Thüringen: In DIESER Stadt leben besonders viele Kinder in Armut – die Zahlen sind erschreckend

In Thüringen erhielten 2017 insgesamt 38.395 Kinder unter 15 Jahren Leistungen nach SGB II. (Symbolbild)
In Thüringen erhielten 2017 insgesamt 38.395 Kinder unter 15 Jahren Leistungen nach SGB II. (Symbolbild)
Foto: imago images / JOKER

Das Sozialministerium in Thüringen hat erschreckende Zahlen herausgegeben! In einigen Regionen sei fast jedes dritte Kind auf Leistungen zur Sicherung des Existenzminimums angewiesen.

In Thüringen erhielten 2017 insgesamt 38.395 Kinder unter 15 Jahren Leistungen nach SGB II. Doch es gibt regionale Unterscheide in der Verteilung. In den Städten gibt es Wohngegenden, in denen mehr arme Kinder leben als in anderen Stadtteilen.

Thüringen: HIER leben besonders viele Kinder in Armut

Der zweite Thüringer Sozialstrukturatlas gibt derzeit Aufschluss über die verschiedenen Lebenslagen der Bevölkerung. Schwerpunktmäßig wurde das Thema „Armut und Armutsprävention“ dabei betrachtet.

Mit 14,2 Prozent lag der Anteil der leistungsberechtigten Kinder 2017 knapp unter dem deutschlandweiten Durchschnitt von 14,7 Prozent, laut Zahlen der Bundesagentur für Arbeit.

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Kinderarmut sei besonders in den größeren Städten Thüringens verbreitet. Dort leben besonders viele Kinder, die auf Hilfen angewiesen sind. In Gera sei jedes vierte Kind betroffen. Danach folge Eisenach (20,8 Prozent) und Erfurt (20,7 Prozent).

In bestimmten Stadtteilen konzentriere sich die Ballung armer Kinder zudem, dort seiend mehr als die Hälfte der Kinder betroffen.

Wie sieht es in den Kommunen aus?

Die Entwicklungschancen der Kinder sind daher oftmals geringer. In den örtlichen Grundschulen gebe es bereits eine Armutsballung von Kindern. Hier zeige sich dann wiederum die sozialen Problemlagen armer Familien, heißt es in dem Sozialstrukturatlas.

In den meisten ländlichen Kommunen sieht es jedoch anders aus als in den Städten. Bei der Hälfte der Kommunen liegen die Zahlen der Unter-15-Jährigen, die auf Stützen durch Hartz 4 angewiesen sind, bei nicht einmal 4,2 Prozent. (mia)