabend in der Rennsteigstraße zu einer „Corona-Party“ zusammenfanden, obwohl die Quarantäne noch bestand. Die Situation ist völlig eskaliert!

Tische und Stühle wurden zum gemeinsamen Grillen bereits hingestellt und als die Beamten eintrafen, befanden sich etwa 20 Personen auf der Straße.

Vereinzelt wurde in Richtung der Beamten gespuckt und angedroht, gegen die polizeilichen Maßnahmen vorgehen zu wollen. Zwei Personen im Alter von 19 und 55 Jahren leisteten bei der Identitätsfeststellung massiv Widerstand, sodass sie fixiert werden mussten.

Die Polizei löste die Party auf, doch nur wenig später fanden sich erneut feierwütige Bürger zusammen. Und nicht nur das!

Selbst ein Corona-Positiver hatte sich unter das Volk gemischt. Auch hier musste die Polizei einschreiten. Es wurden mehrere Anzeigen, unter anderem wegen Beleidigung, Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte, sowie nach dem Infektionsschutzgesetz und dem Ordnungswidrigkeitengesetz erstattet.

12.33 Uhr: Erfurt schafft Duschmöglichkeiten für Brummi-Fahrer

Die Stadt Erfurt bietet angesichts der Corona-Krise für Lastwagenfahrer seit Montag Duschmöglichkeiten an. Dafür sei unter anderem das Sportlerhaus in der Nähe des Zoos für Lkw-Fahrer geöffnet worden, teilte die Stadtverwaltung mit.

Auch die Dusch- und Sanitärcontainer an der Leichtathletikhalle stünden zur Verfügung. Auch an einem ehemaligen Baumarkt soll in den kommenden Tagen eine entsprechende Einrichtung entstehen. Der Standort sei besonders geeignet, da in unmittelbarer Nähe ein Supermarkt zu finden sei. Die Raststätten an den Autobahnen, wo es Duschmöglichkeiten gibt, sind derzeit weitgehend dicht.

Die Kommune bat das Land, die städtische Initiative „Hilfe für Brummifahrer“ zu unterstützen und mit eigenen Mitteln auszuweiten.

11.36 Uhr: Pandemie-Stab tagt in Erfurt

Wie die Stadt Erfurt am mitteilte, findet am Montagnachmittag im Rathaus in Erfurt eine Sitzung des externen Pandemie-Stabs statt.

In einem Pressegespräch wird im Vorfeld über die aktuelle Lage der Corona-Krise in Thüringen informiert.

11.10 Uhr: In Jena herrscht jetzt Mundschutzpflicht

Im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus herrscht in Jena seit Montag eine Pflicht zum Tragen von Mundschutz etwa in Geschäften sowie Bussen und Bahnen. Damit soll eine Übertragung des Virus durch Tröpfcheninfektion beim Sprechen, Husten oder Niesen eingedämmt werden. Nach Angaben der Stadt ist jedoch kein medizinischer Mundschutz notwendig, auch selbstgenähte Masken sowie Tücher oder Schals, die Mund und Nase bedecken, sind ausreichend.

Der Schritt gelte nicht dem Eigenschutz, sondern dem Schutz anderer, hieß es zur Begründung. Ab Freitag (10. April) soll die Vorgabe auf weitere geschlossene Räume inklusive Arbeitsstätten mit mehr als einer Person ausgeweitet werden. Im Freien ist der Mundschutz nicht notwendig.

10.41 Uhr: Coronavirus in Thüringen – die aktuellen Zahlen

Das Robert-Koch-Institut hat die neuen Corona-Zahlen für Thüringen bekannt gegeben.

Demnach sind bis zum Montagmorgen zwei weitere Menschen im Freistaat verstorben, bei denen eine Corona-Infektion festgestellt worden war. Die Zahl der bekannten Infektionen ist ebenfalls gestiegen: 1176 Thüringer haben sich demnach nachweislich mit dem Virus infiziert. Besonders der Landkreis Greiz ist betroffen.

  • Gesamtzahl der Infizierten in Thüringen: 1176 (+36 zum Vortag)
  • Verstorbene in Thüringen: 12 (+2)
  • in Erfurt: 95 (0 Todesfälle)
  • in Jena: 133 (1 Todesfall)
  • in Greiz: 194 (6 Todesfälle)

08.42: Erfurt: Gruppe chillt trotz Corona im Park – einem Ehepaar wird das zum Verhängnis

In Erfurt gilt wegen der Corona-Pandemie Kontaktverbot. Daran will sich bei den frühlingshaften Temperaturen offenbar nicht jeder halten. Ein Ehepaar aus Erfurt hat den Vogel am Wochenende aber wirklich abgeschossen! >> Hier zum ausführlichen Bericht.

08.02 Uhr: Coronavirus: DIESE Strafen drohen dir bei Verstoß gegen die Allgemeinverfügung!

Seit Freitag drohen deftige Strafen in Thüringen, für diejenigen, die gegen die Allgemeinverfügung im Kampf um die Ausbreitung des Coronavirus verstoßen.

  • Keine 1,5 Meter Abstand: 100 Euro pro Person
  • Treffen von mehr als zwei Personen (Ausnahme Familie und Hauhalts-Angehörige): 200 Euro pro Person
  • Partys, Demos, Gottesdienste und sonstigen Zusammenkünfte (Ausnahmen: Trauerfeiern, Hochzeiten, Landtagssitzungen, ...): Jeder Teilnehmer 400 Euro, Veranstalter 1.000 Euro
  • Missachtung der Abstandsmarkierungen in Geschäften: 150 Euro
  • Verzehr von Außer-Haus-Speisen im Umkreis von 10 Metern: 150 Euro

>> Den kompletten Bußgeldkatalog für Thüringen: HIER zum Download

07.38 Uhr: Coronavirus in Thüringen: Die Polizei-Bilanz nach dem Wochenende

Der landesweite Bußgeldkatalog war noch am Freitag in Thüringen in Kraft getreten. So wurden an diesem Wochenende die ersten Strafen wegen Verstößen gegen die Corona-Auflagen nach dem neuen Bußgeldkatalog verhängt.

Die Polizei-Bilanz vom ersten Wochenende der Osterferien während der Corona-Pandemie, lest ihr >> ausführlich hier.

06.04 Uhr: Quarantäne in Neustadt aufgehoben

Neustadt am Rennsteig war der bislang einzige Ort in Thüringen, der komplett unter Quarantäne stand. Seit dem 22. März durften die Einwohner den Ort nicht mehr verlassen. Um Mitternacht wurde die Quarantäne aufgehoben. Damit sind die seit zwei Wochen gesperrten Zufahrten zu dem Ortsteil der Landgemeinde Großbreitenbach ab sofort wieder frei.

Nach anfänglichen Schwierigkeiten, seien kaum Verstöße gegen die Quarantäne-Auflagen festgestellt worden, hieß es von der Polizei. Hier zum vollständigen Bericht. >> Kompletter Ort unter Corona-Quarantäne – unglaublich, was die Einwohner tun!

Sonntag, 5. April

16.46 Uhr: Erste Bußgelder verhängt

In Thüringen verhängte die Polizei an diesem Wochenende erstmals Strafen für die Missachtung der Kontaktsperre. So mussten die Beamten unter anderem in Süd- und Nordthüringen verbotene Zusammenkünfte auflösen. In Sonneberg etwa hatten sich am Samstagabend in der Innenstadt zehn Jugendliche getroffen, wie die Polizei am Sonntag mitteilte. Die Beamten übergaben sie ihren Eltern. Die Jugendlichen erwartet nun eine Strafe von jeweils 200 Euro.

15.35 Uhr: Großes Interesse an Online-Plattform für lokalen Handel

Die in der Corona-Krise geschaffene Internetplattform für den lokalen Handel in Thüringen wird gut angenommen. Seit dem Start vor knapp zwei Wochen hätten bereits 260 Läden, Geschäfte und Restaurants, die nun auf digitale Lieferwege umstellen, ihre Angebote eingestellt, teilte das Wirtschaftsministerium am Sonntag mit.

Bis zum Wochenende hätten sich rund 38 000 Besucher die Angebote auf dem Portal angesehen. Angesichts des großen Zuspruchs wurde die Seite inzwischen noch einmal komplett überarbeitet und mit neuen Funktionen ausgestattet. Viele Händler, Ladenbesitzer, Gaststättenbetreiber und Handwerker haben in der Corona-Krise kreative Wege gefunden, um trotz Schließung weiterhin für ihre Kunden da zu sein.

14.34 Uhr: Quarantäne in Neustadt ab Montag aufgehoben

Die wegen der Verbreitung des Coronavirus in Neustadt am Rennsteig verhängte Quarantäne wird aufgehoben. „Der Ort wird ab 24 Uhr wieder freigegeben“, sagte die Landrätin des Ilm-Kreises, Petra Enders, am Sonntag. Damit sind die seit zwei Wochen gesperrten Zufahrten zu dem Ortsteil der Landgemeinde Großbreitenbach ab diesem Montag wieder frei.

Fast alle der rund 900 Einwohner seien seit Mittwoch in den Abstrichstellen in Neustadt getestet worden, sagte die Landrätin. Dabei habe es 26 positive Testergebnisse gegeben. Mit damit insgesamt 47 Infizierten komme die Hälfte aller im Ilm-Kreis infizierten Menschen (93) aus Neustadt. Enders führte diese Zahlen aber auch auf die intensiven Tests in dem Ort zurück.

Ein Mann aus Neustadt am Rennsteig war an Covid-19 gestorben. Noch ausstehen würden die Ergebnisse der Abstriche von 40 Pflegebedürftigen sowie zwei Befunde aus einem Kinderheim.

Neustadt am Rennsteig war der bislang einzige Ort in Thüringen, der komplett unter Quarantäne stand. Seit dem 22. März durften die Einwohner den Ort nicht mehr verlassen. >>Kompletter Ort unter Corona-Quarantäne – unglaublich, was die Einwohner tun!

13.00 Uhr: 64 neue Corona-Fälle in Thüringen

In Thüringen gibt es 64 neue Corona-Patienten. So viele Fälle wurden in den vergangenen 24 Stunden offiziell registriert, teilt die Landesregierung in ihrem täglichen Bulletin mit. Jena meldet 16 neue Fälle, im Ilm-Kreis waren es 13.

In Gera, Weimar und im Altenburger Land etwa wurde dagegen bei niemandem Covid-19 nachgewiesen. Insgesamt meldet Thüringen demnach 1.144 Corona-Fälle.

Es bleibt bei den bisherigen zehn Todesfällen. In 19 Fällen spricht die Regierung von einem schweren Verlauf, das heißt, die Betroffenen liegen auf der Intensivstation, wo sie zumeist beatmet werden.

Die gute Nachricht: Mehr als die Hälfte aller Covid-19-Patienten gelten inzwischen als genesen. Ihre Zahl wird mit 550 angegeben. >> Hier geht's zu allen offiziellen Zahlen aus Thüringen!

11.38: Virtuelles Gedenken an die Befreiung der Thüringer Konzentrationslager

Mit einem virtuellen Gedenken soll am nächsten Wochenende an den 75. Jahrestag der Befreiung der Konzentrationslager Buchenwald und Mittelbau-Dora in Thüringen erinnert werden. Am 11. April soll dafür eine Webseite freigeschaltet werden. Dort seien dann Statements von Überlebenden und Personen des öffentlichen Lebens zu finden.

Ursprünglich war eine große Gedenkfeier an diesem Sonntag geplant. Sie musste wegen der Corona-Krise abgesagt werden. Am 11. April werden dann zum Gedenken trotzdem Kränze abgelegt – allerdings ohne Publikum.

Im KZ Buchenwald und seinen Außenlagern wurden rund 56.000 Menschen ermordet oder starben durch Krankheit, Hunger, Zwangsarbeit und medizinische Experimente. Mehr als 8.000 sowjetische Kriegsgefangene wurden erschossen. Das KZ Mittelbau-Dora bei Nordhausen wurde am selben Tag wie das KZ Buchenwald bei Weimar von der US-Armee befreit.

11.13 Uhr: Ministerpräsident Ramelow fürs Masken-Tragen

Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) spricht sich fürs freiwillige Tragen eines Mundschutzes aus. Er sei aber gegen eine angeordnete Maskenpflicht – solange nicht jedem Bürger eine Maske zur Verfügung gestellt werden kann, schreibt Ramelow bei Twitter.

9.27 Uhr: Datenschützer hinterfragt freiwillige Anti-Corona-App

Thüringens Datenschutzbeauftragter Lutz Hasse knüpft den möglichen Einsatz einer Anti-Corona-App auf freiwilliger Basis an eine Bedingung. Zwar sei die freiwillige Preisgabe von Handydaten nicht so scharf geregelt wie eine gesetzlich angeordnete.

Damit gebe die Legislative aber auch die Verantwortung an die Bürger ab, sagte Hasse der Deutschen Presse-Agentur. Diese müssten daher umfassend über die Anonymisierung der Daten sowie die Sach-und Rechtslage informiert werden.

Thüringens Jusitz- und Verbraucherschutzminister Dirk Adams (Grüne) sieht in der Handy-App ein geeignetes Mittel bei der Bekämpfung der Corona-Pandemie. „Ich verstehe, dass die staatlichen Maßnahmen und die Notwendigkeit ihres Ausmaßes kritisch diskutiert werden – eine App auf freiwilliger Basis aber begrüße ich ganz klar“, so der Minister.

8.15 Uhr: Corona-Fälle bei der Polizei in Eisenach

Das Coronavirus macht auch vor der Polizei nicht Halt. Laut MDR gibt es einige Covid-19-Fälle in der Polizeiinspektion Eisenach. Daher unterstütze die Bereitschaftspolizei die Eisenacher Beamten derzeit. Die Polizeiinspektion sei zu jeder Zeit arbeitsfähig gewesen.

8.05 Uhr: Weitere Corona-Verstöße in Thüringen

Die Thüringer Polizei meldet weitere Verstöße gegen die Allgemeinverfügung. Im Eichsfeld wurden Menschengruppen an Tankstellen erwischt. Auch im Heiligenstädter Kurpark nahmen nicht alle die geltenden Regeln Ernst. In Streufdorf musste am Abend eine Grillfeier aufgelöst werden.

In Hildburghausen griff ein Mann eine Polizistin an. Diese hatte den 38-Jährigen mit zwei Freunden Alkohol trinkend auf einer Parkbank erwischt. Die Polizistin blieb unverletzt.

Die Polizei Weimar wurde am Wochenende bisher zu 21 angeblichen Corona-Verstößen gerufen. In drei Fällen hatten tatsächlich Personen grob gegen Verordnung verstoßen. Auch die Landespolizeiinspektion Saalfeld meldet zahlreiche entsprechende Einsätze.

7.12 Uhr: Teenie-Treff mit hohen Kosten

Mitten in Sonneberg hat ein Sicherheitsdienst zehn Jugendliche erwischt, die sich getroffen und damit gegen die Ausgangsbeschränkungen verstoßen hatten. Ihre Personalien wollten sie den Mitarbeitern nicht verraten, weshalb diese die Polizei alarmierten.

Die Beamten notierten sich letztlich alle Namen, brachten die Teenager zu ihren Eltern und teilten ihnen mit, dass jeder einzelne jetzt mit einem Bußgeld von 200 Euro rechnen darf.

6.46 Uhr: Erstmals seit 1945 keine Palmsonntagsprozession in Heiligenstadt

Zum ersten Mal seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs vor 75 Jahren ist die katholische Palmsonntagsprozession in Heiligenstadt abgesagt worden. Grund ist das Verbot öffentlicher Veranstaltungen in Thüringen wegen der Coronavirus-Pandemie, wie die Propstpfarrgemeinde St. Marien mitteiltt.

An der jahrhundertealten Prozession beteiligen sich normalerweise Tausende Gläubige, um eine Woche vor Ostern an den Einzug Jesu in Jerusalem zu erinnern. Dem Einzug folgte nach der biblischen Überlieferung der Leidensweg, an dessen Ende Jesus am Karfreitag gekreuzigt wurde und starb, bevor er an Ostern auferstand.

Die nach Angaben der Pfarrgemeinde seit 1734 am Palmsonntag veranstaltete Prozession ist in ihrer langen Geschichte zuvor dreimal abgesagt worden, wie Propst Hartmut Gremler sagte. 1945 führten die Wirren der letzten Kriegstage zur Absage. Im 18. und 19. Jahrhundert hatte es je eine Absage gegeben. Heute gehört die Palmsonntagsprozession im katholisch geprägten Eichsfeld zu den größten im deutschsprachigen Raum und ist immaterielles Kulturerbe der Unesco.

Der Palmsonntagsgottesdienst in der Marienkirche wird am Sonntag unter Ausschluss der Öffentlichkeit abgehalten. Ein weiterer Gottesdienst am Palmsonntag in der Heiligenstädter Ägidienkirche soll im Internet übertragen werden.

Samstag, 4. April

21.42 Uhr: Tag des Thüringer Porzellans verschoben

Der Tag des Thüringer Porzellans soll nun am ersten Oktoberwochenende an die lange Tradition dieses Handwerkszweigs im Freistaat erinnern. Ursprünglich wollten landesweit Manufakturen, Keramiker, Künstler und Museen an diesem Wochenende Einblicke in die Porzellanfertigung im Freistaat geben. Der Termin musste jedoch wegen der Corana-Epidemie verschoben werden.

15.36 Uhr: Jenas Bürgermeister zu Gast bei Anne Will

Jena hat in dieser Woche bundesweit Schlagzeiten gemacht. Sie hat eine Pflicht für Mund-Nasen-Bedeckungen angeordnet. Deswegen ist Jenas Bürgermeister Christian Gerlitz (SPD) am Sonntagabend zu Gast bei Anne Will (ARD, 21.45 Uhr). Er werde zugeschaltet, hieß es im Vorfeld.

Anne Will - die Gäste am Sonntag:

  • Olaf Scholz (SPD), Vizekanzler und Bundesminister der Finanzen
  • Alexander Kekulé, Direktor des Instituts für Medizinische Mikrobiologie an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
  • Martina Wenker, Präsidentin der Ärztekammer Niedersachsen
  • Christel Bienstein, Präsidentin des Deutschen Berufsverbands für Pflegeberufe (DBfK) e.V.
  • Jens Südekum, Universitätsprofessor für Internationale Volkswirtschaftslehre an der Heinrich-Heine-Universität (Düsseldorf)
  • Christian Gerlitz (SPD), Bürgermeister und Dezernent für Stadtentwicklung und Umwelt in Jena

Das Thema der Sendung lautet „Zwei Wochen Ausnahmezustand – wo steht Deutschland im Kampf gegen Corona?“.

15.11 Uhr: Verbraucherzentrale: Stoßzeiten beim Ostereinkauf meiden

Ostern steht vor der Tür – und damit auch der Großeinkauf für die Feiertage. Verbraucherzentrale und Lebensmittelhandel haben die Thüringer dazu aufgerufen, während der Corona-Krise ihre Ostereinkäufe auf mehrere Tage zu verteilen.

Stoßzeiten sollten möglichst vermieden werden – um sich Stress zu ersparen und den nötigen Sicherheitsabstand von 1,50 Meter einhalten zu können, riet die Verbraucherzentrale.

Ähnlich äußerte sich der Vorsitzende der Rewe-Geschäftsleitung Ost, Stefan Hörning. Angesichts der in den Märkten geltenden Zugangs- und Abstandsregeln wäre es für die Mitarbeiter eine große Entlastung, wenn die Ostereinkäufe nicht alle Gründonnerstag und Karsamstag erfolgten. An diesen beiden Tagen würden die Rewe-Märkte in Thüringen mit üblicherweise mehr als 250.000 Kunden einen besonders hohen Andrang erleben.

In Thüringen waren an diesem Samstag bei teils frühlingshaften Temperaturen viele Baumärkte gut besucht. Hobbygärtner und Heimwerker deckten sich in den Märkten mit Blumenerde, Frühblühern und Handwerksbedarf ein. Vor einigen Märkten wie in Schmölln standen die Kunden Schlange für einen Einkaufswagen. Auch viele Sachsen nutzten dort die Möglichkeit zum Einkauf, da in Sachsen die Bau- und Gartenmärkte geschlossen sind.

13.05 Uhr: Entwicklung der Covid-19-Infektionen in Thüringen

Leider geht die Kurve weiter nach oben. In den vergangenen 24 Stunden gab es laut Landesregierung erneut 59 bestätigte Corona-Fälle in Thüringen (Stand: 10 Uhr). Damit gibt es insgesamt 1.080 Infizierte im Freistaat.

Zehn Menschen haben den Kampf gegen Covid-19 bereits verloren. Fünf davon starben in Greiz. In der Statistik nicht aufgeführt ist ein Todesfall im Kreis Hildburghausen. Dort war in der Nacht zu Freitag eine 71-jährige gesundheitlich vorbelastete Frau gestorben. Zunächst blieb unklar, ob ihr Tod eindeutig auf die durch das Sars-Cov2-Virus verursachte Erkrankung zurückzuführen war.

Insgesamt spricht die Regierung in Erfurt von 19 schweren Verläufen (definiert als Aufnahme auf eine Intensivstation, Beatmung und/oder akutes Lungenversagen).

Thüringens Gesundheitsministerin Heike Werner beantwortet Corona-Fragen

Am meisten neue Fälle gab es in den vergangenen 24 Stunden im Saale-Orla-Kreis, nämlich elf. In Jena oder Gotha etwa gab es keinen neuen Covid-19-Fall. >> Hier geht's zu den Details!

Als genesen gelten rund 500 Menschen in Thüringen. Das entspräche damit knapp der Hälfte aller bisher registrierten Fälle. Wie belastbar diese Zahl wirklich ist, bleibt jedoch unklar.

12.08 Uhr: Klage gegen Mundschutzpflicht in Jena abgewiesen

Das Verwaltungsgericht Gera hat in einem Eilverfahren die von der Stadt Jena erlassene Maskenpflicht bestätigt. Den Antrag eines Bürgers gegen die Allgemeinverfügung lehnte das Gericht ab.

Dazu verwiesen die Richter unter anderem auf eine Empfehlung des Robert Koch-Instituts zum Tragen von Mundschutz. Die Maßnahme sei noch verhältnismäßig, entschieden die Richter, da kein zertifizierter Mundschutz verlangt werde, sondern selbstgenähte Masken, Tücher oder Schals erlaubt seien.

11.36 Uhr: Hausärzte warnen: Bei Krankheit bitte zum Arzt gehen!

Hausärzte warnen vor der Verschleppung von akuten und chronischen Erkrankungen während der Corona-Epidemie. Patienten würden aus Sorge vor Ansteckung und aufgrund der Kontaktbeschränkungen den Besuch bei ihrem Hausarzt meiden, teilte der Thüringer Hausärzteverband mit. „Mitunter wird dann erst im Hausbesuch festgestellt, dass man einen dramatischen Verlauf nicht mehr verhindern kann.“

Dabei würden Patienten mit ansteckenden Infekten sowie Corona-Infizierte momentan in speziellen Sprechstunden nach Voranmeldung behandelt. Außerhalb dieser speziellen Sprechstunden könnten weiterhin alle Menschen mit Erkrankungen jeglicher Art behandelt werden. Nur sehr wenige Praxen seien vorübergehend geschlossen.

10.34 Uhr: Digitaler Spaziergang durch Erfurt

Zu Hause bleiben und trotzdem durchs schöne Erfurt spazieren? Das geht jetzt online. thueringen-entdecken.de hat ein 36 Minuten langes Video erstellt, das dich durch Erfurts Gassen und Straßen führt. Das Motto: #stayhometraveltomorrow #thüringenhältzusammen

8.55 Uhr: Bußgeldkatalog gilt ab sofort

Wer in Thüringen gegen die Coronavirus-Schutzmaßnahmen verstößt, muss mit drastischen Strafen rechnen. Seit heute gilt der Bußgeldkatalog. Was dich Verstöße kosten könnten, kannst du hier nachlesen!

8.12 Uhr: Trotz Corona und Trockenheit: Thüringer Städte blühen

Die alljährlichen Pflanzungen in städtischen Gärten und Parks laufen in Türingen trotz der Einschränkungen wegen der Corona-Krise wie gehabt. So wurden etwa in Erfurt, Jena, Sonneberg und Mühlhausen bereits tausende Stiefmütterchen, Hornveilchen und andere Frühblüher gepflanzt - wenn auch unter Einhaltung von Hygieneauflagen.

Fast alle Kommunen experimentieren zudem mittlerweile mit klimaresistenten Arten, die Dürrezeiten besser überstehen sollen, wie eine Umfrage der Deutschen Presse-Agentur ergab.

7.22 Uhr: 3.000 Anträge auf Corona-Nothilfe in Thüringen entschieden

Nach dem Ansturm auf Corona-Soforthilfen für die Wirtschaft kommt die Auszahlung des Geldes in Thüringen voran. Insgesamt rund 26 Millionen Euro seien inzwischen bewilligt und könnten damit an Solo-Selbstständige und kleine Unternehmen in Not ausgezahlt werden, teilte das Wirtschaftsministerium auf Anfrage in Erfurt mit.

Bisher seien in Thüringen 26.000 Anträge auf die Einmalzahlungen aus dem Landes- und Bundesprogramm gestellt worden. Über 3.000 sei entschieden. Wirtschaftsminister Wolfgang Tiefensee sprach von einer „förderrechtlichen und finanziellen Herkulesaufgabe“.

Forderungen aus der Wirtschaft, auch noch mittlere und größere Unternehmen bis 250 Beschäftigte in das Zuschussprogramm einzubeziehen, erteilte der Minister eine Absage.

Freitag, 3. April

20.22 Uhr Thüringen bekommt 49 Beatmungsgeräte und acht Monitore

Zur Behandlung von Covid-19-Patienten mit schwerem Krankheitsverlauf soll Thüringen nächste Woche 49 Beatmungsgeräte und acht Patientenmonitore geliefert bekommen. Nach bisherigen Plänen sollen die Geräte, die üblicherweise auf Intensivstationen zum Einsatz kommen, am Mittwoch ausgeliefert werden, wie das Thüringer Gesundheitsministerium am Freitag auf Anfrage mitteilte. Die Geräte wurden vom Bundesgesundheitsministerium bestellt.

Die Thüringer Krankenhäuser seien bisher gut auf eine steigende Fallzahl von Covid-19-Patienten mit schwerem Krankheitsverlauf eingestellt. Trotzdem sollen die Kapazitäten auf den Intensivstationen der Krankenhäuser weiter ausgebaut werden.

Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) hatte angekündigt, dass Thüringen die Zahl an Intensivbetten auf rund 1400 mehr als verdoppeln wolle

19.34 Uhr Senioren in Geraer Pflegeheim nach Coronabefund in Quarantäne

Nach dem positiven Coronatest eines 87-Jährigen aus einem Pflegeheim hat die Stadt Gera dessen Wohnbereich unter Quarantäne gestellt. Davon betroffen seien 30 Senioren sowie 60 Mitarbeiter, teilte die Stadt am Freitag mit. Sie seien alle auf das Virus getestet worden, ein Ergebnis werde noch diese Woche erwartet.

Nach Angaben eines Sprechers der Thüringer Arbeiterwohlfahrt, die das Heim am Geraer Markt mit mehr als 100 Bewohnern betreibt, war der 87-Jährige wegen einer anderen Erkrankung im Krankenhaus und wurde dort getestet. Nach dem positiven Ergebnis sei er in der Klinik geblieben. Aktuell würden keine Mitarbeiter oder Heimbewohner Symptome einer Erkrankung aufweisen.

17.56 Uhr: Coronavirus: Zehnter Todesfall in Thüringen!

Im Landkreis Hildburghausen ist erstmals ein Mensch nach einer Infektion mit dem Coronavirus gestorben. Eine 71 Jahre alte gesundheitlich vorbelastete Frau sei in der Nacht zu Freitag gestorben, teilte das Landratsamt Hildburghausen mit.

Noch sei nicht klar, ob ihr Tod eindeutig auf die durch das Sars-Cov-2-Virus verursachte Erkrankung zurückzuführen sei, hieß es. Die Frau sei zunächst wegen einer anderen Erkrankung ins Klinikum Hildburghausen aufgenommen worden.

Die Infektion sei erst später festgestellt worden. Bislang waren am Freitagabend ohne den Fall in Hildburghausen thüringenweit zehn Todesfälle nach Infektionen mit dem Corona-Virus bekannt gewesen.

16.42 Uhr: Thüringen plant Bußgeldkatalog zu Verstößen gegen das Coronavirus

Thüringen folgt dem Beispiel anderer Bundesländer und plant einen Bußgeldkatalog zu Verstößen gegen Verordnungen zur Eindämmung des Coronavirus. Der Katalog solle kommende Woche vorliegen, sagte eine Sprecherin des Gesundheitsministeriums am Freitag. Zuvor hatte der MDR berichtet.

Bislang werten Polizei und Ordnungsämter Verstöße etwa gegen Ladenschließungen wie Verstöße gegen das Infektionsschutzgesetz. Solche Ordnungswidrigkeiten können nach Paragraf 73 des Thüringer Infektionsschutzgesetzes mit einer Geldbuße von bis zu 25.000 Euro geahndet werden.

Mehrere Bundesländer haben bereits jeweils Bußgelder für Verstöße gegen die Auflagen in der Corona-Krise festgelegt. Wer etwa in Sachsen ohne triftigen Grund seine Wohnung verlässt, für den können 150 Euro fällig werden. Wer in Sachsen-Anhalt auf Spielplätzen und öffentlichen Sportanlagen erwischt wird, muss 100 Euro berappen. Unter anderem auch in Berlin, Hessen und Bayern gibt es bereits Bußgeldkataloge.

15.37 Uhr: Stadt Erfurt warnt vor Fake News um Mundschutzmasken: „Alles Käse!“

In diversen Whatsapp-Gruppen kursiert derzeit ein Foto, dass einen Ausdruck einer vermeintlichen amtlichen Verordnung zeigt. Sie gibt bekannt, dass nach Jena und Nordhausen auch in Erfurt eine Mundschutz-Pflicht bestehen soll. Die Stadt Erfurt warnt: Das sind Fake News! „Dass es eine plumpe Fälschung ist, erkennt man schon daran, dass eine ´Thüringer Verordnung´ niemals mit einem Logo der Landeshauptstadt Erfurt verziert werden würde“, sagt Rathaussprecher Daniel Baumbach.

In dem Fake-Schreiben mit dem Datum vom 31. März 2020 wird behauptet, dass ab sofort eine allgemeine Maskenpflicht (Mund-Nase-Schutz) in öffentlichen Einrichtungen, Supermärkten, Verkehrsmitteln und so weiter herrscht. Das stimmt nicht, auch in Erfurt gilt die Allgemeinverfügung vom 1. April 2020. Die schreibt neben der Kontaktsperre lediglich die Pflicht vor, Abstand zu halten und Hygieneregeln einzuhalten. In dem Schreiben wird behauptet, die Verbote gelten bis einschließlich dem 30. Juni 2020. „Alles Käse. Da gibt es Menschen, die aus irgendeinem Grund Verwirrung stiften wollen. In dieser sowieso schon aufgeregten Zeit ist das unverantwortlich“, meint Baumbach. Sein Aufruf an alle: „Bitte löschen sie den Quatsch.“

15.15 Uhr: Mehr Anträge auf Kurzarbeit als zur Finanzkrise

Bei den Arbeitsagenturen in Thüringen sind wegen der Corona-Krise bereits mehr Anträge auf Kurzarbeitergeld eingegangenen als auf dem Höhepunkt der Finanzkrise im Jahr 2009. Allein im März seien 16 600 Anträge gestellt worden, teilte die Landesarbeitsagentur am Freitag mit. Im Jahr 2009 waren es auf das ganze Jahr verteilt 5300 Anträge. „Wir gehen jetzt davon aus, dass wir bis Ostern einen Großteil der Anzeigen bearbeitet haben“, erklärte Markus Behrens, Geschäftsführer der Landesarbeitsagentur.

Damit die Mitarbeiter in den Bearbeitungsteams die Zeit hätten, die Anzeigen zu bearbeiten, sollten Arbeitgeber möglichst auf Nachfragen zum Bearbeitungsstand verzichten, hieß es. Es gehe nichts verloren, versicherte Behrens. Jedes Unternehmen bekomme eine Nachricht. Die Unternehmen, die im März ihren Bedarf angezeigt hätten, würden in den nächsten Tagen eine Information ihrer Arbeitsagentur erhalten, ob sie einen Anspruch haben und mit Kurzarbeitergeld rechnen können.

14.44 Uhr: Stadt stockt Schutzmasken-Bestand von Pflegeheimen in Jena auf

Alle zwölf Pflegeheime der Stadt wurden am Donnerstag mit einer Lieferung Masken und Handschuhen versorgt. Sie stammen aus städtischen Beständen. Die Stadt will auch weiterhin derartige Ausrüstung für Pflegeheime, ambulante Pflegedienste und Physio-, Ergo-, und weitere Therapeuten mit der Schutzausrüstung ausstatten.

13.52 Uhr: Ehrenamtsstiftung will freiwilligen Helfern in der Coronakrise unter die Arme greifen

Die Menschen in Thüringen rücken während der Coronakrise zusammen – natürlich nur bildlich gesprochen. Viele Initiativen sind entstanden, die ehrenamtlich Nachbarschafthilfe leisten. Privatpersonen und Vereine bieten zum Beispiel Einkaufsdienste an, schalten Sorgentelefone oder ermöglichen Online-Vorleseprojekte für Kinder.

Das Engagement der freiwilligen Kleininitiativen vor Ort, die sich in Krisen-Zeiten solidarisch und selbstlos für ihre Mitmenschen einsetzen, wird nun in besonderer Form gewürdigt. Die Thüringer Ehrenamtsstiftung stellt aus diesem Grund ab sofort 30.000 € als Zuwendungen für freiwilliges Engagement in Thüringen zur Verfügung. Beantragen können diese Mittel sowohl eingetragene Vereine als auch private Initiativen und selbstorganisierte Projektgruppen, die im Zusammenhang mit der Corona-Krise Hilfeleistungen bieten.

Die Projektförderung in Höhe von 300 Euro bietet eine Erstattung für nicht gedeckte Auslagen wie zum Beispiel Fahrtkosten, Aufwandsentschädigungen bei Botengängen, Sachkosten oder Honorare. Auch Unterstützungen für Hilfeleistungen im Rahmen von Migrations- und Flüchtlingshilfen sind möglich.

13.12 Uhr: Thüringen meldet neue Corona-Zahlen

Die Landesregierung gibt neue Corona-Zahlen aus Thüringen bekannt:

  • Neuinfektionen: 83
  • Gesamtzahl der Infizierten: 1021
  • Covid-19-Patienten in stationärer Behandlung: 111
  • Patienten mit schwerem Verlauf: 17
  • Verstorbene: 9
  • Genesene: 440

Die meisten neuen Infektionen gab es in Greiz (12). Hildburghausen, Eisenach, Jena und Suhl blieben ohne Neuinfizierte.

In Erfurt wurden insgesamt 92 Personen positiv auf das Coronavirus getestet. Somit hat sich Zahl seit gestern um drei erhöht.

12.03 Uhr: Geschäfte in Erfurt geöffnet – das stößt auf Kritik

Ein Großteil des öffentlichen Lebens in lahmgelegt, die meisten Geschäfte sind geschlossen. Es gibt jedoch Ausnahmen von dieser Regelung. Der Erfurter Bürgermeister Andreas Bausewein kritisiert, dass gerade Blumengeschäfte weiterhin geöffnet haben. Mehr dazu erfährst du hier >>>

11.31 Uhr: Traurige Nachrichten aus dem Saale-Orla-Kreis

Der Saale-Orla-Kreis beklagt den ersten Todesfall im Zusammenhang mit der Coronapandemie. Eine 93-jährige Bewohnerin der Seniorenresidenz in Triptis verstarb am Donnerstagabend. Ob die Infektion tatsächlich die Todesursache war, ist jedoch unklar. Die Frau zeigte keine klassischen Covid-19-Symptome und hatte außerdem verschiedene gesundheitliche Probleme.

Am Donnerstag wurden in dem Seniorenzentrum weitere Bewohner mit Symptomen auf das Virus getestet, sieben der bisher vorliegenden Ergebnisse waren positiv.

Mit großer Bestürzung nahm Landrat Thomas Fügmann die traurige Nachricht aus Triptis auf. „Wir sind tief betroffen über die traurige Botschaft. Unsere Gedanken sind in diesen Stunden bei der Familie der Verstorbenen.“

10.53 Uhr: Autos für mobile Helfer

In der Krise rücken die Menschen in Thüringen zusammen. Ein Autohaus aus Erfurt möchte Helfer unterstützen, die während der Krise mobil sein müssen und stellt für sie zehn Fahrzeuge kostenlos zur Verfügung.

Nutzbar sind die Autos laut Facebook-Post unter anderem für Einrichtungen der Pflege, Gesundheitsbetreuung, Kinderbetreuung, Polizei, Rettungsdienst, Katastrophenschutz oder Einrichtung der Lebensmittelversorgung.“

10.25 Uhr: Erfurt stellt Brumi-Fahrern Toiletten und Tuschen

Erfurt will in der Corona-Krise Lkw-Fahrern mit Dusch- und Waschmöglichkeiten sowie Toiletten helfen. Derzeit prüft der Erfurter Sportbetrieb, welche städtischen Sportanlagen ihre Sanitärbereiche für die Brummifahrer öffnen können und das möglichst ab nächster Woche. Außerdem sollen am ehemaligen Globusbaumarkt in der Weimarischen Straße provisorische Parkmöglichkeiten eingerichtet und Duschcontainer aufgestellt werden. Allerdings müsse der Vermieter noch zustimmen, sagte Erfurts Wirtschaftsbeigeordneter Steffen Linnert: „Die Container stehen bereit, wir warten nur auf ein Go“.

Die Stadt reagiert damit auf einen Aufruf des Bundesverkehrsministeriums. Das hatte die Länder gebeten, die Versorgung und Verpflegung für Lkw-Fahrer entlang der Autobahnen zu gewährleisten und Ausnahmen bei den Öffnungszeiten an den Raststätten zu machen. Zuvor hatten sich bundesweit Lkw-Fahrer beschwert, dass sie wegen der Corona-Auflagen für gastronomische Einrichtungen kaum noch offene Sanitäranlagen vorfinden.

Die Toiletten und Duschen sollen möglichst kostenfrei nutzbar sein. Linnert fordert: „Ich bitte dringend Bund und Land, den Kommunen dabei zu helfen. Da geht es nicht nur um die Finanzierung. Da geht es vor allem auch um eine Koordinierung. Die Angebote müssen sich flächendeckend über ganz Deutschland erstrecken.“

09.32 Uhr: Finanzielle Hilfe für Studierende in Thüringen

Studierende, die wegen des Coronavirus in finanzielle Schwierigkeiten geraten sind, können sich bald Hilfe beim Thüringer Studierendenwerk holen. Das teilte Thüringens Wissenschaftsminister Wolfgang Tiefensee heute in Erfurt mit. Demnach stellen die Hochschulen dem Studierendenwerk Thüringen Mittel aus ihren Haushaltsbudgets zur Verfügung. Bedürftige Studierende erhalten auf Antrag ein zinsloses Sozialdarlehen in Höhe von maximal 800 Euro. Das Darlehen kann innerhalb eines Jahres in Raten zurückgezahlt werden.

07.45 Uhr: Mann in Gemeinschaftsunterkunft positiv getestet

Wie die Stadt Eisenach mitteilt, ist ein Mann in einer Gemeinschaftsunterkunft positiv auf Corona getestet worden. Derzeit ermittelt das zuständige Gesundheitsamt des Wartburgkreises die Kontaktpersonen. Sowohl die positiv getestete Person als auch die Kontaktpersonen werden unter Quarantäne gestellt.

Um die Gemeinschaftsunterkunft abzusichern, werden vorübergehend Bauzäune um die Einrichtung herum aufgestellt. In der Einrichtung in der Ernst-Thälmann-Straße leben zirka 58 Bewohner.

06.31 Uhr: Jens Spahn kommt nach Thüringen

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn will sich heute (13.00 Uhr) in Thüringen anschauen, ob der Nachschub von Schutzkleidung für Ärzte und Pfleger funktioniert. Der CDU-Politiker besucht dazu ein Logistikzentrum in Apfelstädt in der Nähe von Erfurt, um sich vor Ort ein Bild von der An- und Auslieferung von medizinischer Schutzausrüstung zu machen.

In dem Lager des Logistikunternehmens Fiege im Kreis Gotha werden bundesweit dringend benötigte Schutzmasken, Handschuhe, Kittel und Desinfektionsmittel umgeschlagen. Die sogenannten FFP-Mundschutze werden aus China geliefert.

Kliniken und andere Einrichtungen hatten zuletzt immer wieder über einen akuten Mangel an Schutzausrüstung geklagt. Diese ist für die Behandlung und Pflege von Corona-Patienten notwendig.

(vh, ak, aj, fno, ck, mb, fb, dv, ldi, abr mit dpa)