Gera: Nichte über 9 Jahre lang missbraucht – erst als sie DAMIT droht, stellt sich ihr Onkel

Prozess am Landgericht Gera gestartet: Eine Nichte soll von ihrem Onkel über neun Jahre missbraucht haben. (Symbolbild)
Prozess am Landgericht Gera gestartet: Eine Nichte soll von ihrem Onkel über neun Jahre missbraucht haben. (Symbolbild)
Foto: imago images / photothek

Gera. Ein besonders schockierender Fall von Kindesmissbrauchs wird seit Montag vor dem Landgericht Gera verhandelt. Ein Mann (36) soll über neun Jahre seine Nichte missbraucht haben.

Der Vorwurf wiegt schwer: Über 846 Mal soll der Arbeitslose sich an dem heute 17-jährigen Mädchen vergangen haben. Wie die Bild-Zeitung berichtet, hatten Eltern und Jugendamt das Mädchen nichtsahnend dem Mann zur Erziehung anvertraut. Seit 2014 wohnte sie sogar bei ihm.

Landgericht Gera: Angeklagter soll Taten festgehalten haben

Die Anklage wirft dem Mann vor, dass er sich zwischen August 2010 und September 2019 ein bis zwei Mal die Woche an verschiedenen Stellen an seinem Opfer vergangen haben soll. Ab Mitte Mai 2015 soll es immer wieder zu ungeschütztem Geschlechtsverkehr gekommen sein.

Dabei fotografierte oder filmte der 36-Jährige seine Taten teilweise und brannte sie auf DVD.

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Erst sie sich einer Therapeutin anvertrauen will, stellt er sich

Der Staatsanwalt erklärt, dass das Mädchen schließlich drohte, sich einer Therapeutin anzuvertrauen. Erst dann stellte sich ihr Onkel der Polizei. Der Prozess soll am 15. Juni fortgesetzt werden.

Wie die Bild berichtet, besteht die Möglichkeit, dass das Opfer nicht vor Gericht erscheinen muss, wenn der Angeklagte umfänglich aussagt. (mb)