Thüringer verklagen Ischgl – „Ort hat uns ins offene Messer laufen lassen"

Ischgl noch im Februar dieses Jahres. Bei bestem Wetter tummelten sich dort die Skifahrer. Doch jetzt verklagen zahlreiche Menschen die Gemeinde. Wegen des Coronavirus.
Ischgl noch im Februar dieses Jahres. Bei bestem Wetter tummelten sich dort die Skifahrer. Doch jetzt verklagen zahlreiche Menschen die Gemeinde. Wegen des Coronavirus.
Foto: imago images/MiS

Erfurt. Ischgl gilt als eine der Keimzellen für die Verbreitung des Coronavirus in Europa und somit auch in Thüringen.

Zahlreiche Urlauber aus Erfurt und anderen Städten in Thüringen waren im Skiurlaub in Ischgl und haben sich dort mit dem Coronavirus angesteckt.

Thüringer klagen gegen Ischgl wegen Coronavirus

30 Thüringer wurmt das nun so sehr, dass sie sich einer Sammelklage des österreichischen Verbrauchervereins angeschlossen haben und den Ski-Ort verklagen. Der Verbraucherschutzverein wolle prüfen, ob Betroffene Schadensansprüche haben.

Im Gespräch mit dem „MDR" hat eine Gastronom ihrem Unmut Luft gemacht. „Der Ort hat uns ins offene Messer laufen lassen", macht sie deutlich. NIemand habe die Gäste vor einer Virusgefahr gewarnt.

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„Der Ort hat uns ins offene Messer laufen lassen"

Zur Zeit der massiven Ansteckungswelle haben viele ausländische Skiurlauber die Gemeinde Ischgl aufgesucht. Viele von ihnen haben sich dort mit dem Coronavirus infiziert.

Insgesamt haben sich dem Klageaufruf des Vereins bislang 5500 Touristen aus 40 Ländern angeschlossen.

Alle aktuellen Entwicklungen zum Coronavirus in Thüringen findest du in unserem Newsblog. (abr mit dpa)