Masken-Mangel in Thüringen? SIE helfen jetzt in der Krise weiter

Damit in Thüringen kein Maskenmangel aufkommt, helfen einige Mitbürger tatkräftig aus. (Symbolbild)
Damit in Thüringen kein Maskenmangel aufkommt, helfen einige Mitbürger tatkräftig aus. (Symbolbild)
Foto: imago images

Gera. In Thüringen gilt die Maskenpflicht, alle Bürger benötigen nun einen Mundschutz, der Nase und und bedeckt, sobald sie sich zum Einkaufen oder in den öffentlichen Nahverkehr begeben. Doch diese Masken sind mittlerweile rar gesät. Deswegen helfen sich viele Menschen mittlerweile selbst und nähen sich den Schutz selber.

Doch Unterstützung kommt jetzt von Migranten aus Gera. Alleine im dortigen Arbeiter-Samariterbund nähen acht Frauen vom Vietnamesischen Verein seit Wochen die stark nachgefragte Ware.

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Ihre Restaurants und Imbisse, die die Gastronomen sonst betreiben, dürfen sie nicht mehr öffnen. Wie die taz berichtet, haben viele von ihnen bereits beim Elster-Hochwasser 2013 ausgeholfen. Daher steht für viele der gebürtigen Vitnamsen auch in der Corona-Krise außer Frage, dass sie mitanpacken.

Der Vietnamesischen Verein zählt ungefähr 300 Mitglieder, insgesamt sind es 70 Familien. Viele von ihnen nähen Masken für die Wohlfahrtsverbände, 250 sind es bereits in der zweiten Charge.

>>> Corona in Thüringen: Wo gibt es noch Masken? Wie teuer sollten sie sein? – HIER alle Infos

Migranten nähen Masken in Gera

Auch andere Migranten in Gera nähen Masken. Sie wollen Deutschland etwas zurückzugeben, nachdem die Einwohner sie vor einigen Jahren aufgenommen haben. Im Stadtteil-Zentrum in Gera finden sie sich zusammen (unter Einhaltung der Abstandsregel) und nähen an Nähmaschinen. Viele von ihnen sind seit drei bis fünf Jahren in Deutschland, zuhause waren sie Tischler, Zahntechniker und Automechaniker.

Die meisten von ihnen haben eine dauerhafte Aufenthaltserlaubnis und dürfen auch arbeiten. Doch wie viele andere Menschen in Deutschland, ist es in Zeiten von Corona nicht einfach, einen Job auszuüben - geschweige denn zu finden.

Daher verbringen sie so ihre Zeit und schützen durch die selbstgenähten Masken noch anderen Menschen. (fb)