Corona in Thüringen: Neuer Rekord! So viele Neu-Infektionen wie noch nie ++ Neue Verfügung in Jena

Zweite Corona-Welle: Diese Einschränkungen kommen jetzt

Die zweite Corona-Infektionswelle ist da - und bringt strengere Einschränkungen des Alltagslebens mit sich. Bund und Länder haben sich auf Kontaktbeschränkungen für Corona-Schwerpunktgebiete verständigt, die überregional vergleichbar sein sollen.

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Thüringen. Die Corona-Pandemie hatte Thüringen monatelang im Griff. Dennoch gehörte Thüringen zu den ersten Bundesländern, die den Lockdown wieder lockerten.

Doch das Virus scheint erst dann besiegt, wenn ein Impfstoff entwickelt worden ist. Und das soll Experten zufolge erst im Jahr 2021 der Fall sein. Bis dahin müssen alle unter der Pandemie zusammenhalten.

Bundesregierung hebt Reisewarnung für Teile der Türkei auf
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Corona aktuell in Thüringen: Alle Infos hier im Newsblog!

Damit du immer den Überblick behältst über die aktuelle Corona-Entwicklung, erfährst du hier die wichtigsten Infos im Newsblog.

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Donnerstag, 22. Oktober

10.46 Uhr: So viele Neu-Infektionen wie noch nie

In Thüringen ist die Zahl der täglichen Corona-Neuinfektionen deutlich über die Marke von 100 Fällen gesprungen. Sie stieg von Mittwoch zu Donnerstag auf 152 Fälle, wie das Gesundheitsministerium unter Berufung auf Zahlen des Berliner Robert-Koch-Instituts mitteilte. Das ist der höchste Wert seit Beginn der Pandemie. Zugleich übersprang mit der Stadt Jena eine weitere Kommune die kritische Schwelle von 35 Neuinfektionen je 100 000 Einwohner binnen sieben Tagen. Ab dieser Marke sind besondere Schutzmaßnahmen erforderlich. Die Stadt bereitet derzeit eine Allgemeinverfügung vor, die am Freitag in Kraft treten soll. Die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz lag in der 108.000 Einwohner zählenden Stadt Jena am Donnerstag bei 37.

Sechs weitere Landkreise und kreisfreie Städte liegen derzeit über der 35-Fälle-Marke - die Kreise Eichsfeld (51), Saale-Holzland (60) und Sömmerda (75) sind sogar Risikogebiete. Landesweit hatte es in den vergangenen sieben Tagen 594 Neuinfektionen gegeben, umgerechnet auf die Sieben-Tage-Inzidenz sind das knapp 28 Fälle je 100.000 Einwohner.

Die Gesamtzahl der seit Beginn der Corona-Pandemie mit dem Sars-CoV-2-Virus Infizierten in Thüringen hat sich auf 5250 erhöht. 201 Menschen starben im Zusammenhang mit dem Virus bisher. 4250 Menschen gelten als genesen.

Mittwoch, 21. Oktober

19.55 Uhr: Jena überschreitet kritischen Wert!

Wie die Stadt Jena mitteilt, gab es im Vergleich zum Vortag 13 Neuinfektionen. Damit hat Jena nach eigenen Angaben eine 7-Tage-Inzidenz von 37. Das hat die Stadt dem Land Thüringen mitgeteilt. Nun sollen weitere Maßnahmen zur Eindämmung des Virus beschlossen werden.

Sobald die Neuinfektionen innerhalb von sieben Tagen einen Wert von 35 pro 100.000 Einwohner überschreiten, werden folgende Maßnahmen geprüft, heißt es seitens der Stadt:

  • Feiern in geschlossenen Räumen und unter freiem Himmel
    An privaten Feiern und Treffen dürfen in geschlossenen Räumen nur noch maximal 15 Personen teilnehmen. Bei Feiern unter freiem Himmel dürfen maximal 25 Personen teilnehmen.
  • Es sind vorerst keine Personeneinschränkungen bei öffentlichen Veranstaltungen vorgesehen. Hier soll aber grundsätzlich die Pflicht zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung während der gesamten Veranstaltung bestehen.

19.44 Uhr: Vier neue Fälle in Weimar

In Weimar gibt es im Vergleich zum Vortag vier neue Fälle. Einer stehe im Zusammenhang mit einem Fall von gestern. Zwei weitere Personen haben sich nach Angaben der Stadt bei einem Besuch in Bayern angesteckt.

18.09 Uhr: 98 Neuinfektionen in Thüringen!

In Thüringen sind innerhalb von 24 Stunden 98 neue Infektionen mit dem Coronavirus nachgewiesen worden. Damit seien nun seit Beginn der Pandemie insgesamt 5098 Fälle registriert worden, teilte das Gesundheitsministerium am Mittwoch mit. In intensivmedizinischer Behandlung befinden sich laut Ministerium derzeit 19 Patienten. 4220 Menschen gelten nach Schätzungen als genesen. Die Zahl der an oder mit einer Covid-19-Erkrankung Verstorbenen blieb im Vergleich zum Vortag bei 201 konstant.

17.46 Uhr: Saale-Holzland-Kreis verschärft Corona-Regeln

Der Saale-Holzland-Kreis hat angesichts steigender Fallzahlen eine neue Allgemeinverfügung erlassen. Danach dürfen an privaten und familiären Feiern sowie an nichtöffentlichen Veranstaltungen in geschlossenen Räumen nicht mehr als 15 Personen teilnehmen, unter freiem Himmel nicht mehr als 25. Auch die Teilnehmerzahlen von öffentlichen Veranstaltungen werden beschränkt: auf 50 Personen in geschlossenen Räumen, unter freiem Himmel auf maximal 250 Personen.

Außerdem muss jetzt eine Mund-Nasen-Bedeckung nicht mehr nur in Geschäften, Bussen und Bahnen getragen werden, sondern in allen öffentlichen Gebäuden, auf den Fluren von Gaststätten und Hotels sowie überall da, wo der Mindestabstand von 1,5 Metern nicht eingehalten werden kann. Die Verfügung tritt am Freitag in Kraft.

14.30: Corona-Ausbruch in Restaurant in Jena

Am Montag gab die Stadt Jena bekannt, dass sich Personen mit Corona infiziert haben, die sich im Restaurant Poseidon in Jena Winzerla aufhielten. Nun kommt heraus, dass sich das Personal ebenfalls infiziert hat. Wichtiger Appell an alle, die dort nach dem 10. Oktober gegessen haben: Beobachtet eure Gesundheit 14 Tage lang dem Besuch. Bei Symptomen dem Hausarzt Bescheid geben und auf den Restaurant-Besuch hinweisen.

Ihr könnt euch bei Fragen an die Corona-Hotline der Stadt Jena (täglich von 10 bis 14 Uhr) wenden: 03641 - 49 2222 oder eine Mail an gesundheitsamt@jena.de senden.

Die Stadt Jena teilt mit: „Alle Personen, welche sich in dem besagten Zeitraum im Restaurant aufgehalten haben, sollten ihre sozialen Kontakte einschränken. Dies gilt besonders beim Umgang mit älteren Menschen. Auch wenn keine Symptome auftreten, ist die Gefahr einer Infektion gegeben“

13.42 Uhr: Inzidenzwert steigt in Erfurt sprunghaft an

Der 7-Tage-Inzidenz (Neuinfizierte der letzten 7 Tage pro 100.000 Einwohner) für Erfurt liegt am Mittwoch bei 20,6. Die Stadt Erfurt teilt mit: „Das Infektionsgeschehen ist punktuell in der Stadt verbreitet und lässt sich nicht auf wenige Orte oder Anlässe zurückführen, die den sprunghaften Anstieg erklären.

13.39 Uhr: Neue Corona-Fälle in Thüringen

In Thüringen sind innerhalb von 24 Stunden 98 neue Infektionen mit dem Corona-Virus nachgewiesen worden. Damit seien nun seit Beginn der Pandemie insgesamt 5098 Fälle registriert worden, teilte das Gesundheitsministerium. In intensivmedizinischer Behandlung befinden sich laut Ministerium derzeit 19 Patienten. 4220 Menschen gelten unterdessen nach Schätzungen als genesen. Die Zahl der an oder mit einer Covid-19-Erkrankung Verstorbenen blieb im Vergleich zum Vortag bei 201 konstant.

10.38 Uhr: Polizei sucht nach Masken-Muffel

Immer mehr Menschen in Thüringen weigern sich eine Maske wegen Corona zu tragen. Deswegen kontrolliert die Polizei am Mittwoch. Dabei bekommt sie Hilfe von Mitarbeiterin der Deutschen Bahn. Kontrolliert wird schwerpunktmäßig in einem ICE zwischen Erfurt und Leipzig.

Es handelt sich dabei um die erste Schwerpunktkontrolle in Thüringen. Hin und wieder gibt es Menschen, die sich auch nach Aufforderung nicht an das Tragen einer Maske halten. Beim nächsten Halt schaltet sich dann die Bundespolizei ein.

Dienstag, 20. Oktober

17.52 Uhr: Thüringen verschärft Maßnahmen – DIESER Bereich ist betroffen

Thüringen verschärft angesichts kontinuierlich steigender Corona-Neuinfektionen die Infektionsschutzregelungen für Familienfeiern. Ab November sind bei privaten Feiern in geschlossenen Räumen nur noch 30 Menschen ohne Anmeldung bei den lokalen Gesundheitsämtern zugelassen, wie die von Gesundheitsministerin Heike Werner (Linke) am Dienstag unterzeichnete aktualisierte Corona-Verordnung des Landes vorsieht. Bisher waren es 50. Bei Feiern unter freiem Himmel liegt diese Obergrenze bei 75 Gästen (bisher 100). Bei darüber hinaus gehenden Gästezahlen müssen die Feiern zwei Tage vorher bei den zuständigen Behörden angemeldet werden.

Die aktualisierte Verordnung soll Ende Oktober im Gesetz- und Verordnungsblatt des Landes erscheinen, am 1. November in Kraft treten und bis 30. November gelten. Eine Sperrstundenregelung ist in der Verordnung nicht vorgesehen. Sie soll laut Ministerium aber in das Konzept für Kommunen zur Eindämmung regionaler Corona-Ausbrüche aufgenommen werden. Thüringen hatte am Dienstag die Marke von 5000 Corona-Infektionen seit Beginn der Pandemie überschritten.

13.59 Uhr: SIE sollen den Landesbehörden weiterhelfen

Die Landesregierung will weitere Landesbehörden zur Unterstützung der in der Corona-Pandemie stark beanspruchten kommunalen Gesundheitsämter heranziehen. Das Gesundheitsministerium arbeite derzeit an einem entsprechenden Vorschlag für die Kabinettssitzung in der kommenden Woche, sagte ein Ministeriumssprecher am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur. Bisher habe vor allem das Landesverwaltungsamt Unterstützungsteams in regionale Pandemie-Schwerpunkte geschickt, wenn deren eigenes Personal aus anderen Ämtern nicht ausgereicht habe. Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) hatte in der vergangenen Woche den Aufbau einer solchen Personalreserve für die Gesundheitsämter angekündigt.

Laut Gesundheitsministerium gibt es eine solche Reserve innerhalb der kommunalen Verwaltungen bereits. Diese setzten Personal aus anderen Verwaltungsbereichen etwa bei der Ermittlung von Kontaktpersonen Infizierter ein. Reiche das nicht mehr aus, schicke das Landesverwaltungsamt Helfer. In bisherigen regionalen Pandemie-Schwerpunkten halfen außerdem Bundeswehr, Robert Koch-Institut Berlin und Medizinstudenten bei Corona-Tests und der Suche nach Kontaktpersonen.

Unterdessen hat Thüringen die Marke von 5000 mit dem Sars-CoV2-Virus Infizierten seit Pandemiebeginn erreicht. Das geht aus der täglichen Übersicht des Berliner Robert Koch-Instituts hervor. Am Dienstag waren dort 87 neue Fälle gemeldet worden.

11.20 Uhr: Parteitag der Linken in Erfurt gekürzt

Vom 30. Oktober bis zum 1. November sollte der Parteitag der Linken in Erfurt stattfinden. Wegen der Pandemie einigte man sich per Videoschalte auf eine Verkürzung auf einen Tag. Das berichtet das Redaktionsnetzwerk Deutschland. Die formale Entscheidung stehe allerdings noch aus. Sie muss aus organisatorischen Gründen bis zum 26. Oktober gefällt werden.

10.40 Uhr: Messe zu Anti-Corona-Maßnahmen in Erfurt – das sagt Bodo Ramelow dazu

In Erfurt findet zu Anfang November eine Messe statt, die sich mit Anti-Corona-Maßnahmen beschäftigt. Dazu hat sich Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow, der auch Schirmherr der Messe ist, bei seinem TV-Auftritt bei Maybritt Illner geäußert. Er richte sich darauf ein, das wir lernen müssten, mit Corona zu leben und er hoffe, dass ein Impfstoff kommt.

„Wir bereiten derzeit die pro.vention vor, eine Messe, die sich nur mit Themen befasst, wie man Infektionen abwehren kann, im Hotel, an der Türklinke, in der Luft oder mit der Frage: Wie kann ein Gebäude umgestellt werden? Oder ein Krankenwagen, der sich selbst mit UV-Licht desinfiziert“, so der Landesvater. Das seien Themen, wo er eher neugierig sei. Er hoffe auf ingenieurtechnische Antworten.

9.34 Uhr: Stadt in Thüringen mit bundesweit niedrigstem Corona-Wert!

Die Gesamtzahl der deutschen Regionen, die in den vergangenen sieben Tagen keine neuen Fälle gemeldet haben, verharrt auf dem niedrigen Stand von eins. Dem jüngsten Datenstand des Robert-Koch-Instituts (RKI) zufolge (20. Oktober, 0 Uhr) verzeichnet bundesweit nur noch der niedersächsische Landkreis Lüchow-Dannenberg null Neuinfektionen je 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen. Die thüringische Stadt Weimar, die gestern als einzige deutsche Region eine Sieben-Tage-Inzidenz von Null verzeichnet hatte, weist nun den bundesweit zweitniedrigsten Wert von 1,5 auf.

6.48 Uhr: Coronafall bei der Polizei in Gera

Bei der Polizei Gera ist laut „Thüringischer Landeszeitung“ ein Mitarbeiter positiv auf das Coronavirus getestet worden. Bereits in der vergangenen Woche sei das in der Landespolizeiinspektion bekannt gewesen. Die Infektion sei nicht „auf das Dienstgeschehen“ zurückzuführen. Kontaktpersonen seien derzeit in Quarantäne, auch ein Teil der Führungsgruppe sei betroffen.

Montag, 19. Oktober

19.05 Uhr: Viele neue Corona-Fälle nach Feier in Jenaer Restaurant

Jena meldet neun neue Corona-Fälle in den letzten 24 Stunden. Darunter sind sechs Fälle, die auf eine Party in einem Restaurant in Jena zurückzuführen sind, heißt es seitens der Stadt. Konkret geht es um das Restaurant Poseidon in Winzerla.

Die Stadt bittet nun alle, die sich nicht korrekt in die Liste eingetragen haben, aber am 10. Oktober zwischen 19 und 23 Uhr zu Gast waren, auf Symptome zu achten.

16.16 Uhr: Thüringen nähert sich den 5000 Fällen

Die Zahl der nachweislich mit dem neuen Coronavirus infizierten Thüringer nähert sich der 5000. Innerhalb der letzten 24 Stunden seien 32 neue Infektionen gemeldet worden, teilte das Gesundheitsministerium am Montag mit. Damit seien nun seit Beginn der Pandemie insgesamt 4913 Fälle registriert worden. Am Wochenende werden nicht alle Neuinfektionen gemeldet.

In intensivmedizinischer Behandlung befinden sich laut Ministerium derzeit 18 Patienten. 4130 Menschen gelten unterdessen nach Schätzungen als genesen. Die Zahl der an oder mit einer Covid-19-Erkrankung Verstorbenen blieb bei 199.

13.58 Uhr: Digitale Anwendungen gewinnen während der Krise an Anwendern

Die Corona-Pandemie sorgt dafür, dass immer mehr digitale Anwendungen im Alltag der Menschen in Thüringen und Sachsen ankommen. Das gilt auch in Sachen Gesundheit, berichtet die Krankenkasse AOK. Sie verzeichnet einen neuen Rekord an registrierten Nutzern ihrer Online-Filiale. Mehr als 400.000 Menschen nutzen den Service nun im Alltag. „Das ist jeder Achte unserer mehr als 3,4 Millionen Versicherten", sagt Stefan Knupfer, Vorstand der AOK Plus. Allein seit Jahresbeginn ist die Zahl der Nutzerinnen und Nutzer um 100.000 gewachsen. "Die enorme Nachfrage zeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Wir werden unsere digitalen Produkte weiter ausbauen", so Stefan Knupfer weiter.

Besonders gefragt ist das Angebot bei Menschen im Alter bis 35 Jahre: Fast die Hälfte der Nutzerinnen und Nutzer (47 Prozent) zählt zu dieser Altersgruppe. Weitere 40 Prozent sind zwischen 36 und 55 Jahre alt, und rund zwölf Prozent sind zwischen 56 und 75 Jahre alt. Außerdem gibt es mehr als 3.500 Registrierte über 75 Jahre.

10.20 Uhr: Schlechte Nachrichten für alle Närrinnen und Narren in Apolda!

In Thüringen gehört er fest in den Veranstaltungsplan, doch für das Jahr 2021 müssen alle Närrinnen und Narren auf ihn verzichten: den Straßenkarneval in Apolda. Zwar hat es ein Hygienekonzept für die Sause gegeben, doch damit waren zahlreiche Probleme verbunden. Mehr Infos gibt's bei der „Thüringern Allgemeinen“ >>>

6.42 Uhr: Gera mit neuem Maßnahmenkatalog

Die Infektionszahlen in Gera steigen. Die Stadt reagiert nun mit neuen Regeln, um die Ausbreitung der Pandemie einzudämmen. Zum einen soll ab Montag an mehr Orten Maske getragen werden. Die Pflicht gilt nun auch in öffentlich zugänglichen Räumen, in denen die 1,5 Meter Mindestabstand nicht eingehalten werden können, etwa in Behörden, in der Gastronomie, in überdachten Einkaufszentren, Taxis, Arztpraxen, Krankenhäusern und überall dort, wo Speisen ausgegeben werden.

Auch die Anzahl der Menschen, die an privaten Veranstaltungen teilnehmen dürfen, wurde begrenzt. Wenn Veranstaltungen wie Hochzeiten in geschlossenen Räumen stattfinden, dürfen bis zu 25 Menschen gemeinsam feiern, unter freiem Himmel bis zu 50. Zudem muss jede Veranstaltung mit mehr als 16 Teilnehmern dem Gesundheitsamt gemeldet werden. Die Regel gilt nicht für Feiern in der eigenen Wohnung sowiereligiöse oder parteipolitische, amtliche oder betriebliche Veranstaltungen.

Sonntag, 18. Oktober

13.06 Uhr: Zahl der Neuinfektionen weiter gestiegen

Insgesamt ist die Zahl der nachgewiesenen Neuinfektionen mit dem Coronavirus in Thüringen von Samstag auf Sonntag weiter gestiegen. Landesweit erfasste das RKI 88 neue Fälle.

Ein weiterer Todesfall wurde den Angaben auf der RKI-Website nach gemeldet. Somit sind in Thüringen bislang 199 Menschen gestorben, bei denen das Virus nachgewiesen worden war.

12.50 Uhr: Landkreis Sömmerda überschreitet kritischen Pandemie-Wert

Als zweite Region Thüringens hat der Landkreis Sömmerda einen besonders kritischen Wert in der Entwicklung der Corona-Pandemie erreicht. Nach Angaben der Website des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Sonntag stieg die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb der vergangenen sieben Tage auf 54,7. Bereits ein Schwellenwert von 50 gilt als besonders heikel.

Der Landkreis Sömmerda hatte bereits am Mittwoch seine Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie verschärft, nachdem eine Sieben-Tage-Inzidenz von 35 überschritten worden war. Ab 35 Neuinfektionen auf 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen müssen in Thüringen weitere Schutzmaßnahmen ergriffen werden.

Neben dem Landkreis Sömmerda hat auch das Eichsfeld den Schwellenwert von 50 passiert. Dort lag die Sieben-Tage-Inzidenz den RKI-Angaben von Sonntag zufolge bei 58.

10.52 Uhr: CSD konnte trotz Corona in Weimar gefeiert werden

Wegen der Corona-Pandemie hatten sich die Veranstalter der Christopher Street Days Thüringen in Erfurt, Gera, Jena und Weimar erstmals auf eine gemeinsame Demo verständigt. Das Infektionsschutzkonzept der Veranstalter sei mit dem Gesundheitsamt abgestimmt gewesen, hieß es bei der Stadtverwaltung. Der CSD-Umzug konnte am Samstag dann in Weimar stattfinden.

Unter anderem bestand auf der gesamten Demo-Route die Pflicht, eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen. Weimar gehört derzeit zu den am wenigsten von der Pandemie betroffenen Gebieten Thüringens. Innerhalb der vergangenen sieben Tagen wurden dort pro 100.000 Einwohner keine Neuinfektionen festgestellt.

Samstag, 17. Oktober

15.20 Uhr: 82 Neuinfektionen innerhalb von 24 Stunden

Die Zahl bekannter Neuinfektionen mit dem Coronavirus ist in Thüringen weiter in die Höhe geklettert. 82 neue Fälle wurden laut Angaben der Thüringer Staatskanzlei von Freitag auf Samstag registriert. Tags zuvor waren es 75 gewesen.

In der ersten Oktoberwoche hatte der Durchschnitt von Neuinfektionen pro Tag noch bei 21,6 gelegen. Die Gesamtzahl der nachgewiesenen Infektionen im Freistaat stieg damit am Samstag auf 4793. Davon gelten 4070 als genesen. 198 Menschen sind gestorben, bei denen das Virus festgestellt worden war.

Der Saale-Holzland-Kreis überstieg laut den auf Zahlen des Robert Koch-Instituts beruhenden Angaben der Staatskanzlei den Wert von 35 Infektionen auf 100 000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen. Dort lag die sogenannte Inzidenz am Samstag bei 37,4. Der Kreis müsste damit entsprechend der Landesvorgaben Anti-Corona-Maßnahmen verschärfen. In Thüringen sind Behörden aufgefordert, ab 35 auf 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen weitere Schutzmaßnahmen zu ergreifen.

Im Landkreis Sömmerda, in der Stadt Gera und im Eichsfeld ist das bereits der Fall!

12.53 Uhr: Sperrstunde in Thüringen kommt!

Auch in Thüringen müssen sich Gastronomen und Nachteulen auf eine mögliche Sperrstunde bei einer heftigeren Entwicklung der Corona-Infektionen einstellen. „Ein paar wenige Dinge werden wir jetzt noch aufnehmen müssen, beispielsweise die Sperrstunde ab 23 Uhr, wenn die Infektionszahlen noch weiter steigen“, sagte Gesundheitsministerin Heike Werner (Linke) in einem am Samstag von ihrem Ministerium veröffentlichten Video.

Zuvor hatten sich die Ministerpräsidenten der Länder und die Kanzlerin am Mittwoch auf strengere Maßnahmen verständigt. Darin hieß es auch, dass es ab einem Wert von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen eine entsprechende Sperrstunde geben soll. Anders als etwa in Bayern gibt es in Thüringen bislang keine solche Regelung.

Fraglich ist allerdings inzwischen, ob eine Sperrstunde grundsätzlich rechtlich standhält. In Berlin hat das Verwaltungsgericht die dortige Regelung am Freitag gekippt. Es argumentierte, eine Sperrstunde sei für eine nennenswerte Corona-Bekämpfung nicht erforderlich.

9.23 Uhr: Lehrer dürfen in den Herbstferien auch in Corona-Risikogebiete reisen

Für Lehrerinnen und Lehrer gibt es mit Blick auf die Herbstferien keine Vorschriften, die ihnen das Reisen in Corona-Risikogebiete untersagen. Das gilt trotz der Gefahr, dass sie nach einer Reise eventuell vorübergehend ihren Dienst nicht wie üblich ausüben können.

Weil Lehrer, die in den Ferien privat in ein ausländisches Corona-Risikogebiet reisten, den geltenden Verordnungen zufolge nach ihrer Rückkehr in Quarantäne müssten, habe das Land für sie Möglichkeiten geschaffen, von zu Hause aus zu arbeiten, sagte ein Sprecher des Thüringer Bildungsministeriums der Deutschen Presse-Agentur. „Weitere generelle arbeits- oder disziplinarrechtliche Konsequenzen hat die Einreise in ein Risikogebiet nicht.“ An diesem Wochenende beginnen die Ferien.

Freitag, 16. Oktober

21 Uhr: Demos für und gegen Corona-Einschränkungen in Gera

Gegner und Befürworter der Corona-Einschränkungen der Landesregierung sind am Freitagabend in Gera auf die Straße gegangen. Das Aktionsbündnis Gera gegen Rechts hatte zu einer Demonstration gegen eine Kundgebung der AfD unter dem Motto „Zurück zu den Bürgerrechten“ aufgerufen.

An der AfD-Kundgebung nahmen laut Polizei etwa 170 Menschen Teil, an der Gegendemonstration unter dem Motto „Ja zum Gesundheitsschutz – nein zur AfD!“ etwa 80, darunter viele zum Teil dunkel gekleidete Jugendliche. Auf einem Plakat war zu lesen: „Gegen Nazis“. Zu nennenswerten Auseinandersetzungen zwischen beiden Lagern ist es laut Polizei nicht gekommen. Angemeldet waren 500 Teilnehmer für die AfD-Veranstaltung und 100 auf Seiten der Gegendemonstranten.

18.48 Uhr: Einschränkungen für Karneval

Närrische Prunksitzungen und Faschingsumzüge in Thüringen müssen in der anstehenden Karnevalssaison ohne Schunkeln und Kussfreiheit auskommen. Das sieht eine Handlungsanweisung für die fünfte Jahreszeit in der Corona-Pandemie vor, wie ein Sprecher des Gesundheitsministerium am Freitag mitteilte.

Die Anweisung, die am Donnerstagabend an die Landkreise und kreisfreien Städte geschickt wurde, regelt auch das Verbot harter Spirituosen bei Saalveranstaltungen und ein komplettes Alkoholverbot bei Umzügen. Dort müssen die Narren auch auf das beliebte Bonbonwerfen verzichten. Auf das Animieren des Publikums zum gemeinsamen Tanzen, Singen und Schunkeln soll verzichtet werden, heißt es in der Anweisung. Die Karnevalssaison beginnt am 11. November.

16.30 Uhr: 75 neue Corona-Fälle

Auf ganz Thüringen verteilt hat es seit Donnerstag 75 neue Fälle von nachgewiesenen Corona-Infektionen gegeben. Damit sind am Freitag insgesamt 4711 Infektionen mit dem Virus bekannt geworden. Als wieder genesen gelten 4050 Menschen. 196 Patienten sind im Zusammenhang mit dem Virus gestorben, wie das Gesundheitsministerium mitteilte.

Neben dem Eichsfeld sind diese Orte Shwerpunkte des Corona-Geschehens:

  • Landkreis Sömmerda mit einer Inzidenz von 46,1
  • Stadt Gera mit einer Inzidenz von 38,7

Sowohl im Kreis Sömmerda wie auch in Gera sind die Zahlen seit Donnerstag gestiegen. Auch der Saale-Holzland-Kreis nähert sich mit einer Inzidenz von 30,1 langsam der in Thüringen geltenden Grenze von 35 Infektionen je 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche an, ab der verschärfte Schutzmaßnahmen ergriffen werden müssen.

13.14 Uhr: Eichsfeld kritisches Gebiet in Thüringen

Das Eichsfeld ist nach 73 neuen Corona-Fällen innerhalb der vergangenen sieben Tage auf der Corona-Karte des Robert Koch-Instituts rot eingefärbt. Der Landkreis ist damit der einzige in Thüringen, in dem die als kritisch geltende Marke von 50 neuen Infektionen auf 100 000 Einwohner innerhalb einer Woche überschritten wurde. Dagegen ist die Stadt Weimar in Thüringen ein weißer Fleck – dort hat es innerhalb der vergangenen sieben Tage keine einzige Neuansteckung gegeben.

06.59 Uhr: Weiterer Todesfall im Landkreis Sömmerda

Im Landkreis Sömmerda hat es einen weiteren Todesfall mit einer Corona-Infektion gegeben. Darüber informierte der Sömmerdaer Landrat Harald Henning zur Eröffnung der CDU-Kreismitgliederversammlung am Donnerstagabend.

Donnerstag, 15. Oktober

21.33 Uhr: Schlechte Aussichten für Ostthüringer Unternehmen wegen Corona

Wegen der Auswirkungen der Corona-Pandemie schaut die Mehrzahl der Ostthüringer Unternehmen skeptisch in die Zukunft. 29 Prozent der Firmen hätten in einer aktuellen Befragung für die nächsten Monaten mit einer ungünstigen Entwicklung gerechnet, teilte die Industrie- und Handelskammer Ostthüringen am Donnerstag mit. Nur 22 Prozent der Betriebe seien von besseren Geschäften ausgegangen.

Am optimistischsten hätten sich die Unternehmen in Jena gezeigt: 35 Prozent der Befragten rechneten mit einer günstigeren, 19 Prozent mit einer schlechteren Entwicklung. Befragt wurden laut IHK 436 Unternehmen mit insgesamt 16.200 Beschäftigten.

16.44 Uhr: Gera ist Corona-Hotspot – Volksfest soll trotzdem stattfinden

Mit Gera gibt es seit Donnerstag einen dritten Corona-Hotspot in Thüringen. Mit einer Inzidenz von 35,4 Neuerkrankungen je 100 000 Einwohner innerhalb der letzten sieben Tage ist die Stadt neben dem Eichsfeld und dem Landkreis Sömmerda einer der Hotspots der Corona-Pandemie.

Trotz der gestiegenen Corona-Fallzahlen will die Stadt ihr geplantes Herbstvolksfest jedoch durchführen. Es werde aber auf dem gesamten Festgelände am Hofwiesenpark eine Mund-Nase-Bedeckung getragen werden müssen, teilte die Stadt mit. Spirituosen werden nicht verkauft. Zudem solle die Zahl der Besucher, die auf das Gelände dürfen, beschränkt werden.

16.16 Uhr: Gute Nachrichten aus Weimar: Seit sieben Tagen keine Neuinfektionen!

Im Stadtgebiet Weimar wurden auch heute keine neuen Corona-Infektionen registriert, teilt die Stadtverwaltung mit. Zwei infizierte Personen können als genesen eingestuft werden, sodass die Zahl der Infizierten auf 1 gesunken ist. Hier die aktuellen Zahlen:

  • Zahl der seit Beginn der Pandemie positiv Getesteten: 146 (Veränderung zum Vortag: 0)
  • Zahl der Genesenen: 145 (+2)
  • Zahl der aktuell Infizierten: 1 (-2)
  • Personen in Quarantäne: 52 (-8)
  • Zahl der stationär im Klinikum Behandelten: 0 (0)
  • 7-Tages-Inzidenz: 0 Neuinfektionen auf 65.090 Einwohner, entspricht 0,00/100.000

13.39 Uhr: Ministerium prüft mögliche Änderungen in neuer Corona-Verordnung

Das Thüringer Gesundheitsministerium will prüfen, ob für die Umsetzung der von Bund und Ländern beschlossenen strengeren Anti-Corona-Regeln Änderungen in der geplanten neuen Verordnung nötig sind. „Entscheidend ist, dass die gestern beschlossenen Maßnahmen im Fall der Fälle vor Ort umgesetzt werden müssen. Das werden wir in geeigneter Weise sicherstellen“, sagte ein Sprecher am Donnerstag der Deutschen Presse-Agentur. Man wolle klären, ob Anpassungen der Verordnung nötig sind oder eine Ergänzung des Eindämmungskonzeptes ausreiche.

Das Eindämmungskonzept ist eine detaillierte Handreichung für die Kommunen als Orientierung, wie die Anti-Corona-Regeln in der Eindämmungsverordnung umgesetzt werden sollten und was wann zu tun ist.

06.34 Uhr: Thüringen will beschlossene Corona-Maßnahmen umsetzen

Thüringen will die bei einem Treffen der Ministerpräsidenten mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) beschlossenen neuen Corona-Regeln umsetzen. „Das sind die Maßnahmen, auf die sich dann auch Thüringen wird einstellen müssen“, sagte Ramelow nach dem Treffen der Regierungschefs der Länder mit Merkel am Mittwoch in Berlin. Die aktuelle Corona-Verordnung läuft im Freistaat noch bis Ende Oktober. Es werde Anpassungen geben, machte Ramelow klar, „aber immer abhängig vom Infektionsgeschehen.“

Der Linke-Politiker bezeichnete die Situation in der Corona-Pandemie als ernst. „Jetzt bin ich noch nicht so besorgt, dass ich denke, wir haben es in Thüringen nicht im Griff“, sagte Ramelow. Aber die Infektionszahlen würden auch in Thüringen steigen. Bei den Neuinfektionen pro Tag gebe es derzeit die höchsten Werte seit März/April - hier werde er „hellwach“, sagte Ramelow.

Intensiv sei auch über das Beherbergungsverbot gesprochen worden. Thüringen lehnt ein solches Verbot bislang ab. Ramelow betonte, dass die Länder dieses Thema nach den Herbstferien gemeinsam neu bewerten wollen. „Wir wollen sehen, wie unterschiedlich sich die Dinge entwickeln“, sagte Ramelow.

Mittwoch, 14. Oktober

16.26 Uhr: Landkreis Sömmerda verschärft Anti-Corona-Maßnahmen

Der Landkreis Sömmerda hat aufgrund stark gestiegener Corona-Neuninfektionen die Regeln zur Eindämmung der Pandemie verschärft. So seien etwa Veranstaltungen von Vereinen oder Privatleuten in geschlossenen Räumen mit mehr als 25 Teilnehmern und unter freiem Himmel mit mehr als 50 Teilnehmern verboten, teilte das Landratsamt am Mittwoch mit. Auch Volksfeste, Einwohnerversammlungen und ähnliche Veranstaltungen dürften zunächst nicht mehr stattfinden.

Eine entsprechende Verfügung sei ab Mittwoch gültig. Sie gelte voraussichtlich bis einschließlich 31. Oktober. Zuvor war nach Angaben des Landratsamts mit 25 Neuinfektionen innerhalb von sieben Tagen im Landkreis eine wichtige Marke im Infektionsgeschehen überschritten worden. Zuletzt seien innerhalb von 24 Stunden acht Neuinfektionen registriert worden. Insgesamt gebe es damit aktuell 28 aktive Infektionsfälle.

Thüringen setzt beim Umgang mit der Pandemie darauf, dass die Anti-Corona-Regeln nur dort verschärft werden, wo es zu einem deutlichen Anstieg der Infektionszahlen gekommen ist.

13.33 Uhr: Infektionszahlen in Thüringen steigen

In Thüringen sind bis Mittwoch 67 Neuinfektionen mit dem Coronavirus registriert worden. Damit stieg die Gesamtzahl bekannter Fälle auf 4555, wie aus Daten der Staatskanzlei hervorgeht (Stand: Mittwoch, 00.00 Uhr). Ein Tag zuvor lag die Zahl der innerhalb von 24 Stunden erfassten Neuinfektionen bei 46.

3980 der Betroffenen gelten demnach als Genesene. Bislang sind in Thüringen 196 Menschen gestorben, bei denen das Coronavirus nachgewiesen wurde. Die Quote der Neuinfizierten innerhalb der vergangenen sieben Tage lag bei 14,3 pro 100 000 Einwohner. Im Freistaat leben insgesamt etwa 2,13 Millionen Menschen.

Bei der Übermittlung der Infektionsdaten kann es allerdings immer wieder auch zu Verzögerungen kommen. So sind in den Zahlen der Staatskanzlei von Mittwoch noch nicht die neuen Daten aus dem stark betroffenen Landkreis Eichsfeld berücksichtigt. Laut der Website des Kreises wurden dort (Stand: Mittwoch, 8.00 Uhr) innerhalb der vergangenen 24 Stunden neun neue Fälle festgestellt. Insgesamt seien damit aktuell 63 Menschen infiziert.

Das Infektionsgeschehen war zuletzt nirgendwo sonst in Thüringen so heftig, wie im Eichsfeld. Die Behörden dort reagierten mit einer Ausweitung der Maskenpflicht und schärferen Anti-Corona-Regeln. Zudem schränkten die Schulen dort ab Mittwoch ihren Betrieb ein. Laut einer Sprecherin des Landratsamtes geht der Infektionsausbruch im Eichsfeld auf eine Familienfeier zurück.

07.43 Uhr: Zwei Infizierte in Jena in stationärer Behandlung

Bei den gestern in Jena neu gemeldeten Infizierten handelt es sich laut der Stadt um zwei junge Personen und eine von mittlerem Alter – sie alle zeigten demnach die typische Symptomatik. Zwei Personen mussten sich aufgrund ihrer Corona-Erkrankung in stationäre Behandlung begeben. Die Erkrankung zeige aber bei beiden keine schweren Verläufe.

Dienstag, 13. Oktober

16.50 Uhr: Eichsfeld ist Risikogebiet – Maskenpflicht soll ausgeweitet werden

Als Reaktion auf die gestiegenen Corona-Infektionen will der Landkreis Eichsfeld die Maskenpflicht ausweiten. Geplant sei unter anderem eine Maskenpflicht im Freien bei Situationen, wo nicht genügend Abstand gehalten werden könne, sagte eine Sprecherin des Landkreises am Dienstag. Eine entsprechende Verfügung werde derzeit erarbeitet.

Am Dienstag gab es im Landkreis 54 aktive Infektionen, wie das Landratsamt mitteilte. Auch der Wert von Neuinfektionen binnen sieben Tagen pro 100.000 Einwohner lag bei 54 – damit gilt das Eichsfeld als Risikogebiet.

Der Infektionsausbruch im Eichsfeld gehe auf eine Familienfeier zurück. Dadurch seien Infektionsketten entstanden, die aber bisher noch nachverfolgt werden können.

15.15 Uhr: Geänderte Ferientermine wegen Corona?

Von Abgeordneten der CDU und CSU kam der Vorschlag, die Winterferien aufgrund der Corona-Pandemie um zwei bis drei Wochen zu verlängern und im Sommer entsprechend zu kürzen.

Thüringens Bildungsminister Helmut Holter (Linke) ist allerdings klar dagegen: „Ich halte gar nichts davon“, sagte er am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur. Bisher seien Debatten über die Ferien immer ins Leere gelaufen und so werde es auch mit dieser Debatte sein, war Holter überzeugt. „Eine Verlängerung der Ferien hat null Auswirkungen auf das Corona-Geschehen“, betonte der Linke-Politiker.

Holters Ansicht nach sind die Schulen nicht die Treiber des Infektionsgeschehens. „Wir sollten Ruhe bewahren und keine Panik entwickeln“, sagte der Minister. Es sei sehr wichtig, Schulschließungen möglichst zu vermeiden. „Die Eltern, die Kinder, die Lehrerinnen und Lehrer und alle anderen Beteiligten an Schulen brauchen Planungssicherheit“, sagte Holter.

14.25 Uhr: Regierung rechnet mit steigenden Infektionszahlen wegen Herbstferien

Die Thüringer Landesregierung rechnet angesichts der bald beginnenden Herbstferien mit weiter steigenden Corona-Infektionszahlen. „Wir wissen, dass angesichts der Herbstferien mit vielen Reisen und steigenden Infektionszahlen zu rechnen ist“, erklärte Thüringens Umweltministerin Anja Siegesmund (Grüne) nach einer Kabinettssitzung am Dienstag in Erfurt. Wichtig seien regionale und lokale Anti-Corona-Maßnahmen „so zielgenau wie möglich“. Thüringen setzt bereits seit Monaten darauf, dass die Anti-Corona-Regeln nur dort verschärft werden, wo es zu einem deutlichen Anstieg der Infektionszahlen gekommen ist.

Zuletzt zeigten die landesweiten Statistiken immer mehr Neuinfektionen pro Tag. „Es ist wichtig, dass wir uns im Kabinett wieder intensiver und regelmäßiger mit den Auswirkungen der Pandemie in Thüringen beschäftigen“, erklärte Siegesmund. Seit Dienstag bespricht das Kabinett die Corona-Situation wieder wöchentlich. Siegesmund sagte, dass die Landesregierung gemeinsam mit dem wissenschaftlichen Corona-Beirat immer wieder prüfen werde, „was nötig und angemessen ist“.

10.29 Uhr: Alle 57 Schulen im Eichsfeld schränken ihren Betrieb ein

Wegen erhöhter Corona-Infektionszahlen haben alle Schulen im Eichsfeld ihren Betrieb wieder eingeschränkt. 57 Schulen wechseln ab Mittwoch von normalem Regelbetrieb in die Stufe gelb, wie das Bildungsministerium am Dienstag mitteilte. Demnach seien unter anderem Einschränkungen des Präsenzunterrichts vor Ort möglich, hieß es. Mit der Maßnahme sollen vor allem Menschen mit Risikomerkmalen für einen schweren Verlauf einer Covid-19-Erkrankung geschützt werden.

In Thüringen starteten alle Schulen nach den Sommerferien im normalen Regelbetrieb ins neue Schuljahr. Um auf höhere Infektionsraten an den Schulen oder im jeweiligen Landkreis schnell reagieren zu können, führte das Bildungsministerium ein Stufenkonzept ein. Während Stufe Grün Regelbetrieb bedeutet, gibt es bei Stufe Gelb erste Einschränkungen. So ist dann etwa abwechselnder Unterricht in der Schule und zu Hause möglich. Stufe Rot bedeutet in der Regel, dass die Schule wegen eines Corona-Ausbruchs vorübergehend geschlossen bleibt.

Wegen eines Anstiegs von Neuinfektionen verschärfte der Landkreis Eichsfeld am Montag die Corona-Regeln und untersagte alle öffentlichen und privaten Veranstaltungen in geschlossenen Räumen mit mehr als 30 Personen und unter freiem Himmel mit mehr als 50 Personen. Außerdem dürfen sich an Feiern in Wohnungen nicht mehr als 15 Menschen beteiligen.

09.51 Uhr: Ansteckungen in Familien häufiger

aus Jena ergeben hat, besteht das größte Risiko sich anzustecken im privaten Umfeld. Klinikmitarbeiter auf Corona-Stationen haben laut einer neuen Studie kein höheres Risiko, um sich mit dem neuartigen Virus anzustecken als andere Beschäftigte.

Montag, 12. Oktober

18.00 Uhr: Mann stirbt in Jena

Jena meldet den vierten Corona-Toten. In der vergangenen Nacht sei ein Mann im Zusammenhang mit einer Covid 19-Erkrankung verstorben, teilt die Stadt soeben mit.

„Obwohl schon über 90 und mit einigen Vorerkrankungen belastet, war er für sein Alter sehr fit.“ Deshalb müsse davon ausgegangen werden, dass die Infektion mit dem Coronavirus seinen Tod verursacht hat.

Damit sind in Jena vier Todesfälle, die auf Corona zurückzuführen sind, bekannt. Weiterhin wurden dem Fachdienst Gesundheit am Montag vier Neuinfektionen mit positivem Labornachweis SARS-CoV-2 gemeldet.

Sechs Personen konnten als genesen eingestuft werden.

17.50 Uhr: Ermittlungen gegen Busfahrer

Die Polizei ermittelt gegen einen Busfahrer, der Schüler im Kreis Sömmerda aufgefordert hatte, ihren Mund-Nasen-Schutz abzulegen. Die Ermittlungen gegen den 38-Jährigen liefen wegen Nötigung, sagte eine Polizeisprecherin am Montag auf Anfrage. Der Mann hatte Ende September ein Video in einem Schulbus auf der Fahrt nach Kölleda gedreht und im Internet hochgeladen.

Darauf ist zu hören, wie er die Kinder aufforderte, ihre Masken abzulegen und so ein „bundesweites Zeichen“ zu setzen. Der Mann behauptete, dass zwei Kinder durch das Tragen einer Maske gestorben seien. >> Mehr zu dem Fall liest du hier!

Die Diskussion um die Gefahr des Kindeswohles durch Tragen von Masken wurde durch mehrere Falschmeldungen in sozialen Netzwerken entfacht. Experten zufolge ist es aber ausgeschlossen, dass ein gesundes Kind allein durch den Gebrauch einer Alltagsmaske umkommt.

Die Verwaltungsgesellschaft des ÖPNV Sömmerda erklärte indes, dass sie sich von dem Fahrer wegen „einiger Ungereimtheiten“ getrennt habe. Es sei einfach unmöglich, wenn Erwachsene die Kinder in Zwiespalt brächten, teilte das Unternehmen mit. Der betreffende Fahrer sei erst im September eingestellt worden.

17.02 Uhr: Haushaltsnotlage für Jena verkündet

Die Universitätsstadt Jena muss wegen der zu erwartenden Steuerausfälle aufgrund der Corona-Pandemie einen drastischen Sparkurs fahren. Das Thüringer Landesverwaltungsamt habe die Haushaltsnotlage für Jena bestätigt, teilte die Stadtverwaltung am Montag mit. Damit die Behörde den Haushalt für nächstes Jahr genehmige, müsse der Stadtrat nun ein Sparkonzept verabschieden.

In den Jahren 2021 und 2022 wird laut der Stadt nach dem jetzigen Planungsstand mit Defiziten von jeweils 30 Millionen Euro gerechnet, danach mit Defiziten von jährlich etwa 20 Millionen Euro. Damit wären die bilanziellen Rücklagen 2023 aufgebraucht und die Liquidität bereits 2022.

„Die kommunalen Haushalte sind durch die Auswirkungen der Corona-Pandemie in Schieflage geraten“, sagte Jenas Finanzdezernent Benjamin Koppe. Die Stadt hatte bereits 2019 einen deutlichen Rückgang der Steuereinnahmen verzeichnet und darauf mit einer Haushaltssperre reagiert. Die Auswirkungen der Pandemie hätten die Finanznot noch einmal drastisch verschärft.

Laut dem Landesverwaltungsamt, der Finanzaufsicht für die kreisfreien Städte und Landkreise, ist Jena bereits die vierte Kommune, für die eine Haushaltsnotlage bestätigt wurde. Davon betroffen sind einem Behördensprecher zufolge auch Eisenach, Suhl und Nordhausen sowie der Unstrut-Hainich-Kreis.

16.40 Uhr: Krisenstab warnt nach Corona-Ausbruch bei Familienfeier

Der Krisenstab des Landkreises Schmalkalden-Meiningen appelliert aus gegebenem Anlass eindringlich an die Bevölkerung, private Feiern soweit wie möglich zu beschränken und in jedem Falle die einschlägig bekannten Hygieneregeln einzuhalten. Private Veranstaltungen gelten neben Reisen in nationale und internationale Hot-Spot-Regionen momentan als Haupttreiber für die Ausbreitung des Virus – auch im ländlichen Raum.

Anlass für den aktuellen Aufruf des Landratsamtes ist eine Familienfeier mit lediglich zwölf Gästen im Landkreis Schmalkalden-Meiningen, von denen mittlerweile acht positiv auf SARS-CoV-2 getestet worden sind, sechs davon wohnen im Landkreis. Bei allen Betroffenen weisen die Testergebnisse eine sehr hohe Viruslast aus, was für eine sehr hohe Infektiosität spricht.

Zwei Gäste sind inzwischen so schwer erkrankt, dass eine stationäre Behandlung erforderlich ist. Die meisten Teilnehmer zählten zur Risikogruppe, aber auch jüngere Personen sind betroffen und erkrankt. Mit weiteren Folgeinfektionen muss gerechnet werden. Die ersten Ansteckungen der zweiten Generation (Kontaktpersonen von Gästen) sind bereits bekannt.

15.54 Uhr: Landkreis Eichsfeld verschärft Regeln

Nach einem Anstieg der festgestellten Neuinfektionen gelten im Landkreis Eichsfeld seit Montag schärfere Corona-Regeln. Demnach sind ab sofort alle öffentlichen und privaten Veranstaltungen in geschlossenen Räumen mit mehr als 30 Personen und unter freiem Himmel mit mehr als 50 Personen untersagt. Wie das Landratsamt am Montag weiter mitteilte, dürfen sich an Feiern in Wohnungen nicht mehr als 15 Menschen beteiligen.

Die entsprechenden Regeln sollen vorerst bis Ende des Monats gelten. Bis dahin müssen Veranstaltungen ab 16 Personen zwei Tage vor Beginn beim Gesundheitsamt angezeigt werden. Im Eichsfeld hatten sich zuletzt 36 Menschen mit dem Corona-Virus infiziert. Besonders viele Neuinfektionen habe es in Uder (14) und Heiligenstadt (6) gegeben. Mehr als 300 Menschen seien im Eichfeld derzeit in Quarantäne. Stand Montagmorgen habe es keine Neuinfektionen innerhalb von 24 Stunden gegeben.

Auch im Kreis Gotha hatte eine Familienfeier für ein Anstieg der Erkrankungen gesorgt. Über das Wochenende habe sich die Zahl der bestätigten Covid-19-Erkrankungen um 15 auf 26 erhöht, teilte das Landratsamt am Montag mit. Davon seien zehn Fälle auf eine Familienfeier am vorvergangenen Wochenende zurückführen. Eine Klasse der Helene-Lange-Regelschule in Friedrichroda musste in Quarantäne eine weitere zurück ins Homeschooling, hieß es.

Im Ilm-Kreis wurden über das Wochenende sechs neue Fälle amtlich. Die Stadt Erfurt meldete am Montag acht Neuinfektionen mehr als am Vortag.

14.58 Uhr: Landesregierung will wöchentlich über Corona sprechen

Aufgrund steigender Infektionszahlen bundesweit will die Thüringer Landesregierung wieder regelmäßig in ihren wöchentlichen Kabinettssitzungen über die Lage im Freistaat sprechen.

Gesundheitsministerin Heike Werner (Linke) wird dem Kabinett bereits an diesem Dienstag einen Überblick zur aktuellen Situation in Thüringen geben, sagte ein Sprecher der Thüringer Staatskanzlei am Montag in Erfurt. Umweltministerin Anja Siegesmund (Grüne) hatte im Vorfeld dafür plädiert, dabei auch das Thüringer Nein zum Beherbergungsverbot für Menschen aus deutschen Risikogebieten zu überprüfen.

Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) hatte in der vergangenen Woche mehrmals klargemacht, dass er von einem Beherbergungsverbot nichts halte. Auch bundesweit wuchs zuletzt die Kritik an der Regelung.

Am Mittwoch wollen sich die Regierungschefs der Länder mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) über das weitere Vorgehen in der Corona-Pandemie austauschen. In Thüringen gelten die Infektionszahlen im deutschlandweiten Vergleich noch als moderat. Allerdings stieg die Zahl der Neuinfektionen pro Tag auch im Freistaat zuletzt merklich an.

14.15 Uhr: Corona-Geschehen im Kreis Schleiz beruhigt sich

Das Corona-Geschehen im Saale-Orla-Kreis hat sich ein wenig beruhigt. Fehlte bei der Sieben-Tage-Inzidenz zwischenzeitlich nicht mehr viel bis zum Risikowert von 50 Fällen je 100.000 Einwohner, so sieht es am Montagvormittag schon etwas besser aus. Zur bereits am Sonnabend gemeldeten Infektion einer Bewohnerhin einer Behinderten-Wohnstätte in Schleiz kam lediglich ein weiterer Fall hinzu.

Betroffen ist eine Seniorin aus dem Neustädter Raum, die im Krankenhaus behandelt wird. „Die Kontaktpersonenermittlung läuft noch. Die Spur ihrer Covid-19-Erkrankung führt zu einer Feierlichkeit im Saale-Holzland-Kreis“, informiert Amtsarzt Dr. Torsten Bossert.

Insgesamt gibt es damit 219 SARS-CoV-2-Nachweise bei Personen mit Hauptwohnsitz im Saale-Orla-Kreis. Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt aktuell knapp über dem Wert von 16, die Anzahl der aktiven Fälle bleibt jedoch – insbesondere durch das Ausbruchsgeschehen in der Schleizer Wohnstätte – hoch. Ausgehend von der Annahme, dass Infizierte nach zwei Wochen genesen, gibt es im Landkreis 40 aktive Infektionen.

10.25 Uhr: Acht Neuinfektionen in Erfurt

In Erfurt sind insgesamt 261 Personen positiv auf das Coronavirus getestet. Das sind acht mehr als am Vortag.

Sieben Betroffene befinden sich in stationärer Behandlung, eine Person mehr als gestern. Die Zahl der als genesen Geltenden ist um fünf auf 223 gestiegen. Zwei Personen mit Corona-Infektion waren im Frühjahr verstorben. Damit gibt es in Erfurt aktuell 36 nachgewiesene Infektionen mit dem Coronavirus.

Sonntag, 11. Oktober

15.20 Uhr: Zahl der Infizierten steigt

Die Zahl der Corona-Infektionen in Thüringen ist zum Sonntag gestiegen. Insgesamt vermeldete das Gesundheitsministerium 72 neue Infektionen, damit steigt die Zahl der Infizierten auf 4435 – wobei 3930 Menschen davon als genesen gelten.

In der ersten Oktoberwoche hatte der Durchschnitt von Neuinfektionen pro Tag bei 21,6 gelesen und damit den höchsten Wert sei Anfang Mai erreicht. Trotzdem sind die Thüringer Infektionszahlen im bundesweiten Vergleich als moderat anzusehen.

10.13 Uhr: Tausende Corona-Tests pro Woche

Seit dem Sommer ist die Zahl der Corona-Tests in Thüringen stark angestiegen. In der letzten Septemberwoche wurden 30.406 Tests durchgeführt, das waren so viele wie noch nie, berichtet das Gesundheitsministerium.

In der zurückliegenden Oktober-Woche seien die Tests wieder etwas zurück gegangen. „Die zur Verfügung stehenden Kapazitäten sind derzeit zwischen 50 und 60 Prozent ausgelastet“, so ein Ministeriumssprecher.

Außerdem gehe man davon aus, dass schon bald zusätzliche Antigen-Schnelltests verfügbar sein werden.

Samstag, 10. Oktober

16.24 Uhr: Eichsfeld bereitet Corona-Beschränkungen vor

Der Landkreis Eichsfeld bereitet wegen steigender Infektionszahlen neue Anti-Corona-Maßnahmen vor. Demnach müssten sich die Eichsfelder darauf einstellen, dass die Teilnehmerzahl bei privaten Feiern ab kommender Woche beschränkt werde.

Das teilte das Landratsamt nach einer Krisenstabssitzung am Samstag mit.

So sollen nicht mehr als 15 Gäste in Privatwohnungen oder maximal 30 Personen in Gaststätten oder angemieteten Räumen erlaubt sein. Außerdem sollen Gäste ab 15 Personen beim Gesundheitsamt angemeldet werden.

12.30 Uhr: Entwarnung in Schleizer Wohnheim

Eine Woche nach dem Corona-Ausbruch in einer Schleizer Wohnstätte für Menschen mit Behinderung ist das Infektionsgeschehen laut Saale-Orla-Kreis im Griff.

„Die in der Wohnstätte ergriffenen Maßnahmen zur Eindämmung scheinen zu wirken“, so Amtsarzt Torsten Bossert am Samstag.

Nachdem am Mittwoch ein zweites Mal Abstriche für Corona-Tests von allen Heimbewohnern und Mitarbeitern genommen worden waren, deuteten die Ergebnisse daraufhin, dass sich das Virus nicht weiter ausbreiten konnte. Allerdings wurde bei einer Bewohnerin eine Neuinfektion festgestellt.

10.00 Uhr: Bodo Ramelow verteidigt Sonderweg

In einem Gespräch mit „Neues Deutschland“ verteidigt Ministerpräsident Bodo Ramelow den Sonderweg für Thüringen. Warum er so auf die Entscheidungsgewalt der Gesundheitsämter setzt und was Kritikern dazu entgegnet, kannst du >>>hier lesen.

Freitag, 9. Oktober

21.51 Uhr: Busfahrer aus Schmalkalden-Meiningen infiziert

Am Freitagmorgen erreichte das Gesundheitsamt das positive Testergebnis eines Busfahrers der Meininger Busbetriebs. Da er und seine Fahrgäste keinen Kontakt von mindestens 15 Minuten hatten, müssen sie nicht in Quarantäne.

Aufgrund der hohen Hygienemaßnahmen im Bus ist eine vorsorgliche Testung der Fahrgäste nach Einschätzung des Gesundheitsamtes nicht notwendig.

Dennoch ist Vorsicht geboten. Der Mann fuhr die Schüler des Philipp-Melanchthon-Gymnasiums von Rosa nach Schmalkalden. Der Landkreis Schmalkalden-Meiningen ruft dazu auf, dass die Eltern der Schüler, falls sie Symptome bemerken, sich beim Gesundheitsamt melden sollen unter Telefon 03693 / 4858739, E-Mail: hygiene@lra-sm.de.

14.03 Uhr: Corona-Tests an Schulen in Gera

Die Stadt Gera hat an Geraer Schulen insgesamt 161 Corona-Tests durchgeführt. Davon seien bislang zwei positiv und 136 negativ. 23 Ergebnisse stünden noch aus.

12.53 Uhr: Trotz Corona-Pandemie – DARAUF will Ramelow nicht verzichten

Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) will trotz trotz der Corona-Pandemie die Feierlichkeiten zum Tag der Deutschen Einheit 2022 nicht einschränken. Er betone, dass es ein „großes Fest“ geben werde, sagte Ramelow am Freitag bei der Unterzeichnung einer ersten Absichtserklärung zwischen dem Freistaat und der Stadt Erfurt. „Weil ich davon ausgehe, dass wir auf dem Weg dahin immer weiter lernen, mit Corona so umzugehen, dass wir die Menschen sehr gerne einladen können.“.

Die Stadt erwartet zu den zentralen Feierlichkeiten 2022 rund 500 000 Besucher, wie Erfurts Oberbürgermeister Andreas Bausewein (SPD) sagte. Ausrichter ist immer jenes Bundesland, das den Vorsitz im Bundesrat hat. Thüringen wird den Vorsitz in der Länderkammer am
1. November 2021 turnusmäßig übernehmen. In der Staatskanzlei war bereits im Sommer eine Stabsstelle „Tag der Deutschen Einheit 2022“ eingerichtet worden. Für das Fest ist bislang ein Budget von rund fünf Millionen Euro eingeplant.

9.55 Uhr: Gera schaltet wieder in den Corona-Modus

Nachdem die Stadt Gera den Krisenstab wieder aktiviert hat, geht die Stadt noch einen Schritt weiter und holt auch das Corona-Bürgertelefon wieder zurück. Die Nummer: 0365-838-3526.

Dann erreichst du dort jemanden:

  • Montag bis Freitag: 9-12 Uhr
  • Montag bis Donnerstag: 13-17 Uhr
  • Freitag: 13-15 Uhr

Donnerstag, 8. Oktober

11.42 Uhr: Kristenstab der Stadt Gera nimmt Arbeit wieder auf

Bürgermeister Kurt Dannenberg hat den Krisenstab wieder einberufen. Grund dafür sind die Corona-Infektionen an Schulen in Gera. Derzeit sind fünf Schüler positiv auf das Virus getestet worden. Insgesamt 102 Schüler und 50 Lehrer sind in Quarantäne.

6.25 Uhr: Bodo Ramelow äußert sich zu Thüringens Sonderweg

Bodo Ramelow plädiert dafür, sich auf die Aussagen des Gesundheitsamtes zu verlassen und diese entscheiden zu lassen. Er hält die aktuelle Entscheidung zu Beherbergungsverboten für „Unsinn“. Der Grund: Es müsse im Einzelfall geschaut werden, ob es ganze Städte oder Landkreise betrifft, oder aber nur einzelne Einrichtungen. Ist Zweiteres der Fall, kann man „nicht den Rest des ganzen Landkreises dafür in Haftung nehmen“, macht Ramelow in einem Interview mit dem ZDF heute journal deutlich.

(dpa mit Thüringen24)