„In aller Freundschaft“ bekommt neue Ärzte! Doch sie sollen keine Schauspieler sein...

Die erfolgreiche Krankenhaus-Serie „In aller Freundschaft“ will ihre Kernbesetzung erweitern.
Die erfolgreiche Krankenhaus-Serie „In aller Freundschaft“ will ihre Kernbesetzung erweitern.
Foto: MDR/Saxonia/Tom Schulze

Seit rund 22 Jahren ist die Krankenhausserie „In aller Freundschaft“ ein verlässlicher Dauerbrenner im ARD-Programm. Die treuen Fans sorgen jeden Dienstag um 21 Uhr für sehenswerte Quoten – und am 23. Juni flimmert bereits die 900. Episode über die Fernsehschirme.

Doch bei einem derart langlebigen TV-Hit, der sich aktuell in seiner 23. Staffel befindet und bereits um drei weitere Staffeln verlängert wurde, sind Veränderungen irgendwann unvermeidbar, wenn man auch weiterhin frisch, spannend und relevant bleiben will. Deshalb haben die Macher des MDR-Erfolgs „In aller Freundschaft“ vor wenigen Wochen einen bemerkenswerten Casting-Aufruf gestartet.

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„In aller Freundschaft“ sucht Ärzte mit körperlicher Behinderung

„Für die ARD-Serie 'In aller Freundschaft' sind wir auf der Suche nach Schauspieler*innen mit Behinderung jeder Art“, ließ die Produktionsfirma Saxonia Media über eine Agentur verlauten. „Entscheidend ist dabei nicht nur Eure Erfahrung, sondern auch Eure Lust vor der Kamera zu stehen. Begeistert uns mit Eurem Talent!“

Das Ziel des Aufrufs: In der Sachsenklinik soll sowohl bei „In aller Freundschaft“ als auch beim Ableger „Die jungen Ärzte“ ab der nächsten Staffel jeweils eine neue durchgehende Arztrolle zum Team hinzustoßen.

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Diese Charaktere sollen eine körperliche Behinderung haben – und nicht vorrangig von Profi-Schauspielern, sondern von Personen gespielt werden, die diese Behinderungen tatsächlich im echten Leben haben.

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Das ist „In aller Freundschaft“:

  • Läuft seit 1998 im ARD-Fernsehen
  • Erzählt die Geschichte des fiktiven Krankenhauses „Sachsenklinik“
  • Wurde 2014 mit dem Bambi ausgezeichnet
  • Bisher 23 Staffeln und knapp 900 Episoden ausgestrahlt
  • Drei weitere Staffeln bereits in Planung
  • Es gibt zwei weitere Ableger der Serie: „In aller Freundschaft“ - Die jungen Ärzte (2015) und „In aller Freundschaft“ - Die Krankenschwestern (2018)

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„Den Anstoß für den Casting-Aufruf gab die Überlegung, dass wir zwar schon häufiger Patienten mit Behinderungen als Episodenrollen erzählt haben, aber bisher keine Schauspieler mit Behinderung zum durchgehenden Hauptcast zählten“, so MDR-Fiction-Chefin Jana Brandt gegenüber dem Portal „DWDL.de“. „Das wollte ich gern ändern. Warum sollte die Sachsenklinik zum Beispiel keinen Chirurgen im Rollstuhl haben?“

Bereits über 70 Bewerbungen

Man wolle die Kraft des Formats nutzen, „um ein stärkeres Zeichen zu setzen, um mehr Bewusstsein für ein ganz selbstverständliches Miteinander in der Gesellschaft zu schaffen“, so Brandt. „Diversität vor und hinter der Kamera ist ein Anliegen, das mich zutiefst umtreibt.“ Dass Schauspieler ohne Behinderung eine Rolle mit Behinderung verkörpern, soll nicht mehr vorkommen.

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Der Casting-Aufruf soll laut MDR bereits zu über 70 Video-Bewerbungen geführt haben. Jana Brandt hat bisher rund die Hälfte davon gesehen und will noch im Juni ein physisches Casting im Studio mit zwei Bewerberinnen veranstalten. (at)