Corona-Bilanz nach sonnigem Wochenende – Polizei Thüringen: „Es gab einzelne Verstöße, aber...“

Die Polizei freut sich über die Vernunft der Thüringer. Doch Ausnahmen gab es ... (Symbolbild)
Die Polizei freut sich über die Vernunft der Thüringer. Doch Ausnahmen gab es ... (Symbolbild)
Foto: Olaf Döring/Imago

Lob von der Polizei Thüringen: Trotz Sonnenschein und frühlingshafter Temperaturen haben die Menschen am ersten Osterferien-Wochenende die Corona-Kontaktbeschränkungen meist beachtet.

„Es gab einzelne Verstöße, aber die überwiegende Anzahl der Thüringer hat sich an die Auflagen gehalten“, sagte ein Sprecherin der Landespolizei Thüringen am Sonntag. Doch ein paar Ausnahmen gab es!

Thüringen: Nur wenige Verstöße gemeldet

So wurden an diesem Wochenende die ersten Strafen wegen Verstößen gegen die Corona-Auflagen nach dem neuen Bußgeldkatalog verhängt.

Die Polizei musste unter anderem in Süd- und Nordthüringen verbotene Zusammenkünfte auflösen. In Sonneberg etwa hatten sich am Samstagabend in der Innenstadt zehn Jugendliche getroffen, wie die Polizei am Sonntag mitteilte. Die Beamten übergaben sie ihren Eltern.

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Die Jugendlichen erwartet nun eine Strafe von jeweils 200 Euro. Auch in Hildburghausen, Saalfeld, Weimar und im Kreis Eichsfeld wurden Strafen verhängt.

Für Regelverstöße gibt es teils saftige Strafen

Der landesweite Bußgeldkatalog war noch am Freitag in Thüringen in Kraft getreten. Danach wird das Nichteinhalten des Mindestabstandes von 1,50 Meter mit 100 Euro bestraft.

Zusammenkünfte und Ansammlungen von mehr als zwei Personen im öffentlichen Raum schlagen mit 200 Euro zu Buche. Die höchste Strafe wird mit 5000 Euro für das verbotene Öffnen von Einrichtungen für den Publikumsverkehr angesetzt. Kneipen und Restaurants etwa.

Sind die Beschränkungen etwa zu strikt?

Die FDP-Landtagsfraktion kritisierte die Strafen als unverhältnismäßig und verlangte mehr Augenmaß bei der Durchsetzung der Ausgangsbeschränkungen.

„Die Landesregierung sollte sich nicht dem Verdacht aussetzen, den durch die Corona-Krise zusätzlich belasteten Landeshaushalt durch Bußgelder gegen Bürger zu refinanzieren“, stichelte FDP-Fraktionschef Thomas Kemmerich am Sonntag.

Trotzdem müssen sich die Einwohner von Jena ab Montag auf eine weitere Auflage einstellen. Die Universitätsstadt macht dann das Tragen eines Mundschutzes etwa in Geschäften sowie Bussen und Bahnen zur Pflicht. Es muss allerdings kein medizinischer Mundschutz sein, sondern es reichen selbstgenähte Masken, Tücher oder Schals, die Mund und Nase bedecken. (wt)