Corona in Thüringen: Ramelow äußert sich nach Corona-Gipfel – „Sind noch nicht aus der Dynamik raus“

Darum schützt die AHA+L+C-Formel

Wie verbreitet sich das Coronavirus und was genau ist eigentlich die AHA+L+C-Formel? Antworten darauf gibt's im Video!

Beschreibung anzeigen

Thüringen. Die Corona-Pandemie bestimmt auch in Thüringen weiterhin das öffentliche und auch das private Leben. Auch wenn die Zahlen im Frühjahr im bundesweiten Vergleich niedrig waren, hat die zweite Welle auch den Freistaat voll erwischt.

Ein „Teil-Lockdown“ gilt deswegen für ganz Deutschland – auch für Thüringen. Ob dieser nun verlängert wird und wirklich bis kurz vor Weihnachten geht, wird heute beschlossen.

--------------------

Alles, was du zum Coronavirus wissen musst:

--------------------

Die aktuellen Fallzahlen hast du mit unser Corona-Karte immer im Blick:

Corona aktuell in Thüringen: Alle Infos hier im Newsblog!

Damit du immer den Überblick behältst über die aktuelle Corona-Entwicklung, erfährst du hier die wichtigsten Infos im Newsblog.

+++ Hier den Newsblog aktualisieren und die aktuellsten Meldungen erhalten +++

Mittwoch, 25. November

22.50 Uhr: Ramelow will über Ferienbeginn diskutieren

Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) will über eine mögliche Verlängerung der Weihnachtsferien im Kabinett beraten. Bund und Länder hätten sich darauf verständigt, dass die Länder den 18. Dezember - ein Freitag - zum letzten Schultag machen könnten. In Thüringen wäre am Montag und Dienstag noch Schule wegen des bisher geplanten Ferienbeginns am 23. Dezember.

„Das werden wir im Kabinett diskutieren“, sagte Ramelow am Mittwoch in Erfurt nach einer Schalte mit seinen Länderkollegen und Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU). Thüringen habe bei diesem Thema zu Protokoll gegeben, dass er dazu noch keine Vollmacht habe, eine Entscheidung „vorwegzunehmen“, wie Ramelow sagte.

21.19 Uhr: Bodo Ramelow äußert sich nach Corona-Gipfel

Die Einschränkungen des Teil-Lockdowns sollen nach Angaben von Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) bis Anfang Januar verlängert werden.

Im Beschluss des Corona-Gipfels sei aus formalen Gründen eine Verlängerung bis zum 20. Dezember festgelegt worden, doch die Maßnahmen würden danach nochmals bis Anfang Januar verlängert, sagte Ramelow am Mittwochabend im Anschluss an den Gipfel. Es gehe unter den Regierungschefs niemand davon aus, dass Hotels und Gaststätten vorher geöffnet würden.

Bodo Ramelow spricht davon, dass die Hoffnung da war, die Welle zu durchbrechen: „Wir haben sicherlich die Welle des Anstiegs durchbrochen, aber wir haben nicht die Infektionsrate unterbunden und sind nicht aus dem dynamischen Entwicklungsbereich rausgekommen. Wir in Thüringen leider gar nicht, sondern ganz im Gegenteil, mit heute wieder über 500 Infektionen, die neu dazu gekommen sind.“

Er mahnt: „Es wird deutlich, dass wir in Thüringen uns noch in einer Dynamik bewegen, die uns noch einiges abverlangen wird.“ Die spontane Demo in Hildburghausen am Mittwochabend macht Ramelow fassungslos. Vor allem in Hinblick darauf, dass die Maßnahmen erst verschärft wurden.

Dort dürften Menschen nur noch die Häuser verlassen, wenn sie einen „triftigen Grund“ haben. Dass hunderte Menschen ohne Maske spontan auf dem Rathausplatz demonstrieren, hält Ramelow für eine „bewusste Missachtung“. Die Demonstranten seien „sehr unsolidarisch“.

Mehr zu den Beschlüssen des Corona-Gipfels findest du in unserem überregionalen Newsblog >>>.

20.11 Uhr: Unangemeldete Demo in Hildburghausen

Offenbar haben sich mehrere Menschen am Mittwochabend spontan zu einer Demo auf dem Marktplatz in Hildburghausen versammelt. Das berichtet die „Thüringer Allgemeine“.

Demnach würden sie gegen die neue Corona-Verordnung demonstrieren.

19.25 Uhr: Querdenker-Chatgruppe droht Innenminister Maier

Der Chef der Innenministerkonferenz, Georg Maier (SPD), ist nach Angaben des Thüringer Innenministeriums in einer „Querdenken“-Chatgruppe bedroht worden. Eine Sprecherin bestätigte Informationen des MDR, wonach in einem Eintrag in einer Telegram-Chatgruppe Bezug zu Maiers Vorschlag genommen wurde, ein Verbot der AfD zu prüfen, falls diese sich weiter radikalisiere. Demnach sei unter anderem auch ein Bild von Thüringens Innenminister Maier mit einem Aufruf gepostet worden. Details wollte die Sprecherin nicht nennen.

Vor knapp drei Wochen war in einer „Querdenken“-Chatgruppe dazu aufgerufen worden, Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) Dinge vor die Tür zu stellen. Kurze Zeit später entdeckte Ramelow eine Grabkerze vor der Haustür seiner privaten Wohnadresse und einen Aufruf zur Teilnahme an einer „Querdenken“-Demonstration. Die Polizei leitete Ermittlungen ein. „Querdenken“-Initiator Michael Ballweg hatte sich von dem Chat und dem Aufruf distanziert.

17.49 Uhr: Vierzehn neue Fälle in Weimar

Weimar meldet 14 neue Corona-Fälle innerhalb der letzten 24 Stunden. Diese seien auf verschiedene Quellen zurückzufüren. Bei den Infizierten handele es sich um einen Reiserückkehrer, Ansteckungen im Arbeitsumfeld oder im familiären Umfeld. Bei acht Fällen konnte der Infektionsweg indes noch nicht geklärt werden.

10.53 Uhr: Todesfall in Jena

Jena meldet einen weiteren Todesfall im Zusammenhang mit Covid-19 – es war der bislang sechste in Jena.

Außerdem kamen seit gestern 22 neue Corona-Fälle hinzu, neun Personen konnten als genesen eingestift werden.

Die Jenaer Corona-Statistik:

  • Anzahl aktiver Fälle: 192
  • davon in den letzten 24 Stunden: 22
  • stationäre Fälle: 7
  • davon schwere Verläufe: 4
  • Infizierungen der letzten sieben Tage: 101
  • Sieben-Tage-Inzidenz für Jena: 93,2
  • Infizierte insgesamt seit dem 14.03.2020: 687
  • Gestorbene insgesamt: 6
  • Genesene insgesamt: 489
  • davon in den letzten 24 Stunden: 9

10.14 Uhr: Inzidenzwert in Hildburghausen springt über 500

Die Corona-Lage im Landkreis Hildburghausen eskaliert weiter: Als erster Kreis in ganz Deutschland hat Hildburghausen die Inzidenz-Marke von 500 geknackt, wie das Robert Koch-Institut mitteilt.

Demnach liegt der Wert jetzt bei 526,6. Also haben sich in den letzten sieben Tagen und 527 Menschen je 100.000 Einwohner mit Covid-19 infiziert. Gestern lag der Wert noch bei 483. >> HIER erfährst du, WARUM es ausgerechnet Hildburghausen so hart trifft!

8.45 Uhr: 31 Neuinfektionen in Erfurt

Erfurt meldet 31 neue Corona-Fälle. Damit steigt die zahl der Infizierten in der Landeshauptstadt jetzt auf 1.313. 30 Patienten liegen im Krankenhaus.

Die Zahl der als genesen Geltenden liegt unverändert bei 808. 22 Personen sind verstorben. Damit gibt es in Erfurt aktuell 483 nachgewiesene Infektionen mit dem Coronavirus.

Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt bei 101,9.

6.49 Uhr: Ramelow berät mit Merkel und Länderkollegen über Corona-Maßnahmen

Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) berät heute um 14 Uhr mit seinen Länderkollegen und Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) über das weitere Vorgehen in der Corona-Pandemie. Erwartet wird, dass der bisher bis Ende November geltende Teil-Lockdown verschärft und verlängert wird.

Noch vor Beginn der Gespräche gilt im bundesweit größten Corona-Hotspot, dem Landkreis Hildburghausen, ab heute ein regionaler Lockdown mit strengen Kontakt- und Ausgangsbeschränkungen.

Alle 40 Kindergärten und 28 Schulen in dem südthüringischen Landkreis bleiben geschlossen. Landrat Thomas Müller (CDU) hatte angekündigt, eine Notbetreuung für Kinder wie beim Lockdown im Frühjahr zu organisieren. Nächste Woche dann sollen Kinder, Schüler und pädagogisches Personal auf eine Corona-Infektion getestet werden. Dafür wurden 11.000 Schnelltests bestellt.

Die Zahl der Neuinfektionen innerhalb der vergangenen sieben Tage je 100.000 Einwohner hatte nach Zahlen des Robert Koch-Instituts im Landkreis Hildburghausen am Dienstag den Stand von knapp 483 und damit erneut den Höchstwert in Deutschland erreicht.

6.00 Uhr: Landeselternvertretung gegen generelle Maskenpflicht im Unterricht

Vor dem Treffen der Ministerpräsidenten mit Bundeskanzlerin Angela Merkel heute hat die Thüringer Landeselternvertretung (LEV) ihre Forderung bekräftigt, weiterhin auf eine generelle Maskenpflicht im Unterricht zu verzichten.

Wo es das Infektionsgeschehen erfordere, sei die Einhaltung der Abstandsregeln im Unterricht und der damit verbundene Wechsel zu geteilten Klassen der Maskenpflicht im Unterricht vorzuziehen, teilte die LEV am Dienstagabend mit.

Dort, wo die Mindestabstände nicht eingehalten werden können, sieht die LEV das Tragen der Alltagsmaske hingegen als unkritisch an.

Dienstag, 24. November

20.14 Uhr: Regierung will Parlament an Corona-Entscheidungen beteiligen

Thüringens Landtag soll die Möglichkeit erhalten, bei Corona-Entscheidungen künftig ein deutliches Wort mitzureden. Entsprechende Regelungen will die Regierung dem Parlament vorlegen, sagte eine Sprecherin der Staatskanzlei auf Anfrage.

Das Kabinett habe sich damit am Dienstag beschäftigt, aber noch nicht entschieden. Es gebe noch Abstimmungsbedarf zwischen Ministerien. Nach einem Bericht der „Thüringer Allgemeine“ (Dienstag) soll der Landtag „bei Präventionsmaßnahmen künftig das letzte Wort haben“.

16.24 Uhr: Landrat: 11.000 Schnelltests für Schulen und Kitas

Nach der angekündigten coronabedingten Schließung der Kitas und Schulen im Landkreis Hildburghausen sollen ab der kommenden Woche Schüler und Personal getestet werden. „Wir wollen am Montag mit Schnelltests starten, um so zügig wie möglich wieder in den eingeschränkten Regelbetrieb zu kommen“, sagte CDU-Landrat Thomas Müller am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur.

Aufgrund des sich weiter verschärfenden Infektionsgeschehens in der Südthüringer Region müssen ab diesem Mittwoch alle 40 Kitas und 28 Schulen schließen. Davon betroffen sind laut dem Landrat rund 8000 Kinder und Jugendliche sowie rund 1000 Lehrkräfte und Schulmitarbeiter.

Der Landkreis erhalte rund 11.000 Schnelltests. Wer sich nicht testen lassen wolle oder ein positives Ergebnis erhalte, müsse weiter zu Hause bleiben. Bei negativen Tests könnten die Einrichtungen Schritt für Schritt wieder in den eingeschränkten Regelbetrieb zurückkehren.

Wie bereits beim Lockdown im Frühjahr werde es während der Schließung der Einrichtungen eine Notbetreuung geben, kündigte der Landrat an. Diese soll in Kitas, Grundschulen und für die fünften und sechsten Realschulklassen angeboten werden. Derzeit werde noch erfasst, wie viele Kinder das betreffe.

13.24 Uhr: Saale-Orla-Kreis fordert Bundeswehr-Unterstützung an

Die Bundeswehr könnte bald auch im Saale-Orla-Kreis bei der Durchführen von Corona-Tests sowie der Kontaktnachverfolgung helfen. Das Infektionsgeschehen verschärft sich im Landkreis weiter: Bei 25 weitere Menschen konnte am Dienstag im Vergleich zum Vortag das Corona-Virus nachgewiesen werden. Die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz liegt damit bei einem Rekordwert von 181,25. Das entspricht 145 nachgewiesenen Neuinfektionen innerhalb einer Woche.

Lange wurde im Saale-Orla-Kreis darauf verzichtet, die Bundeswehr um Unterstützung zu bitten. „Das liegt zum einen daran, dass das hiesige Gesundheitsamt verhältnismäßig gut aufgestellt ist. Zum anderen wollten wir die auch nicht grenzenlos verfügbaren Einsatzkräfte des Bundes nicht denjenigen streitig machen, die deren Hilfe mit Blick auf ihre personellen Ressourcen und das Infektionsgeschehen nötiger hatten als wir“, erklärt Landrat Thomas Fügmann die Zurückhaltung an Saale und Orla.

Bislang wurden die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Gesundheitsamts von Beschäftigten anderer Bereiche der Kreisbehörde unterstützt. Mit dem rasanten Anstieg der Fallzahlen in den letzten Tagen und der kaum noch zu bewerkstelligenden Kontaktnachverfolgung blieb nun nur noch diese Option. Eine Entscheidung ob und wenn ja, wie viele Soldatinnen und Soldaten bei der Pandemiebekämpfung im Saale-Orla-Kreis aushelfen, dürfte im Laufe der Woche fallen.

Laut MDR unterstützen Soldaten und Soldatinnen bereits die Gesundheitsämter in Gera, Jena und Erfurt sowie die Behörden im Saale-Holz-Landkreis, Eichsfeld, Apolda, Hildburghausen sowie im Weimarer Land.

11.30 Uhr: Zahl der Neuinfektionen steigt in Hildburghausen weiter an

Im bundesweiten Corona-Hotspot Kreis Hildburghausen in Thüringen steigt die Zahl der Infizierten weiter steil an. Die Zahl der Neuinfektionen innerhalb der vergangenen sieben Tage je 100.000 Einwohner erreichte nach Zahlen des Robert Koch-Instituts am Dienstag den Stand von knapp 483. Das ist deutschlandweit weiter der Höchstwert. An zweiter Stelle fand sich die bayerische Region Passau mit einer Sieben-Tage-Inzidenz von etwa rund 390.

Bereits am Montag lag die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz im Kreis Hildburghausen bei 396 - in keinem anderen Landkreis in Deutschland war sie höher. Die Südthüringer Region steht daher vor weiteren Einschränkungen des öffentlichen Lebens. So sollen von diesem Mittwoch an im Kreis Hildburghausen alle Schulen und Kitas geschlossen bleiben. Zudem sind strengere Kontakt- sowie Ausgangsbeschränkungen vorgesehen.

09.48 Uhr: Aktuelle Zahlen aus Jena

Bis Montagabend (Stand: 24 Uhr) sind dem Gesundheitsamt Jena 12 neue SARS-CoV-2-Virus-Infektionen gemeldet worden. 11 Personen konnten als genesen eingestuft werden.


Im Altenzentrum Luisenhaus gibt es zwei 2 neue positive Fälle. Beide Betroffenen wohnen in dem selben Wohnbereich, der seit vergangener Woche unter Quarantäne steht

Die Jenaer Statistik vom Montag, 23.11.2020 (24 Uhr)

  • Anzahl aktiver Fälle: 180
  • davon in den letzten 24 Stunden: 12
  • stationäre Fälle: 7
  • davon schwere Verläufe: 4
  • Infizierungen der letzten sieben Tage: 89
  • Sieben-Tage-Inzidenz für Jena: 82,1
  • Infizierte insgesamt seit dem 14.03.2020: 665
  • Gestorbene insgesamt: 5
  • Genesene insgesamt: 480
  • davon in den letzten 24 Stunden: 11

6.40 Uhr: Strengere Regeln an Schulen könnten kommen

Nach Einschätzung von Thüringens Bildungsminister Helmut Holter (Linke) müssen sich die Thüringer auf strengere Corona-Regeln an Schulen einstellen. Er rechne mit verstärkten Infektionsschutzmaßnahmen an Schulen, sagte Holter der Deutschen Presse-Agentur mit Blick auf die für Mittwoch geplanten Gespräche der Ministerpräsidenten mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU). „Ich gehe davon aus, dass es sicherlich in den oberen Klassen an den Gymnasien und den berufsbildenden Schulen zu geteilten Klassen kommen wird - und damit auch zu Wechselunterricht oder auch die Maskenpflicht eingeführt wird“, sagte Holter.

Entschieden sei noch nichts, aber es deute sich an, betonte der Linke-Politiker. In Thüringen müssen Schüler und Lehrer einen Mund-Nasen-Schutz in den Gängen und an Orten der jeweiligen Schule tragen, wo sich viele Menschen relativ nahe kommen. Lange Zeit sprach sich der Freistaat aber klar gegen eine Maskenpflicht im Unterricht aus, wie es sie bereits in einigen Bundesländern gibt.

Montag, 23. November

18.47 Uhr: Corona-Maßnahmen im Hotspot Hildburghausen verschärft

Angesichts der weiter steigenden Corona-Fallzahlen im Landkreis Hildburghausen haben sich die Thüringer Landesregierung und Landrat Thomas Müller heute auf eine deutliche Verschärfung der Eindämmungsmaßnahmen in der Region verständigt.

Bisher haben mildere Einschränkungen jedoch nicht zu einem Rückgang der Infektionszahlen geführt. Daher haben sich heute die Verantwortlichen auf Kreis- und Landesebene gemeinsam zu gravierenden Schritten entschieden, die ab Mittwoch gelten sollen.

Dazu erklärt Gesundheitsministerin Heike Werner: „Es ist eine besorgniserregende Situation. Deswegen sind wir gemeinsam mit dem Landrat in der Diskussion, welches die richtigen Maßnahmen sind. Angefangen davon, dass es in jedem Fall weitere Kontaktbeschränkungen geben wird, werden ab Mittwoch auch vorübergehend die Kindergärten und Schulen im Landkreis geschlossen. Wir greifen diesbezüglich den Vorschlag von Bundesgesundheitsminister Spahn auf, die Einrichtungen zunächst zu schließen und nach fünf Tagen mit Schnelltests das Infektionsgeschehen zu kontrollieren. Gibt es kein nachweisbares Infektionsgeschehen, können die Kindergärten und Schulen wieder öffnen.“

16.34 Uhr: Ein wenig Weihnachtsstimmung Erfurt trotz Corona

Auf dem Domplatz steht seit 11. November der Erfurter Weihnachtsbaum. Die Rotfichte ist ca. 45 bis 50 Jahre alt, hat einen Stammumfang von ca. 2,31 Metern, eine Höhe von ca. 22 Metern und kommt aus Heilbad Heiligenstadt.

Der Weihnachtsbaum wird ab morgen Abend hell erstrahlen. Zu sehen ist er dann bis zum 7. Januar.

Die Mitarbeiter der Stadtbeleuchtung des Straßenbetriebshofes und des Garten- und Friedhofsamtes haben den Baumriesen mit ca. 1.800 Metern Lichterkette und ca. 24.000 Leuchtpunkten geschmückt.

Weitere Schmuckelemente werden in der Erfurter Innenstadt aufgestellt, speziell auf dem Domplatz stehen bereits die städtische Weihnachtpyramide und die Weihnachtskrippe.

Coronabedingt ist in diesem Jahr das Aufstellen des sehr beliebten und über 60 Jahre alten Märchenwaldes leider doch nicht möglich. Rotkäppchen, Schneewittchen, der Froschkönig und die vielen weiteren Märchenfiguren werden ihr Quartier in diesem Jahr nicht verlassen.

11.20 Uhr: Entwicklung in Kreis Hildburghausen besonders dramatisch

Das Infektionsgeschehen in der Corona-Pandemie hat im Landkreis Hildburghausen einen bundesweiten Höchststand erreicht. Mit einer sogenannten Sieben-Tage-Inzidenz von rund 396 lag der Landkreis am Montagmorgen nach Zahlen des Robert Koch-Instituts deutschlandweit an der Spitze. An zweiter Stelle fand sich der Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge mit einer Sieben-Tage-Inzidenz von etwa 387.

In Thüringen erreichte das Altenburger Land im Vergleich zum Landkreis Hildburghausen den zweithöchsten Wert mit 200. Im Freistaat lag die Zahl der Neuinfektionen innerhalb der vergangenen sieben Tage je 100.000 Einwohner bei rund 125. Mit 35 fiel die Sieben-Tage-Inzidenz thüringenweit in der Stadt Suhl am geringsten aus. Insgesamt leben etwa 2,13 Millionen Menschen in Thüringen.

Die Gesamtzahl der seit Beginn der Pandemie in Thüringen registrierten Corona-Infektionen stieg im Vergleich zum Vortag um 193 auf 13.739. Schätzungen zufolge gelten 9340 der Fälle als genesen. Die Zahl der Gestorbenen, bei denen das Virus nachgewiesen wurde, lag am Montagmorgen demnach im Freistaat bei 296.

9.25 Uhr: Bodo Ramelow rechnet mit einer Verlängerung des Teil-Lockdown

„Ich gehe davon aus, dass wir die eingeleiteten Maßnahmen vom 28. Oktober noch eine ganze Zeit weiter verlängern müssen - dass wir weiter auf Abstand achten müssen, dass wir weiter die AHA-Regeln in den Mittelpunkt stellen“, sagte Ramelow am Montag dem Bayerischen Rundfunk. „Das Einzige, was mich etwas gelassener macht, ist, dass wir im Verhältnis zu Europa immer noch nur ein Drittel der Infektionszahlen haben“, so der Linke-Politiker im Interview auf Bayern 2.

„Das heißt also, dass wir in anderen Ländern wie Italien oder Spanien sehen können, was passiert, wenn man viel zu lange zögert. Und deswegen ist jetzt kein Punkt zum Zögern, sondern ein Punkt zum Nerven behalten und wirklich Abstand halten“, sagte Ramelow. Mit Blick auf das für Mittwoch geplante Bund-Länder-Treffen zur Abstimmung des weiteren Vorgehens in der Corona-Pandemie sagte der Ministerpräsident: „Es kommt nicht auf Parteibücher an, und es kommt auch nicht auf die Frage des Föderalismus an, sondern es kommt auf den Kampf gegen die Epidemie an und es kommt darauf an, wie wir die Ansteckungswege unterbinden.“

7.45 Uhr: Zahlen steigen weiter rasant an

Wenige Tage vor der geplanten Bund-Länder-Beratung zu Anti-Corona-Maßnahmen steigt die Zahl der Sars-CoV2-Neuinfektionen in Thüringen ungebremst. Am Wochenende wurden gut 1100 neue Fälle registriert. Nach dem neuen Tageshöchstwert von 686 am Samstag kamen bis Sonntag weitere 415 Neuinfektionen hinzu, wie das Thüringer Gesundheitsministerium am Sonntag unter Berufung auf das Berliner Robert Koch-Institut mitteilte (Stand 0.00 Uhr). Die hohe Sonntagszahl ist umso bemerkenswerter, weil es an Sonntagen oft zu Meldeverzögerungen kommt.

Auch die Zahl der Menschen in Thüringen, die wegen einer Covid-19-Erkrankung auf Intensivstationen von Krankenhäusern behandelt werden müssen, und der Toten im Zusammenhang mit einer Infektion stieg weiter an.

Angesichts der Entwicklung mahnten Thüringer Politiker eindringlich zur Einhaltung von Infektionsschutzregeln. „Wir sind noch nicht über den Berg. Bitte bleibt achtsam“, twitterte Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) am Samstag. Solange kein Impfstoff zur Verfügung stehe, sei die beste Variante, die Kontakte zu reduzieren und sich mit möglichst wenigen Menschen zu treffen, sagte Gesundheitsministerin Heike Werner (Linke) in einer Videobotschaft. Der CDU-Landtagsfraktionsvorsitzende Mario Voigt twitterte: „Corona ist nicht vorbei und verzeiht keinen Leichtsinn.“

Sonntag, 22. November

16.10 Uhr: Dieser Thüringer Kreis ist bundesweiter Spitzenreiter

Der Südthüringer Landkreis Hildburghausen befindet sich auch bundesweit unter den Kreisen mit besonders vielen Corona-Neuinfektionen. Am Sonntag wurden dort rund 386 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen registriert, wie aus Zahlen des Robert Koch-Instituts hervorgeht.

Bereits am Samstag hatte der Landkreis mit einem Sieben-Tage-Wert von rund 315 pro 100.000 Einwohner im Lagebericht des Robert-Koch-Instituts bundesweit Platz fünf unter den Kreisen und kreisfreien Städten eingenommen. Allein am Sonntag wurden insgesamt 65 Corona-Neuinfektionsfälle gezählt, der höchste Wert der vergangenen Woche. Der Kreis hat gut 63.000 Einwohner.

14.48 Uhr: Mehrere Infektionen in Senioren-Wohngemeinschaft

Der Landkreis Schmalkalden-Meiningen meldet weitere Infektionen in der Senioren-Wohngemeinschaft Am Kirchbrunnen in Meiningen. Am 15. November gab es bereits zwei positive Fälle beim Personal und den Bewohnern. Mittlerweile sind zehn von 12 Bewohnern sowie drei von zehn Mitarbeitern infiziert.

12.10 Uhr: Jena schließt Gymnasium vorläufig

Jena meldet sechs neue Corona-Fälle. Damit gibt es derzeit 175 aktive Fälle in der Stadt. Weil ein Pädagoge positiv getestet wurde, hat die Stadt das Christliche Gymnasium vorläufig geschlossen.

Der Unterricht soll digital weitergeführt werden. Die Eltern wurden durch die Schulleitung informiert.

10.47 Uhr: Ministerium stellt zusätzliche Corona-Hilfen bereit

In Thüringen können gemeinnützige Einrichtungen der Jugendarbeit nach Angaben des Sozialministeriums von zusätzlichen Finanzhilfen zur Beibehaltung ihrer Angebote in der Corona-Pandemie profitieren. Die EU habe dafür zusätzliche Fördermittel zur Verfügung gestellt, teilte das Sozialministerium am Samstag mit.

Dabei geht es etwa um Kinder- und Jugendtheaterprojekte, Jugendredaktionen oder Malschulen – aber auch Anlaufstellen vor Ort, die ihre persönliche Beratung wegen der Pandemie ins Internet verlegen mussten oder die zur Umsetzung von Infektionsschutzauflagen mehr Personal benötigen. Für das Programm stehen laut Ministerium zehn Millionen Euro zur Verfügung. Anträge auf Förderung können von Montag (23. November) an bis zum 4. Dezember gestellt werden.

Samstag, 21. November

12.03 Uhr: Politiker mahnen zur Einhaltung der Corona-Regeln

Angesichts erneut rasant gestiegener Corona-Neuinfektionszahlen haben Thüringer Politiker eindringlich zur Einhaltung von Infektionsschutzregeln gemahnt. „Wir sind noch nicht über den Berg. Bitte bleibt achtsam“, twitterte Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) am Samstag. Solange kein Impfstoff zur Verfügung stehe, sei die beste Variante, die Kontakte zu reduzieren und sich mit möglichst wenigen Menschen zu treffen, sagte Gesundheitsministerin Heike Werner (Linke) in einer Videobotschaft.

Sie empfahl, statt dessen andere Kontaktmöglichkeiten wie Telefon und Internet zu nutzen. Der CDU-Landtagsfraktionsvorsitzende Mario Voigt twitterte: „Corona ist nicht vorbei und verzeiht keinen Leichtsinn.“

10.32 Uhr: Dramatischer Anstieg in Thüringen

In Thüringen haben die Corona-Neuinfektionen erneut rasant zugenommen und einen neuen Tageshöchstwert erreicht. 686 neue Fälle seien am Samstag (Stand 0.00 Uhr) gemeldet worden, wie die Staatskanzlei unter Berufung auf das Berliner Robert-Koch-Institut mitteilte.

Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus erhöhte sich um 7 auf 289 seit Beginn der Pandemie. Die Zahl der Neuinfizierten je 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen übersprang am Samstag die Marke von 100 und lag bei 113,6. Seit Pandemie-Beginn haben sich insgesamt 13.131 Menschen in Thüringen mit dem Coronavirus infiziert, von ihnen gelten 8910 als genesen.

9.35 Uhr: Beliebter Weihnachtsmarkt abgesagt

Wegen der Corona-Pandemie ist der alljährliche Weihnachtsbasar der Thüringer Gefängnisse dieses Jahr erstmals seit seiner Gründung im Jahr 2006 abgesagt worden. Das teilte das Justizministerium auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mit.

Bei dem Basar im Regierungsviertel wird sonst jährlich das Arbeits- und Bildungswesen der Gefängnisse präsentiert. Zu kaufen gibt es Produkte, die Häftlinge etwa in den Eigenbetrieben der Justizvollzugsanstalten (JVA), deren Bildungsstätten und Werkstätten oder in der Freizeit anfertigen.

(dpa mit Thüringen24)