Sparkasse Thüringen: Angeblich Corona-Mails verschickt – doch dahinter steckt etwas ganz anderes

Die Sparkasse Thüringen warnt vor gefälschten Mails von Betrügern.
Die Sparkasse Thüringen warnt vor gefälschten Mails von Betrügern.
Foto: dpa/Verbraucherzentrale

Kunden der Sparkasse Thüringen sollten genau hinsehen, wenn sie demnächst eine Mail im Postfach haben. Denn zurzeit verschicken Betrüger wieder sogenannte Phishing-Mails herum, um an persönliche Daten von Bankkunden zu kommen.

Sparkasse und Verbraucherzentrale Thüringen warnen vor der Betrugsmasche. Diese Mails solltest du ganz schnell löschen!

Sparkasse Thüringen: Vorsicht vor diesen E-mails!

In einer Phishing-Mail vom 7. Juni behaupteten Kriminelle etwa, dass durch das jüngst beschlossene Konjunkturpaket der Bundesregierung die monatlichen Kontoführungsgebühren bei der Sparkasse abgeschafft würden.

Um diesen Vorteil zu nutzen, sollten die Empfänger der Nachrichten auf einen Button klicken und „die entsprechenden Schritte“ durchführen. Doch die Sparkasse warnt eindringlich: Auch wenn die E-Mail so aussieht und die Empfänger mit ihrem Namen begrüßt werden – von einer Sparkasse stammt sie nicht!

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Wer den Link anklickt, öffnet eine gefälschte Internetseite, die keiner Bank gehört. Die Daten, die dort abgefragt werden, gehen direkt an die Betrüger. Damit können sie zum Beispiel das Bankkonto plündern und weitere Straftaten begehen.

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So erkennst du Phishing-Mails:

  • Phishing-Mails werden in der Regel wahllos verschickt. Solltest du aber gar kein Kunde des angeblichen Absenders sein, kannst du die E-Mail direkt löschen
  • Der Absender der E-Mail nutzt keine Internet-Adresse der Firma, die in der Nachricht als Absender genannt wird. Du kannst im Header (Quelltext: über „Ansicht“ oder „Optionen“ aufrufbar) prüfen, von wem die E-Mail tatsächlich stammt
  • Die Anrede ist oft unpersönlich und beginnt oft nicht mit Ihrem Namen, sondern mit „Sehr geehrte Kundinnen und Kunden“. Aber: Nur weil die Anrede persönlich ist, ist das keine Garantie dafür, dass es sich nicht um einen Spam handelt
  • Enthaltene Links führen auf eine gefälschte Internetseite. Du kannst aber vor dem Anklicken das Linkziel überprüfen indem du mit dem Mauszeiger auf den Link fährst ohne diesen anzuklicken. Dann bekommst du am unteren Rand des E-Mail-Programms das Linkziel angezeigt. Manchmal verändern die Betrüger dabei nur Kleinigkeiten, sodass statt www.sparkasse.de zum Beispiel www.sparkassse.de mit drei „s“ erscheint

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Betrugsmaschen immer dreister

Bereits zu Beginn des Corona-Lockdowns gingen die ersten Phishing-Mails rum. Kriminelle behaupten in einer Nachricht, dass die Sparkasse kleinere Filialen zum Schutz ihrer Mitarbeiter vor dem Covid-19-Erreger schließe. Kunden können angeblich nur dann weiterhin Hilfe bekommen, wenn sie ihre Adresse, Telefonnummer und E-Mail-Adresse überprüfen.

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Das soll über einen entsprechenden Link aus der E-Mail heraus geschehen. Am Ende wird der Text der Nachricht sogar emotional und appelliert ans Gewissen der Empfänger: „Prävention ist keine Hysterie, und Ignoranz ist auch kein Mut! Wir hoffen sehr auf Ihre Solidarität und Ihr Verständnis!“

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Doch auch diesen Link solltest du auf keinen Fall anklicken! Er führt direkt auf eine gefälschte Seite. Sämtliche Daten, die dort eingeben werden, werden an die Kriminellen geschickt – nicht an eine Sparkasse! (fno)