Tierheime in Thüringen schlagen wegen Corona Alarm! – „Wir sind auch nur Menschen!“

Die Tierheime in Thüringen leiden extem unter der Corona-Krise. Jetzt hoffen sie auf Unterstützung aus der Bevölkerung.
Die Tierheime in Thüringen leiden extem unter der Corona-Krise. Jetzt hoffen sie auf Unterstützung aus der Bevölkerung.
Foto: Imago Imnages/Panthermedia

Thüringen. Die Corona-Krise zwingt die Menschen in Thüringen zu Hause zu bleiben, doch nicht jeder Arbeiter kann sich das erlauben. Denn ohne ihren Einsatz vor Ort funktioniert nichts! So treffen das Kontaktverbot und die Allgemeinverfügungen auch besonders die Tierheime in Thüringen – mit schier katastrophalen Folgen.

Während hunderte Hunde, Katzen, Nager und Co. eigentlich auf ein neues Zuhause warten, müssen die Besucher in den meisten Tierheimen in Thüringen jetzt draußen bleiben. „Wir können in der aktuellen Situation nicht zu Hause bleiben, denn unsere Tiere sind auf unseren Arbeitseinsatz angewiesen“, schreiben etwa die Tierheim-Pfleger aus Nordhausen.

Coronavirus: Tierheime in Thüringen bangen um Existenz

„Auf Grund von Infektionsvorbeugung wird kein Zutritt mehr für Besucher gestattet“, heißt es aus dem Tierheim in Erfurt. Keine spontanen Besuche, heißt es aus Mühlhausen. Ein riesiges Problem, denn jetzt bangen die Tierheime um ihre Existenz. Verzweifelt wenden Sie sich an die Öffentlichkeit.

Tiere werden vermittelt – aber das Wichtigste fehlt!

Zwar laufe die Tiervermittlung an den meisten Stellen weiter – etwa nach vorheriger telefonischer Absprache und Terminvergabe – doch etwas ganz Wesentliches bleibt aus!

Tierheime in Thüringen: Spenden sind existenziell!

Durch die Schließung der Tierheime sollen die Mitarbeiter vor einer Infektion mit dem Coronavirus geschützt werden; gleichzeitig werde so auch die Pflege der Tiere gesichert. Das bedeutet aber auch: weniger Spendengelder. Denn Aktionstage wie der Osterlauf in Mühlhausen, an denen Gelder gesammelt werden können, fallen ohne Publikum natürlich weg.

Tierheime ohne Geld mit mehr Arbeitsbelastung

Vor allem aber hätten viele Menschen derzeit große finanzielle Ängste aufgrund der Corona-Krise, befürchtet der Tierschutzverein Sömmerda, wie die Leiterin Birgit Schneider der Thüringer Allgemeine verrät.

Neben den fehlenden Spenden ist die Arbeits-Auslastung in den Tierheimen zudem derzeit enorm. Viele Pfleger mussten ihre Arbeitszeiten völlig neu organisieren, damit so wenig wie möglich Menschen aufeinander treffen.

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Tierheim Nordhausen verzweifelt: „Wir sind auch nur Menschen!"

Und auch das Tierheim Nordhausen gerät zunehmend an seine Grenzen. So würde die Notfall-Nummer etwa immer wieder für lapidare Anfragen missbraucht oder spontan stünden Besucher noch nach der Schließung plötzlich vor der Tür.

„Ja...auch unsere Mitarbeiter sind nur Menschen. Mit Familie, Tieren, kleinen Kindern. Und haben Feierabend“, ärgert sich die Tierheimleitung. „Und trotzdem rücken sie aus, wenn früh um 3 Uhr ein Hund von der Polizei eingestellt wird und geben täglich ihr Bestes.“

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Tierpfleger als "Helden in der Krise"

Der Präsident des Deutschen Tierschutzbundes Thomas Schröder weiß das zu schätzen und richtete in einem Video dankende Worte an alle ehren- und hauptamtlichen Tierpfleger. „Das sind auch Helden in dieser Krise!“, betont er.

Tierheime in Thüringen: Hier könnt ihr helfen!

Diese Helden können jetzt nur weiter hoffen, auf die Unterstützung von Tierliebhabern. Und es geht dabei nicht einmal nur ums Geld! So haben das Tierheim Mühlhausen oder das Tierzentrum Sömmerda etwa Wunschlisten zusammengestellt.

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Kontakt zu den Tierheimen:

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Von Medikamenten über Hundefutter bis hin zur Spiel-Angel für die Kätzchen – „Wer unseren Tierchen eine Freunde machen möchte, der kann uns gern eine Kleinigkeit zukommen lassen“, schreiben die Pfleger auf ihrer Facebook-Seite.