Thüringen soll weitere Flüchtlinge aufnehmen – heftige Kritik: „Extrem teuer“

Thüringen soll weitere Flüchtlinge aufnehmen, wenn es nach den Plänen Dirk Adams (Grüne) geht. (Symbolbild)
Thüringen soll weitere Flüchtlinge aufnehmen, wenn es nach den Plänen Dirk Adams (Grüne) geht. (Symbolbild)
Foto: imago images / ANE Edition

Migrations- und Justizminister Dirk Adams (Grüne) schlägt vor, bis zu 2.000 Flüchtlinge von den griechischen Inseln in Thüringen aufzunehmen. FDP und CDU kritisieren die Pläne zur Flüchtlingsaufnahme. Auch innerhalb der rot-rot-grünen Koalition sind die Flüchtlings-Pläne Adams umstritten.

Thüringen soll weitere Flüchtlinge aufnehmen

Adams schlägt vor bis Ende 2023 besonders schutzbedürftige Menschen auf den überfüllten Flüchtlingsunterkünften auf den griechischen Inseln nach Thüringen zu holen. Dazu hat er einen Verordnungsentwurf vorgelegt.

Das hat jetzt für Kritik bei FDP und CDU gesorgt. Der migrationspolitische Sprecher der CDU-Landtagsfraktion, Marcus Malsch, ist der Ansicht, Thüringen brauche keine Alleingänge in der Flüchtlingsfrage.

„Dirk Adams' Pläne sind nicht nur extrem teuer, sie konterkarieren auch die Vereinbarungen von Bund und Europa“, sagte Malsch.

Wenn Adams glaube, „die unbestritten massiven Probleme in den griechischen Lagern von Thüringen aus lösen zu können“, grenze das an Selbstüberschätzung, so der CDU-Politiker.

-------------

Weitere News aus Thüringen:

Corona aktuell in Thüringen: Innenminister schlägt Alarm: „Sie versuchen sich unter die Bürger zu mischen“

Thüringen: Dreiste Corona-Masche! So wollen Betrüger dir jetzt schaden

Wetter in Thüringen: Irre Prognose! Experten halten jetzt sogar DAS für möglich

-------------

Pläne sind umstritten

Nach Meinung des FDP-Fraktionsvorsitzenden Thomas Kemmerich, wolle Adams damit als neuer Migrationsminister damit nur Profil gewinnen. Kemmerich erwarte von dem Grünen-Politiker, der auch für die Justiz zuständig ist, „eine Profilierung über Fachthemen“. (mia/dpa)