Thüringen: Gefängnisse bereiten sich auf Coronavirus vor - und ziehen jetzt Konsequenzen

Blick in das Thüringer Gefängnis Tonna im Landkreis Gotha.
Blick in das Thüringer Gefängnis Tonna im Landkreis Gotha.
Foto: dpa

Die Auswirkungen des Coronavirus haben ganz Thüringen im Griff und fordern überall Maßnahmen. Auch die Gefängnisse im Freistaat müssen ihre Vorkehrungen anpassen.

Das wirkt sich auch auf die Besuchszeiten in den JVAs in Thüringen aus.

Thüringen: So werden die Sicherheitsvorkehrungen in den Gefängnissen verschärft

In den fünf Justizvollzugsanstalten (JVA) in Thüringen wurden die Hygienevorschriften in den vergangenen Wochen ebenso verschärft wie in öffentlichen Einrichtungen.

Vor allem Besuche von außerhalb sind jetzt wohl ein kritischer Punkt. Besuche dürfen zwar weiterhin stattfinden, allerdings müssten die Besucher Fragen zu möglichen Kontakten mit infizierten Personen oder zu Reisen in Risikogebiete beantworten, berichtet die Thüringer Allgemeine Zeitung.

Auch das berührungslose Fiebermessen bei verdächtigen Symptomen sei möglich. Sollte das Risiko einer Ansteckung bestehen, könnte für den Besuch des Gefangenen zudem eine Trennscheibe angeordnet werden.

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Häftlinge müssen Fragebogen ausfüllen

Wenn neue Häftlinge dazukommen, müssten diese erst einen Fragebogen ausfüllen, um sicherzustellen, ob sie sich in einem Risikogebiet aufgehalten oder Kontakt zu möglicherweise infizierten Personen gehabt haben.
Sollten bei einem Häftling verdächtige Symptome auftreten, würde er gesondert untergebracht und ein Test auf das Corona-Virus veranlasst.

In den Thüringer Gefängnissen seien Bereiche geschaffen worden, in denen es möglich ist, Gefangene in Quarantäne unterzubringen, betonte Justizminister Dirk Adams gegenüber der Thüringer Allgemeinen Zeitung.