Thüringen: Mann bricht bei Corona-Demo in Tränen aus – das ist der traurige Grund

Menschen in Thüringen protestieren gegen die Corona-Maßnahmen. Ein Rentner rührt dabei zu Tränen.
Menschen in Thüringen protestieren gegen die Corona-Maßnahmen. Ein Rentner rührt dabei zu Tränen.
Foto: imago/screenshot ard

Gera. Am Wochenende sind überall in Deutschland Menschen auf die Straße gegangen, um gegen die Corona-Maßnahmen der Regierung zu protestieren. So auch in Thüringen.

In Gera etwa demonstrierten hunderte Menschen für ihre Grundrechte. Auch der Rentner Alfons Blum war unter ihnen. Der Rentner sprach auch mit einem Fernsehteam, dass die Demo begleitete. Doch plötzlich brach er in Tränen aus.

Thüringen: Corona-Demo! Rentner rührt zu Tränen

Die ARD hatte für eine Corona-Sondersendung unter anderem die Demonstration in Gera in Thüringen mit der Kamera begleitet und den Rentner Alfons Blum gefragt, was ihn bewegt hat, an diesem Tag auf die Straße zu gehen und zu demonstrieren.

Alfons Blum berichtet, dass seine Frau seit Dezember in einem Pflegeheim untergebracht sei. Sie ist 84. „Und ich hab sie schon acht Wochen nicht mehr gesehen“, sagt er mit tränenerstickter Stimme.

Wegen des Coronavirus wurde ein Besuchsverbot in Alten- und Pflegeheimen verhängt. „Ich bin sonst jeden Tag hingegangen“, schluchzt der 84-Jährige. Doch das ging von einem Tag auf den anderen nicht mehr.

„Das ist seelische Folter“, sagt Alfons Blum.

Störenfriede unter den Demonstranten

So wie Alfons Blum geht es vielen Menschen seit Wochen. Sie leiden unter den Corona-Maßnahmen und setzen sich deshalb friedlich auf Demonstrationen für ihre Grundrechte ein.

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Unter die Demonstranten mischen sich aber leider auch immer wieder Menschen, die radikale oder extreme Ansichten vertreten und die Demonstrationen für ihre Zwecke missbrauchen. Linksradikale, Rechtsradikale, Reichsbürger, Verschwörungstheoretiker...

Oder Menschen, die einfach auf Krawall gebürstet zu sein scheinen.

Alfons Blum sagt, er wolle keine Revolution. Er wolle sein Schicksal mit anderen teilen. Er sei das erste Mal überhaupt auf einer Demo gewesen, berichtet er gegenüber dem „Express“. „Da waren so aggressive Menschen, meines Erachtens ging es vielen nur darum, Radau zu machen“, sagt er.

„Man muss auch vernünftig bleiben.“ (fno)