Corona in Thüringen: Ramelow ledert gegen Merkels Corona-Strategie

Montgomery: Lockdown ab 20.000 Neuinfektionen am Tag

Bei 20.000 Corona-Neuinfektionen pro Tag In Deutschland hält der Weltärztebund-Vorsitzende Frank Ulrich Montgomery einen erneuten Lockdown für nötig. Bei dieser Zahl würde "die Lage außer Kontrolle" geraten, meint Montgomery.

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Thüringen. Die Corona-Pandemie schlägt auch in Thüringen wieder mit voller Härte zu. Thüringen ist ländlich geprägt, doch das schützt augenscheinlich nicht vor einer weiteren Ausbreitung der Corona-Pandemie. Im Gegenteil: Ländliche Gebiete sind derzeit besonders betroffen.

Das Virus scheint erst dann besiegt, wenn ein Impfstoff entwickelt worden ist. Und das soll Experten zufolge frühestens im Jahr 2021 der Fall sein. Bis dahin müssen wir alle zusammenhalten – und die Regeln einhalten.

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Alles, was du zum Coronavirus wissen musst:

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Die aktuellen Fallzahlen hast du mit unser Corona-Karte immer im Blick:

Corona aktuell in Thüringen: Alle Infos hier im Newsblog!

Damit du immer den Überblick behältst über die aktuelle Corona-Entwicklung, erfährst du hier die wichtigsten Infos im Newsblog.

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Dienstag, 27. Oktober

18 Uhr: Enge Personalsituation in Thüringens Gesundheitsämtern – SIE sollen aushelfen

Die Entscheidung zur Personalreserve für die vielfach durch die Coronakrise überlasteten Gesundheitsämter will das Land in den nächsten 14 Tagen fällen. Das Kabinett habe sich am Dienstag damit beschäftigt. Es gebe auch Vorschläge, aber noch keine Entscheidung, sagte Gesundheitsministerin Heike Werner (Linke) in Erfurt. Es gehe um die Kontaktnachverfolgung bei Corona-Infektionen. Bereits jetzt erhielten die Gesundheitsämter, wenn sie das wünschten, Unterstützung von der Bundeswehr, teilweise auch aus anderen kommunalen Behörden.

Derzeit werde geprüft, ob Medizinstudenten sowie Mitarbeiter aus Landesbehörden zur Verstärkung eingesetzt werden können. Auch zusätzliche Mittel für Neueinstellungen in den Kommunen würden diskutiert. Bisher seien die Gesundheitsämter noch weitgehend in der Lage, die Kontaktverfolgung zu organisieren. Es gebe keine Rückmeldung, „jetzt geht nichts mehr“, sagte die Ministerin.

Nach ihren Angaben verfügt Thüringen über 896 Intensivbetten, für die es auch das nötige Personal gebe, um Schwerkranke zu betreuen. Es habe in den vergangenen Wochen auch Schulungen gegeben, damit Pflegekräfte in diesem Bereich eingesetzt werden könnten. Laut Werner wären die Krankenhäuser bei einer hohen Zahl an schwer Coronakranken in der Lage, innerhalb von zwei Wochen weitere 418 Intensivbetten vorzuhalten.

16.45 Uhr: Ramelow ledert gegen Strategie zur Pandemieeindämmung

Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) will einen Beschluss der Länder zu einem möglichen neuen Lockdown nicht mittragen. Das erklärte Ramelow am Dienstag nach einer Kabinettssitzung in Erfurt. Die Ministerpräsidentenkonferenz nehme in der Pandemiebewältigung eine wichtige strukturierende Aufgabe wahr. „Diese Aufgabe darf sie jedoch nicht überstrapazieren“, erklärte der Linkspolitiker.

Ramelow befürwortet eine Stärkung der Parlamente bei der Pandemiebewältigung. Eine Verfahrensweise in der Ministerpräsidentenkonferenz, „in der äußerst kurzfristig eingebrachte Beschlussvorlagen“ mit besonders eingriffsintensiven Maßnahmen wie Ausgangssperren, Kontaktverbote und die Verhängung eines Lockdowns verhandelt und beschlossen werden sollen, lehne er ab.

Darüber hinaus warnte er vor einem Aushöhlen des Föderalismus. Die örtliche Entwicklung müsse weiterhin die „Grundlage für Entscheidungen der Pandemiebekämpfung“ sein, erklärte der Linkspolitiker.

Ramelow übte zugleich deutliche Kritik an der Bundesregierung. „Ich bin keine nachgeordnete Behörde des Kanzleramts“, sagte er dem Redaktionsnetzwerk Deutschland laut Vorabmeldung vom Dienstag. Vor der letzten Ministerpräsidentenrunde mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) hätten die Länderchefs von dort um 10.50 Uhr eine Vorlage bekommen für eine Sitzung, die bereits knapp drei Stunden später begonnen habe. Dieses Verfahren wiederhole sich nun.

„Das geht so nicht“, sagte Ramelow. Er habe keine Chance, die Inhalte mit seinem thüringischen Kabinett oder dem Landtag zu besprechen. „Ich will, dass der Landtag stärker in die Entscheidungen einbezogen wird, dort sitzen die vom Volk gewählten Menschen“, sagte Ramelow.

Zur Absage an die bundesweite Strategie zeigte sich der Vorsitzende der CDU-Landtagsfraktion Prof. Dr. Mario Voigt nicht begeistert: „Deutschland und Thüringen stehen vor schweren Wochen und Monaten. Es ist fatal, dass Herr Ramelow jetzt den Weg des Solotänzers wählt und die Bundeskanzlerin attackiert.“

„Statt Alleingängen, Kompetenzstreitigkeiten und Angriffen gegen die Kanzlerin ist ein gemeinsames Handeln der Bundesländer notwendig. Wenn Herr Ramelow den Sonderweg für Thüringen wählt, dann trägt er für alle Konsequenzen die alleinige Verantwortung. Es ist schlicht unglaubwürdig, wenn die Landesregierung von mehr parlamentarischer Beteiligung im Bund redet und seit Monaten auf Verordnungsweg in Thüringen anders handelt.“

15.39 Uhr: Altenburger Land knackt 100er-Marke

Im Altenburger Land hat die Zahl der Infektionen mit dem Coronavirus am Dienstag die Marke von 100 je 100 000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen überschritten. Das Gesundheitsamt des Landkreises habe von Montag auf Dienstag weitere 19 positive Coronavirus-Fälle gemeldet, teilte das Landratsamt mit. Die aktuelle 7-Tage-Inzidenz betrage damit 107,39 pro 100 000 Einwohner.

Ausgeweitet hat sich den Angaben zufolge das Ausbruchsgeschehen bei einem gemischten Chor in der Stadt Altenburg. Weitere drei Chormitglieder wurden demnach positiv getestet, so dass aktuell 21 Sänger infiziert seien. Weitere Tests und Kontaktnachverfolgungen seien in Arbeit. Erhöht hat sich laut Landratsamt auch die Zahl der Infizierten in einem Seniorenheim in Rositz. Seien bisher elf positive Fälle bekannt gewesen, so seien es nunmehr 20: 15 Bewohner und 5 Mitarbeiter.

Seit Beginn der Pandemie sind im Altenburger Land 244 Infektionen nachgewiesen worden. Positiv aktiv seien derzeit 124 Fälle, acht Patienten werden im Krankenhaus behandelt, zwei davon auf der Intensivstation.

15.25 Uhr: Stufenweiser Lockdown in Thüringen?

Wie der „Spiegel“ exklusiv berichtet, diskutieren SPD-geführte Bundesländer und Thüringen über einen stufenweisen Lockdown, sollten die zuvor ergriffenen Maßnahmen nicht wirken.

Der Entwurf sehe zunächst einmal vor, dass die privaten Kontakte erneut eingedämmt werden. Außerdem solle die Anzahl der Teilnehmer bei Beerdigungen, Hochzeiten, Taufen und Co. auf 15 begrenzt werden. Sollten all diese Maßnahmen nicht ausreichen, würden die Länder einen schrittweisen Lockdown herbeiführen.

Zunächst würden Kultureinrichtungen wie Theater und Museen schließen müssen. Auch erneute Einschränkungen für die Gastronomie seien vorgesehen, sollte alles andere nicht helfen. Ebenso das Aussetzen des Vereinssports sowieso die Schließung von Fitnessstudios und Co. Im schlimmsten Fall würden Geschäfte des Einzelhandels erneut geschlossen werden.

Ob ein solcher Vorschlag angenommen wird, wird dann wohl die Konferenz zwischen Bund und Ländern am Mittwoch zeigen.

13.57 Uhr: Weimar denkt über Maskenpflicht in Unternehmen nach

Damit Kontaktpersonen von Corona-Infizierte schneller ermittelt werden können, sollen sechs zusätzliche Mitarbeitende das Gesundheitsamt Weimar unterstützen.

Um besonders gefährdete Gruppen zu schützen, soll Pflegepersonal zukünftig selbst testen. Ein Treffen von Vertreterinnen und Vertretern der Pflegeeinrichtungen und dem Stab für außergewöhnliche Ereignisse soll in dieser Woche stattfinden.

Die Stadt verkündert: „Da das auch in Weimar seit Tagen steigende Infektionsgeschehen im Wesentlichen auf die Nichteinhaltung der AHA+L-Regel (Abstand, Hygiene, Alltagsmasken, Lüften) und damit auf den familiären Bereich, private Feiern/Treffen im häuslichen aber auch gastronomischen Bereich, das berufliche Umfeld und private Reisen zurückzuführen ist, werden derzeit weitere mögliche Eindämmungsmaßnahmen diskutiert.“

  • Alkoholverbot und Maskenpflicht auf öffentlichen Veranstaltungen
  • Pflicht zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung für private Unternehmen
  • ein Ausschankschluss ab 22 Uhr
  • Ausdehnen der Test-Durchführungszeiten für Reiserückkehrende

11.47 Uhr: Erfurt fordert Bundeswehr-Unterstützung an

In Anbetracht der stark gestiegenen nachgewiesenen Corona-Fallzahlen hat die Stadt Erfurt die Bundeswehr um Unterstützung gebeten. Angefragt sei Hilfe für ein mobiles Test-Team, sagte die Amtsärztin Winnie Melzer am Montag in Erfurt. Die Kontaktnachverfolgung gelinge aktuell aber noch gut, betonte Melzer.

Bürgermeisterin Anke Hofmann-Domke (Linke) erklärte, dass zudem das Bildungsministerium darum gebeten worden sei, Erfurter Kitas und Schulen auf die Stufe Gelb zu setzen. Zur Eindämmung der Pandemie an Schulen und in Kindergärten hat Thüringen ein Ampelsystem eingeführt. Grün bedeutet Regelbetrieb, bei Gelb gelten erste Einschränkungen, zum Beispiel abwechselnder Unterricht in der Schule und zu Hause. Rot bedeutet in der Regel, dass betroffene Einrichtungen schließen müssen. Aktuell sind allerdings Herbstferien.

Erfurt hatte am Wochenende die für die Einstufung als Risikogebiet entscheidende Marke von 50 Neuinfektionen je 100 000 Einwohner binnen sieben Tagen erreicht

>> Mehr zu den verschärften Corona-Regeln in Erfurt liest du hier!

11.05 Uhr: Saale-Orla-Kreis fällt unter Inzidenz – Amtsarzt warnt dennoch

Der Saale-Orla-Kreis meldet zwei Corona-Neuinfektionen. Damit liegt der Landkreis mit nun 24 nachgewiesenen Fällen innerhalb der letzten sieben Tage bei einer Inzidenz von 30 und damit wieder unter dem Grenzwert von 35 Fällen auf 100.000 Einwohner.

Grund zur Entspannung sieht Amtsarzt Dr. Torsten Bossert deswegen jedoch nicht. Zum einen, weil am Wochenende nur wenig getestet wurde, zum anderen weil eine der beiden gemeldeten Neuinfektionen im schlimmsten Fall nur die Spitze des Eisbergs sein könnte.

Dabei handelt es sich um eine Seniorin, die in der ambulanten Pflegeeinrichtung „Reußischer Hof“ in Bad Lobenstein lebt und deutliche Krankheitssymptome entwickelte. Da nicht auszuschließen ist, dass das Virus inzwischen in der Wohnstätte um sich greifen konnte, soll die komplette Einrichtung am morgigen Mittwoch durch die kassenärztliche Vereinigung getestet werden. Insgesamt betrifft es 24 Bewohnerinnen und Bewohner sowie 14 Mitarbeitende.

Bei der zweiten gemeldeten Neuinfektion handelt es sich um eine Frau aus dem Einzugsbereich der Stadt Tanna. Die Infektionsquelle war eine Familienfeier mit mehreren positiv getesteten Bürgern.

10.16 Uhr: Erfurter Arzt platzt der Kragen

Im Netz musste ein Erfurter Arzt lesen, wie Bekannte das Coronavirus leugnen. Darauf wendet er sich mit deutlichen Worten an die Öffentlichkeit. >> Mehr dazu hier.

09.23 Uhr: Aktuelle Zahlen aus Jena:

  • 6 Personen stehen im Zusammenhang mit dem Ausbruchsgeschehen in einem Studentenwohnheim.
  • 1 Person im mittleren Alter zeigt leichte Symptome und steht im Zusammenhang mit dem griechischen Restaurant.
  • 1 weitere Person im mittleren Alter ist eine Kontaktperson zu einem positiven Fall.
  • 1 Person im mittleren Alterierte von einer Reise innerhalb Deutschlands zurück und weist leichte Symptome auf.
  • Die Infektionsursache von 3 weiteren Personen werden derzeit ermittelt.

2 Personen wurden in stationäre Behandlung übergeben. 8 Personen konnten als genesen eingestuft werden.

  • Anzahl aktiver Fälle: 77
  • davon in den letzten 24 Stunden: 3
  • davon stationär: 8
  • schwere Verläufe: 1
  • Infizierungen der letzten sieben Tage: 66
  • Sieben-Tage-Inzidenz für Jena: 61
  • Infizierte insgesamt seit dem 14. März 2020: 339
  • Gestorbene insgesamt: 4
  • Genesene insgesamt: 254
  • davon in den letzten 24 Stunden: 8

09.10 Uhr: Aktuelle Zahlen aus Erfurt

In Erfurt sind insgesamt 445 Personen positiv auf das Coronavirus getestet. Das sind 19 mehr als am Vortag.

Weiterhin befinden sich 17 Personen in stationärer Behandlung. Die Zahl der als genesen Geltenden ist um 29 auf 288 gestiegen. Drei Personen mit Corona-Infektion sind verstorben. Damit gibt es in Erfurt aktuell 154 nachgewiesene Infektionen mit dem Coronavirus.

06.45 Uhr: Corona-Zahlen für Thüringen heute

  • Neuinfektionen (letzte 24 h): 61
  • Aktuell in intensivmedizinischer Behandlung (Stand 8.00 Uhr): 28*
  • Gesamtzahl der Infizierten: 5.863
  • Neuinfektionen in den letzten 7 Tagen: 909
  • Neuinfektionen der letzten 7 Tage pro 100.000 Einwohner: 42,6
  • Patienten stationär (Gesamtzahl): 920
  • Patienten stationär aufgrund COVID-19 (Gesamtzahl): 552
  • Patienten stationär mit schweren Verläufen (Gesamtzahl): 120
  • Verstorbene : 203
  • Genesene**: 4.480

* Quelle: www.intensivregister.de

**Bei der Zahl der Genesenen verwendet das Thüringer Landesamt für Verbraucherschutz analog zum Robert-Koch-Institut bestimmte Algorithmen, um die Anzahl der Genesenen grob zu schätzen.

06.31 Uhr: Selbstständige beantragen in Corona-Krise Hartz IV

In Thüringen haben wegen der Corona-Krise etliche Selbstständige Hartz IV beantragen müssen, um über die Runden zu kommen. Sie meldeten sich bei den Jobcentern, da sie plötzlich einen erheblichen Ausfall an Einnahmen oder gar keine Einnahmen mehr hatten, wie ein Sprecher der Regionaldirektion Sachsen-Anhalt-Thüringen der Bundesagentur für Arbeit erklärte. Dies führte dazu, dass die Zahl der Neuanträge von Selbstständigen, die bei den Jobcentern Leistungen aus der Grundsicherung beantragt haben, von 50 im März dieses Jahres auf rund 1330 im April anstieg.

Darunter waren auch sogenannte Solo-Selbstständige. Dazu zählen Ein-Frau oder Ein-Mann-Unternehmen, wie es sie oft in der Kultur- und Unterhaltungsszene gibt. Deren Situation ist nach Branchenangaben nach wie vor sehr angespannt.

Montag, 26. Oktober

22.20 Uhr: Die Zahlen in Erfurt machen neue Corona-Regeln notwendig!

Amtsärztin Winnie Melzer und OB Andreas Bausewein stellten am Montag die neuen Coronaregeln vor, die bis mindestens 30. November in Erfurt gelten – ab Dienstag. Hier bei uns erfährst du im Detail, was die zwei bekanntgegeben haben >>>>

18.21 Uhr: Ministerpräsident Bodo Ramelow zur Corona-Lage

Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow hat sich zur Corona-Lage in Thüringen geäußert. „Jetzt heißt es Nerven zu behalten“, sagte er der „Thüringer Allgemeinen“. Die steigenden Zahlen würden demnach keine Panik rechtfertigen, das Gesundheitssystem im Freistaat sei gewappnet.

Ramelow sprach sich außerdem gegen einen erneuten Lockdown aus, dieser sei „nicht nötig“. Ebenso sollen die Schulen nach den Herbstferien wieder öffnen – zumindest dort, wo „die Ampel nicht auf Rot steht.“ Auch Gesundheitministerin Heike Werner (Linke) gab bei der „Thüringer Allgemeinen“ ein Statement ab. Hier kannst du es direkt bei der Zeitung nachlesen >>>

18 Uhr: Eine Neuinfektion in Weimar – gute Nachrichten zum Weihnachtsmarkt!

Im Stadtgebiet Weimar wurde heute bisher eine neue SARS-CoV-2-Virus-Infektionen gemeldet. Ursache für den neuen Fall war der Kontakt zu Infizierten am Arbeitsplatz im Weimarer Umland.

Die aktuellen Zahlen der Stadt am Montag, 26. Oktober:

  • Zahl der seit Beginn der Pandemie positiv Getesteten: 177 (Veränderung zum Sonntag: +1)
  • Zahl der Genesenen: 146
  • Zahl der aktuell Infizierten: 31 (+1)
  • Zahl der stationär im Klinikum Behandelten: 2 (+1)
  • Personen in Quarantäne: 253 (+10)

Der 7-Tages-Inzidenz-Wert liegt somit bei 44,55 auf 100.000 Menschen gerechnet.

Der Oberbürgermeister und der Krisenstab haben sich am Montag bereits grundlegend über das weitere Vorgehen zur Planung der Weimarer Weihnacht verständigt. Nach derzeitigem Stand soll sie durchgeführt werden. Am kommenden Mittwoch findet dazu ein Arbeitsgespräch mit den beteiligten Ämtern statt. Dort sollen die konkreten Rahmenbedingungen und Voraussetzungen besprochen bzw. festgelegt werden.

17.30 Uhr: Weihnachtsmärkte in Thüringen – finden sie statt?

Der Erfurter Weihnachtsmarkt wurde zur Trauer vieler langjähriger Besucher abgesagt. Doch welche alternativen Weihnachtsmärkte in Thüringen werden für die Besucher ihre Lichter anzünden? Wir haben nachgefragt! In unserem Artikel findest du die Übersicht >>>

16.49 Uhr: Hier sind die Zahlen besonders hoch – Die Corona-Lage in Thüringen auf einen Blick

In Thüringen werden immer mehr Infektionen mit dem Coronavirus nachgewiesen. Innerhalb eines Tages wurden 61 neue Fälle gemeldet, wie das Gesundheitsministerium am Montag mit Verweis auf Zahlen des Robert Koch-Instituts (RKI) mitteilte. Allerdings könnte diese Zahl noch zu niedrig sein, weil laut RKI nicht alle Gesundheitsämter an Wochenenden ihre Zahlen melden. Insgesamt sind in Thüringen jetzt 5863 Ansteckungen seit Beginn der Pandemie nachgewiesen worden; 203 Menschen starben an oder mit einer Corona-Ifektion; 4480 gelten Schätzungen zufolge als genesen.

  • Besonders rasant verläuft die Entwicklung im Saale-Holzland-Kreis. Dort wurden 100,1 Infektionen je 100 000 Einwohner binnen sieben Tagen gemeldet und damit erstmals die 100er-Marke überschritten
  • Auch das Altenburger Land nähert sich der Grenze von 100 Ansteckungen je 100 000 Einwohner innerhalb einer Woche. Das RKI gab für den Landkreis den Wert mit 90,6 an. Ein größeres Ausbruchsgeschehen war bei einem gemischten Chor in der Stadt Altenburg zu verzeichnen, wie das Landratsamt mitteilte. Von 29 Chormitgliedern seien 18 positiv auf das Virus getestet worden.
  • In Erfurt gilt derzeit ein Seniorenhaus als der größte Herd von Infektionen mit den Coronavirus. Elf Bewohner der Einrichtung befinden sich derzeit in stationärer Behandlung in einem Krankenhaus, wie die Stadt mitteilte. Insgesamt werden diesen Angaben zufolge 17 Patienten mit Corona in Krankenhäusern betreut. Von den 260 Bewohnern des betroffenen Seniorenhauses wurden 29 positiv getestet, davon zeigten 12 Symptome, so die Kommune. Von den 264 Mitarbeitern des Seniorenheimes war bisher eine Frau positiv getestet worden.

Unterdessen schränken die Thüringen-Kliniken wegen der Ausbreitung des Coronavirus die Besuchsmöglichkeiten an ihren Standorten in Saalfeld, Rudolstadt und Pößneck ein. Von Mittwoch an sei pro stationärem Patient der Besuch von einer Person am Tag erlaubt, die eine Stunde bleiben dürfe. Der Krankenhausbetreiber bat zudem darum, dass für die Dauer des stationären Aufenthalts von Patienten immer nur dieselbe Person zu Besuch kommen sollte.

Aktuell gelten in Thüringen die Landkreise Eichsfeld, Sömmerda, der Unstrut-Hainich-Kreis, Schmalkalden-Meiningen, Hildburghausen, das Altenburger Land und der Saale-Holzland-Kreis sowie die kreisfreien Städte Erfurt und Jena als Risikogebiete. Hier liegt die Kennziffer jeweils bei über 50 Fällen je 100 000 Einwohner.

15.05 Uhr: Corona-Ausbruch in Seniorenhaus!

Ein Seniorenhaus in Erfurt gilt derzeit als der größte Herd von Infektionen mit den Coronavirus. Elf Bewohner der Einrichtung befinden sich derzeit in stationärer Behandlung in einem Krankenhaus, wie die Stadt am Montag mitteilte. Insgesamt werden diesen Angaben zufolge 17 Patienten mit Corona in Krankenhäusern betreut. Die positiv auf das neuartige Virus getesteten Personen stieg auf 426. Die Stadt will am Nachmittag über die aktuelle Entwicklung informieren.

Von den 260 Bewohnern des betroffenen Seniorenhauses wurden 29 positiv getestet, davon zeigten 12 Symptome, so die Kommune. Von den 264 Mitarbeitern des Seniorenheimes war bisher eine Mitarbeiterin positiv getestet worden. Weitere Testergebnisse von Bewohnern und Mitarbeitern standen zunächst noch aus. Am Montag sollte eine Task Force der Kassenärztlichen Vereinigung Thüringen weitere Testungen beim Personal durchführen.

11.06 Uhr: Inzidenz im Saale-Orla-Kreis erreicht Grenzwert

Der Saale-Orla-Kreis meldet gleich elf neue Corona-Fälle, die am Wochenende dazugekommen sind. Damit steigt die Inzidenz – also die Neuinfektionen der zurückliegenden sieben Tage, hochgerechnet auf 100.000 Einwohner – auf 35. Gleichzeitig erreicht sie den unteren der beiden Grenzwerte.

„Die Lage wird zunehmend diffus. Viele Kontakte können wir noch nachverfolgen, aber längst nicht mehr alle“, konstatiert Amtsarzt Torsten Bossert. Die rechtzeitige Quarantänisierung von Infizierten und Kontaktpersonen gilt als das effektivste Mittel gegen die Ausbreitung des Corona-Virus SARS-CoV-2 und hier droht den Gesundheitsämtern die Kontrolle zu entgleiten. „Wenn man am Tag zehn, fünfzehn positive Fälle hat und dazu je zehn Kontaktpersonen, ist das nicht mehr zu machen“, so Bossert.

Noch sei es im Saale-Orla-Kreis nicht so weit, doch der Mediziner will sich keinen Illusionen hingeben. „Es ist nicht mehr aufzuhalten. Die Zahlen werden überall steigen – auch bei uns. Es gibt keinen Grund, warum es weniger Fälle werden sollen“, sagt Bossert.

Deutlich werde das nicht nur an den bundesweit steigenden Fallzahlen, auch vor der eigenen Haustüre werde die Situation kritischer. Mit dem Saale-Holzland-Kreis, dem Vogtlandkreis sowie den Landkreisen Hof und Kronach liegen laut Robert-Koch-Institut gleich vier angrenzende Regionen oberhalb der 50er Inzidenz. Im Saale-Holzland-Kreis liegt der Wert gar über 100.

Wie komplex das Infektionsgeschehen mittlerweile sei, zeige das Beispiel Bad Lobenstein. In der zuletzt von Corona-Fällen verschonten Kurstadt gab es am Wochenende gleich vier nachgewiesene Infektionen, die nach bisherigem Kenntnisstand keinerlei Zusammenhang haben.

Die weiteren Neuinfektionen im Saale-Orla-Kreis verteilen sich auf Pößneck (2), Tanna (2) und Wurzbach sowie die Verwaltungsgemeinschaften Seenplatte und Ranis-Ziegenrück.

Da der Saale-Orla-Kreis bereits zu Beginn des Monats, als erstmals die Sieben-Tage-Inzidenz von 35 überschritten wurde, eine noch bis 31. Oktober gültige Allgemeinverfügung erließ, sind zunächst keine zusätzlichen Regelungen geplant. Im Pandemiestab des Landratsamtes wurde sich darauf verständigt, die Entwicklung der nächsten Tage zu beobachten und am Donnerstag über das weitere Vorgehen zu entscheiden.

10.45 Uhr: Eisenach will Weihnachtsmarkt durchführen – mit Einschränkungen

Unter coronabedingten Einschränkungen soll der Weihnachtsmarkt in Eisenach ab dem 13. November stattfinden. Das Marktgelände werde eingezäunt und die maximale Besucherzahl auf 800 begrenzt, teilte die Stadt am Montag mit. Der Ein- und Ausgang werde über getrennte Wege erfolgen. Ein Bühnenprogramm wird es in diesem Jahr den Angaben zufolge nicht geben. Der Weihnachtsmarkt schließt nach derzeitiger Planung seine Pforten am 22. Dezember.

Zugelassen sind 30 Aussteller, die laut Kommune aus Deutschland, Tschechien, Polen, Ungarn, Frankreich, Irland, Österreich und den Niederlanden kommen. Angeboten werden sollen unter anderem Baumschmuck, Kerzen, Keramik, Weihnachtsbäume und Holzspielzeug. Auf dem gesamten Markt gilt ein Mindestabstand von 1,50 Metern. Ansammlungen und Warteschlangen insbesondere an den Ständen und den Toiletten sollen unterbunden werden.

Sonntag, 25. Oktober

19.11 Uhr: Erfurt sagt Weihnachtsmarkt ab

Wegen der kritischen Corona-Situation hat die Stadt Erfurt ihren diesjährigen Weihnachtsmarkt abgesagt. Die Entscheidung fiel am Sonntag nach einer Krisensitzung, wie die Stadt mitteilte. „Das Infektionsgeschehen in der Stadt lässt uns keine andere Wahl mehr“, begründete Oberbürgermeister Andreas Bausewein (SPD) die Entscheidung.

Die Absage ist Teil einer neuen Allgemeinverfügung, die die Stadt am Montag auf ihrer Internetseite veröffentlichen will und bis zum 30. November gelten soll. Damit wird auch eine Sperrstunde in der Gastronomie zwischen 23.00 Uhr abends und 5.00 Uhr morgens eingeführt.

Der Einzelhandel darf in dieser Zeit keine alkoholischen Getränke verkaufen. Kulturelle Veranstaltungen in geschlossenen Räumen werden auf maximal 25, unter freiem Himmel auf 100 Personen beschränkt. Sämtliche Feste oder Tanzveranstaltungen, darunter fallen auch das Martinsfest und der Weihnachtsmarkt, werden verboten. Erfurt ist seit Samstag Corona-Risikogebiet.

Bei Messen, Spezialmärkten und Ausstellungen, die weiterhin durchgeführt werden dürfen, ist der Verzehr von Speisen und Getränken nicht mehr erlaubt. Private und familiäre Feiern müssen auf maximal zehn Teilnehmer beschränkt werden.

Die teilnehmenden Personen dürfen aus nicht mehr als zwei Haushalten stammen. Sportveranstaltungen dürfen nur noch ohne Publikum stattfinden. Bei politischen und religiösen Veranstaltungen gilt eine durchgängige Mund-Nase-Schutzpflicht.

16.31 Uhr: Sprunghafter Anstieg der Neuinfektionen

Nach einem neuerlichen sprunghaften Anstieg der Neuinfektionen am Wochenende wird die Corona-Situation in Thüringen zunehmend kritisch. Wegen der Entwicklung sieht die Stadt Jena Handlungsbedarf bei der Landesregierung.

Die Stadt erwarte eine Verschärfung der Corona-Verordnung des Landes, sagte ein Sprecher am Sonntag. Die Gesundheitsämter seien am Limit. „Die Situation ist kurz vor dem Kippen.“ Dies könne die Landesregierung nicht ignorieren, der rechtliche Rahmen müsse angepasst werden.

Nach Angaben des Gesundheitsministeriums ist aktuell allerdings keine Verschärfung dieser Verordnung geplant. „Trotz der Situation funktionieren die Strukturen“, sagte ein Sprecher am Sonntag.

Jena will in einer neuen Allgemeinverfügung unter anderem bei Privatfeiern in Räumen nur noch 10 Personen aus zwei Haushalten zulassen. Die Verfügung werde derzeit erarbeitet und solle ab Dienstag gelten. Auch in Erfurt soll die Maskenpflicht erweitert werden.

Dort hatten am Samstag etwa 100 Menschen auf dem Domplatz gegen Corona-Schutzmaßnahmen demonstriert, wie ein Polizeisprecher am Sonntag sagte. Weil sie gegen die Auflagen des Gesundheitsamtes verstoßen und keinen Mund-Nasen-Schutz-getragen hätten, sei den Veranstaltern der Strom abgedreht und die Veranstaltung beendet worden.

14.30 Uhr: Mann weigert sich Maske zum Einkaufen zu tragen

In einem Einkaufsmarkt in Bad Salzungen (Wartburgkreis) hat die fehlende Gesichtsmaske eines Kunden die Polizei auf den Plan gerufen. Der Mann hatte am Samstag die mehrmalige Aufforderung des Verkaufspersonals zum Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes ignoriert, wie die Polizei am Sonntag mitteilte.

Die Marktleitung rief die Polizei, deren Forderung zum Maskentragen der Mann letztlich nachkam. Er muss jetzt nach der in Thüringen geltenden Regelung ein Bußgeld in Höhe von 60 Euro zahlen.

12.40 Uhr: Bisheriger Höchstwert deutlich übertroffen

Thüringen hat den bisherigen Höchstwert bei täglichen Corona-Neuinfektionen deutlich übertroffen. Die Staatskanzlei meldete am Sonntag 256 neue Fälle innerhalb von 24 Stunden. Sie bezog sich auf Zahlen des Berliner Robert Koch-Institutes (RKI). Das sind über 100 mehr als am vergangenen Donnerstag und Samstag, als die bisherige Höchstmarke von 152 erreicht worden war. Mit zehn Landkreisen und kreisfreien Städten sind weite Teile des Freistaats Risikogebiete.

Das gilt inzwischen auch für den Landkreis Hildburghausen, wo die Marke von 50 Neuinfektionen je 100 000 Einwohnern binnen sieben Tagen übertroffen wurde. Am Samstag waren bereits die Städte Jena, Erfurt und Gera und der Kreis Schmalkalden-Meiningen neu als Risikogebiete eingestuft worden.

Rot eingefärbt auf der Corona-Landkarte sind außerdem die Landkreise Saale-Holzland, Altenburger Land, Eichsfeld, Unstrut-Hainich und Sömmerda. Besonders schwer betroffen ist nach den neuen Zahlen der Saale-Holzland-Kreis, wo der 7-Tages-Wert bei Neuinfektionen Landkreise bei 96,4 liegt. In dem Kreis mit 83 000 Einwohnern hat es in den vergangenen sieben Tagen 80 Neuinfektionen gegeben.

Seit Pandemiebeginn haben sich 5802 Thüringer mit dem Sars-CoV2-Virus infiziert, 202 Menschen starben im Zusammenhang mit der Infektion. 440 gelten als genesen.

9.45 Uhr: Immer mehr Landkreise werden zum Risikogebiet

Der Landkreis Schmalkalden-Meiningen ist nun auch Risikogebiet, da der kritische Wert von 50 neuen Corona-Fällen je 100 000 Einwohner mit nunmehr 72,0 deutlich überschritten wurde. Grund seien vor allem die Ergebnisse eines Massentests in einer Altenpflegeeinrichtung in Steinbach-Hallenberg, teilte das Landratsamt am Samstag mit. Am Freitag hatte die Kreisverwaltung die Zahl der Neuinfektionen je 100 000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen mit 44,7 angegeben.

Unter anderem sei nun in dem Pflegeheim in Steinbach-Hallenberg das Virus bei 22 weiteren Bewohnern nachgewiesen worden. Zudem gebe es vier neue Fälle beim Personal. Außerdem registrierte das Gesundheitsamt auch sieben positiv getestete Kinder einer Kita in Viernau. Der Krisenstab des Landkreises nehme die Lage sehr ernst, hieß es. Bevor weitere Maßnahmen in Erwägung gezogen werden, solle aber zunächst die seit Samstag geltende Allgemeinverfügung ihre Wirkung entfalten.

Der Landkreis hatte damit die Teilnehmerzahl von Familienfeiern in Wohnungen, Garten- und Wochenendhäusern auf zehn Personen begrenzt. Andere nichtöffentliche Veranstaltungen mit mehr als 25 Menschen in geschlossenen Räumen und mit 50 Menschen im Freien wurden untersagt.

Samstag, 24. Oktober

14.50 Uhr: Auch Erfurt ist nun Risikogebiet

In Thüringen ist seit Samstag auch Erfurt Corona-Risikogebiet. Nach 40 Neuinfektionen seit Freitag übersprang die Landeshauptstadt die Marke von 50 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen, wie die Stadt auf ihrer Internetseite mitteilte. Damit gelten jetzt sieben Landkreise und kreisfreie Städte als Risikogebiete: die Kreise Altenburger Land, Eichsfeld, Saale-Holzland, Sömmerda, Unstrut-Hainich sowie Erfurt und Gera, wo die Corona-Ampel am Samstag ebenfalls auf Rot sprang. Aktuell sind 146 Menschen in Erfurt infiziert.

Hauptgrund für die hohe Zahl der Neuinfektionen in Erfurt ist ein Corona-Ausbruch in einem Seniorenheim. In dem Heim mit 260 Bewohnern gibt es laut Stadtverwaltung derzeit 26 Corona-Fälle. Drei Menschen liegen im Krankenhaus. Die beiden betroffenen Wohnbereiche stehen unter Quarantäne.

Die Stadt hatte bereits eine Verschärfung der Maskenpflicht und Beschränkungen für Veranstaltungen und Privatfeiern angekündigt. Eine entsprechende Allgemeinverfügung soll voraussichtlich Mitte kommender Woche erlassen werden. In der Tagesübersicht des Berliner Robert Koch-Instituts war Erfurt am Samstag noch nicht als Risikogebiet aufgeführt. Bei der Übermittlung der Daten durch die Gesundheitsämter und Landesbehörden an das RKI kann es zu Verzögerungen kommen.

10.40 Uhr: Das sind die aktuellen Fallzahlen in Thüringen

Seit Freitag sind in Thüringen 152 neue Corona-Infektionen gezählt worden. Das geht aus am Samstag veröffentlichten Zahlen des Berliner Robert Koch-Instituts (RKI) hervor.

Risikogebiete, in denen in den vergangenen sieben Tagen mehr als 50 neue Fälle je 100.000 Einwohner gemeldet wurden, sind fünf Landkreise

  • Altenburger Land
  • Eichsfeld
  • Saale-Holzland
  • Sömmerda
  • Unstrut-Hainich
  • Gera.

Kurz vor oder im gelben Bereich mit einem Schwellenwert von mehr als 35 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen lagen nach den RKI-Zahlen die Städte Jena und Erfurt sowie die Landkreise Greiz und Schmalkalden-Meiningen. Nur gering betroffen sind derzeit Eisenach (4,7:100.000 Einwohner) und der Wartburgkreis (2,5).

Landesweit kamen in den vergangenen sieben Tagen 692 neue Infektionen hinzu, bezogen auf 100.000 Einwohner sind das 32,4 Fälle. Thüringen hat rund 2,1 Millionen Einwohner. 23 Menschen werden nach dem Register der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI) derzeit auf Intensivstationen von Krankenhäusern behandelt, fünf von ihnen invasiv beatmet. Seit Pandemiebeginn haben sich 5546 Thüringer mit dem Sars-CoV2-Virus infiziert, 202 Menschen starben im Zusammenhang mit der Infektion.

In den Samstagszahlen des RKI sind auch Fälle erfasst, die wegen eines Serverausfalls am vergangenen Donnerstag von den Gesundheitsämtern und Landesbehörden nicht übermittelt wurden.

09.00 Uhr: Weihnachtsfeiern in Thüringen fallen aus

Kein Anstoßen mit Kollegen und Glühwein: Die Gastronomie hat trübe Aussichten für das Geschäft mit Betriebsweihnachtsfeiern. Vorbuchungen für Firmenweihnachtsfeiern seien bisher „nur zaghaft“ eingegangen, sagte der Geschäftsführer des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbands Thüringen, Dirk Ellinger, der Deutschen Presse-Agentur. „Geht es der Wirtschaft gut, gibt es viele und große Weihnachtsfeiern.“ Da viele Unternehmen vor allem angesichts der wieder stark steigenden Zahlen von Corona-Infektionen um ihre Zukunft bangten, hätten sie kaum Interesse an solchen Veranstaltungen.

Die Sprecherin des Verbands der Wirtschaft Thüringens, Ute Zacharias, bestätigte den Eindruck Ellingers. In keiner der Firmen, mit denen sie diesbezüglich gesprochen habe, gebe es in diesem Jahr Weihnachtsfeiern, sagte sie. „Das ist in allen Firmen seit Bestehen das erste Mal, dass eine Weihnachtsfeier ausfällt“, sagte sie.

Freitag, 23. Oktober

18.29 Uhr: Jena kratzt an 50er-Inzidenz

Die Stadt Jena meldet im Vergleich zum Vortag acht weitere Corona-Fälle. Dabei handelt es sich unter anderem um zwei Besucher des griechischen Restaurants.

In Jena hat es in den vergangenen sieben Tagen 51 Neuinfektionen gegeben. Damit hat die Stadt eine Inzidenz von 47,2.

18.23 Uhr: Gera in Alarmbereitschaft!

Gera ist in Alarmbereitschaft und bereitet sich nach eigenen Angaben für den Fall einer Inzidenz von 50+ vor. Derzeit liegt die Inzidenz bei 41,9.

„Wir müssen daher vorausschauend weitergehende Maßnahmen vorplanen“, so Dannenberg. Einer der Hauptübertragungsorte ist nach wissenschaftlichen Studien der private Bereich – das heißt private Feiern und Feste im engen Freundeskreis.

„Für uns hieße das, zielgerichtet und ausgewogen Regelungen zu finden, die dazu führen, dass der Personenkreis auf öffentlichen und nichtöffentlichen Veranstaltungen noch weiter eingeschränkt werden muss. Zudem muss dann gegebenenfalls auch eine Maskenpflicht im Freien da eingeführt werden, wo viele Menschen nicht die Sicherheitsabstände von 1,50 Meter einhalten können“, so der Bürger­meister weiter. Er sieht „jeden Einzelnen in der Pflicht, zum Wohle der Stadt im Sinne eines gemeinsamen Miteinanders die geltenden AHA-L-Regeln anzuwenden“.

16.53 Uhr: Wartburgkreis apelliert: DARAUF sollen Familien verzichten

Wegen Corona sollen Kinder im Wartburgkreis in diesem Jahr auf Halloween-Klingeltouren und Umzüge verzichten. Das Landratsamt verwies am Freitag auf aktuell 43 positiv getestete Menschen und 300 Kontaktpersonen in dem südwestthüringischen Landkreis.

„Wenn Kinder am Halloween-Abend an den Türen klingeln, ist ihnen nicht bekannt, ob die Personen, die dort wohnen, unter Quarantäne stehen oder sogar positiv sind“, heißt es in der Mitteilung der Kreisverwaltung. Die Kinder könnten eventuelle Infektionen weiterverbreiten, da Kontaktnachverfolgungen bei derartigen Touren für das Gesundheitsamt nicht möglich seien.

14.48 Uhr: Erfurt überschreitet 35er-Inzidenz

Mit insgesamt 19 Neuinfizierten (Stand 14 Uhr) liegt der heutige Corona-Inzidenzwert in der Stadt Erfurt bei 35,98. Damit ist der erste Grenzwert überschritten (35 Neuinfizierte binnen sieben Tagen auf 100.000 Einwohner), der laut aktueller Thüringer Rechtsverordnung die Gesundheitsbehörden verpflichtet, weitere Schutzmaßnahmen zu prüfen und zu treffen.

Gesundheits- und Rechtsamt arbeiten aktuell an einer neuen Allgemeinverfügung, die Mitte kommender Woche in Kraft treten soll.

Das soll sich ändern:

  • verschärfte Maskenpflicht im öffentlichen Raum
  • Einschränkung von Veranstaltungen aller Art

14.08 Uhr: Schleizer Wohnstätte wieder Corona frei

Gute Nachrichten gibt es aus der Schleizer Wohnstätte für Menschen mit Behinderung der Diakoniestiftung Weimar Bad Lobenstein: Das Michaelishaus ist wieder Corona-frei.

Das teilte heute Martin Scheidt, Geschäftsbereichsleiter Eingliederungshilfen Wohnen/ Beratung der Diakoniestiftung Weimar Bad Lobenstein mit. Ab Samstag, 24. Oktober, dürfen Mitarbeitende und Bewohner – nach drei Wochen in Quarantäne – wieder am öffentlichen Leben teilnehmen, einkaufen oder spazieren gehen.

Alle in den vergangenen Wochen in der Wohnstätte positiv getesteten 16 Bewohnerinnen und Bewohner sowie 10 Mitarbeitende sind nun Corona frei. Mehrere von ihnen hatten Symptome gezeigt.

13.37 Uhr: Landtags-Sondersitzung zu Corona-Pandemie einberufen

Auf Antrag der CDU-Fraktion tritt der Thüringer Landtag am 3. November zu einer Sondersitzung zusammen. Das teilte die Landtagsverwaltung am Freitag in Erfurt mit. Die oppositionelle CDU, aber auch andere Fraktionen hatten eine zu geringe Beteiligung des Parlaments bei den Entscheidungen der Landesregierung in der Corona-Pandemie kritisiert. Verlangt wurde mehr Transparenz. Wie sie hergestellt werden soll, wird ein Thema der Sondersitzung des Parlaments sein.

„Wir erwarten, dass auch der Thüringer Landtag und nicht nur das Kabinett umfassend informiert wird“, hatte CDU-Fraktionschef Mario Voigt kürzlich erklärt. Zudem sprach er sich für einen „Winter-Notfallplan“ aus, der vor allem ältere und kranke Menschen angesichts steigender Infektionszahlen in den Blick nehmen soll.

11.58 Uhr: Unstrut-Hainich-Kreis jetzt Risikogebiet

In Thüringen hat es innerhalb von 24 Stunden 144 Corona-Neuinfektionen gegeben. Erstmals gilt der Unstrut-Hainich-Kreis seit Freitag als Risikogebiet, weil er die Marke von 50 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen mit einem Wert von 57,7 überschritten hat. Das geht aus Angaben des Gesundheitsministeriums in Erfurt hervor, die auf Zahlen des Robert Koch-Instituts basieren.

Aus der Kategorie Risikogebiet rutschte der Eichsfeldkreis mit einem Wert von 49 knapp heraus. Als Risikogebiete in Thüringen gelten weiterhin die Kreise Altenburger Land, Saale-Holzland und Sömmerda. In der Stadt Jena, die bei der Infektionszahl eine Vorstufe zum Risikogebiet erreichte, wurden strengere Regeln per Allgemeinverfügung erlassen, die seit Freitag gelten. Danach sind in der Universitätsstadt unter anderem private Feiern in geschlossenen Räumen mit mehr als 15 Menschen untersagt. Eine Vorstufe zum Risikogebiet hat nach den Infektionszahlen auch Thüringens drittgrößte Stadt Gera erreicht.

11.02 Uhr: Corona-Zahlen für Thüringen (Stand 23.10, 00:00 Uhr):

  • Neuinfektionen (letzte 24 h): 144
  • Aktuell in intensivmedizinischer Behandlung (Stand 9.00 Uhr): 25*
  • Gesamtzahl der Infizierten: 5.394
  • Neuinfektionen in den letzten 7 Tagen: 664
  • Neuinfektionen der letzten 7 Tage pro 100.000 Einwohner: 31,1
  • Patienten stationär (Gesamtzahl): 883
  • Patienten stationär aufgrund COVID-19 (Gesamtzahl): 531
  • Patienten stationär mit schweren Verläufen (Gesamtzahl): 118
  • Verstorbene : 201
  • Genesene: 4.310

10.43 Uhr: Zwölf neue Corona-Infektionen in Erfurt

In Erfurt sind insgesamt 361 Personen positiv auf das Coronavirus getestet worden. Das sind zwölf mehr als am Vortag.

Zehn Personen befinden sich in stationärer Behandlung. Die Zahl der als genesen Geltenden ist um 15 auf 259 gestiegen. Drei Personen mit Corona-Infektion sind verstorben. Damit gibt es in Erfurt aktuell 99 nachgewiesene Infektionen mit dem Coronavirus.

Die 7-Tage-Inzidenz für Erfurt liegt aktuell bei 32,7.

Das Infektionsgeschehen ist punktuell im gesamten Stadtgebiet verbreitet. Im Deutschordens Seniorenhaus ist ein Wohnbereich betroffen. Drei Bewohner befinden sich in stationärer Behandlung.

Im Kindergarten Vieselbach stehen nach dem Positiv-Test einer Mitarbeiterin die Kinder der betroffenen Gruppe und drei weitere Mitarbeiterinnen bzw. Mitarbeiter unter Quarantäne.

08.06 Uhr: Weiterer Corona-Fall in Seniorenheim

Das Landratsamt bestätigte am Donnerstagabend einen dritten Corona-Fall im Seniorenheim der Awo in Roßleben. Neben einer Bewohnerin und einer Pflegekraft hat sich auch ein Familienmitglied der Bewohnerin mit dem Sars-CoV2-Virus angesteckt. Damit wurden im Kyffhäuserkreis am Donnerstagmittag sechs neue Coronafälle bekannt. Aktuell sind somit 15 Infektionen im Kyffhäuserkreis nachgewiesen.

Donnerstag, 22. Oktober

17.00 Uhr: Weiteres Corona-Risikogebiet und Rekord bei Tages-Fallzahlen

In Thüringen verschärfen nach einem deutlichen Anstieg der Corona-Neuinfektionen und inzwischen vier Landkreisen auf der Liste der Risikogebiete weitere Kommunen die Schutzvorkehrungen.

Der Kreis Altenburger Land reagiert mit einer Allgemeinverfügung auf den Sprung über den kritischen Schwellenwert von 50 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen.

Der Kreis mit knapp 90.000 Einwohnern ist seit heute Risikogebiet. In der Verfügung setzte das Landratsamt die Personenobergrenzen für private Feiern und öffentliche Veranstaltungen herunter. Die Behörde spricht von einer „diffusen Ausbreitung“ der Erreger, eindeutige Infektionsgründe ließen sich nicht mehr ausmachen.

Risikogebiete in Thüringen:

  • Altenburger Land
  • Eichsfeld
  • Saale-Holzland-Kreis
  • Kreis Sömmerda

Eine Vorstufe hat die Stadt Jena mit 35 Neuinfektionen je 100 000 Einwohner binnen sieben Tagen erreicht. Ab dieser Marke sind besondere Schutzmaßnahmen erforderlich. Die Stadt hat eine Allgemeinverfügung erstellt, die am Freitag in Kraft tritt, wie ein Sprecher am Abend mitteilt.

Danach sind unter anderem private Feiern in geschlossenen Räumen mit mehr als 15 Menschen untersagt. Bislang seien drei Ausbruchsgeschehen identifiziert worden, die Auswirkungen auf das gesamte Stadtgebiet hätten, so der Sprecher. So stünden etwa elf Fälle im Zusammenhang mit einer privaten Feier in einem Restaurant.

Die Vorwarnstufe hat heute auch der Kreis Schmalkalden-Meiningen erreicht. Die Landeshauptstadt Erfurt rechnet damit in Kürze. Derzeit würde eine Verschärfung der Maskenpflicht im öffentlichen Raum per Allgemeinverfügung vorbereitet, kündigte die Stadtverwaltung an. Auch die zulässigen Teilnehmerzahlen bei privaten und öffentlichen Veranstaltungen würden eingeschränkt.

Landesweit hatte es in den vergangenen sieben Tagen 594 Neuinfektionen gegeben. 22 Menschen mit Covid-19 werden derzeit auf Intensivstationen behandelt. Auch diese Zahl steigt seit Tagen an.

Auffällig sei, dass inzwischen besonders die ländlichen Gebiete in Thüringen von der Pandemie betroffen seien, sagte der Chef-Infektiologe des Universitätsklinikums Jena, Mathias Pletz, der die Landesregierung im wissenschaftlichen Corona-Beirat berät. Die Mehrheit der neuen Fälle habe zudem ihren Ursprung im privaten Bereich. „Das besorgt mich.“

Aus Sicht von Pletz sind Familienfeiern derzeit das Hauptproblem. „Da fühlt man sich sicher, da setzt man auch die Maske ab.“ Entsprechend liege hier auch der Schlüssel, um den Anstieg der Infektionen zu bremsen.

In der aktualisierten Corona-Landesverordnung, die am 1. November gelten soll, reagiert die Landesregierung darauf. Danach sind bei privaten Feiern in geschlossenen Räumen nur noch 30 Menschen und im Freien 75 Menschen ohne Anmeldung bei den lokalen Gesundheitsämtern zugelassen.

14.21 Uhr: Sechs Kitas dicht

Wegen bestätigter Corona-Infektionen oder vorsorglicher Quarantäne sind in Thüringen nach Angaben des Bildungsministeriums derzeit sechs Kindergärten geschlossen.

Betroffen ist vor allem das Risikogebiet Landkreis Sömmerda, wie aus einer Übersicht auf der Website des Ministeriums hervorgeht. Auch für einzelne Einrichtungen im Saale-Holzland-Kreis, im Ilm-Kreis und im Kreis Gotha gilt nach dem Corona-Stufenkonzept des Ministeriums Alarmstufe Rot. Für zahlreiche weitere Kindergärten und Schulen gilt die Vorwarnstufe Gelb.

In Thüringen gilt zur Eindämmung der Pandemie an Schulen und in Kindergärten ein Ampelsystem. Stufe Grün bedeutet Regelbetrieb, bei Gelb gelten erste Einschränkungen, zum Beispiel abwechselnder Unterricht in der Schule und zu Hause.

Rot bedeutet in der Regel, dass betroffene Einrichtungen schließen müssen. Die Schulen haben allerdings derzeit ohnehin Herbstferien. In Thüringen hat die Zahl der täglichen Corona-Neuinfektionen am Donnerstag mit 152 Fällen den Höchstwert seit Pandemiebeginn erreicht.

11.48 Uhr: 15 neue Infizierte in Erfurt

In Erfurt wurden insgesamt 349 Personen positiv auf das Coronavirus getestet. Das sind 15 mehr als am Vortag. Zehn Personen befinden sich in stationärer Behandlung. Die Zahl der als genesen Geltenden liegt wie gestern bei 244. Drei Personen mit Corona-Infektion sind verstorben. Damit gibt es in Erfurt aktuell 102 nachgewiesene Infektionen mit dem Coronavirus.

10.46 Uhr: So viele Neu-Infektionen wie noch nie

In Thüringen ist die Zahl der täglichen Corona-Neuinfektionen deutlich über die Marke von 100 Fällen gesprungen. Sie stieg von Mittwoch zu Donnerstag auf 152 Fälle, wie das Gesundheitsministerium unter Berufung auf Zahlen des Berliner Robert-Koch-Instituts mitteilte. Das ist der höchste Wert seit Beginn der Pandemie. Zugleich übersprang mit der Stadt Jena eine weitere Kommune die kritische Schwelle von 35 Neuinfektionen je 100 000 Einwohner binnen sieben Tagen. Ab dieser Marke sind besondere Schutzmaßnahmen erforderlich. Die Stadt bereitet derzeit eine Allgemeinverfügung vor, die am Freitag in Kraft treten soll. Die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz lag in der 108.000 Einwohner zählenden Stadt Jena am Donnerstag bei 37.

Sechs weitere Landkreise und kreisfreie Städte liegen derzeit über der 35-Fälle-Marke - die Kreise Eichsfeld (51), Saale-Holzland (60) und Sömmerda (75) sind sogar Risikogebiete. Landesweit hatte es in den vergangenen sieben Tagen 594 Neuinfektionen gegeben, umgerechnet auf die Sieben-Tage-Inzidenz sind das knapp 28 Fälle je 100.000 Einwohner.

Die Gesamtzahl der seit Beginn der Corona-Pandemie mit dem Sars-CoV-2-Virus Infizierten in Thüringen hat sich auf 5250 erhöht. 201 Menschen starben im Zusammenhang mit dem Virus bisher. 4250 Menschen gelten als genesen.

Mittwoch, 21. Oktober

19.55 Uhr: Jena überschreitet kritischen Wert!

Wie die Stadt Jena mitteilt, gab es im Vergleich zum Vortag 13 Neuinfektionen. Damit hat Jena nach eigenen Angaben eine 7-Tage-Inzidenz von 37. Das hat die Stadt dem Land Thüringen mitgeteilt. Nun sollen weitere Maßnahmen zur Eindämmung des Virus beschlossen werden.

Sobald die Neuinfektionen innerhalb von sieben Tagen einen Wert von 35 pro 100.000 Einwohner überschreiten, werden folgende Maßnahmen geprüft, heißt es seitens der Stadt:

  • Feiern in geschlossenen Räumen und unter freiem Himmel
    An privaten Feiern und Treffen dürfen in geschlossenen Räumen nur noch maximal 15 Personen teilnehmen. Bei Feiern unter freiem Himmel dürfen maximal 25 Personen teilnehmen.
  • Es sind vorerst keine Personeneinschränkungen bei öffentlichen Veranstaltungen vorgesehen. Hier soll aber grundsätzlich die Pflicht zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung während der gesamten Veranstaltung bestehen.

19.44 Uhr: Vier neue Fälle in Weimar

In Weimar gibt es im Vergleich zum Vortag vier neue Fälle. Einer stehe im Zusammenhang mit einem Fall von gestern. Zwei weitere Personen haben sich nach Angaben der Stadt bei einem Besuch in Bayern angesteckt.

18.09 Uhr: 98 Neuinfektionen in Thüringen!

In Thüringen sind innerhalb von 24 Stunden 98 neue Infektionen mit dem Coronavirus nachgewiesen worden. Damit seien nun seit Beginn der Pandemie insgesamt 5098 Fälle registriert worden, teilte das Gesundheitsministerium am Mittwoch mit. In intensivmedizinischer Behandlung befinden sich laut Ministerium derzeit 19 Patienten. 4220 Menschen gelten nach Schätzungen als genesen. Die Zahl der an oder mit einer Covid-19-Erkrankung Verstorbenen blieb im Vergleich zum Vortag bei 201 konstant.

17.46 Uhr: Saale-Holzland-Kreis verschärft Corona-Regeln

Der Saale-Holzland-Kreis hat angesichts steigender Fallzahlen eine neue Allgemeinverfügung erlassen. Danach dürfen an privaten und familiären Feiern sowie an nichtöffentlichen Veranstaltungen in geschlossenen Räumen nicht mehr als 15 Personen teilnehmen, unter freiem Himmel nicht mehr als 25. Auch die Teilnehmerzahlen von öffentlichen Veranstaltungen werden beschränkt: auf 50 Personen in geschlossenen Räumen, unter freiem Himmel auf maximal 250 Personen.

Außerdem muss jetzt eine Mund-Nasen-Bedeckung nicht mehr nur in Geschäften, Bussen und Bahnen getragen werden, sondern in allen öffentlichen Gebäuden, auf den Fluren von Gaststätten und Hotels sowie überall da, wo der Mindestabstand von 1,5 Metern nicht eingehalten werden kann. Die Verfügung tritt am Freitag in Kraft.

14.30: Corona-Ausbruch in Restaurant in Jena

Am Montag gab die Stadt Jena bekannt, dass sich Personen mit Corona infiziert haben, die sich im Restaurant Poseidon in Jena Winzerla aufhielten. Nun kommt heraus, dass sich das Personal ebenfalls infiziert hat. Wichtiger Appell an alle, die dort nach dem 10. Oktober gegessen haben: Beobachtet eure Gesundheit 14 Tage lang dem Besuch. Bei Symptomen dem Hausarzt Bescheid geben und auf den Restaurant-Besuch hinweisen.

Ihr könnt euch bei Fragen an die Corona-Hotline der Stadt Jena (täglich von 10 bis 14 Uhr) wenden: 03641 - 49 2222 oder eine Mail an gesundheitsamt@jena.de senden.

Die Stadt Jena teilt mit: „Alle Personen, welche sich in dem besagten Zeitraum im Restaurant aufgehalten haben, sollten ihre sozialen Kontakte einschränken. Dies gilt besonders beim Umgang mit älteren Menschen. Auch wenn keine Symptome auftreten, ist die Gefahr einer Infektion gegeben“

13.42 Uhr: Inzidenzwert steigt in Erfurt sprunghaft an

Der 7-Tage-Inzidenz (Neuinfizierte der letzten 7 Tage pro 100.000 Einwohner) für Erfurt liegt am Mittwoch bei 20,6. Die Stadt Erfurt teilt mit: „Das Infektionsgeschehen ist punktuell in der Stadt verbreitet und lässt sich nicht auf wenige Orte oder Anlässe zurückführen, die den sprunghaften Anstieg erklären.

13.39 Uhr: Neue Corona-Fälle in Thüringen

In Thüringen sind innerhalb von 24 Stunden 98 neue Infektionen mit dem Corona-Virus nachgewiesen worden. Damit seien nun seit Beginn der Pandemie insgesamt 5098 Fälle registriert worden, teilte das Gesundheitsministerium. In intensivmedizinischer Behandlung befinden sich laut Ministerium derzeit 19 Patienten. 4220 Menschen gelten unterdessen nach Schätzungen als genesen. Die Zahl der an oder mit einer Covid-19-Erkrankung Verstorbenen blieb im Vergleich zum Vortag bei 201 konstant.

10.38 Uhr: Polizei sucht nach Masken-Muffel

Immer mehr Menschen in Thüringen weigern sich eine Maske wegen Corona zu tragen. Deswegen kontrolliert die Polizei am Mittwoch. Dabei bekommt sie Hilfe von Mitarbeiterin der Deutschen Bahn. Kontrolliert wird schwerpunktmäßig in einem ICE zwischen Erfurt und Leipzig.

Es handelt sich dabei um die erste Schwerpunktkontrolle in Thüringen. Hin und wieder gibt es Menschen, die sich auch nach Aufforderung nicht an das Tragen einer Maske halten. Beim nächsten Halt schaltet sich dann die Bundespolizei ein.

Dienstag, 20. Oktober

17.52 Uhr: Thüringen verschärft Maßnahmen – DIESER Bereich ist betroffen

Thüringen verschärft angesichts kontinuierlich steigender Corona-Neuinfektionen die Infektionsschutzregelungen für Familienfeiern. Ab November sind bei privaten Feiern in geschlossenen Räumen nur noch 30 Menschen ohne Anmeldung bei den lokalen Gesundheitsämtern zugelassen, wie die von Gesundheitsministerin Heike Werner (Linke) am Dienstag unterzeichnete aktualisierte Corona-Verordnung des Landes vorsieht. Bisher waren es 50. Bei Feiern unter freiem Himmel liegt diese Obergrenze bei 75 Gästen (bisher 100). Bei darüber hinaus gehenden Gästezahlen müssen die Feiern zwei Tage vorher bei den zuständigen Behörden angemeldet werden.

Die aktualisierte Verordnung soll Ende Oktober im Gesetz- und Verordnungsblatt des Landes erscheinen, am 1. November in Kraft treten und bis 30. November gelten. Eine Sperrstundenregelung ist in der Verordnung nicht vorgesehen. Sie soll laut Ministerium aber in das Konzept für Kommunen zur Eindämmung regionaler Corona-Ausbrüche aufgenommen werden. Thüringen hatte am Dienstag die Marke von 5000 Corona-Infektionen seit Beginn der Pandemie überschritten.

13.59 Uhr: SIE sollen den Landesbehörden weiterhelfen

Die Landesregierung will weitere Landesbehörden zur Unterstützung der in der Corona-Pandemie stark beanspruchten kommunalen Gesundheitsämter heranziehen. Das Gesundheitsministerium arbeite derzeit an einem entsprechenden Vorschlag für die Kabinettssitzung in der kommenden Woche, sagte ein Ministeriumssprecher am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur. Bisher habe vor allem das Landesverwaltungsamt Unterstützungsteams in regionale Pandemie-Schwerpunkte geschickt, wenn deren eigenes Personal aus anderen Ämtern nicht ausgereicht habe. Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) hatte in der vergangenen Woche den Aufbau einer solchen Personalreserve für die Gesundheitsämter angekündigt.

Laut Gesundheitsministerium gibt es eine solche Reserve innerhalb der kommunalen Verwaltungen bereits. Diese setzten Personal aus anderen Verwaltungsbereichen etwa bei der Ermittlung von Kontaktpersonen Infizierter ein. Reiche das nicht mehr aus, schicke das Landesverwaltungsamt Helfer. In bisherigen regionalen Pandemie-Schwerpunkten halfen außerdem Bundeswehr, Robert Koch-Institut Berlin und Medizinstudenten bei Corona-Tests und der Suche nach Kontaktpersonen.

Unterdessen hat Thüringen die Marke von 5000 mit dem Sars-CoV2-Virus Infizierten seit Pandemiebeginn erreicht. Das geht aus der täglichen Übersicht des Berliner Robert Koch-Instituts hervor. Am Dienstag waren dort 87 neue Fälle gemeldet worden.

11.20 Uhr: Parteitag der Linken in Erfurt gekürzt

Vom 30. Oktober bis zum 1. November sollte der Parteitag der Linken in Erfurt stattfinden. Wegen der Pandemie einigte man sich per Videoschalte auf eine Verkürzung auf einen Tag. Das berichtet das Redaktionsnetzwerk Deutschland. Die formale Entscheidung stehe allerdings noch aus. Sie muss aus organisatorischen Gründen bis zum 26. Oktober gefällt werden.

10.40 Uhr: Messe zu Anti-Corona-Maßnahmen in Erfurt – das sagt Bodo Ramelow dazu

In Erfurt findet zu Anfang November eine Messe statt, die sich mit Anti-Corona-Maßnahmen beschäftigt. Dazu hat sich Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow, der auch Schirmherr der Messe ist, bei seinem TV-Auftritt bei Maybritt Illner geäußert. Er richte sich darauf ein, das wir lernen müssten, mit Corona zu leben und er hoffe, dass ein Impfstoff kommt.

„Wir bereiten derzeit die pro.vention vor, eine Messe, die sich nur mit Themen befasst, wie man Infektionen abwehren kann, im Hotel, an der Türklinke, in der Luft oder mit der Frage: Wie kann ein Gebäude umgestellt werden? Oder ein Krankenwagen, der sich selbst mit UV-Licht desinfiziert“, so der Landesvater. Das seien Themen, wo er eher neugierig sei. Er hoffe auf ingenieurtechnische Antworten.

9.34 Uhr: Stadt in Thüringen mit bundesweit niedrigstem Corona-Wert!

Die Gesamtzahl der deutschen Regionen, die in den vergangenen sieben Tagen keine neuen Fälle gemeldet haben, verharrt auf dem niedrigen Stand von eins. Dem jüngsten Datenstand des Robert-Koch-Instituts (RKI) zufolge (20. Oktober, 0 Uhr) verzeichnet bundesweit nur noch der niedersächsische Landkreis Lüchow-Dannenberg null Neuinfektionen je 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen. Die thüringische Stadt Weimar, die gestern als einzige deutsche Region eine Sieben-Tage-Inzidenz von Null verzeichnet hatte, weist nun den bundesweit zweitniedrigsten Wert von 1,5 auf.

6.48 Uhr: Coronafall bei der Polizei in Gera

Bei der Polizei Gera ist laut „Thüringischer Landeszeitung“ ein Mitarbeiter positiv auf das Coronavirus getestet worden. Bereits in der vergangenen Woche sei das in der Landespolizeiinspektion bekannt gewesen. Die Infektion sei nicht „auf das Dienstgeschehen“ zurückzuführen. Kontaktpersonen seien derzeit in Quarantäne, auch ein Teil der Führungsgruppe sei betroffen.

(dpa mit Thüringen24)