Thüringen: Schwimmen mit Abstand – viele Freibäder stehen aber vor DIESEM Problem

Thüringen: Zwar dürfen Freibäder ab Montag wieder öffnen, doch stehen Freibäder vor einem Problem. (Symbolbild)
Thüringen: Zwar dürfen Freibäder ab Montag wieder öffnen, doch stehen Freibäder vor einem Problem. (Symbolbild)
Foto: FUNKE Foto Services

Thüringen. Nach den Lockerungen der Corona-Maßnahmen dürfen nun auch die Freibäder in Thüringen öffnen. Das Schwimmen ist dort nur mit Abstand erlaubt. Jedoch stehen viele Freibäder vor einem ganz anderen Problem.

Thüringen: Freibäder stehen vor Problem

Mit der Öffnung sind die Freibäder und Badeseen in diesem Jahr schon spät dran. Normalerweise wäre das Schwimmen in Thüringen jetzt schon seit ein paar Wochen möglich. Aufgrund der strengen Corona-Verordnungen ist selbst die erlaubte Öffnung ab dem 1. Juni für viele Betreiber nicht möglich.

Schließlich wissen sie noch nicht, wann sie wieder Besucher empfangen können. Das Hygienekonzept, welches zwingend erforderlich ist, um ein Freibad oder Badesee zu öffnen, stellt die Betreiber nämlich vor ein großes Problem.

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Zwar hat das Landesamt für Verbraucherschutz einen Leitfaden entworfen, allerdings ist das Hygienekonzept in der Praxis schwierig umzusetzen. Neben der Gewährleistung einer entsprechenden Hygiene müssen Besucher schließlich stets einen Mindestabstand einhalten. Für die Freibäder bedeutet das, dass sie nur deutlich weniger Besucher aufnehmen dürfen.

Bäder in Erfurt und Jena öffnen am Montag

Für einzelne Freibäder in Erfurt und Jena ist das Hygienekonzept weniger problematisch als für jene in den Dörfern. In Erfurt und Jena wird das Schwimmen somit ab Montag möglich sein; wenn auch für weniger Besucher.

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So seien im Nordbad in Erfurt, in dem zu guten Zeiten schon 4000 Besucher waren, gleichzeitig etwa 1500 Besucher zugelassen. Über eine Hotline und die Internetseite der Stadtwerke sollen sich Interessierte vorab deshalb darüber informieren, ob sie in die Bäder gehen könnten. Außerdem sei dort eine häufigere Reinigung vorgeschrieben.

Ähnlich sieht es in Jena aus. Dort sollen Besucher vorab online Tickets kaufen. Eine kleine Menge an Tickets soll aber für ältere Menschen zur Verfügung, die keinen Internetzugang haben.

Schwimmen lang nicht überall möglich

Schwanseebad in Weimar wird dagegen am Montag noch geschlossen bleiben. Dort will die Stadtwirtschaft Weimar erst in der kommenden Woche das Öffnungsdatum bekannt geben. Die Vorbereitungen laufen zwar bereits, doch wird auch dort mit einer spürbar reduzierten Besucherzahl gerechnet. An heißen Tagen zählt das Schwanseebad normalerweise 3000 Besucher, nun geht man von etwa der Hälfte aus.

Für das Freibad in Saalfeld steht dagegen fest, dass dort ab dem 5. Juni das Schwimmen möglich sein wird. Allerdings werden dort besonders strenge Regelungen gelten. So soll die Liegewiese in Stationen unterteilt werden, Gemeinschaftsumkleiden und Duschen sollen komplett geschlossen bleiben. Zudem werden sich Badegäste in einer Liste eintragen müssen, um in einem Infektionsfall alle entsprechenden Besucher informieren zu können.

Am härtesten trifft es offenbar die Dörfer wie Schwarza. Schwarzas Bürgermeister Marco Rogowski sagte: „Es ist alles kompliziert und für ehrenamtliche Bürgermeister schwer zu kontrollieren.“ Er hoffe, das Bad zumindest über die Ferien öffnen zu können. (dpa/nk)