Corona in Thüringen: Erfurt nicht mehr coronafrei! ++ Bodo Ramelow zeigt klare Kante bei Thema Impfpflicht

Corona-Warn-App: "Kleiner Schritt für jeden, großer Schritt für Kampf gegen Pandemie"

Die deutsche Corona-Warn-App steht nach wochenlangen Verzögerungen jetzt zum Download bereit, Kanzleramtsminister Helge Braun (CDU) zeigt sich bei der Präsentation in Berlin optimistisch.

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Thüringen. Die Corona-Pandemie hatte Thüringen für mehrere Wochen fest im Griff. Schulen, Kitas, Restaurants mussten schließen, das öffentliche Leben stand still. Thüringen war eines der ersten Bundesländer, das die Corona-Verordnung später deutlich gelockert hat.

Doch weiterhin stecken sich Menschen im Freistaat mit dem lebensbedrohlichen Coronavirus an. Die Neuinfektionsraten sinkt zwar kontinuierlich, doch das Virus scheint erst dann besiegt, wenn ein Impfstoff entwickelt worden ist.

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Alles, was du zum Coronavirus wissen musst:

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Die aktuellen Fallzahlen hast du mit unser Corona-Karte immer im Blick:

Corona aktuell in Thüringen: Alle Infos hier im Newsblog:

Damit du immer den Überblick behältst über die aktuelle Corona-Entwicklung, erfährst du hier die wichtigsten Infos im Newsblog.

+++ Hier den Newsblog aktualisieren und die aktuellsten Meldungen erhalten +++

Freitag, 3. Juli

16 Uhr: Erfurt ist nicht mehr coronafrei

Gerade war Erfurt offiziell coronafrei, nun meldet das Gesundheitsamt eine Neuinfektion. Zuletzt war das am 16. Juni geschehen.

Wie die „Thüringer Allgemeine“ berichtet, sei bekannt, wo sich der Mann angesteckt habe. Der Infizierte ist der 140. bestätigte Corona-Fall in der Landeshauptstadt.

11.43 Uhr: Jena ist coronafrei!

Seit heute existiert in Jena kein einziger Corona-Fall mehr, bestätigt die Stadt. Der vorerst letzte Fall, eine im Juni erkrankte Lehrerin, konnte mit einem negativen Testergebnis aus der Quarantäne entlassen werden.

Jenaer Statistik seit dem 14. März 2020:

  • 161 gemeldete Corona-Fälle
  • 3 Todesfäll
  • 158 genesene Personen

09.04 Uhr: Bodo Ramelow mit deutlichem Statement zur Impfpflicht

Im Interview mit der Mediengruppe Thüringen hat Bodo Ramelow deutlich gemacht, was er von einer Impfpflicht hält: „Ich würde mir wünschen, dass sich dann so viele wie möglich impfen lassen. Ich werde es tun. Aber ich bin bei Corona ganz klar gegen eine Impfpflicht.“ Er gehe davon aus, dass der Impfstoff in kürzester Zeit entwickelt werde. „Er kann daher erst recht nicht gegen den Willen von Menschen verabreicht werden.“

Donnerstag, 2. Juli

17.35 Uhr: Land prüft Lockerungen bei sexuellen Duenstleistungen

Die Thüringer Landesregierung denkt über Lockerungen von Corona-Einschränkungen im Bereich Prostitution und sexuelle Dienstleistungen nach. Man stehe in Kontakt mit zwei Branchenverbänden, um Möglichkeiten für Lockerungen zu prüfen, sagte ein Sprecher des Thüringer Gesundheitsministeriums der Deutschen Presse-Agentur. Die aktuelle Thüringer Grundverordnung zur Eindämmung der Corona-Pandemie läuft am 15. Juli aus und muss verlängert oder angepasst werden.

Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) kündigte in einem Interview mit der „Thüringer Allgemeinen“ an, dass die derzeit geltenden Beschränkungen noch den gesamten Sommer über gelten sollen.

Lockerungen im Bereich sexueller Dienstleistungen oder der Prostitution sehen die aktuellen Pläne zur Verlängerung der Verordnung nach dpa-Informationen bisher nicht vor. Als Perspektive für Lockerungen in diesem Bereich gilt bislang Ende August/Anfang September. Nach der aktuell geltenden Grundverordnung müssen Bordelle geschlossen bleiben.

08.33 Uhr: Ramelow trifft sich mit Vertretern der Thüringer Wirtschaft

Um die Auswirkungen der Corona-Krise und einen Neustart in Industrie und Handwerk geht es bei einem Treffen von Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) mit Vertretern der Wirtschaft am Donnerstag (10.00 Uhr) in Erfurt. Zu dem traditionellen Gespräch mit dem Regierungschef kommen Vertreter der Industrie- und Handels- sowie der Handwerkskammern aus Erfurt, Gera und Suhl sowie des Verbandes der Wirtschaft und der Landesarbeitsagentur.

In diesem Jahr wird es vor allem darum gehen, wie die Wirtschaft, die unter dem konjunkturellen Einbruch leidet, wieder angekurbelt und damit Arbeitsplätze gesichert werden können. Verschiedene Vorschläge von Landtagsfraktionen für ein Konjunkturprogramm, welches das des Bundes ergänzen soll, liegen bereits auf dem Tisch.

07.17 Uhr: Bodo Ramelow verkündet Verlängerung der Einschränkungen

Die Einschränkungen in Thüringen werden bis 30. August, also zum Ende der Sommerferien, mit „mit kleineren Anpassungen“ bestehen bleiben, kündigt Ministerpräsident Bodo Ramelow im Interview mit der Thüringer Allgemeinen an. Weiter sagt er der Zeitung: „Falls die Situation im Land ruhig bleibt, werden wir dann Ende August in den Regelbetrieb an den Schulen übergehen und synchron dazu die allgemeinen Einschränkungen weiter lockern.“

Abstandsgebot und Maskenpflicht sollen bis dahin in Geschäften und im öffentlichen Nahverkehr weiter gelten.

Mittwoch, 1. Juli

19.03 Uhr: Corona-Hotspot Greizer Klinikum?

Dutzende Beschäftigte des Greizer Kreiskrankenhauses sollen laut der „Zeit“ nachweislich mit dem Coronavirus infiziert gewesen sein. Demnach seien bislang 69 von 575 Mitarbeitern positiv auf das Virus getestet worden, berichtet die Wochenzeitung.

Pfleger und Ärzte würden jedoch den Verdacht hegen, dass die tatsächliche Zahl noch höher liege, weil nur zurückhaltend auf eine Infektion getestet worden sei, hieß es. Zudem habe es etliche Überlastungsanzeigen und Beschwerden seitens des Pflegepersonals gegeben, auf die aber nicht oder nur spät reagiert worden sei. Die Situation sei nach Einschätzung mehrerer Mitarbeiter zeitweise kaum noch unter Kontrolle gewesen, heißt es in dem Bericht.

Laut Dienstanweisung habe auf der Corona-Station eine Pflegekraft für zehn Patienten sorgen müssen. Eine Pflegerin schilderte gegenüber der „Zeit“ tragische Szenen: „Sonst streichelt man mal eine Wange, hält eine Hand. Wir hatten keine Zeit. Und das waren Mehrbettzimmer! Die Patienten haben anderen Patienten beim Ersticken zugehört. Du spritzt dann vielleicht Morphium, machst die Tür zu, weil du weitermusst. Und später hast du Angst, die Tür wieder aufzumachen, weil du genau weißt, wenn ich das mache, dann liegt da eine Leiche.“

Die Geschäftsführung wollte sich zu den Vorwürfen zunächst nicht äußern. Eine Sprecherin kündigte eine Stellungnahme am Donnerstagnachmittag an.

15.40 Uhr: Ramelew hofft auf entschärfte Auflagen für Kinos

Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow hofft, dass sich die Anti-Corona-Auflagen für Kinos zum Ende der Sommerferien hin entschärfen lassen. „Von 500 Plätzen hier im Saal dürfen 100 besetzt werden“, sagte der Linke-Politiker am Mittwoch in einem Erfurter Kino. Er hoffe, dass in einigen Wochen wieder mehr Besucher kommen könnten.

In Thüringen dürfen seit dem 13. Juni Kinos zwar wieder öffnen. Doch Anti-Corona-Auflagen erschweren den Betrieb und machen es gerade für kleine Kinos fast unmöglich, Filme vor Publikum zu zeigen. Viele Kinos mussten zudem zunächst noch ein Hygienekonzept erarbeiten, weshalb einige etwa erst diese Woche öffnen.

Besucher werden von vielen Betreibern etwa gebeten, im Vorfeld Tickets online zu kaufen. In vielen Fällen herrscht auch eine Maskenpflicht in den Kinos, wobei die Mund-Nasen-Bedeckung häufig zumindest auf dem Sitzplatz im Kinosaal abgenommen werden darf. Um Abstandsregeln einzuhalten, können die Kinos so aber nur deutlich weniger Plätze als sonst besetzen. Vor allem Kinos mit kleinen Sälen, für die sich ein Betrieb unter solchen Auflagen erst recht nicht lohnt, setzen Hoffnung in die Open-Air-Saison.

11.28 Uhr: Deutlicher Rückgang von Unfällen wegen Corona-Einschränkungen

Die coronabedingten Einschränkungen haben zu einem gesunkenen Verkehrsaufkommen und damit zu deutlich weniger Unfällen geführt. Nach vorläufigen Ergebnissen des Thüringer Landesamtes für Statistik bedeutete die Zahl von knapp 3000 Unfällen im April 2020 einen Rückgang um nahezu 37 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat, wie die Behörde am Mittwoch in Erfurt mitteilte. Die Zahl der Unfälle mit Verletzten ging um 127 beziehungsweise 27 Prozent zurück.

Auch die Zahl der Verunglückten ging deutlich auf 427 zurück, ein Minus von 35 Prozent im Vergleich zum April 2019. Leicht verletzt wurden 299 Menschen, im Vorjahr waren es 511 gewesen. Schwere Verletzungen trugen 123 Unfallopfer davon (2019: 137), 5 Menschen starben (2019: 9).

10.11 Uhr: Thüringens Arbeitsmarkt stabilisiert sich im Juni

Nach dem dramatischen Einbruch durch die Corona-Krise stabilisiert sich Thüringens Arbeitsmarkt wieder. Im Juni stieg die Zahl der Arbeitslosen nur noch um etwa 100, wie die Landesarbeitsagentur am Mittwoch mitteilte. Damit sind derzeit 70 600 Frauen und Männer ohne feste Anstellung - immerhin 13 800 mehr als im Juni 2019. Die Arbeitslosenquote in Thüringen verharrte bei 6,3 Prozent.

Die Arbeitsmarktexperten sehen eine erste Erholung von den Folgen der Coronavirus-Pandemie, die mit einem Konjunktureinbruch verbunden ist. „Die Krise bleibt jedoch präsent“, heißt es in dem Bericht der Landesarbeitsagentur. Danach ging auch die Zahl der Meldungen auf Kurzarbeit zurück. Im Juni kündigten 500 Firmen für 7200 Beschäftigte Kurzarbeit an.

07.42 Uhr: Überblick verloren? Diese Regeln gelten für Thüringen im Juli:

  • Es gelten keine Kontaktbeschränkungen mehr. Allerdings empfiehlt eine neue Grundverordnung, sich nur mit einem weiteren Haushalt oder mit maximal 10 Menschen zu treffen.
  • In allen Kitas gilt eingeschränkter Regelbetrieb. Kindergärten und Grundschulen öffnen für alle Kinder täglich. An weiterführenden Schulen kann der Unterricht im Wechsel zwischen Präsenzunterricht und Distanzlernen erfolgen.
  • Messen, Spezialmärkte und andere gewerbliche Ausstellungen sind erlaubt, wenn genehmigte Infektionsschutzkonzepte vorliegen. Private Feiern in geschlossen Räumen müssen ab 30 Teilnehmern zwei Tage im Voraus bei der jeweiligen Kommune angemeldet werden.
  • Hotels, Campingplätze und Ferienwohnungen dürfen aufmachen.
  • Demonstrationen ohne Beschränkungen der Teilnehmerzahl sind möglich.

Dienstag, 30. Juni

21.50 Uhr: Arbeitsagentur informiert über Situation am Arbeitsmarkt

Über die Auswirkungen der Corona-Krise auf den Thüringer Arbeitsmarkt im Juni berichtet die Landesarbeitsagentur morgen Vormittag. Schon in den vergangenen Wochen hatten viele Unternehmen auf den Konjunktureinbruch mit Kurzarbeit, Entlassungen aber auch deutlich weniger Neueinstellungen reagiert.

Besonders betroffen ist die für Thüringen wichtige Automobilindustrie. Ob dieser Trend im Juni anhielt, werden die Zahlen zeigen. Im Mai hatte es 70.500 Arbeitslose in Thüringen gegeben. Die Arbeitslosenquote im Vergleich zum Vormonat war um 0,3 Punkte auf 6,3 Prozent gestiegen.

18.13 Uhr: Häftlinge in Hohenleuben nähen über 10 000 Mund-Nase-Schutzmasken

Gefangene haben in der Schneiderei der Justizvollzugsanstalt Hohenleuben mehr als 10.000 Mund-Nase-Schutzmasken genäht. „Diese Community-Masken fanden sowohl bei Gefangenen als auch Bediensteten nicht nur in Hohenleuben, sondern auch anderen Anstalten und der Schule des Justizvollzuges in Gotha Verwendung“, heißt es. Seit April hätten in der Regel acht Gefangene an der Fertigstellung von insgesamt 10.810 Masken mitgewirkt.

Demnach stellt die Corona-Pandemie auch den Strafvollzug vor große Herausforderungen. So seien in Hohenleuben die Gefangenen gemeinschaftlich untergebracht und könnten kaum isoliert werden.

Deshalb sei es der Anstalt sehr entgegen gekommen, dass das Justizministerium die Vollstreckung kürzerer Freiheitsstrafe vorübergehend ausgesetzt habe. Dadurch hätte ein Bereich für neue Häftlinge eingerichtet werden können, in dem diese zunächst eine Zeit in Quarantäne verbrachten.

Besuche seien zwischenzeitlich nicht gestattet gewesen - Videokontakte zu Angehörigen hätten das Fehlen zum Teil aufgefangen. Anstaltsleiter Jürgen Frank äußert sich anerkennend darüber, dass die Häftlinge insgesamt mit Verständnis auf die Einschränkungen ihres Haftalltages reagiert „und damit auch selbst zu einer Beruhigung der Lage beigetragen haben.“

16.11 Uhr: Schulklasse in Quarantäne

In Jüchsen im Landkreis Schmalkalden-Meiningen ist eine Erzieherin einer Grundschule positiv aufs Corona-Virus getestet worden.

Die betroffene Klasse mit insgesamt 22 Kindern und einer Lehrerin, zu denen die Erzieherin im Unterricht Kontakt hatte, müssen in Quarantäne.

Hinzu kommen die betreuenden Sorgeberechtigten der Schulkinder sowie zwei Personen im privaten Umfeld der Erzieherin.

16.03 Uhr: Zahl der Neu-Infektionen bleiben auf niedrigem Niveau

Die Zahl der nachgewiesenen Neuinfektionen mit dem Coronavirus bleibt in Thüringen auf niedrigem Niveau. Seit gestern wurden lediglich drei Fälle gemeldet, sagt die Staatskanzlei.

Insgesamt haben sich seit Beginn der Pandemie laut Staatskanzlei bislang 3.253 Menschen nachweislich infiziert. Die sogenannte Reproduktionsquote - die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen - liegt danach in Thüringen derzeit bei 0,8.

Derzeit müssen 102 Erkrankte auf Intensivstationen behandelt werden. 181 Menschen mit einer Corona-Infektion starben. Nach Schätzungen sind in Thüringen 3.030 Menschen wieder genesen.

11.01 Uhr: Umsatzeinbruch in Thüringer Wirtschaft!

Bis Ende April 2020 vermeldeten die Thüringer Industriebetriebe deutlich weniger Aufträge als von Januar bis April 2019. Nach Angaben des Thüringer Landesamtes für Statistik gingen in den ersten vier Monaten dieses Jahres durchschnittlich 7,7 Prozent weniger Aufträge bei den Betrieben ein als im gleichen Zeitraum des Jahres 2019.

Demnach erhielten die Thüringer Betriebe bis Ende April 2020 durchschnittlich 1,7 Prozent weniger Bestellungen aus dem Ausland als im Jahr zuvor. Die Binnennachfrage sank noch deutlicher um 11,3 Prozent. Im Vergleich zum Basisjahr (2015 = 100) betrug der Auftragseingang im April nur noch 68,2 Prozent.

10.00 Uhr: Zunahme von häuslicher Gewalt – Landesfrauenrat stellt Forderungen

„Gerade jetzt, wo wir davon ausgehen mussten, dass häusliche Gewalt zunimmt und die Kommunikation zwischen den Verantwortlichen funktionieren muss, gibt es von Seiten der Regierung keine verlässlichen Ansprechpartner*innen“, sagt Andrea Wagner, Vorsitzende des Landesfrauenrats in Thüringen.

Eine zentrale Forderung ist die Besetzung der Stelle der Beauftragten für die Gleichstellung von Frau und Mann, die seit Dezember 2019 unbesetzt ist, ebenso wie die Koordinierungsstelle Häusliche Gewalt. Gerade auch während der Corona-Krise sei dies besonders wichtig.

Bereits im Mai dieses Jahres hat der Landesfrauenrat auf die Auswirkungen der Maßnahmen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie auf Frauen aufmerksam gemacht. In diesem Schreiben wurden die Auswirkungen erläutert, die von Wissenschaftlern, Frauenorganisationen, Journalisten und Experten wahrgenommen wurden. Die Forderungen bezogen sich auf strukturelle Schieflagen, die zum großen Teil auf Bundesebene gelöst und in Zusammenarbeit mit anderen Landesregierungen in den Bundesrat eingebracht werden müssten

6.20 Uhr: Corona in Kitas in Thüringen? Das sind die Erfahrungen der Städte und Gemeinden

In den vergangenen Wochen wurde kontrovers diskutiert, ob Kindergärten durch den Regelbetrieb zu Corona-Infektionsherden werden könnten. Nun liegen erste Erfahrungen vor.

Obwohl in den Kindergärten in Thüringen inzwischen wieder sehr viele Kinder betreut werden, hat es dort zuletzt nur in Einzelfällen Corona-Infektionen gegeben. Unter anderem in den kommunalen Kitas in Erfurt, Jena, Weimar und Eisenach seien bislang überhaupt keine Corona-Fälle seit Mitte Mai aufgetreten, hieß es in einer Umfrage der Deutschen Presse-Agentur.

Anders als in den vier Städten ist die Lage in einigen Landkreisen. Dort gab es in den Kindergärten einzelne Fälle, bei denen Kinder oder Erzieher positiv auf das neuartige Coronavirus getestet worden sind. Gemessen an der Gesamtzahl der in den Einrichtung betreuten Kindern, ist die Zahl dieser Fälle allerdings sehr gering.

So hieß es beispielsweise aus dem Landkreis Schmalkalden-Meiningen, dort habe es zuletzt in mehreren Gemeinden Corona-Fälle in Gemeinschaftseinrichtungen gegeben. Ein Sprecher des Landkreises sagte, es habe in einem Kindergarten in Steinbach-Hallenberg zwei Corona-Fälle unter den dort Beschäftigten gegeben sowie einen vergleichbaren Fall in einer Kita in Meiningen. Zudem sei das Coronavirus bei einem Kita-Kind in Floh-Seligenthal nachgewiesen worden. Außerdem sei eine Infektion bei einem Schüler in einer Schule in Schmalkalden bestätigt worden. Auch aus dem Landkreis Sonneberg waren zuletzt mehrere Corona-Infektionen aus Kitas gemeldet worden.

Montag, 29. Juni

19.13 Uhr: Thüringen gegen Massen-Tests wie in Bayern

Thüringens Gesundheitsministerin Heike Werner (Linke) hat massenhafte Corona-Tests für jedermann wie in Bayern geplant abgelehnt. Ein unsystematisches Testangebot für die gesamte Bevölkerung bringe keinen Erkenntnisgewinn.

„Im Gegenteil: Es besteht die Gefahr, dass durch negative Tests bei den Menschen ein falsches Sicherheitsgefühl entsteht und das Risikobewusstsein zurückgeht“, so Werner. Insofern sei der bayerische Vorschlag nicht zu Ende gedacht.

Kritik am bayerischen Vorstoß kam unter anderen auch von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU).„Einfach nur viel testen klingt gut, ist aber ohne systematisches Vorgehen nicht zielführend“, schrieb Spahn bei Twitter.

15.38 Uhr: Kaum Corona-Neuinfektionen in Thüringen

Die Mehrzahl der Kreise und kreisfreien Städte in Thüringen ist seit sieben Tagen ohne Corona-Neuinfektionen. Von 23 Kommunen verzeichneten innerhalb einer Woche nur acht neue, nachgewiesene Corona-Fälle, geht aus aktuellen Zahlen der Staatskanzlei hervor.

Innerhalb von 24 Stunden gab es danach nur einen neuen Covid-19-Fall. Allerdings sind die Zahlen montags nicht immer komplett, weil nicht alle Gesundheitsämter am Wochenende melden.

Die sogenannte Reproduktionsquote – die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen, liegt danach in Thüringen derzeit bei 0,9.

Die Landesregierung hatte angesichts der schnell sinkenden Fallzahlen früher als andere Bundesländer die strengen Corona-Beschränkungen gelockert. Weiterhin gelten das Abstandsgebot und das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung im Einzelhandel und im Nahverkehr.

Im Gegensatz zu anderen Bundesländern hat Thüringen jedoch kein Beherbergungsverbot für Menschen aus Corona-Risikogebieten wie dem Kreis Gütersloh verhängt, die keinen negativen Corona-Test vorlegen können.

Insgesamt haben sich seit Beginn der Pandemie laut Staatskanzlei 3.250 Menschen infiziert. Derzeit müssen 102 Erkrankte auf Intensivstationen behandelt werden. 181 Menschen mit einer Corona-Infektion starben. Nach Schätzungen sind in Thüringen 3.020 Menschen wieder genesen.

14.18 Uhr: Keine generelle Meldepflicht mehr in Jena nach Auslandsreisen

Die Stadt Jena verzichtet ab Freitag auf eine generelle Meldepflicht für Bürger nach einer Auslandsreise. Dann gelte die Meldepflicht nur noch nach der Rückkehr aus einem Risikogebiet.

Die Meldepflicht war eine Sonderregelung der Stadt Jena. Ein Anwohner hatte vor dem Gericht gegen diese Regelung geklagt. Auch das Gericht äußerte Bedenke, weswegen die Stadt nun von ihr absieht.

10.03 Uhr: EVAG mit dringender Bitte

Schritt für Schritt hat die EVAG ihren Fahrplan wieder hochgefahren. Auch an den Wochenenden sind die Stadtbahnen und Busse wieder im normalen Modus unterwegs. Mehr und mehr kehrt Normalität ein – doch die Pflicht zur Mund-Nasen-Bedeckung besteht noch immer.

„Was in den ersten Wochen sehr gut geklappt hat, wird inzwischen zunehmend nachlässiger gehandhabt. Immer häufiger tragen Fahrgäste keinen Mund-Nasen-Schutz bzw. bedecken die Nase nicht oder sie setzen die Masken erst auf, wenn sie in bereits in die Bahnen eingestiegen sind.“, berichtet die EVAG.

„Fast täglich erreichen uns dazu Beschwerden. Wir appellieren dringend an unsere Fahrgäste, sich an die Regeln zu halten. Sie dienen dem Schutz aller“, sagt Myriam Berg, Vorstand der EVAG, und betont: „Wer keine Mund-Nasen-Bedeckung trägt, darf nicht mitfahren, es sei denn, er kann ein gültiges Attest vorweisen. Wir wissen, dass die aktuelle Lage den Erfurtern viel abverlangt, bitten aber auch um Verständnis. Unsere Fahrer müssen sich auf den Verkehr konzentrieren und können nicht gleichzeitig den Wagen im Blick behalten und kontrollieren, ob jeder seine Mund-Nasen-Bedeckung trägt“, appelliert Myriam Berg an die Geduld der Erfurter Fahrgäste.

Sonntag, 28. Juni

15.50 Uhr: Keine Reiseregeln für Touristen in Thüringen

Reiseregeln für Menschen aus Corona-Risikogebieten will Thüringen nicht erlassen. Das sagte ein Sprecher des Gesundheitsministeriums auf Anfrage der „Thüringischen Landeszeitung“. Bei der Bund-Länder-Vereinbarung zum Reiseverkehr habe der Freistaat eine entsprechende Erklärung abgegeben.

Die Vereinbarung besagt, dass Reisende aus Risikogebieten nur dann in Hotels und Ferienwohnungen aufgenommen werden dürfen, wenn sie ein negatives Testergebnis vorweisen können, das nicht älter als zwei Tage ist. In Thüringen sei dies nicht nötig. Schließlich gebe es für die Menschen aus dem Kreis Gütersloh, das wegen des Ausbruchs in der Fleischfabrik als Risikogebiet zählt, auch kein Ausreiseverbot.

Samstag, 27. Juni

14.33 Uhr: Kaufland führt Corona-Tests in Fleischwerk durch

In einem Fleischwerk in Heiligenstadt hat die Supermarktkette Kaufland umfangreiche Corona-Tests durchgeführt. Das Unternehmen hat diese Tests laut „Thüringer Allgemeine“ selbst initiiert.

Jetzt liegen die Ergebnisse vor: „Sie sind alle negativ verlaufen, kein einziger positiver Fall“, heißt es vom Gesundheitsamt.

12.42 Uhr: Tafeln in Thüringen bitten um Spenden

Die Coronakrise hat auch die Bedürftigen in Thüringen hart getroffen. Die Tafeln im Freistaat haben weniger Lebensmittelspenden bekommen und konnten somit weniger Nahrung ausgeben.

Während es an Lebensmitteln derzeit mangelt, haben die wohltätigen Organisationen in Thüringen von einer anderen Sache derzeit mehr als genug vorrätig. Erfahre hier, worum es geht >>>>

Freitag, 26. Juni

17.31 Uhr: Zwei Todesfälle in Gera

In Gera sind zwei Menschen im Zusammenhang mit einer Covid-19-Infektion gestorben. Damit sind dort insgesamt 21 Menschen gestorben, die mit dem Coronavirus infiziert waren, berichtet der MDR. Aktuell sind in Gera noch drei aktive Fälle bekannt. Bislang wurden insgesamt 254 Corona-Fälle gezählt, 230 Infizierte gelten als genesen.

10.02 Uhr: Weimar ist coronafrei!

Gute Nachrichten aus Weimar! Wie die „Thüringer Allgemeine“ berichtet, ist die Stadt coronafrei.

6.30 Uhr: Umfrage zeigt – Mehrheit der Thüringer für...

Wie die „Thüringer Allgemeine“ berichtet, wollen 64 Prozent der Thüringer weiterhin eine Maskenpflicht haben. Bei Menschen unter 60 Jahren würden sogar 81 Prozent die Maskenpflicht befürworten. Das gehe aus einer repräsentativen Umfrage des Erfurter Meinungsforschungsinstituts Insa hervor. 1016 Thüringer wurden befragt.

>> Alle vorherigen Entwicklungen kannst du hier nachlesen!

(dpa mit Thüringen24)