„Riverboat“ (MDR): ER hatte den Gesundheitsminister schon im Januar vor der Corona-Krise gewarnt!

Mediziner Johannes Wimmer war MDR-„Riverboat“ zu Gast. Und fand deutliche Worte zu Gesundheitsminister Jens Spahn.
Mediziner Johannes Wimmer war MDR-„Riverboat“ zu Gast. Und fand deutliche Worte zu Gesundheitsminister Jens Spahn.
Foto: imago

Im MDR-„Riverboat“ ging es in der vergangenen Woche ganz schön zur Sache. Der Arzt Dr. Johannes Wimmer war unter anderem zu Gast und war nicht besonders gut auf das Gesundheitssystem in Deutschland zu sprechen.

Als Moderatorin Kim Fisher ihn auf Gesundheitsminister Jens Spahn anspricht, wird er ziemlich deutlich.

„Riverboat“ (MDR): ER warnte schon früh vor Corona-Krise

Dr. Johannes Wimmer war bereits in der vergangenen Woche, am 17. April, zu Gast in der MDR-Talkrunde „Riverboat“.

Gemeinsam mit unter anderem Schlagersänger Andreas Gabalier, der per Videokonferenz zugeschaltet war, und Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer war natürlich die Corona-Krise das beherrschende Thema.

Wimmer ist seit 2020 Stabsarzt der Marine beim Psychotraumazentrum der Bundeswehr in Berlin. Im „Riverboat“ berichtete er auch über seine Zeit in China und in New York. Und über den Beginn der Corona-Krise.

Moderatorin Kim Fisher spricht ihn auf eine ZDF-Show an, die Ende Januar im Fernsehen zu sehen war. Dort waren Wimmer und Gesundheitsminister Jens Spahn in Diskussion darüber geraten, wie gefährlich das Coronavirus in Deutschland werden könnte.

„Sie haben in weiser Voraussicht vor den Dingen gewarnt, was da alles auf uns zu kommt“, erinnert Fisher, „und Jens Spahn hat das alles so ein bisschen abgetan.“

Mediziner: „Das war ernüchternd“

„Bisschen ist gut“, ist die Reaktion von Wimmer. Dann wird er noch etwas deutlicher: „Er hat die Hektik und die Herangehensweise nicht verstanden.“

Der Mediziner hatte Spahn bereits im Januar darauf hingewiesen, dass die Situation auf den Intensivstationen der Krankenhäuser in der Corona-Krise aufgrund der Kapazitäten sehr kritisch werden würde.

„Das war schon ein bisschen ernüchternd“, so Wimmer.

„Hat er sich bei Ihnen entschuldigt“, will Kim Fisher wissen. „Nein“, sagt Wimmer, „muss er auch nicht. [...] Er ist kein Mediziner, er muss auf Berater hören [...], dann ist man eben einen Schritt langsamer, weil andere das für einen sortieren müssen.“

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Nächstes „Riverboat“ schon in den Startlöchern – auch ER ist mit dabei

Die nächste Talkrunde steht schon kurz bevor: Am Freitag, 24. April, sind wieder neue Gäste im „Riverboat“.

Sie sind unter anderem mit dabei:

  • Bodo Ramelow, Ministerpräsident des Freistaates Thüringen
  • Kugelstoßweltmeisterin Christina Schwanitz
  • Schauspieler Winfried Glatzeder
  • Sänger Giovanni Zarrella
  • Moderatorin Collien Ulmen-Fernandes


Die Sendung beginnt wie gewohnt um 22 Uhr im MDR. (fno)