AfD-Abgeordneter streitet vor Gericht um Saalmiete für Auftritt von Björn Höcke

Foto: Martin Schutt/dpa

Im Vorfeld eines geplanten Auftritts des Thüringer AfD-Chefs Björn Höcke in der Region Hannover gibt es um einen angemieteten Saal – das Ganze geht bis vor Gericht.

Höcke soll im April nach Hannover kommen, die Vermieterin des Saals hat aber nun den Raum anderweitig vermietet – und der AfD gekündigt. Die will das nicht auf sich sitzen lassen.

AfD: Streit um Saalmiete vor Höcke-Auftritt

Der AfD-Landtagsabgeordnete Peer Lilienthal, der Björn Höcke gemeinsam mit einem anderen Abgeordneten eingeladen hat, klagt gegen eine Kündigung der Saalmiete durch die Betreiberin, wie das Landgericht Hannover am Mittwoch mitteilte.

Die Vermieterin des Saals in Barsinghausen bei Hannover gibt nach Angaben des Gerichts an, dass der Saal für eine Privatveranstaltung angemietet wurde und sie erst später von Höckes Auftritt erfahren und gekündigt habe.

Lilienthal hat beantragt, die Vermieterin als gemeinnützige Betreiberin zur Durchführung einer Parteiveranstaltung zu verpflichten. Über den Eilantrag soll das Amtsgericht Wennigsen am Donnerstag kommender Woche entscheiden.

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AfD in Hannover – Wirbel wegen des Datums

Wirbel um den Höcke-Auftritt hatte es bereits wegen des Datums gegeben, das mit der Befreiung des Konzentrationslagers Bergen-Belsen zusammenfällt. Die anlässlich des 75. Jahrestags der Befreiung ursprünglich geplante große Gedenkveranstaltung ist inzwischen wegen der Corona-Epidemie auf das kommende Jahr verschoben worden. (dpa)