Thüringen: Dieser Parasit ist auf dem Vormarsch – HIER ist es besonders gefährlich

Mehr Zecken als je zuvor sollen sich dieses Jahr in Thüringen ausbreiten. Einige Gebiete gelten dabei als besonders gefährdet. (Symbolbild)
Mehr Zecken als je zuvor sollen sich dieses Jahr in Thüringen ausbreiten. Einige Gebiete gelten dabei als besonders gefährdet. (Symbolbild)
Foto: dpa / Oliver Berg, Patrick Pleul (Montage)

Thüringen. Während in Thüringen gerade alles auf Corona schaut, ist noch eine ganz andere Gefahr auf dem Vormarsch. Bereits seit vielen Jahren erobert der kleine und gefährliche Krankheitsüberträger immer mehr Gebiete in Deutschland. Und die Experten befürchten: Diesen Sommer könnte es noch schlimmer kommen, als in den vorherigen Jahren.

Das warme Wetter in Thüringen und die Corona-Krise treiben die Menschen im Freistaat zu Spaziergängen alleine oder zu zweit im Grünen - viele andere Möglichkeiten bleiben ja schließlich nicht. Sie wollen in der Natur einfach etwas abschalten. Doch genau dabei sollten die Menschen besonders achtsam sein!

Thüringen: Zecken auf dem Vormarsch!

Denn wenn die Temperatur steigt, steigt auch die Zahl der Zecken. Und die sind längst nicht nur lästiges Ungeziefer, das sich an Hunde und Katzen festsaugt. Sie können bei Kontakt mit dem Menschen gefährliche Krankheiten übertragen.

Bereits ein einziger Stich birgt ein Infektionsrisiko für FSME oder Borreliose, welche wiederum zu unangenehmen Folgekrankheiten und sogar zum Tod führen können, so warnt Tobias Heine von der Eltidia GmbH. Sein Unternehmen vertreibt Ultraschallsender gegen Zeckenbefall von Tier und Mensch.

Fieber, Trägheit, Kopf- und Muskelschmerzen – oft würden sich die ersten Symptome kaum von einer einfachen Erkältung unterscheiden, was die Behandlung erschwert, so Heine.

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Zeckenbisse können tödlich enden!

Jährlich erkranken in Thüringen 400 bis 500 Personen an zeckenübertragener Borreliose, 8 bis 15 an der gefährlichen Hirnhautentzündung (FSME).

Der Parasit gilt als äußerst anpassungsfähig und widerstandsfähig: Bei Minusgraden verfällt er in unter Blättern und Baumnadeln in eine Art Winterstarre, ist aber bei steigenden Temperaturen sofort wieder aktiv.

Thüringer sollen bei Aktivitäten im Wald vermehrt auf Zecken achten, mahnte der Thüringenforst bereits Anfang April.

Zecken in Thüringen: DAS sind die Risiko-Gebiete

Gegen die durch Zecken übertragbare FSME, können sich Erwachsene wie auch Kinder präventiv impfen lassen.

Als FSME-Risikogebiete gelten hierzulande insbesondere Süd- und Ostthüringen, darunter die Wälder um Hildburghausen, Jena, Gera, Schleiz – und nun auch Schmalkalden und Meiningen.

Durch die Berücksichtigung weniger Hinweise lassen sich die Erkrankungsrisiken aber deutlich minimieren, wie ThüringenForst informiert.

Zecken: So könnt ihr euch schützen

Die Forstexperten empfehlen, sich im Wald etwa durch helle, geschlossene Kleidung vor Zecken zu schützen. Zudem sollten die Socken über die Hose gezogen werden. Nach dem Besuch im Wald sei zudem angeraten, den Körper auf Zeckenbefall zu kontrollieren.

Zusätzlich gibt es wirksame Lotionen, Cremes und Sprays, die zeckenabstoßend wirken. Auch mitgeführte Haus- oder Heimtiere wie Hund oder Pferd sollten auf Zeckenbefall kontrolliert werden. (aj mit fb und dpa)