Thüringen: Messerstecherei in Flüchtlingsheim mit „tumultartigen Szenen“ – Polizei schnappt Tatverdächtigen

Einer Messerstecherei folgte eine Massenschlägerei in Thüringen. (Symbolbild)
Einer Messerstecherei folgte eine Massenschlägerei in Thüringen. (Symbolbild)
Foto: imago images / Jochen Tack

Suhl. Dramatische Szenen in einem Flüchtlingsheim in Suhl in Thüringen. Zuerst hat es eine Messerstecherei gegeben, dann folgten „tumultartige Szenen“ wie aus einem Film. Das berichtet die Feuerwehr aus Suhl in Thüringen aus der Nacht zu Donnerstag.

Am Freitagabend nahm die Polizei neben dem Hauptverdächtigen einen zweiten Tatverdächtigen fest.

Tumultartige Szenen in Flüchtlingsheim in Thüringen

Gegen ein Uhr am Morgen soll die Situation eskaliert sein. Durch die Messerstecherei hätten die Täter soviel Angst unter den anderen Bewohnern geschürt, dass sich eine Schlägerei mit rund 50 Leuten entwickelte. Eine Frau hatte solche Panik, dass sie aus dem dritten Stock aus einem Fenster sprang. Sie brach sich dadurch ein Bein.

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Die Männer, die sich geprügelt haben, sollen mit Holzstöcken, Eisenstangen und Steinen aufeinander losgegangen sein, heißt es von der Polizei.

Außerdem haben sie mit Feuerlöschern gesprüht, wodurch die Brandmeldeanlage ausgelöst wurde. Gebrannt habe es allerdings nicht.

Männer prügeln sich und schlagen auf Rettungswagen ein

Als die Rettungskräfte eintrafen, um die Verletzten zu versorgen, schlugen mehrere Männer auf den Rettungswagen ein.

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Insgesamt wurden sieben Menschen verletzt, einer von ihnen erlitt Sticherletzungen. Diese waren allerdings nicht lebensgefährlich. Dennoch wurde er ins Krankenhaus gebracht. Die Polizei hat mehrere Männer festgenommen, bei einem von ihnen soll es sich um den Hauptverdächtigen handeln. Einige von ihnen hatten versucht zu fliehen.

Polizei schnappt Tatverdächtigen

Die Polizei vermeldete am Samstag dann die Festnahme eines 28-jährigen Mannes. Am Freitagmorgen durchsuchten Einsatzkräfte der Bereitschaftspolizei Thüringen sein Zimmer in der Suhler Erstaufnahmeeinrichtung. Der Täter konnte dort zunächst nicht aufgegriffen werden, die Polizei schnappte den Verdächtigen allerdings am Freitagabend.

Am Samstag wurde er dem Haftrichter vorgeführt. Dieser erließ Haftbefehl wegen versuchten Totschlags und ordnete den sofortigen Vollzug an. Der 28-Jährige wurde in eine Thüringer Justizvollzugsanstalt überführt. Die Ermittlungen dauern an. (fb/vh)