FDP-Politiker Kemmerich fordert DAS – und erntet heftige Kritik: „Schlag in die Fresse für alle, die ...“

FDP-Politiker Thomas Kemmerich hat bei Instagram einen Vorschlag gemacht. Der kam gar nicht gut an.
FDP-Politiker Thomas Kemmerich hat bei Instagram einen Vorschlag gemacht. Der kam gar nicht gut an.
Foto: dpa

Durch die Corona-Maßnahmen haben sich die Arbeitsbedingungen für viele Menschen in Thüringen geändert, bei manchen wurden sie komplett auf den Kopf gestellt. Und wieder andere müssen durch die Krise auch Überstunden machen.

FDP-Politiker Thomas Kemmerich hat jetzt einen Vorschlag gemacht, wie man sich bei den „Helden des Alltags“ bedanken könne. Doch der kam leider ganz und gar nicht gut an. Im Gegenteil: Viele rasten regelrecht deswegen aus.

FDP-Politiker tritt Shitstorm los

Das sei ein „Schlag in die Fresse für alle [...], die in den letzten Wochen bis zum Nervenzusammenbruch und darüber hinaus gearbeitet haben“, beschwert sich ein Mann bei Twitter über den Vorschlag des FDP-Politikers.

Thomas Kemmerich hatte auf seiner Instagram-Seite vorgeschlagen, einen verkaufsoffenen Sonntag für die Helden des Alltags einzuführen, „damit all diejenigen, die trotz Corona seit Wochen durcharbeiten, auch einmal ein bisschen Zeit für Besorgungen haben“.

Der Shitstorm in den sozialen Medien ließ nicht auf sich warten!

  • „Und wer bitte soll denn dann am Sonntag hinter der Kasse stehen? Politiker?“
  • „Meinen Sie das ernst? Und wer arbeitet dann an diesem verkaufsoffenen Sonntag? Die, die da eigentlich frei hätten?“
  • „Mal ganz abgesehen davon, dass es den Pflegekräften, etc. beispielsweise nicht viel helfen würde: die haben nämlich oft auch sonntags kein frei.“
  • „Ich frage mich wer die Helden des Alltags sein sollen, die sich derzeit nach einem verkaufsoffenen Sonntag sehnen. Meine Bedürfnispyramide sieht anders aus.“
  • „Das Problem ist nicht, wann Geschäfte geöffnet sind, sondern die Behandlung und Bezahlung des Personals.“
  • „Ob da wohl auch nur einmal die Stimmen dieser „Helden“ eingeholt wurden?“

Kemmerich selbst versucht auf Instagram zu erklären: „Es geht nicht um eine Pflicht zur Öffnung, sondern um die Möglichkeit für Geschäfte, die nun über Wochen geschlossen waren, für die Kundschaft da zu sein.“

Doch auch das scheint nichts mehr zu nützen. Die meisten lehnen den Vorschlag vehement ab.

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Kemmerich gegen Maskenpflicht

Der FDP Politiker spricht sich außerdem gegen die anstehende Maskenpflicht aus. „Wer eine Maske trage, werde durch ein trügerisches Sicherheitsgefühl dazu verleitet, den 'allein entscheidenden Mindestabstand' zu vergessen,“ twitterte er am Donnerstag.

Ab Freitag gilt in ganz Thüringen eine Mundschutzpflicht in Geschäften und Bussen und Bahnen. Die Stadt Jena hatte Anfang April als erste deutsche Stadt eine solche Pflicht eingeführt. Seitdem sind die Zahlen der aktiven Corona-Fälle in der Stadt gesunken, das geht aus einer Statistik der Stadt Jena zusammen mit dem Robert-Koch-Institut hervor. (fno)