AfD-Paukenschlag! Jetzt wird bekannt, dass...

Björn Höcke und sein rechtsextremer Flügel stehen vor dem Aus in der AfD.
Björn Höcke und sein rechtsextremer Flügel stehen vor dem Aus in der AfD.
Foto: imago images / Jacob Schröter

Berlin. Der vom Verfassungsschutz als rechtsextrem eingestufte „Flügel“ der AfD will nicht auf Konfrontation mit der Partei gehen. Das erfuhr die Deutsche Presse-Agentur am Samstag aus Parteikreisen. „Flügel“-Frontmann Björn Höcke wolle demnächst weitere Details bekanntgeben. Weitere Medien berichten, dass Björn Höcke den Flügel komplett aufgelöst haben soll.

Ein ursprünglich für diesen Samstag geplantes Treffen des „Flügel“ war ausgefallen. Grund dafür sollen zahlreiche Absagen im Zusammenhang mit der Verbreitung des Coronavirus sein.

AfD plant offensichtlich Auflösung des Flügels

Der Bundesvorstand der AfD hatte am Freitag in Berlin mit großer Mehrheit einen Beschluss gefasst, der auf eine Aufforderung zur Selbstauflösung an den „Flügel“ hinausläuft. Darin hieß es: „Der Bundesvorstand erwartet als Ergebnis des morgigen "Flügel"-Treffens eine Erklärung darüber, dass sich der informelle Zusammenschluss "Flügel" bis zum 30.04.2020 auflöst.“

Zu den prominentesten „Flügel“-Vertretern gehören die Landeschefs aus Thüringen und Brandenburg, Björn Höcke und Andreas Kalbitz.

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AfD befürchtet beobachtung der gesamten Partei

Das Bundesamt für Verfassungsschutz hatte in der vergangenen Woche erklärt, der „Flügel“ sei eine „erwiesen extremistische Bestrebung“, die sich gegen die freiheitlich-demokratische Grundordnung richte.

>> AfD-Spitze will Höckes „Flügel“ abschlagen – FDP-Politiker: „Corpus ist und bleibt rechtsextrem!“

Etliche Kritiker des „Flügel“ in der AfD befürchten, dass die gesamte Partei demnächst vom Verfassungsschutz als Verdachtsfall eingestuft werden könnte. Sie argumentieren, da der „Flügel“ keine formale Mitgliedschaft kenne, sei eine Abgrenzung zur Gesamtpartei schwierig. (dpa)