Thüringen: Gefährliche Verfolgungsjagd durch mehrere Landkreise – mit unfassbarem Ende

In Thüringen hat sich ein VW über mehrere Landkreise eine irre Verfolgsjagd mit der Polizei geliefert.
In Thüringen hat sich ein VW über mehrere Landkreise eine irre Verfolgsjagd mit der Polizei geliefert.
Foto: Polizei Thüringen, Karte: Google, Geobasis-DE, BKG

Thüringen. Ein VW-Fahrer lieferte sich über mehrere Landkreise in Thüringen eine halsbrecherische Verfolgungsjagd mit der Polizei.

„Gemeingefährlich“, „irre“ „rücksichtslos“! Die Facebook-Reaktionen auf ein Video der Polizei Thüringen sprechen Bände. Denn hier entbrannte eine wahnsinnige Flucht! Und da ahnte noch niemand, wie weit der Mann im VW bereit war zu gehen! Sie endete mit dem schier Unausweichlichen.

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Zurück blieben nur der VW – und jede Menge Fragen.

Thüringen: VW liefert sich völlig irre Verfolgungsjagd mit Polizei

Zunächst begann alles bei einer harmlosen Verkehrskontrolle in Bad Langensalza. Hier wollte eine Streife gegen 16 Uhr den VW in der Erfurter Straße zum Anhalten animieren, doch der Fahrer drückte plötzlich aufs Gas.

Der VW bretterte über eine rote Ampel auf und davon. Die Streife nahm sofort die Verfolgung auf.

Parallel überprüften die Kollegen das Nummernschild des Fluchtwagens. Der VW Passat trug die Kennung: GTH-CL 690 – die aber gehörte gar nicht zu dem Fahrzeug.

Und dann wurde die Jagd brisant!

VW rast über mehrere Orte und Autobahnen

Der Flüchtende lenkte den VW mehrfach in den Gegenverkehr und überholte immer wieder rücksichtslos, sodass mehrere Unbeteiligte ein Vollbremsung hinlegen mussten, um Unfälle zu verhindern.

Die Fluchtroute führte über Aschara und Gräfentonna weiter über die B176 durch Döllstedt und Dachwig und schließlich auf die A71. Auf der Autobahn überholte der Fluchtfahrer einen Lkw auf dem Standstreifen. Und dann passierte es!

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Verfolgungsjagd: Unfall auf der A4 – es tritt die Polizei

Der Streifenwagen krachte in Lkw.

Der Fluchtwagen setzte seine Fahrt fort und wechselte auf die A4. Den VW verloren die Beamten aus den Augen.

Mehrere Streifenwagen, sowie der Polizeihubschrauber waren bis dahin zur Verfolgung des Fahrzeuges im Einsatz. Wenig fanden die Polizisten das verlassene Fahrzeug in Arnstadt – rund 70 Kilometer von dem Kontrollpunkt in Bad Langensalza entfernt.

Raser lässt Fluchtwagen zurück

Die falschen Kennzeichen hatte der Fahrzeugführer offenbar noch demontiert. Von ihm selbst fehlt jedoch jede Spur.

Die Polizei sucht jetzt dringend nach Zeugen. Und fragt: Wer wurde selbst durch die Fahrweise gefährdet? Wer musste eine Gefahrenbremsung einleiten, um einen Unfall zu verhindern?

Hinweise nehmen die Beamten in Mühlhausen unter der Nummer der 03606/4510 oder an jeder anderen Polizeidienststelle entgegen.

Gute Nachricht aus dem Polizeirevier

Eine gute Nachricht folgt jedoch noch aus dem Revier: Bei dem Unfall mit dem Streifenwagen und Lkw wurde glücklicherweise niemand verletzt. Es blieb bei einem Sachschaden, wie die Polizeisprecherin bestätigt. (aj)