Corona in Thüringen erschwert Kampf gegen die Sucht – „Es sind Rückfälle zu verzeichnen“

In Thüringen sind nach Angaben der Landesstelle etwa 115 Sucht-Selbsthilfegruppen aktiv. Die Corona-Pandemie traf auch sie mit aller Wucht. (Symbolbild)
In Thüringen sind nach Angaben der Landesstelle etwa 115 Sucht-Selbsthilfegruppen aktiv. Die Corona-Pandemie traf auch sie mit aller Wucht. (Symbolbild)
Foto: Imago / Christian Ohne

Thüringen. Die Corona-Pandemie hatte Thüringen monatelang im Griff. Dennoch gehörte Thüringen zu den ersten Bundesländern, die den Lockdown wieder lockerten.

Doch das Virus scheint erst dann besiegt, wenn ein Impfstoff entwickelt worden ist. Und das soll Experten zufolge erst im Jahr 2021 der Fall sein. Bis dahin müssen alle unter der Pandemie zusammenhalten.

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Corona aktuell in Thüringen: Alle Infos hier im Newsblog!

Damit du immer den Überblick behältst über die aktuelle Corona-Entwicklung, erfährst du hier die wichtigsten Infos im Newsblog.

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Samstag, 26. September

11.20 Uhr: Sucht-Selbsthilfegruppen durch Corona-Pandemie beeinträchtigt

Die Corona-Pandemie hat sich auf Menschen mit Suchterkrankungen nach Experteneinschätzung teils massiv ausgewirkt. „Es sind Rückfälle zu verzeichnen“, sagte der Leiter der Landesstelle für Suchtfragen, Sebastian Weiske, am Rande einer Tagung der Thüringer Selbsthilfe am Samstag der Deutschen Presse-Agentur.

Nicht jeder Abhängige komme mit der besonderen Belastungssituation, etwa durch Kurzarbeit, klar - zumal nicht jeder über einen festen familiären Rückhalt verfüge. „Manche hat das sehr hart getroffen.“ Zudem seien professionelle Suchtberatungsstellen wochenlang geschlossen gewesen und auch Kliniken mit Abteilungen für Suchttherapien hätten teilweise keine Patienten mehr aufgenommen.

Dies sei problematisch gewesen, weil die Abhängigen zugleich mit Begleiterkrankungen wie Depressionen kämpften, sagte Weiske. Auch die ehrenamtliche Selbsthilfearbeit war Weiske zufolge wegen Kontaktbeschränkungen und coronabedingt nicht verfügbarer Anlaufstellen beeinträchtigt. Noch immer könne sich die Hälfte der in Thüringen aktiven Gruppen nicht wie gewohnt persönlich treffen. Einige überbrücken dies Weiske zufolge mit telefonischen Kontakten oder Kontakten über soziale Medien. „Aber nicht alle sind internetaffin, außerdem ist die Netzabdeckung teilweise schlecht“, sagte Weiske.

In Thüringen sind nach Angaben der Landesstelle etwa 115 Sucht-Selbsthilfegruppen aktiv. Meist handelt es sich dabei um Gruppen für Alkoholkranke, einzelne Gruppen beschäftigen sich ausschließlich mit Glücksspielsucht oder der Abhängigkeit von illegalen Drogen.

Freitag, 25. September

15.55 Uhr: Fünf neue Fälle im Wartburgkreis – Schüler positiv in Eichsfeld getestet

Seit der letzten Meldung sind in dem Landkreis Schmalkalden-Meiningen sowie in Gotha keine Neuinfektionen bekannt geworden. Im Wartburgkreis hingegen gibt es fünf Neuinfektionen. Einen Corona-Fall verzeichnen zudem der Kyffhäuserkreis und der Saale-Holzland-Kreis. Weiter meldete der Ilm-Kreis zwei neue Infektionen.

Besorgniserregende Nachrichten gibt es aus Eichsfeld. Dort ist ein Schüler der Regelschule Dingelstädt positiv auf das Coronavirus getestet. Wie die "Thüringer Allgemeine" berichtet, seien 40 Schülerinnen und Schüler der Klassenstufe 10 und 9 in die Ermittlungen des Gesundheitsamtes einbezogen. Je nach Ergebnis wolle man die notwendigen Quarantänemaßnahmen ergreifen. Im schlimmsten Fall könnt vielen Schülerinnen und Schüler also wochenlange Quarantäne drohen.

15.50 Uhr: Eisenach erlaubt Wintermarkt

Die Menschen in Eisenach können sich freuen! Denn schon ab dem 13. November eröffnet ein Wintermarkt in der Stadt, bis zum 30. Dezember haben die Menschen in der Stadt dann Zeit, etwas weihnachtliches Flair zu genießen. Das berichtet "Eisenach online". Der Besuch des Weihnachtsmarktes sei eine liebgewonnene Tradition. Das wolle man auch in schwierigen Zeiten fortführen, so die Eisenacher Oberbürgermeisterin Katja Wolf.

Donnerstag, 24. September

15.25 Uhr: Karnevalsumzug in Erfurt abgesagt

In Erfurt wird es im nächsten Jahr keinen Karnevalsumzug geben! Darauf hat sich das Präsidium der Gemeinschaft Erfurter Carneval (GEC) nach Informationen der "Thüringer Allgemeine" geeinigt. Unter den zu erwartenden Auflagen und der erhöhten Infektionsgefahr sehe man von dem eigentlich für den Februar nächsten Jahres geplanten Umzug ab. Man wolle jedoch mögliche Alternativen erörtern.

11.53 Uhr: Weitere Corona-Hilfen für private Rundfunkanbieter

Private Hörfunkanbieter in Thüringen können ab sofort zusätzliche Beihilfen für Corona-bedingte Ausfälle von Werbeeinnahmen beantragen. Aus dem Bundesprogramm „Neustart Kultur“ stünden dafür 500 000 Euro zur Verfügung, teilte die Thüringer Landesmedienanstalt (TLM) am Donnerstag in Erfurt mit. Mit der Landesregierung sei vertraglich vereinbart worden, dass die TLM die Auszahlung der Mittel organisiere.

Wie die TLM weiter mitteilte, leisten die Privaten als weit genutzte Medien einen wichtigen Beitrag zum Informationsangebot. „Sie informieren kontinuierlich und tragen mit flächendeckender und verlässlicher Berichterstattung zur Meinungsvielfalt bei“, so die TLM. Bereits im August hatte das Land eigene Mittel in Höhe von bis zu zwei Millionen Euro für die Privatradios zur Verfügung gestellt.

Ziel sei die Sicherung der landesweiten, regionalen und lokalen Medienvielfalt sowie der redaktionellen Arbeitsplätze im privaten Rundfunk in Thüringen, hieß es. Mit dem Geld sollen Umsatzeinbußen ausgeglichen und Insolvenzrisiken abgewendet werden, die durch die Pandemie entstanden sind.

11.03 Uhr: Zwei neue Corona-Infektionen in Erfurt

In Erfurt gibt es zwei neue nachgewiesene Corona-Fälle. Damit erhöht sich die offizielle Fallzahl auf 222. 37 von ihnen sind noch aktuell. Insgesamt fünf Betroffene werden im Krankenhaus behandelt, teilt die Stadt Erfurt mit.

183 Menschen gelten als genesen. Zwei Personen mit Corona-Infektion waren im Frühjahr verstorben.

Mittwoch, 23. September

15.50 Uhr: Weihnachtsmärkte möglich – mit Verzicht!

Besucher von Weihnachtsmärkten in Thüringen können in diesem Jahr wegen der Corona-Pandemie keinen Glühwein mit Schuss und harte Spirituosen an den Marktständen trinken. Das sieht eine vom Gesundheitsministerium erarbeitete Regelung für die Weihnachtsmärkte vor, wie ein Ministeriumssprecher am Mittwoch auf Anfrage sagte. Der Ausschank anderer alkoholischer Getränke wird nicht verboten, allerdings zeitlich begrenzt. Nach der in Abstimmung mit den Kommunen erarbeiteten Regelung muss der Alkoholausschank um 21 Uhr eingestellt werden. Bierzelte sind nicht erlaubt. Die Regelung soll laut Ministerium auch für ähnliche Märkte gelten.

Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) hatte kürzlich gesagt, die Landesregierung wolle ballermannähnliche Zustände mit Zusammenkünften vieler alkoholisierter Besucher auf den Weihnachtsmärkten unterbinden. Die jetzige Regelung sieht auch eine Besucherlenkung durch ein Einbahnstraßensystem und den Verzehr von Speisen und Getränken auf separaten Flächen vor. Musik- und andere Kulturangebote sind unter Wahrung von Abstandsregeln erlaubt. Auch Blasmusiker dürfen unter dieser Voraussetzung auftreten.

Dienstag, 22. September

20.22 Uhr: Aktuelle Corona-Zahlen

In Thüringen gibt es aktuell 3.958 bestätigte Corona-Fälle, das sind 20 mehr als noch am Vortag. 3.580 Menschen gelten als genesen. 189 Menschen sind bislang verstorben.

16.22 Uhr: Schule und Internat in Erfurt dicht

Weil eine FSJlerin des Staatlich regionalen Förderzentrums am Andreasried positiv auf das Coronavirus testet wurde, bleiben Schule und Internat geschlossen, das teilt die Stadt Erfurt mit. Bis einschließlich 6. Oktober wird demnach kein Unterricht an der Schule in der Warschauer Straße 4 stattfinden. Auch im Internat sollen in der Zeit keine Kinder betreut werden.

Betroffen sind 157 Schüler und 63 Pädagogen und Mitarbeiter. Sie stehen laut Stadt alle unter häuslicher Quarantäne.

07.35 Uhr: Technisat will im Vogtland Schutzmasken produzieren

Der Unterhaltungselektronik-Hersteller TechniSat mit Hauptsitz in Daun (Rheinland-Pfalz) hat in der Corona-Krise ein neues Geschäftsfeld entdeckt. Künftig will das Unternehmen an seinem Standort in Schöneck (Vogtland) auch Schutzmasken produzieren. „Ziel ist es, am Tag 450 000 Masken herzustellen“, sagte Geschäftsführer Stefan Kön. Derzeit werden insgesamt sieben Maschinen für die Produktion installiert, die nach dem Hochfahren im Dreischicht-Betrieb laufen sollen. Im November soll dann die maximale Auslastung erreicht sein. Rund 40 Mitarbeiter will das Unternehmen zusätzlich einstellen.

„Schutzmasken sind ein Thema, das uns sicher die nächsten Jahre begleitet, so Kön. Die Corona-Pandemie und der weltweite Engpass an Schutzmasken habe gezeigt, wie wichtig es ist, nicht von Importen abhängig zu sein. Auch das Spezialvlies, das Viren und Bakterien aus der Luft filtert, wird eine Technisat-Schwesterfirma in der Eifel daher künftig selbst herstellen. Rund vier Millionen Euro hat das Unternehmen in den Aufbau des neuen Geschäftszweiges investiert.

Montag, 21. September

17.11 Uhr: Weimarer Land kämpft mit Corona-Quarantäneverweigerern

Nach gehäuften Corona-Fällen im Landkreis Weimarer Land wollen die Behörden härter gegen Quarantäneverweigerer vorgehen. Der Kreis ist derzeit neben dem Ilm-Kreis Schwerpunkt der Pandemie in Thüringen. Die Zahl der Verweigerer habe sich in den vergangenen Tagen gehäuft, teilte das Landratsamt am Montag mit. Es kündigte Strafanzeigen und empfindliche Bußgelder gegen Quarantäneverweigerer an.

Die Sieben-Tages-Infektionsrate im Weimarer Land lag am Montag bei einem Wert von 24,4 Neuinfektionen bezogen auf 100.000 Einwohner, wie aus einer Übersicht des Berliner Robert-Koch-Instituts (RKI) hervorgeht. Sie ist damit wieder unter den in Thüringen geltenden kritischen Wert von 35 Neuinfektionen je 100 000 Einwohner gerutscht.

Am vergangenen Freitag hatte der Wert mit 41,5 Infektionen noch über der Schwelle gelegen, ab der nach der Corona-Landesverordnung besondere Vorkehrungen zum Infektionsschutz getroffen werden müssen.

Der Ilm-Kreis steht weiter kurz vor dem kritischen Wert. Hier lag die sogenannte 7-Tage-Inzidenz am Montag bei 33 Neuinfektionen je 100 000 Einwohner. Grund sind Corona-Ausbrüche in einer Wohnstätte für Menschen mit Behinderung mit angeschlossener Werkstatt in Arnstadt und einer Pflegeeinrichtung, wo jeweils das Gesundheitsamt am Montag mit einer zweiten Corona-Testrunde begann.

Die Häufung der Fälle im Weimarer Land ist den Angaben zufolge hauptsächlich auf eine aus Tschechien infiziert zurückgekehrte Seniorenreisegruppe zurückzuführen. Bei der Suche nach deren Kontaktpersonen sollen nach Angaben der Kreisverwaltung von Mittwoch an Bundeswehrangehörige helfen. Am Wochenende war ein mit dem Sars-CoV2-Virus infizierter Pflegeheimbewohner gestorben.

Unabhängig von der Reisegruppe gab es auch einen Corona-Fall an einer Schule in Buttelstedt. Alle Testergebnisse von Lehrern, Erziehern und Schülern seien negativ gewesen, sagte eine Behördensprecherin. Thüringenweit stieg die Zahl der erfassten Corona-Fälle am Montag auf 3938, fünf mehr als am Vortag.

16.02 Uhr: Bauhaus-Uni Weimar will wieder mehr Präsenzlehre anbieten

Die Bauhaus-Universität Weimar will im Wintersemester 2020/2021 einen möglichst großen Teil ihrer Lehre wieder in Präsenz anbieten. „Bedeutende Bestandteile des Studiums, wie die persönliche Begegnung, der Austausch und die gemeinsame Entwicklung vor Ort sollen so in einem verantwortungsvollen Rahmen ermöglicht werden“, so die Hochschule. Digitale Lehr- und Lernformate spielten aber ebenfalls eine wichtige Rolle.

Studierende und Lehrende sollen den Angaben zufolge im kommenden Wintersemester wieder in die Hörsäle, Seminarräume und Werkstätten zurückkehren. Voraussetzung sei, dass das Infektionsgeschehen dies zulasse.

Wegen der Corona-Pandemie war das Sommersemester vorrangig digital geprägt. Derzeit werde geklärt, welche Kurse mit wie vielen Studierenden vor Ort stattfinden können, welche Veranstaltungen umstrukturiert werden müssen und welche weiter digital angeboten werden. Gleichzeitig würden die Raumkapazitäten mit Blick auf die Abstandsregelungen neu erfasst. Größere Vorlesungen liefen aber auch im Wintersemester digital.

9.27 Uhr: Fußballverein aus Erfurt stoppt Spielbetrieb

Schlechte Nachrichten für den FC Union Erfurt. Weil im engen Umfeld eines Spielers ein Corona-Fall aufgetreten ist, musste der Verein erst einmal den Spielbetrieb lahmlegen, berichtet die „Thüringer Allgemeine“. Die Entscheidung sei erst einmal vorläufig.

6.06 Uhr: Weiterer Todesfall im Corona-Krisengebiet Weimarer Land

In dem von der Corona-Pandemie derzeit besonders betroffenen Landkreis Weimarer Land ist am Wochenende ein an Covid-19 erkrankter Bewohner eines Seniorenheims in Apolda gestorben. Damit erhöhe sich die Zahl der Toten im Zusammenhang mit dem neuartigen Coronavirus auf sechs, teilte der Kreis am Sonntagabend mit. Die Zahl der Infizierten sei um 3 neue Fälle auf 137 seit Beginn der Pandemie gestiegen.

Weiterhin befinden sich den Angaben zufolge sechs Patienten in stationärer Behandlung. Alle Tests in dem Seniorenheim seien negativ ausgefallen. Dies trifft laut dem Landkreis bisher auch auf alle Befunde von Schülern, Lehrern und Busmitbenutzern der Schule in Buttelstedt zu, die am Wochenende im Gesundheitsamt eingingen.

Im Weimarer Land war die Zahl der Corona-Neuinfektionen zuletzt sprunghaft gestiegen. Als Auslöser des Ausbruchs gilt eine Senioren-Reisegruppe. Die meisten der rund 30 Reisenden waren von einer Bustour in ein tschechisches Kurbad Anfang des Monats infiziert zurückgekehrt. Die Ansteckungen waren teilweise erst Tage später bemerkt worden. Bei dem jetzt Gestorbenen handelt es sich um einen mit der Reisegruppe in Zusammenhang stehenden Fall. Die Einrichtung steht unter Quarantäne.

Samstag, 19. September

11.47 Uhr: Verwaltungen bestreiten Antragsstau während Corona-Lockdowns

Vertreter mehrerer kommunaler Verwaltungen haben Kritik zurückgewiesen, bei Ämtern und Behörden habe es während des Corona-Lockdowns einen Antragsstau gegeben. „Eine etwaige Bearbeitungszeit von ein bis zwei Tagen länger als gewöhnlich kann vereinzelt vorgekommen sein, was jedoch nicht als Stauung betrachtet werden kann“, sagte etwa der Sprecher des Landratsamtes des Kyffhäuserkreises, Heinz-Ulrich Thiele, bei einer Umfrage der Deutschen Presse-Agentur. Der Leiter des Bürgeramtes der Stadtverwaltung Erfurt, Peter Neuhäuser, erklärte, nicht einmal in der Kfz-Zulassungsstelle der Landeshauptstadt sei es damals zu einem Antragsstau gekommen. Die Zulassung von Autos über Zulassungsdienste, durch Händler oder für systemrelevante Halter sei „durchgehend bearbeitet“ worden.

Derartige Einschätzungen zeigen, dass Verwaltungen ihre Arbeit während der Pandemie ganz anders wahrnehmen als viele Bürger, aber auch Unternehmen. Während des Corona-Lockdowns im März und April hatte es zahlreiche Beschwerden darüber gegeben, dass Ämter und Behörden gar nicht oder nur schwer erreichbar seien und dass dort Anträge nicht oder nur mit großer Verzögerung bearbeitet würden.

Freitag, 18. September

21.15 Uhr: Zahlen fast überall im Land gestiegen

In Thüringen wurden von Donnerstag auf Freitag insgesamt 21 neue Corona-Infektionen gemeldet. Damit gibt es im Freistaat aktuell 219 aktive Fälle – das sind 94 mehr als vor zwei Wochen.

Nur der Eichsfeldkreis ist aktuell ohne aktive Infektionen.

Seit Beginn der Corona-Pandemie sind in Thüringen insgesamt 3927 Menschen positiv auf das Virus getestet wurden: 3515 gelten wieder als gesund, 193 Menschen starben im Zusammenhang mit dem Virus.

16.06 Uhr: Thüringen fordert Besuchseinschränkungen für Pflegeheim

Das Land hat die Kreisverwaltung im Weimarer Land nach dem plötzlichen Corona-Ausbruch in einem Pflegeheim dazu aufgefordert, Besuchseinschränkungen für die Pflegeheime im Kreis zu erlassen.

Nach der derzeit gültigen Corona-Verordnung für Thüringen müssten diese Maßnahmen ergriffen werden, sobald die Zahl der Coronavirus-Infektionen den Wert von 35 Infektionen je 100 000 Einwohner überschreite, sagte ein Sprecher des Gesundheitsministeriums am Freitag. Dann dürften täglich höchstens zwei Besucher je Bewohner für bis zu zwei Stunden in die Heime, zudem müssten die Besucher registriert werden.

Aktuell gibt es laut Landramtsamt 43 aktiv Kranke im Kreis mit etwa 82 000 Einwohnern, die Quote liegt laut Gesundheitsministerium bei 41,5 Infektionen je 100 000 Einwohner in den letzten sieben Tagen.

Auf die Besuchseinschränkungen sei die Kommune bereits am Donnerstag vom Landesverwaltungsamt hingewiesen worden, sagte der Sprecher. „Der Krisenstab des Landes wartet jetzt dringend auf eine Rückmeldung des Landkreises.“

Als Auslöser des Corona-Ausbruchs gilt eine Senioren-Reisegruppe, die Anfang September von einer Bustour in Tschechien zurück gekommen waren. Derzeit ist ein mit der Reisegruppe in Zusammenhang stehender Fall in einem Seniorenheim bekannt, die Einrichtung steht unter Quarantäne. Eine der Reisenden hatte dort einen 84-jährigen Bewohner mehrfach besucht, der Mann ist infiziert.

14.08 Uhr: Kinder bei Maßnahmen zu wenig einbezogen?

Bei der Eindämmung der Corona-Pandemie sind nach Einschätzung des SPD-Landtagsabgeordneten Denny Möller Kinder und ihre Belange zu wenig berücksichtigt worden. „Gerade Kinder haben in diesem Jahr die coronabedingten Einschränkungen besonders zu spüren bekommen“, betonte der Fraktionssprecher für Kinder und Jugend mit Blick auf den Weltkindertag am Sonntag.

„Viele Maßnahmen wurden über ihre Köpfe hinweg und ohne ihre Einbeziehung oder die von Expertinnen und Experten für Kindeswohl getroffen.“ Ziel müsse sein, den Schutz der Kinder, deren soziale Sicherheit und ihre Mitbestimmungsrechte zu stärken.

Ebenso wie die Grünen-Fraktionschefin Astrid Rothe-Beinlich bekräftigte Möller die Forderung, Kinderrechte ins Grundgesetz aufzunehmen. Rothe-Beinlich betonte, die Rechte und der Schutz von Kindern müssten höchste gesellschaftliche Priorität haben. Auch Linke-Fraktionschefin Susanne Hennig-Wellsow mahnte, Kinder bräuchten mehr Unterstützung und die Anerkennung der Gesellschaft.

„Sie müssen ihr Leben selbstbestimmt und selbst wirksam gestalten können.“ Ihre Fraktion wolle sich daher für stetige Verbesserungen in Kinderkrippen, Kindergärten und Schulen einsetzen. Im Fokus stünden dabei Qualitätsverbesserungen und beitragsfreie Bildung.

Der 20. September als Weltkindertag ist seit 2019 gesetzlicher Feiertag in Thüringen. Doch fällt er dieses Jahr auf einen Sonntag.

12.17 Uhr: Bundeswehr hilft im Weimarer Land

Der Landkreis Weimarer Land hat nach einer deutlichen Häufung von Corona-Fällen die Bundeswehr um Hilfe gebeten. Bundeswehrangehörige sollen das Gesundheitsamt bei der Suche nach Kontaktpersonen von Infizierten unterstützen, sagte Landrätin Christiane Schmidt-Rose (CDU) am Freitag auf Anfrage.

Dafür seien sechs Helfer angefordert worden. In dem Landkreis sind derzeit mehr als 40 Menschen mit dem Sars-CoV2-Virus infiziert, als Hauptauslöser gilt eine Senioren-Reisegruppe. Die meisten der rund 30 Reisenden waren von einer Bustour in ein tschechisches Kurbad Anfang des Monats infiziert zurückgekehrt. Die Infektionen waren teilweise erst Tage später bemerkt worden.

Das Landratsamt hat wegen des Corona-Ausbruchs bis zunächst zum 4. Oktober Volksfeste untersagt und die Teilnehmerzahlen von privaten Feiern und Vereinsveranstaltungen begrenzt. Weitere Schritte, etwa ein Besuchsverbot für Pflegeheime, seien derzeit nicht geplant, sagte Schmidt-Rose.

Darüber müssten die Heime in Eigenverantwortung entscheiden. Derzeit ist ein mit der Reisegruppe in Zusammenhang stehender Fall in einem Seniorenheim bekannt, die Person steht unter Quarantäne. Eine der Reisenden hatte dort einen 84-jährigen Bewohner mehrfach besucht, der Mann ist infiziert.

10.47 Uhr: 43 Verstöße gegen Maskenpflicht in Erfurter Straßenbahnen geahndet

Polizei, Ordnungsdienst und ein Sicherheitsdienst haben am Mittwoch Corona-Kontrollen in den Straßenbahnen der EVAG gemacht.

Sie haben geprüft, ob sich auch alle Fahrgäste an die Maskenpflicht halten. Dem war leider nicht so!

43 Fahrgäste trugen keinen Mund-Nasenschutz. Sie müssen daher ein Bußgeld von 50 Euro zahlen. Ohne Maske durften sie auch nicht weiterfahren.

Die Polizei Erfurt sagt, dass sich zuletzt die Beschwerden anderen Fahrgäste über Masken-Verweigerer gehäuft hätten – daher jetzt die ganztägige Kontrolle. Auch der EVAG sei die Gesundheit aller Fahrgäste und Mitarbeiter sehr wichtig.

„Gerade in Anbetracht steigender Fallzahlen ist es wichtig, die Maskenpflicht in Straßenbahnen und Bussen durchzusetzen und entsprechende Verstöße zu ahnden. Weitere Kontrollen sind in Planung“, heißt es.

Donnerstag, 17. September

20.55 Uhr: Erhöhter Infektionsschutz für Schulen im Weimarer Land

Nach dem sprunghaften Anstieg von Corona-Neuinfektionen im Weimarer Land hat das Bildungsministerium für alle Schulen in der Region besondere Infektionsschutzregeln angeordnet.

Dabei steht der Schutz von Lehrern und Schülern mit einem besonderen Risiko für einen schweren Verlauf im Vordergrund. Betroffene Lehrer müssten so eingesetzt werden, dass ein möglichst geringes Infektionsrisiko bestehe. Ein freiwilliger Einsatz im Präsenzunterricht ist aber weiter möglich. Schüler mit Risikomerkmalen könnten nach einem formlosen Antrag vom Präsenzunterricht freigestellt werden.

Die Verordnung gelte ab kommenden Montag bis vorerst zum 4. Oktober – sollte sich die Infektionslage verbessern, ist eine Verkürzung möglich.

Bildungsminister Helmut Holter bezeichnet das Vorgehen als begründete Vorsichtsmaßnahme, erklärt: „Hoffen wir, dass weitere Einschränkungen im Schulbetrieb verhindert werden können, aber sollten sie notwendig werden, werden wir nicht zögern, sie anzuordnen.“

17.00 Uhr: Neustart für Messen in Erfurt

Ab Herbst starten in Erfurt wieder die Messen. Die erste Messe nach der monatelangen Corona-Pause wird die Messe „Reisen und Caravan“ sein, zu der in den vergangenen Jahren bis zu 35 000 Besucher kamen.

„Es ist uns wichtig, dass der Wirtschaftszweig Messen, Ausstellungen und Veranstaltungen wieder in Gang kommt“, so Messe-Geschäftsführer Michael Kynast. Für den Infektionsschutz der Aussteller würden umfangreiche Voraussetzungen geschaffen, unter anderem investiere die Messe in ein berührungsloses Ticket-System.

14.40 Uhr: 220 Tests nach Ausbruch in Pflegeheim

Nach einem Corona-Fall in einem Pflegeheim in Apolda (Kreis Weimarer Land) sind am Donnerstag rund 220 Bewohner und Mitarbeiter auf das Virus getestet wurden. Die Ergebnisse werden am Wochenende erwartet, so das Landratsamt.

Die Infektion eines 84-jährigen Heimbewohners steht mit einer Busreise von Senioren nach Tschechien im Zusammenhang, wonach die Corona-Fälle im Weimarer Land sprunghaft gestiegen waren.

Die betroffene Einrichtung ist jetzt für Besucher geschlossen, der infizierte Mann ist in seinem Wohnbereich (dort leben sonst 30 Menschen) isoliert.

12 Uhr: 136 Neuinfektionen in sieben Tagen

Am Donnerstag wurden landesweit 31 neue Infektionen gemeldet, die Zahl der Infizierten seit Beginn der Corona-Pandemie erhöht sich damit auf 3865. In den vergangenen sieben Tagen hatte es 136 Neuinfektionen gegeben. 189 Menschen starben im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion.

Mittwoch, 16. September

19.29 Uhr: Weimarer Land schränkt wegen Corona Veranstaltungen ein

Im Kreis Weimarer Land werden nach dem sprunghaften Anstieg der Corona-Neuinfektionen erneut Veranstaltungen eingeschränkt. Das Landratsamt in Apolda erließ am Mittwoch nach eigenen Angaben eine entsprechende Allgemeinverfügung. Danach sind private Feiern in geschlossenen Räumen wie Hochzeiten, Geburtstage oder Jugendweihen sowie Veranstaltungen von Vereinen in Räumen mit mehr als 30 Menschen untersagt. Im Freien liegt diese Grenze bei 50 Teilnehmern.

Den Kommunen im Landkreis empfiehlt das Landratsamt, keine Privatfeiern in Dorfgemeinschaftshäuser und Jugendklubs zu erlauben. Vorläufig untersagt werden Volksfeste und Versammlungen mit Ausnahme von Sitzungen der Kommunalparlamente. Die Einschränkungen gelten zunächst bis einschließlich 4. Oktober.

Im Weimarer Land waren die Infektionszahlen vor allem nach der Rückkehr einer Senioren-Reisegruppe aus einem tschechischen Kurbad in die Höhe geschnellt. Ein Großteil der rund 30 Teilnehmer war mit dem Sars-CoV2-Virus infiziert. Die Suche nach Kontaktpersonen läuft weiter. Betroffen seien mehrere Orte im Kreis. Zu der Gruppe gehörten nach Angaben der Stadtverwaltung Jena auch zwei Teilnehmer aus Jena.

17.58 Uhr: Weitere Corona-Fälle in Jena

Insgesamt, mit den Fällen an der Schule, verzeichnet die Stadt Jena fünf neue Fälle.

Zu den einzelnen Fällen:

  • 2 Schüler (siehe vorheriger Eintrag)
  • Eine junge Person, asymptomatisch, kein Reiserückkehrer
  • Eine weitere junge Person, Einreise aus Risikogebiet, Asymptomatisch
  • Eine Person im mittleren Alter, kein Aufenthalt im Ausland, Symptomatisch

Die Statistik für Mittwoch, 16. September 2020

  • Anzahl aktiver Fälle: 22
  • davon in den letzten 24 Stunden: 5
  • davon stationär: 1
  • schwere Verläufe: 0
  • Infizierte insgesamt seit dem 14. März 2020: 200
  • Gestorbene insgesamt: 3
  • Genesene insgesamt: 175
  • davon in den letzten 24 Stunden: 0

17.20 Uhr: Schule in Jena muss geschlossen werden

Nachdem am Montag bereits eine erste Covid 19-Infektion einer Schülerin bekannt wurde, sind davon unabhängig zwei weitere Infektionen von Jugendlichen der Schule IGS Grete Unrein bestätigt worden. Die Befunde gingen am Mittwochnachmittag dem Fachdienst Gesundheit zu.

Da bisher die Infektionswege noch nicht klar sind und auch nicht klar ist, ob weitere Schülerinnen, Schüler oder pädagogisches Personal infiziert sind, hat der Fachdienst Gesundheit in Absprache mit der Stabsleitung die Schließung der Schule bis zunächst einschließlich Freitag angeordnet. Bis dahin soll Klarheit geschaffen werden, welche Maßnahmen für welchen Personenkreis vorgenommen werden müssen.

„Ziel ist es, die Infektion einzudämmen und trotzdem so schnell wie möglich einen geordneten Schulbetrieb wieder zu ermöglichen“, so die Stadt Jena.


Schüler und Lehrer sollen sich in häusliche Quarantäne begeben. Damit sollen weitere außerschulische Kontakte vermieden werden.

14.15 Uhr: Neue Corona-Fälle im Ilm-Kreis und Kreis Saalfeld-Rudolstadt

In Thüringen steigen nach lokalen Corona-Ausbrüchen wieder die Fallzahlen. So meldete der Ilm-Kreis am Mittwoch vier Neuinfektionen innerhalb von 24 Stunden. Darunter seien zwei weitere Angestellte in einer Arnstädter Wohnstätte für Menschen mit Behinderung sowie einer Kontaktperson, teilte das Landratsamt mit. Die Wohnstätte und eine dazugehörige Werkstatt waren bereits vorläufig geschlossen worden.

Von der Schließung sind 200 Beschäftigte der Werkstatt und 48 Bewohner der drei Wohngruppen betroffen. Das Gesundheitsamt habe seit Dienstag 150 Abstriche gemacht, hieß es. Im Ilm-Kreis gebe es derzeit 26 aktive Fälle. Auch der Kreis Saalfeld-Rudolstadt meldete am Mittwoch drei neue Fälle. Diese seien unabhängig voneinander aufgetreten. Zwei der Erkrankten würden derzeit im Krankenhaus behandelt. 70 Kontaktpersonen seien in Quarantäne.

Der Kreis Weimarer Land will nach steigenden Corona-Fallzahlen die Regeln verschärfen und hat eine neue Allgemeinverfügung erarbeitet. Der Entwurf liege derzeit noch beim Landesverwaltungsamt. Der Landkreis hatte zuvor bereits stärkere Kontrollen in Geschäften und Gaststätten angekündigt. Grund für die hohen Infektionszahlen im Weimarer Land war die Rückkehr einer Senioren-Reisegruppe aus Tschechien.

Landesweit wurden am Mittwoch 19 Corona-Neuinfektionen innerhalb von 24 Stunden gemeldet. In den vergangenen sieben Tagen wurden 123 neue Fälle gezählt. Damit stieg die Zahl der nachweislichen Infektionen auf 3834, 189 Thüringer starben im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion. In den Zahlen sind die neuen Fällen aus Arnstadt und dem Kreis Saalfeld-Rudolstadt noch nicht enthalten.

13.21 Uhr: Drei neue Corona-Infektionen in Erfurt

Stand heute, 8 Uhr, wurden in Erfurt insgesamt 197 Personen positiv aufs Coronavirus getestet. Das sind drei mehr als am Vortag.

Eine Person wurde aus dem Krankenhaus entlassen, damit befinden sich noch zwei Betroffene in stationärer Behandlung, so die Stadt.

Von den 197 Corona-Infizierten gelten 175 als genesen. Zwei Personen mit Corona-Infektion waren im Frühjahr verstorben. Damit gibt es in Erfurt aktuell 20 nachgewiesene Infektionen mit dem Coronavirus.

6.19 Uhr: Verkehrsbelastung sank stark

Die Corona-Pandemie wirkt sich auch auf den Straßenverkehr in Thüringen aus. Im ersten Halbjahr waren deutlich weniger Fahrzeuge auf den Straßen des Freistaats unterwegs, berichtet die „Thüringer Allgemeine“.

Laut der Dauerzählstellen war vor allem während des Lockdowns im April viel weniger los – auf Autobahnen ging die Verkehrsbelastung im April um 51 Prozent zurück, auf Bundesstraßen um 30 Prozent und auf Landesstraßen um 26 Prozent.

Der Nahverkehr musste demnach herbe Verluste hinnehmen – die Betriebe verbuchten bis zu 90 Prozent weniger Fahrgäste! Mehr los war dagegen im Luftfrachtverkehr, außerdem gingen die Thüringer mehr zu Fuß oder nahmen das Rad.

6.01 Uhr: Experte warnt vor Langzeitfolgen von Covid-19-Erkrankungen

Das deutsche Gesundheitssystem muss sich nach Einschätzung des Jenaer Mediziners Andreas Stallmach auf Belastungen durch die Langzeitbetreuung von Covid-19-Patienten einstellen. Schon jetzt, gut ein halbes Jahr nach dem Ausbruch der Pandemie auch in Thüringen, zeige sich, dass viele Betroffene nach der Erkrankung noch lange mit erheblichen Spätfolgen zu kämpfen haben, so Stallmach gegenüber der Deutschen Presse-Agentur.

Das reiche von Luftnot über Konzentrationsstörungen und Depressionen bis hin zu Beschwerden bei Magen und Darm. „Die Viren können nahezu alle Organe befallen und so können auch an nahezu allen Organen Folgeschäden auftreten.“

Stallmach koordiniert die im Sommer eingerichtete Post-Covid-Ambulanz am Jenaer Universitätsklinikum. Der Experte schätzt, dass mehr als die Hälfte derer, die wegen Covid-19 in einer Klinik behandelt werden mussten, Folgeschäden haben. Es gebe aber auch Menschen mit nur leichtem Krankheitsverlauf, die unter Spätfolgen litten.

Dienstag, 15. September

21.20 Uhr: Drei von 660 Tests am Flughafen Erfurt-Weimar positiv

An der Corona-Teststation am Erfurter Flughafen haben sich mehr als 660 heimkehrende Urlauber auf das Virus testen lassen. Drei der dort in den vergangenen vier Wochen genommenen Tests fielen positiv aus, wie das Gesundheitsministerium am Dienstag auf Anfrage zur Schließung der Teststation am Flughafen Erfurt-Weimar mitteilte.

Am Dienstag endeten bundesweit die kostenlosen Testmöglichkeiten für Reiserückkehrer aus Nicht-Risikogebieten. Für Einreisende aus Risikogebieten gilt vorerst weiterhin die Testpflicht sowie die Erfordernis der Quarantäne bis zum negativen Testergebnis. „Es ist richtig, dass wir uns jetzt nach dem Ende der Sommerferien auf Reiserückkehrer aus Risikogebieten konzentrieren“, erklärte Gesundheitsministerin Heike Werner (Linke).

Die gestiegenen Fallzahlen der vergangenen Tage mahnten aber auch zur Vorsicht, so die Ministerin. Wer Symptome einer Coronavirusinfektion habe, sollte umgehend seine sozialen Kontakte weitestgehend reduzieren und bei seinem Hausarzt oder über die 116 117 einen Termin für einen Test vereinbaren.

12.02 Uhr: Fußball-Verband sagt Hallenmeisterschaften ab

Der Thüringer Fußball-Verband hat die Hallenmeisterschaften 2020/21 abgesagt. Das hat der TFV-Vorstand bei seiner Sitzung am Montagabend in Erfurt beschlossen. Die Entscheidung fiel nach kontroverser Diskussion und gilt für alle Spiel- und Altersklassen auf Landes- und Kreisebene. Grund sind die Unwägbarkeiten im Zusammenhang mit Covid-19. Nicht betroffen ist vorerst nur die Futsal-Liga. Das teilte der TFV auf seiner Homepage mit.

7.42 Uhr: Regierung berät über Steuerausfälle

Die Thüringer Landesregierung will über die finanziellen Auswirkungen der Corona-Pandemie auf den Haushalt beraten. Finanzstaatssekretär Hartmut Schubert präsentiert heute Nachmittag die Ergebnisse der aktuellen Steuerschätzung für den Landesetat. Bund und Länder hatten sich entschieden, für September eine zusätzliche Steuerschätzung anzuberaumen, um die Folgen der Corona-Krise abzuschätzen.

Im Ergebnis sagen die Experten für den Bund wie für Thüringen voraus, dass die Steuerausfälle in diesem Jahr weniger stark ausfallen als gedacht. Dafür laufe die Erholung der Wirtschaft langsamer als im Mai angenommen, weswegen das Haushaltsloch im kommenden Jahr größer sein dürfte. Demnach müssen Bund, Länder und Kommunen 2021 noch einmal mit 19,6 Milliarden Euro weniger Steuereinnahmen auskommen, als im Mai erwartet.

(dpa mit Thüringen24)