Coronavirus in Thüringen: Tafeln müssen schließen – die ersten sind schon zu

Das Coronavirus greift in Thüringen um sich und wirkt sich auch die Tafeln aus.
Das Coronavirus greift in Thüringen um sich und wirkt sich auch die Tafeln aus.
Foto: dpa

Das Coronavirus beeinflusst nicht nur die Arbeit, Gesundheit und Freizeit von allen Menschen in Thüringen. Auch die ärmsten Bürger bekommen die Auswirkungen nun auf besonders perfide Weise zu spüren. Denn einige Tafeln in Thüringen müssen schließen und können kein Essen mehr ausgeben.

Doch zunächst eine gute Nachricht: Die Tafeln in Thüringen werden weiterhin von Spenden und den Supermärkten mit Lebensmitteln versorgt

Tafeln in Thüringen greifen zu Maßnahmen, um Versorgung zu gewährleisten

Das bestätigte Nico Schäfer, Vorsitzender des Landesverbandes der Thüringer Tafeln, gegenüber Thüringen24.

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Allerdings räumt er ein, dass auch bei den Tafeln die Gesundheit aller, der Kunden als auch der Mitarbeiter vorgehe.

„Vor diesem Hintergrund prüfen Tafeln vor Ort individuell, ob Anpassungen im Ablauf möglich sind, um die Ausgabe von Lebensmittelspenden weiter zu gewährleisten.

Tafeln können vor Ort entscheiden, ob sie weiter Essen ausgeben

Dennoch können Tafeln zu der Einschätzung gelangen, dass eine Schließung unumgänglich ist“, sagt Nico Schäfer.

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Zu Schließungen ist es bereits in folgenden Ausgabestellen gekommen:

  • Ausgabestelle Sömmerda vom 14.03.2020 bis Ostern
  • Ausgabestelle Buttstädt vom 15.03.2020 bis Ostern
  • Ausgabestelle Meiningen vom 18.03.2020 bis 05.04.2020

Die örtlichen Leitungen hätten sich aus Sorge um die zumeist älteren ehrenamtlichen Helfer und um die Bedürftigen zu diesem Schritt entschlossen. Der Verband rechnet damit, dass in der nächsten Zeit fast alle der 32 Tafeln im Freistaat ihren Betrieb einstellen werden. (fb)