Corona in Thüringen: Erfurt meldet drei neue Fälle – sie haben alle etwas gemeinsam

In Erfurt sind drei neue Corona-Fälle gemeldet worden. Die Infizierten haben sich alle im Urlaub angesteckt. (Symbolbild)
In Erfurt sind drei neue Corona-Fälle gemeldet worden. Die Infizierten haben sich alle im Urlaub angesteckt. (Symbolbild)
Foto: imago images / Lichtgut

Thüringen. Die Corona-Pandemie hatte Thüringen wochenlang im Griff. Schulen, Kitas, Restaurants mussten schließen, das öffentliche Leben stand still. Thüringen war dann aber eines der ersten Bundesländer, das die Corona-Verordnung später deutlich gelockert hat.

Doch weiterhin stecken sich Menschen im Freistaat mit dem lebensbedrohlichen Coronavirus an. Das Virus scheint erst dann besiegt, wenn ein Impfstoff entwickelt worden ist. Und das soll Experten zufolge erst im Jahr 2021 der Fall sein.

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Corona aktuell in Thüringen: Alle Infos hier im Newsblog:

Damit du immer den Überblick behältst über die aktuelle Corona-Entwicklung, erfährst du hier die wichtigsten Infos im Newsblog.

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Freitag, 14. August

8.40 Uhr: Erfurt meldet drei neue Fälle

In Erfurt gibt es drei neue Corona-Fälle. Wie die Stadt mitteilt, handelt es sich bei allen Neu-Infektionen um Reiserückkehrer.

Damit wurden seit dem Ausbruch der Pandemie bisher 160 aus Erfurt positiv aufs Coronavirus getestet. 17 Fälle gelten als aktiv, aber nur eine Person liegt im Krankenhaus.

141 Menschen gelten als genesen, zwei Corona-Patienten sind verstorben.

Donnerstag, 13. August

16.25 Uhr: Reiserückkehrer machen Hälfte der Neuinfektionen aus

Fast jeder zweite Neuinfizierte in Thüringen könnte sich im Ausland mit dem Corona-Virus angesteckt haben. Zwischen dem 4. und 12. August seien im Freistaat 67 Menschen positiv auf das Corona-Virus getestet worden, erklärte das Thüringer Gesundheitsministerium am Donnerstag auf Anfrage. Bei 33 von ihnen kommt ein Ort im Ausland für eine Ansteckung in Frage.

18 Infizierte hielten sich während des möglichen Ansteckungszeitraumes ausschließlich in Thüringen auf, in einem Fall hatte ein Infizierter jedoch Kontakt mit einem Reiserückkehrer aus Bulgarien. Bei den restlichen 16 Infizierten gibt es keine Angaben zu einem möglichen Ansteckungsort.

Nach Angaben des Gesundheitsministeriums gibt es im Freistaat 14 Labore, in denen auf eine Coronavirus-Infektion getestet wird. Demnach werde in vielen Laboren an sechs oder sieben Tagen in der Woche getestet. Befunde gebe es in der Regel schon nach einem oder zwei Tagen. „Insofern gehen wir davon aus, dass ausreichend Kapazitäten vorhanden sind und es demzufolge aktuell nicht zu Verzögerungen wie in Bayern kommen kann“, erklärte eine Sprecherin des Gesundheitsministeriums.

14.38 Uhr: FCC darf vor Zuschauern spielen

Die Stadt Jena hat der Durchführung des Fußballspiels des FCC gegen den SV Babelsberg 03 mit 1.895 Zuschauern am kommenden Samstag im Ernst-Abbe-Stadion infektionsschutzrechtlich genehmigt. Gästefans sind allerdings nicht zugelassen.

Der FCC hatte im Vorfeld ein Infektionsschutzkonzept vorgelegt. Kernpunkte sind die besagten 1.895 Zuschauer, die Einhaltung der Mindestabstände sowie eine generelle Pflicht zur Mund-Nasen-Bedeckung. An den Zugängen soll durch den Einsatz von Ordnern dafür Sorge getragen werden, dass es nicht zu Gruppenbildungen kommt.

Oberbürgermeister Thomas Nitzsche lobte die gute Zusammenarbeit zwischen den Akteuren: „Die derzeitigen Infektionszahlen in Jena und dem Umland sind moderat. Damit sind wir als Krisenstab in Absprache mit dem Fachdienst Gesundheit, dem Nahverkehr und der Polizei zu Ansicht gekommen, die Genehmigung verantworten zu können. Ich appelliere eindrücklich an die Zuschauer und Fans, diese Anstrengungen nicht zu gefährden. Halten Sie sich bitte an die Vorgaben. Nur so kann es auch weitere Fußballspiele mit Fans im Jenaer Stadion geben.“

Im Nachgang soll die Veranstaltungen intensiv ausgewertet werden. Der Ablauf und die Gesamtsituation im Stadionumfeld vor und nach dem Spiel stellen die Grundlage für die Genehmigung kommender Spiele mit Zuschauern dar.

12.43 Uhr: Erfurter Flughafen bekommt Stelle für Corona-Tests

Reisende, die am Flughafen Erfurt-Weimar ankommen, sollen sich dort auf eine Infektion mit dem Coronavirus testen lassen können. Die Teststelle soll bis Samstag eingerichtet werden, teilt das Gesundheitsministerium mit.

Darauf habe man sich mit der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) und der Flughafenbetreibergesellschaft verständigt. Reisende erhielten damit die Möglichkeit, sich direkt bei der Einreise kostenlos testen zu lassen - unabhängig davon, ob sie aus einem Risikogebiet kommen oder nicht, wie Staatssekretärin Ines Feierabend erklärte.

Reiserückkehrer aus Risikogebieten müssen in häusliche Quarantäne, sofern sie kein gültiges negatives Testergebnis vorweisen können. Bislang kommt nur einmal pro Woche ein Flieger aus einem Risikogebiet in Erfurt an - jeden Sonntag landet eine Maschine aus der bulgarischen Küstenstadt Varna in Erfurt. Den Angaben zufolge finden generell in Erfurt derzeit an fünf Tagen der Woche nur ein- bis maximal zweimal täglich Flüge statt.

Feierabend appellierte an die Reisenden: „Nehmen Sie Ihre Meldepflicht, die Quarantänepflicht und die Testpflicht ernst und verhalten Sie sich im Sinne des Gemeinwohls solidarisch.“

Aus Corona-Risikogebieten zurückkehrende Reisende müssen sich seit vergangener Woche auf Covid-19 testen lassen - außer, sie haben bereits ein frisches negatives Ergebnis dabei.

Mittwoch, 12. August

13.45 Uhr: Pflegerin macht zweiten Test

Eine Altenpflegerin aus Walldorf hat einen zweiten Corona-Test gemacht. Anders als der erste fiel dieser negativ aus, so der Landkreis Schmalkalden-Meiningen.

Das Gesundheitsamt weist darauf hin, dass sich Reiserückkehrer mit oder auch ohne Symptome testen lassen können. Auf der Internetseite des Landkreises Schmalkalden-Meiningen wurden kürzlich die Bestimmungen für Reiserückkehrer des Robert-Koch-Institutes unter dem Button „Coronavirus“ zusammengetragen.

13.21 Uhr: 21 Neuinfektionen binnen 24 Stunden in Thüringen

In Thüringen haben sich binnen 24 Stunden 21 Menschen mit dem Corona-Virus infiziert. Damit ist die Zahl der Neuinfektionen deutlich gestiegen, wie aus aktuellen Daten des Gesundheitsamtes hervorgeht.

In den Tagen zuvor lag die Zahl der Neuinfektionen innerhalb von 24 Stunden meist im einstelligen Bereich, am Freitag wurden zwölf Neuinfektionen bekannt, am 4. August waren es 14.

Auch auf Wochen-Sicht wurden mehr Neuinfektionen registriert. So wurden in der ersten erfassten Augustwoche vom 4. bis 10. August im Durchschnitt acht Neuinfektionen pro Tag gemeldet. In den betrachteten Juli-Wochen waren es im Schnitt jeweils nur zwischen 3,4 und 4,4 Neuinfektionen pro Tag.

Mit Stand vom Mittwoch gab es in Thüringen bisher 3.452 Corona-Infektionen. Etwa 3.200 Menschen gelten als genesen. Seit Ausbruch der Pandemie starben 184 Menschen mit oder an den Folgen einer Corona-Virus-Infektion.

9.23 Uhr: Frau aus Jena infiziert

Auch Jena meldet einen neuen Corona-Fall. Betroffen sei eine Frau, sie werde im Uniklnikum behandelt. „Die Krankheit zeigt leider einen schweren Verlauf“, schreibt die Stadt Jena.

Dort gab es bisher 165 bekannte Fälle, zwei sind noch aktiv.

9.00 Uhr: Erfurt meldet zwei Neuinfektionen

In Erfurt gibt es erneut zwei neue Corona-Fälle. Eine Person liegt im Krankenhaus, meldet die Stadt.

Damit wurden in Erfurt bisher 157 Menschen positiv aufs Coronavirus getestet. 140 von ihnen gelten als genesen. Zwei Menschen sind nach einer Infektion verstorben.

Von den 15 aktiven Fällen sind 13 Betroffene Reiserückkehrer.

Dienstag, 11. August

18.18 Uhr: Regelungen auch für Schulen in neuer Corona-Verordnung

Thüringens neue Corona-Verordnung, die Ende August kommen soll, wird auch Regelungen für Schulen und Lehrer enthalten. „Derzeit laufen noch Gespräche dazu“, sagte eine Sprecherin der Staatskanzlei auf Anfrage. In der Videokonferenz der Regierung am Dienstag seien noch keine Entscheidungen gefallen. Das komplette Infektionsschutz-Konzept werde zu Schuljahresbeginn vorliegen.

Bildungsminister Helmut Holter (Linke) hatte im Juli ein Stufenkonzept für die Rückkehr zum Normalbetrieb in Schulen und Kindergärten vorgelegt. In der Stufe Grün, ohne aktive Corona-Infektionen, sollen die Einrichtungen Infektionsschutzmaßnahmen ergreifen, die den Betreuungs- und Unterrichtsumfang nicht beeinträchtigen. Gibt es wenige Corona-Infektionen, gilt Stufe Gelb mit möglichen Einschränkungen bei Betreuungszeiten und Präsenzunterricht. Bei gehäuften Infektionen (Rot) können Schulen und Kitas geschlossen werden.

Nach einem Bericht der Zeitungen der Funke Mediengruppe (Dienstag) soll es innerhalb der Regierung eine Debatte über Nachbesserungen beim Stufenkonzept vor allem wegen des Infektionsschutzes für Lehrer geben. Danach soll Gesundheitsministerin Heike Werner Bildungsminister Helmut Holter (beide Linke) vorgeworfen haben, Lehrerinnen und Lehrer sowie Erzieherinnen und Erzieher nicht ausreichend zu schützen.

13.29 Uhr: Pflegerin infiziert sich in Kroatien

Der Landkreis Schmalkalden-Meiningen meldet einen neuen Corona-Fall. Demnach hat sich eine 30-jährige Pflegefachkraft aus dem Altenhilfezentrum in Walldorf infiziert. Sie war in Kroatien im Urlaub und kam symptomfrei wieder.

Gestern hat sie sich freiwillig testen lassen – der Test war positiv! Die Frau hatte da allerdings schon eine Nachschicht hinter sich, wenn auch unter Einhaltung der vorgeschriebenen Schutzmaßnahmen.

Das Gesundheitsamt ermittelt die Kontakte. Die 30-Jährige ist in Quarantäne.

12.39 Uhr: Kleinkind positiv getestet
Ein kleines Kind aus dem Ilm-Kreis ist nach der Rückkehr aus dem Urlaub positiv auf das Coronavirus getestet worden. Das Kind und seine Eltern hätten sich an einem Flughafen dem Test unterzogen, so das Landratsamt.

Die Familie sei nicht in einem Risikogebiet gewesen. Nur das Kind sei positiv getestet worden, der Rest der Familie nicht. Alle begaben sich in häusliche Quarantäne. Weitere Kontaktpersonen seien informiert worden. Sie lebten nicht im Ilm-Kreis.

Außerdem seien in einem Krankenhaus im Ilm-Kreis drei Patienten isoliert worden, bei denen es einen Verdacht auf eine Corona-Infektion gebe. Einer der Verdachtsfälle werde auf der Intensivstation behandelt. Ergebnisse der Corona-Tests lägen noch nicht vor.

12.00 Uhr: Weitere Bulgarien-Urlauber infiziert

Bei einem zweiten Test der Teilnehmer einer Bulgarien-Reisegruppe aus dem Orlatal sind zwei weitere Mitglieder, zwei junge Männer, positiv auf SARS-CoV2 getestet worden.

Auch eine männliche Kontaktperson einer positiv getesteten Frau aus dieser Gruppe wurde nach deren Rückkehr aus dem Urlaub infiziert, so das Landratsamt des Saale-Orla-Kreises. Die komplette Gruppe befinde sich in Quarantäne.

Die acht jungen Leute hatten am Goldstrand in Bulgarien Urlaub gemacht und waren am 2. August wiedergekommen. Eine der jungen Frauen hatte sich gleich am Flughafen testen lassen, alle anderen unverzüglich zu Hause. Inzwischen wurde das Virus bei fünf der acht Freunde nachgewiesen.

Mittlerweile ist der bulgarische Goldstrand zum Risikogebiet erklärt worden. Auch in den Landkreisen Zwickau und in Greiz wurden infizierte Menschen der gleichen Reisegruppe gemeldet.

„Dieser Fall zeigt dem Fachdienst Gesundheit, wie unzuverlässig einmalige Tests bei Reiserückkehrern sind. Es wird dringend empfohlen, nach fünf bis sieben Tagen einen weiteren Test zu machen“, erklärt Amtsarzt Torsten Bossert.

Der Fachdienst Gesundheit des Landratsamtes in Schleiz rechnet heute mit weiteren positiven Tests bei den Reiserückkehrern vom vergangenen Wochenende.

10.41 Uhr: Neuer Fall in Jena

Auch Jena meldet einen neuen positiven Corona-Fall. Bei dem Infizierten handelt es sich nach Angaben der Stadt um einen Urlaubsrückkehrer, der mit seiner Familie im Ausland war – außerhalb eines Risikogebietes.

Die Reisegruppe befindet sich jetzt in Quarantäne und es werden Kontrolltests durchgeführt. Damit sind seit dem Beginn der Corona-Pandemie 164 bestätigte Fälle zu vermelden. Der Fall des Rückkehrers ist dabei der einzige aktive in Jena.

9.52 Uhr: Erfurt meldet zwei Neuinfektionen

In Erfurt gibt es zwei neue Corona-Fälle. Eine Person liegt im Krankenhaus, meldet die Stadt.

Damit wurden in Erfurt bisher 155 Menschen positiv aufs Coronavirus getestet. 140 von ihnen gelten als genesen, zwei mehr als gestern.

Zwei Menschen sind nach einer Infektion verstorben.

6.39 Uhr: CDU fordert Abstrichstellen an Flughafen und Bahnhof

Die CDU Thüringen fordert Corona-Teststationen für Reiserückkehrer aus Corona-Risikogebieten. Im Gespräch sind der Flughafen Erfurt-Weimar sowie der Hauptbahnhof Erfurt. Dass es so etwas nocht nicht gibt, sei verantwortungslos.

Das Thüringer Gesundheitsministerium empfiehlt Reisenden bisher, sich noch im Urlaubsland testen zu lassen. Alternativ können sie sich unter der Telefonnummer 116 117 einen Test-Termin geben lassen.

Aber: Noch in dieser Woche will das Ministerium entscheiden, ob eine Abstrichstelle am Flughafen eingerichtet wird.

Montag, 10. August

20.13 Uhr: Neuer Corona-Fall in Weimar

In Weimar gibt es laut Stadtverwaltung einen neuen Corona-Fall. Damit steigt die Zahl der seit Beginn der Pandemie positiv Getesteten auf 94. Die Stadtverwaltung vermutet, dass es sich bei dem neuen Fall um einen Reiserückkehrer handelt.

11.02 Uhr: Krankschreibungen nehmen zu

Die Krankschreibungen wegen einer COVID-19-Infektion sind in Thüringen in den vergangenen Wochen wieder angestiegen. Das geht aus einer neuen Auswertung der Krankenversicherung Barmer hervor. Innerhalb von vier Wochen (vom 21. Juni bis 18. Juli) sind demnach die Fallzahlen um sieben Prozent gestiegen, von 71 auf 76 Versicherte.

„Die Corona-Pandemie ist keineswegs ausgestanden. Ganz im Gegenteil, es besteht die Gefahr einer zweiten Welle. Wenn die Abstands- und Hygieneregeln zunehmend missachtet werden, kann das Menschenleben gefährden“, sagt Birgit Dziuk, Landesgeschäftsführerin der BARMER Thüringen.

9.53 Uhr: Drei neue Corona-Infektionen in Thüringen

In Erfurt sind seit Sonntag 13 Menschen mit Corona infiziert und somit drei mehr als noch am Vortag. Insgesamt 153 Personen sind bisher positiv auf das Coronavirus getestet.

Von 153 Corona-Infizierten gelten 138 als genesen, zwei Personen mit Corona-Infektion sind im Frühjahr verstorben. Damit gibt es in Erfurt aktuell 13 nachgewiesene Infektionen mit dem Coronavirus.

Sonntag, 9. August

16.18 Uhr: Bodo Ramelow äußert sich zu Test-Pflicht

Auch in Thüringen gilt die Test-Pflicht für Reiserückkehrer aus Risikogebieten. Nachdem es andernorts wohl zu Problemen gekommen sei, betont Bodo Ramelow: „In Thüringen wählt man die 116117 und auch wirklich jeder Reiserückkehrer bekommt seinen Corona-Text und auch ein zeitnahes schriftliches Ergebnis garantiert“.

8.03 Uhr: Ende der Maskenpflicht? Gesundheitsministerin spricht Klartext

Einst sah Thüringens Gesundheitsministerin Heike Werner (Linke) eine Maskenpflicht skeptisch, inzwischen hält die 51-Jährige sie aber auch auf längere Sicht für ein geeignetes Mittel im Kampf gegen die Corona-Pandemie. „Ich persönlich finde die AHA-Regel, also Abstand halten, Hygienekonzepte und die Alltagsmaske - und das alles verbunden mit Kontaktnachverfolgung, für einen guten Weg, das Geschehen im Zaum zu halten“, sagte Werner der Deutschen Presse-Agentur. Man wisse derzeit noch nicht, wie lange es noch dauere, bis es einen Impfstoff gebe.

In Thüringen sind Mund-Nasen-Bedeckungen zum Beispiel in Bussen, Zügen und Straßenbahnen Pflicht. Auch in Geschäften müssen die Menschen eine Alltagsmaske tragen, oder Mund und Nase mit einem Schal bedecken.

Werner schließt nicht aus, dass die Thüringer auch noch in der Vorweihnachtszeit mit Maske in den Geschäften ihre Geschenke einkaufen werden. „Zumindest sagen uns die Wissenschaftler, dass ab Herbst das Infektionsrisiko steigt“, sagte Werner. Im Herbst und im Winter hielten sich die Menschen öfter in geschlossenen Räumen auf und lüfteten weniger. „Deswegen wird das Risiko eher steigen. Und dann ist die Alltagsmaske ein sehr einfache Mittel, das auch viel helfen kann“, sagte Werner.

Samstag, 8. August

12.40 Uhr: Thüringen rüstet auf

Im Zuge der Corona-Pandemie hat sich Thüringen einen Sechs-Wochen-Vorrat an Infektionsschutzgütern im Wert von rund 12,4 Millionen Euro zugelegt. Die Materialien sind in mehreren Lagern im Freistaat untergebracht, wie das Thüringer Gesundheitsministerium auf Anfrage mitteilte.

Zu den Beständen zählen unter anderem rund 6,3 Millionen Masken verschiedener Schutzstufen, fast eine Million Stück Schutzbekleidung wie Schuhe, Kittel, Handschuhe sowie rund 50 000 Liter Desinfektionsmittel.

Mit den Lagerbeständen soll den Angaben zufolge genug Schutzmaterial für etwa sechs Wochen vorhanden sein.

8.10 Uhr: Viele Studierende trifft die Corona-Krise hart

Bei der Friedrich-Schiller-Universität Jena sind bislang mehr als 165 000 Euro Spenden für Studentinnen und Studenten in Not zusammengekommen. Das Geld ist für einen Notfonds der größten Universität in Thüringen bestimmt und sei von Alumni, Freunden und Mitarbeitern der Universität gekommen, sagte die Sprecherin der FSU, Katja Bär. Die Spendenbereitschaft habe nachgelassen seit es die staatlichen Mittel und Kredite gebe. „Wir wissen jedoch, dass der Bedarf noch immer hoch ist und noch einige Studierende wirklich in Not sind.“

Auch andere Hochschulen haben eigene Hilfsprogramme für Studenten aufgelegt, die durch die Corona-Krise in Not geraten sind. Beim Studierendenwerk Thüringen haben inzwischen Tausende junge Menschen Unterstützung von Bund und Land beantragt.

Freitag, 7. August

16.45 Uhr: Corona-Tote in Eisenach

In Eisenach ist ein neuer Todesfall im Zusammenhang mit dem Coronavirus Sars-CoV-2 gemeldet worden. Gestorben sei eine 88 Jahre alte Frau, bei der das Virus nachgewiesen wurde, teilt das Landratsamt des Wartburgkreises mit. Das Gesundheitsamt erfasst auch die Coronafälle in Eisenach mit.

In dieser Woche hatte bereits der Landkreis Schmalkalden-Meiningen einen neuen Corona-Todesfall gemeldet. Gestorben war ein 78-Jähriger aus dem Raum Meiningen, der aufgrund schwerer Vorerkrankungen im Krankenhaus behandelt worden war.

In der Corona-Statistik des Landes waren beide Fälle am Freitag nicht enthalten, hier sind weiter 182 Tote erfasst. Allerdings gibt es immer einen Zeitverzug auf dem Meldeweg zwischen den Behörden und dem Berliner Robert Koch-Institut.

Landesweit waren von Donnerstag auf Freitag zwölf neue Coronafälle hinzugekommen. 3.412 Thüringer haben sich somit seit Beginn der Pandemie mit dem Virus infiziert. 3.190 gelten als genesen.

15.32 Uhr: Thüringen fährt Teststationen für Reiserückkehrer wieder hoch

Wegen der von Samstag an geltenden Corona-Testpflicht für Reiserückkehrer aus Risikogebieten will die Kassenärztliche Vereinigung (KV) die Testkapazitäten in Thüringen wieder ausbauen.

Die im Frühjahr auf dem Höhepunkt der Pandemie eingerichteten und zwischenzeitlich kaum oder nicht mehr genutzten Stützpunkte würden in Abstimmung mit den Gesundheitsämtern je nach Bedarf wieder hochgefahren, teilt die KV mit. Testtermine für die Rückkehrer in zentralen Abstrichstützpunkten, Gesundheitsämtern oder bei niedergelassenen Ärzten werden über die kostenlose Rufnummer 116 117 vermittelt.

Für Reiserückkehrer aus Gebieten mit besonders vielen Corona-Fällen hat Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) eine Testpflicht angeordnet, die am Samstag (8.8.) in Kraft tritt.

In Erfurt war eine zentrale Abstrichstelle für heimkehrende Urlauber bereits am Mittwoch wieder in Betrieb gegangen. In Thüringen hatte es in den vergangenen Tagen mehrere Fälle infizierter Reiserückkehrer gegeben - sie kamen etwa aus Spanien, Bulgarien und dem Kosovo.

Im Frühjahr waren landesweit rund 30 zentrale Anlaufstellen für Coronatests aufgebaut worden, teilweise in Zelten oder Containern auf Parkflächen oder öffentlichen Plätzen. Unter der bundesweiten Arztbereitschaftsnummer 116 117 wurden Tausende Anrufer an die Teststellen weitervermittelt.

11.48 Uhr. Zwei Neuinfektionen in Erfurt

Insgesamt sind 150 Personen positiv auf das Coronavirus getestet. Damit hat sich die Zahl seit gestern um zwei erhöht, berichtet die Stadt Erfurt. Aktuell sind somit zehn Menschen in der Landeshauptstadt an Corona erkrankt

10.37 Uhr: Erst der zweite Test ist positiv

Ebenfalls positiv auf das Corona-Virus getestet wurde nun die vierjährige Tochter einer erkrankten Frau im Orlatal. Bei der betroffenen Familie konnte die Infektionsquelle bisher nicht ermittelt werden. Die Familie befindet sich in häuslicher Quarantäne. Der erste Test bei dem Mädchen war negativ ausgefallen.

Nach den Vorgaben des Robert-Koch-Instituts werden in vorgeschriebenen Fristen zweite Tests gemacht. So beispielsweise auch bei einer Reisegruppe aus dem Orlatal, die gemeinsam in Bulgarien war. Hier steht die zweite Testreihe noch aus, teilt der Fachdienst Gesundheit des Landratsamtes mit. Bisher wurde bei drei der acht Jugendlichen das Virus nachgewiesen.

Donnerstag, 6. August

09.59 Uhr: Auf immer mehr Baustellen in Erfurt wird gegen Abstands- und Hygieneregeln verstoßen, das kritisiert die IG Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU). Viele Firmen nähmen die Ansteckungsgefahr mit dem Corona-Virus nicht ernst genug, so die Gewerkschaft.

Die Probleme reichten von fehlenden Desinfektionsmitteln bis zu Sammeltransporten im Firmenauto. Bauunternehmen dürften jedoch nicht am Arbeitsschutz ihrer Beschäftigten sparen, betont IG BAU-Bezirksvorsitzender Ralf Eckardt.

Mittwoch, 5. August

16.27 Uhr: In Erfurt hat die Kassenärztliche Vereinigung Thüringen am Abend eine Abstrichsstelle für heimkehrende Urlauber eröffnet. Vier Reiserückkehrer hätten sich bereits angemeldet, so die Stadtverwaltung Erfurt.

Um größere Menschengruppen und Warteschlagen zu vermeiden, erfolgten die Tests ausschließlich nach vorheriger Terminvergabe. Sie seien für Reiserückkehrer kostenfrei.

Falls Thüringen noch festlege, dass Schüler- und Lehrer vor Schulbeginn zu testen seien, habe man mit dem Stützpunkt auch die Möglichkeiten dazu, erklärt Erfurts Bürgermeisterin Anke Hofmann-Domke. So könnten die niedergelassenen Ärzte entlastet und auch außerhalb von deren Sprechzeiten Tests durchgeführt werden.

In Thüringen hatte es in den vergangenen Tagen mehrere Fälle infizierter Reiserückkehrer gegeben, sie kamen etwa aus Spanien und dem Kosovo. Landesweit stieg die Zahl der Corona-Infizierten von Dienstag auf Mittwoch um fünf an.

Seit Pandemiebeginn im März haben sich nach Zahlen der Staatskanzlei 3.389 Thüringer mit dem Virus infiziert, die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Coronainfektion beziffert die Staatskanzlei seit längerer Zeit mit 182.

Bislang nicht darin enthalten ist ein am Dienstag bekannt gewordener Todesfall aus dem Landkreis Schmalkalden-Meiningen. Dort war ein 78-Jähriger aus dem Raum Meiningen gestorben. Er sei aufgrund schwerer Vorerkrankungen im Krankenhaus behandelt worden, hatte das Landratsamt mitgeteilt.

16.20 Uhr: Flughafen Erfurt bereitet sich auf Corona-Tests vor

Am Flughafen Erfurt starten und landen wieder die Ferienflieger von und nach Rhodos, Kreta, Bulgarien und Mallorca. Bald sollen auch Ziele in der Türkei wieder angeflogen werden, sagt Pressesprecher Hans-Holm Bühl.

Bisher habe es unter den Passagieren keinen Corona-Fall gegeben. Der Flughafen führe aber derzeit Gespräche mit den Behörden, um Testkapazitäten am Flughafen Erfurt einzuführen.

15.05 Uhr: Weitere Corona-Infektionen in Bulgarien-Reisegruppe

Zwei weitere junge Leute aus einer achtköpfigen Reisegruppe aus dem Orlatal sind positiv auf das Corona-Virus getestet worden. Die Gruppe war am Goldstrand in Bulgarien im Urlaub. Bereits vor Ort klagten einige über Beschwerden. Jetzt liegen die Ergebnisse aller Teilnehmer der Reise vor: drei von ihnen haben sich infiziert. Davon zwei Frauen und ein Mann.

Für die Bevölkerung der Region besteht und bestand jedoch keine Ansteckungsgefahr, betont das Gesundheitsamt, „da sich die ganze Reisegruppe unmittelbar nach der Rückkehr in Quarantäne begeben hat“. Eine zweite Testreihe für die Teilnehmer der Gruppe, entsprechend der Vorgaben des Robert-Koch-Instituts, sei in Planung.

Im Falle der Kindergärtnerin aus dem Orlatal, die an Covid-19 erkrankt ist, seien alle Kontaktpersonen der ersten Kategorie einmalig negativ getestet worden; eine weitere Testreihe soll Ende der Woche folgen.

Bei allen rund 40 Kindern der Kindertagesstätte im Kreis Saalfeld-Rudolstadt wurde das Virus bisher nicht nachgewiesen. Die Infektionsquelle der Kindergärtnerin, die beispielsweise nicht verreist war, bleibt unklar. Die Frau und die ermittelten Kontaktpersonen befinden sich in häuslicher Quarantäne.

8.02 Uhr: Ramelow mit eindeutiger Kritik an Söder

Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) hat Bayerns Regierungschef Markus Söder (CSU) Schwächen in seiner derzeitigen Funktion als Vorsitzender der Ministerpräsidentenkonferenz bei der Bekämpfung der Corona-Krise vorgehalten. „Er hat seine bayerische Rolle nicht verlassen und seine Rolle als der Ministerpräsident für alle Ministerpräsidenten nicht ausfüllen können“, sagte Ramelow der Düsseldorfer „Rheinischen Post“ (Mittwoch).

Söder habe für Bayern, das zehn Mal so viele Infektionen wie Thüringen habe, die richtigen Maßnahmen ergriffen. „Die sind aber nicht identisch mit den Notwendigkeiten anderer Bundesländer.“ Der CSU-Chef habe es nicht geschafft, „sich einen Moment hineinzudenken, in welcher Situation die anderen sind“.

Der Konflikt mit Armin Laschet um die Kanzlerkandidatur der Union spiele da eine Rolle. „Das schleicht sich die ganze Zeit durch die Corona-Krise.“ Laschet und andere CDU-Ministerpräsidenten hätten offene Auseinandersetzungen in der Runde mit Söder gescheut und ihre eigene Entscheidungen dann einfach nach den gemeinsamen Ministerpräsidentenkonferenzen mitgeteilt, sagte Ramelow.

Dienstag, 4. August

17.38 Uhr: Neues Corona-Todesopfer

Die Corona-Pandemie hat ein weiteres Todesopfer in Thüringen gefordert. Und die Zahl der Neuinfektionen ist wieder leicht gestiegen – mit einer ziemlich klar ersichtlichen Ursache.

Wie der Landkreis Schmalkalden-Meiningen am Dienstag mitteilte, starb ein 78-Jähriger aus dem Raum Meiningen. Er sei aufgrund schwerer Vorerkrankungen im Krankenhaus behandelt worden, hieß es. Damit sind in Thüringen bislang 183 Menschen mit Covid-19 gestorben.

Die Zahl der Corona-Fälle war zuletzt – auch aufgrund von Reiserückkehrern – wieder leicht gestiegen. Von Montag auf Dienstag gab es laut dem Bulletin der Staatskanzlei 14 Neuinfektionen im Freistaat. Damit wurden seit Beginn der Pandemie 3384 Infizierte verzeichnet.

13.35 Uhr: Urlauber kehren nach Thüringen zurück – jetzt müssen sie in Quarantäne

Im Ilm-Kreis sind neue Corona-Fälle aufgetreten. So sei ein Geschwisterpaar nach seiner Rückkehr aus dem Kosovo am Flughafen positiv getestet worden, teilte das Landratsamt in Arnstadt am Dienstag mit. Die beiden seien in häuslicher Quarantäne, es gebe keine weiteren Kontaktpersonen. Beim dritten Fall, handele es sich um eine Person die zwar im Ilm-Kreis gemeldet sei, aber in Nordrhein-Westfalen lebe und sich dort auch in Quarantäne befinde, hieß es.

Zuvor waren in Thüringen bereits bei Reiserückkehrern aus Bulgarien zwei Fälle nachgewiesen worden. Ein Urlauber stammt aus dem nördlichen Landkreis Greiz, eine andere Bulgarien-Urlauberin aus dem Saale-Orla-Kreis. Insgesamt 16 Kontaktpersonen wurden daraufhin in beiden Kreisen in Quarantäne genommen.

12.30 Uhr: Shoppen zu Corona-Zeiten – das fordert die CDU

Angesichts der Corona-Pandemie hat die CDU-Landtagsfraktion eine vereinfachte Regelung für die verkaufsoffenen Sonntage in Thüringen gefordert. Händler und Kommunen sollten in diesem Jahr auch abseits der im Gesetz geforderten Anlässe Termine für die vier möglichen sonntäglichen Ladenöffnungen festlegen können, verlangte der wirtschaftspolitische Sprecher der CDU-Fraktion, Martin Henkel, am Dienstag in Erfurt.

Das Thüringer Ladenöffnungsgesetz erlaubt an höchstens vier Sonn- und Feiertagen im Jahr, Geschäfte „aus besonderem Anlass“ zu öffnen. Weitere Einschränkungen gibt es etwa im Advent. Weil in diesem Jahr viele Stadtfeste und Großveranstaltungen abgesagt worden seien, könne es daher de facto keine verkaufsoffene Sonntag geben, sagte Henkel.

Die Händler in den Innenstädten und die Gastronomie seien aber dringend darauf angewiesen. Die Geschäfte seien teilweise monatelang geschlossen gewesen und klar gegenüber dem konkurrierenden Online-Handel als Gewinner der Pandemie-Zeit benachteiligt.

9.06 Uhr: Bienen-Stich als Corona-Mittel?

Eine Studie aus China sorgte unter Imkern für Aufruhr: Weil Bienen-Stiche angeblich vor Corona schützen sollen, würden Imker kein Corona bekommen. Jetzt äußert sich Professorin Jutta Hübner aus Jena beim MDR dazu. Demnach habe sie „massive Zweifel“ an der chinesischen Studie.

„Gibt's denn irgendeine Erklärung? Haben wir eine Hypothese, wie es funktioniert? Wir wissen, dass in Bienenprodukten Substanzen drin sind, die gegen Viren wirken können und gegen Bakterien. Aber die Frage ist natürlich, ob das jetzt vor Corona schützt? Und da würde ich die Behauptung 'kein Imker erkrankt' schon mal mit wirklich mehreren Fragezeichen versehen. Das klingt nicht nur zu schön, dafür gibt es keine gute Erklärung. Es gibt nie 100 Prozent in der Medizin.“

Deswegen haben die Forscher aus Jena „massive Zweifel an sehr vielen Studienergebnissen, die aus China kommen.“ Im Frühjahr 2020 hatte eine chinesische Studie behauptet, dass von 723 befragten Imkern kein einziger am Coronavirus erkrankt sei.

Montag, 3. August

22 Uhr: Neue Corona-Fälle in Thüringen – Reiserückkehrer aus Bulgarien

Wird Bulgarien zum neuen Corona-Hotspot? Zwei Thüringer sind von dort aus dem Urlaub zurückgekehrt und positiv getestet worden. Mehrere Menschen mussten in Quarantäne.

In Thüringen sind bei Reiserückkehrern aus Bulgarien bislang zwei neue Corona-Fälle nachgewiesen worden. So sei ein Bulgarien-Urlauber aus dem nördlichen Landkreis Greiz, der nach seiner Heimkehr Symptome aufwies, positiv getestet worden, teilte das Landratsamt mit. Damit gebe es im Kreis Greiz - einst ein Corona-Hotspot in Thüringen - nach mehr als einem Monat wieder eine Neuinfektion. Für sechs Kontaktpersonen sei häusliche Isolation angeordnet worden.

Auch bei einer Bulgarien-Urlauberin aus dem Saale-Orla-Kreis wurde das Virus nachgewiesen. Die Frau habe zu einer achtköpfigen jugendlichen Reisegruppe gehört, die am Goldstrand ihren Urlaub verbrachte, wie das Landratsamt in Schleiz mitteilte.

17.26 Uhr: Erzieherin und Heimbewohnerin positiv getestet

Aus einem Saalfelder Kindergarten und einem Meininger Pflegeheim sind zwei neue Corona-Fälle gemeldet worden. So sei bei einer Kita-Erzieherin das Coronavirus nachgewiesen worden. Die Frau stamme aus dem Saale-Orla-Kreis, teilte das Landratsamt Saalfeld-Rudolstadt am Montag mit. Für sieben Kinder und drei Erzieher der Kita, die direkten Kontakt hatten, sei Quarantäne angeordnet worden.

Insgesamt seien rund 48 Kinder sowie Erzieher getestet worden. Die Ergebnisse werden am Dienstag erwartet. Der Kindergarten sei mit Einschränkungen weiter geöffnet, hieß es.

In einem Pflegeheim der AWO in Meiningen sei eine zweite Bewohnerin positiv getestet worden. Die 83-Jährige sei aufgrund anderer Beschwerden ins Krankenhaus gekommen. Sieben Kontaktpersonen seien bereits in Quarantäne. Sie würden derzeit getestet. Bereits am 30. Juli war ein positiv auf das Coronavirus getesteter Bewohner der Einrichtung gemeldet worden.

Laut dem Corona-Bulletin der Landesregierung von Montag gab es innerhalb der vorhergegangenen 24 Stunden im Freistaat eine Neuinfektion. Damit wurden in Thüringen seit Beginn der Pandemie 3370 Infizierte verzeichnet. 3170 Menschen sind inzwischen wieder genesen. 182 mit dem Coronavirus infizierte Menschen starben.

10.36 Uhr: Ramelow gegen Nutzung von Gästedaten durch Polizei

Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) hat sich gegen die Nutzung von Corona-Gästelisten, die in Restaurants und Cafés ausliegen, durch die Polizei ausgesprochen. „Diese Datenerhebung zum Besuch in einem Lokal, einer Gaststätte, einer Veranstaltung sind nur für eine Nachverfolgung bei Corona Infektionen angeordnet worden“, schrieb Ramelow am Sonntag auf Twitter. „Alles andere ist Missbrauch und kontraproduktiv. Die Bürger müssen sich auf Anordnungen verlassen können!“

In Bayern, Hamburg und Rheinland-Pfalz gab es solche Zugriffe bereits, in anderen Bundesländern sind solche Fälle bisher nicht bekannt oder gar nicht zulässig, ergab eine Umfrage der Deutschen Presse-Agentur.

Nach Angaben des Innenministeriums hat die Thüringer Polizei bei strafrechtlichen Ermittlungen bislang nicht auf Kontaktdaten von Corona-Gästelisten zugegriffen. Möglich sei ein solcher Zugriff ohnehin nur in begründeten Ausnahmefällen, äußerte eine Sprecherin auf Anfrage. Die Polizei müsste in einem solchen Fall frühzeitig die Staatsanwaltschaft einbinden.

Auch der Landesdatenschutzbeauftragte Lutz Hasse betonte die Verhältnismäßigkeit bei einem solchen Schritt. „Bei einem Bagatelldelikt wäre das unverhältnismäßig.“

6.13 Uhr: Touristen bleiben länger in Thüringen

Viele Touristen verbringen in diesem Jahr einen größeren Teil ihrer Ferien in Thüringen als das bei Gästen in der Vergangenheit der Fall war. Vor allem Vermieter von Ferienwohnungen und -häusern sowie Pensionen profitierten von der längeren Aufenthaltsdauer, sagte die Sprecherin der Thüringer Tourismusgesellschaft, Theresa Wolff, der Deutschen Presse-Agentur. „Weg von der Kurzreise von ein bis drei Tagen hin zur Urlaubsreise von sieben bis zehn Tagen“, so beschrieb sie den Trend.

Vor allem Wander- und Aktivurlaub seien beliebt. Grund dafür sei die Corona-Krise. Davon dass viele deutsche Urlauber in diesem Jahr in Deutschland Urlaub machten, profitiere der Freistaat.

Auch die Präsidentin des Thüringer Wanderverbandes, Christine Lieberknecht, sagte, bekannte Wanderwege wie etwa der Rennsteig seien in diesem Jahr stärker frequentiert als in der Vergangenheit. Zudem seien unter anderem auch im Grünen Band entlang der ehemaligen innerdeutschen Grenze mehr Wanderer unterwegs als zuletzt.

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(dpa mit Thüringen24)