Corona in Thüringen: Kreis Hildburghausen greift durch! ++ Todesfall in Jena ++

Darum schützt die AHA+L+C-Formel

Wie verbreitet sich das Coronavirus und was genau ist eigentlich die AHA+L+C-Formel? Antworten darauf gibt's im Video!

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Thüringen. Die Corona-Pandemie bestimmt auch in Thüringen weiterhin das öffentliche und auch das private Leben. Auch wenn die Zahlen im Frühjahr im bundesweiten Vergleich niedrig waren, hat die zweite Welle auch den Freistaat voll erwischt.

Ein „Teil-Lockdown“ gilt deswegen für ganz Deutschland – auch für Thüringen. Ob dieser nun verlängert wird und wirklich bis kurz vor Weihnachten geht, wird heute beschlossen.

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Alles, was du zum Coronavirus wissen musst:

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Die aktuellen Fallzahlen hast du mit unser Corona-Karte immer im Blick:

Corona aktuell in Thüringen: Alle Infos hier im Newsblog!

Damit du immer den Überblick behältst über die aktuelle Corona-Entwicklung, erfährst du hier die wichtigsten Infos im Newsblog.

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Samstag, 28. November

15.30 Uhr: Landkreistag findet Corona-Konzept für Schulen verantwortungslos

Der Thüringische Landkreistag hat das Corona-Konzept des Bildungsministeriums für die Schulen kritisiert. Dass den Schulleitern während der Corona-Pandemie mehr Verantwortung übertragen werden solle, sei „verantwortungslos“, sagte die Präsidentin des Thüringischen Landkreistages, Martina Schweinsburg (CDU), der Deutschen Presse-Agentur.

Mit der entsprechenden Anordnung unterlaufe das Bildungsministerium zudem die Arbeit der Gesundheitsämter, die fachlich für derartige Entscheidungen zuständig seien, monierte Schweinsburg.

Die Schulleiter sollen der Anordnung zufolge bei Corona-Infektionen selbstständiger entscheiden, welche Schutzmaßnahmen sie ergreifen. Dazu zählt unter anderem auch eine Maskenpflicht im Unterricht.

14.45 Uhr: Kreis Hildburghausen greift durch

Der bundesweite Corona-Hotspot-Landkreis Hildburghausen hat ein Versammlungsverbot verhängt. Demnach sind ab Sonntag sämtliche Veranstaltungen und Versammlungen im Kreisgebiet untersagt. Das geht aus einer neuen Verordnung hervor, die der Landkreis am Samstag erließ. Nur im Einzelfall könnten auf Antrag Versammlungen genehmigt werden, wenn sie infektionsschutzrechtlich vertretbar seien und vier Tage vorher angemeldet würden.

Damit reagierte er auf einen Corona-Protest am vergangenen Mittwoch, bei dem unangemeldet mehrere Hundert Menschen teils ohne Mund-Nasen-Schutz und Mindestabstand singend durch die Straßen zogen. Die Polizei löste die Ansammlung schließlich auch mit Hilfe von Pfefferspray auf. Die neue Verordnung untersagt nun unangemeldete Versammlungen.

13.38 Uhr: Weiterer Todesfall in Jena

Das Gesundheitsamt Jena verzeichnet in den vergangen 24 Stunden 20 neue SARS-CoV-2-Fälle. „Leider ist ein weiterer Todesfall hinzugekommen. Damit steigt die Anzahl der Personen, die in Jena in Folge einer Corona-Erkrankung gestorben sind, auf 7“, informiert eine Pressesprecherin.

Die Jenaer Statistik vom Freitag, 27.11.2020 (24 Uhr):

  • Anzahl aktiver Fälle: 204
  • davon in den letzten 24 Stunden: 20
  • stationäre Fälle: 9
  • davon schwere Verläufe: 4
  • Infizierungen der letzten sieben Tage: 119
  • Sieben-Tage-Inzidenz für Jena: 110
  • Infizierte insgesamt seit dem 14.03.2020: 762
  • Gestorbene insgesamt: 7
  • Genesene insgesamt: 551
  • davon in den letzten 24 Stunden: 25
  • Personen in Quarantäne (Stand 26.11.2020): 1770

11.04 Uhr: Corona-Kontrolle in Erfurt eskaliert

Eine Corona-Kontrolle am Freitagabend in der Erfurter Innenstadt eskalierte. 25 Personen widersetzen sich der Polizei. >> Mehr dazu hier!

10.32 Uhr: Wende im Super-Corona-Hotspot Hildburghausen?

Im Thüringer Corona-Hotspot-Landkreis Hildburghausen ist der Inzidenz-Wert wieder unter die Marke von 600 gefallen. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) lag die Zahl der Neuinfektionen je 100 000 Einwohner innerhalb einer Woche am Samstag bei 595 (Vortag: knapp 630).

Der Wert ist damit erstmals seit längerem nicht weiter gestiegen, sondern hat sich etwas abgeschwächt. Dennoch leuchtet der Südthüringer Kreis an der bayerischen Landesgrenze auf der Corona-Karte des RKI weiterhin als einzige Region in Deutschland pink.

Im Kreis Hildburghausen gelten seit Wochenmitte strenge Ausgangsbeschränkungen, alle Schulen und Kindertagesstätten sind geschlossen. Derzeit laufen die Vorbereitungen für eine bundesweit einzigartige Testaktion, bei der ab frühestens kommenden Dienstag die Infektionshäufigkeit unter den Kindergarten- und Schulkindern kontrolliert werden soll.

Ziel der freiwilligen Tests ist eine baldige Rückkehr der Kitas und Schulen in den eingeschränkten Regelbetrieb. Dafür stehen 11 000 Antigen-Tests bereit. Die Bundeswehr leistet nach eigenen Angaben ab Montag mit mehr als 20 Soldaten Amtshilfe.

Freitag, 27. November

17.51 Uhr: Universitätsklinikum Jena mit dringendem Appell

Das Universitätsklinikum Jena hat einen eindringlichen Appell an alle, die Corona noch immer nicht ernst nehmen würden. „Corona ist wahrlich kein Vergnügen – nicht für uns und schon gar nicht für unsere Patienten“, heißt es bei Facebook. „Daher mal ein paar deutliche Worte an alle, die es noch nicht verstanden haben oder verstehen wollen“, schreibt das Klinikum weiter.

Das Personal des Klinikums würde es weiterhin aushalten, kritisiert zu werden. Doch was gar nicht gehe, das sei Corona zu verharmlosen oder zu verleugnen.

17.18 Uhr: Landrat: Schnelltests notfalls ohne Bürgermeister-Ok

Die geplanten Corona-Schnelltests in Schulen und Kindergärten im Landkreis Hildburghausen sollen nach Angaben von Landrat Thomas Müller (CDU) auch in Orten angeboten werden, deren Bürgermeister die Tests ablehnen. „Ob Kinder getestet werden, entscheiden nicht die Bürgermeister, sondern allein die Eltern“, sagte Müller am Freitag der Deutschen Presse-Agentur.

Sollten Bürgermeister dafür nicht kommunale Räume zur Verfügung stellen, „werden wir Testwillige andernorts in die Tests einbinden“. Zuvor war bekannt geworden, dass etwa in Heldburg und Eisfeld die Bürgermeister die Schnelltests nicht vornehmen lassen wollen.

16.12 Uhr: Schärfere Corona-Maßnahmen im Altenburger Land

Nachdem im Altenburger Land die Zahl der Corona-Neuinfektionen je 100 000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen auf einen Wert von mehr als 300 gestiegen ist, sollen die Maßnahmen zur Bekämpfung der Pandemie verschärft werden. Landrat Uwe Melzer (CDU kündigte am Freitag für kommende Woche den Erlass einer Verfügung mit schärferen Maßnahmen an, wie das Landratsamt mitteilte. Die Abstimmung zwischen der Kreisverwaltung und dem Land laufe derzeit.

Der Landkreis Altenburger Land ist nach dem Kreis Hildburghausen in Thüringen derjenige mit der höchsten sogenannten Sieben-Tage-Inzidenz bei den Neuinfektionen. Im Kreis Hildburghausen wurde der Wert am Freitag mit knapp 630 angegeben.

15.35 Uhr: Grundschullehrerin infiziert – Zwei Klassen in Quarantäne

Im Landkreis Schmalkalden-Meiningen ist eine Grundschullehrerin positiv auf das Corona-Virus getestet worden.

Die Hortgruppe 1c und die Klasse 4c der Grundschule Haseltal in Steinbach-Hallenberg wurden daraufhin in Quarantäne versetzt.

An der Regelschule Steinbach-Hallenberg hat sich ein außerdem ein Schüler mit SARS-CoV-2 infiziert, teilt der Landkreis mit. Die Klassen 9b und 9c befinden sich in Quarantäne.

13.30 Uhr: Hildburghausen gehen die Intensivbetten aus

Im bundesweit am stärksten von der Corona-Pandemie betroffenen Landkreis Hildburghausen in Thüringen sind derzeit alle Intensivbetten belegt. Das geht aus dem Register der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI) mit Stand Freitagmorgen hervor. Das DIVI-Register listet für den Landkreis, in dem es ein Allgemeinkrankenhaus der Grundversorgung und eine Fachklinik für Psychiatrie und Neurologie gibt, insgesamt acht Intensivbetten auf. Sie waren am Freitag allesamt belegt, davon zwei mit Covid-19-Patienten.

Unterdessen ist die Polizei zu einem Einsatz an der regionalen Corona-Teststation in Hildburghausen ausgerückt. Die Polizei habe am Donnerstagabend über die Versammlungsbehörde des Landkreises Kenntnis über einen Aufruf in sozialen Medien zur Blockade der Abstrichstelle erlangt, sagte eine Polizeisprecherin am Freitag. Die Polizei sei daraufhin vor Ort gewesen, eine Blockade habe aber nicht festgestellt werden können. Wer dahinter steckt, sei zunächst unklar.

13.15 Uhr: Erfurt bekommt zwei Impfzentren ++ Impfung schon ab Januar

In der Landeshauptstadt Erfurt wird die Kassenärztliche Vereinigung Thüringen zwei Impfzentren aufbauen. Wie der KVT-Vertreter Dr. Michael Sakriß heute im städtischen Pandemiestab berichtete, sollen diese Mitte Dezember einsatzbereit sein und Anfang Januar ihre Arbeit aufnehmen.

. „Voraussetzung ist aber, dass es auch genügend Impfstoff gibt, den wir verimpfen können“, so Sakriß. Die Impfzentren würden gerade im Umfeld der beiden Erfurter Kliniken (Helios und Katholisches Krankenhaus) entstehen, sollen aber unter der Regie der KVT betrieben werden. Michael Sakriß: „50 Ärzte haben sich bereits für den Einsatz gemeldet. Sie kommen aus Erfurter Praxen, manche von den Kliniken, andere auch aus dem Ruhestand.“

10.30 Uhr: Wieder weit mehr als 20 Neuinfektionen in Jena ++ Inzidenz steigt weiter

Gestern ist der Inzidenzwert in Jena von 80 auf über 100 geschnellt. Auch am Freitag steigt er erneut an. In den vergangenen 24 Stunden gab es 28 neue positive getestete Neuinfektionen. Insgesamt sind damit 742 Personen in Jena infiziert, 526 jedoch bereits wieder genesen. 6 Personen sind bislang an dem Virus verstorben.

Die Sieben-Tage-Inzidenz klettert in Jena damit weiter. Diesmal auf 115,4. Besonders alarmierend hat sich die Zahl der Personen entwickelt, die sich in Quarantäne befinden. Die Zahl ist mit 1770 nämlich um 535 Personen im Vergleich zur Vorwoche gewachsen.

7:51 Uhr: Inzidenz in Hildburghausen steigt weiter ++ Landrat unter Polizeischutz

Am Mittwochabend war Hildburghausen in Thüringen bundesweit in die Schlagzeilen geraten. Trotz Indzidenwert von rund 500 marschierten dort Corona-Gegner und rechte Kräfte auf. 400 Personen nahmen an der Demonstration teil, größtenteils ohne Mund-Nasen-Maske. Die Sieben-Tage-Inzidenz steigt unterdessen weiter.

Nach Angaben des Robert-Koch-Instituts lag die Inzidenz für den Kreis in der Nacht zum Freitag um Mitternacht bei 630. Innerhalb von 24 Stunden gab es 63 neue Fälle, 1.044 Personen im Kreis sind aktiv infiziert.

Der Landrat des bundesweiten Corona-Hotspots, Thomas Müller, steht unterdessen seit Donnerstag unter Polizeischutz. Er sei zuvor in den Sozialen Medien beleidigt und bedroht worden und habe Anzeige erstattet, sagte ein Sprecher der Polizei in Erfurt der Deutschen Presse-Agentur am Donnerstagabend.

Donnerstag, 26. November

15.54 Uhr: Thüringen bleibt bei Weihnachtsferienbeginn

Anders als andere Bundesländer zieht Thüringen seinen Ferienbeginn nicht auf einen einheitlichen 19. Dezember vor, sondern bleibt beim 23. Dezember. Ältere Schüler sollen aber in den Tagen vor Weihnachten zu Hause bleiben und dort Distanzunterricht erhalten. Das hatte Bildungsminister Helmut Holter (Linke) dem Kabinett am Donnerstag vorgeschlagen, nun soll es so umgesetzt werden, wie ein Sprecher des Bildungsministeriums bestätigte. Zuhause bleiben sollen Schüler ab der Klassenstufe 7 ab 21. Dezember und bis zum 10. Januar.

Die Ministerpräsidenten der Länder und Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hatten sich am Mittwoch bei einer Schalte darauf verständigt, dass bereits der 18. Dezember der letzte Schultag sein soll. Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) hatte bei dem Thema aber zu Protokoll gegeben, dass er diesen Punkt noch mit seinem Kabinett abstimmen wolle.

15.25 Uhr: Saale-Orla-Kreis meldet „nächsten Rekordwert“

Der Saale-Orla-Kreis meldet 3 neue Fälle innerhalb eines Tages, das sei ein „nächster Rekordwert“. Es gebe keinen Schwerpunkt für das Infektionsgeschehen. Im Gegenteil. Vielmehr seien die Fälle über das gesamte Kreisgebiet verstreut.

13.50 Uhr: 20 Neuinfektionen in Gera

Insgesamt stieg die Zahl der Neuinfektionen in Gera in den vergangenen 24 Stunden um 20 Fälle an. Damit steigt die Zahl der aktiven Fälle auf 185. Die Gesamtzahl der Infektionen liegt bei 768. Jedoch: 556 gelten bereits als genesen. 27 Personen sind verstorben.

11.05 Uhr: Ausbruch in Asylunterkunft und Schulen im Wartburgkreis

Im Wartburgkreis gibt es einen Corona-Ausbruch in einer Gemeinschaftsunterkunft für Asylsuchende in Gerstungen 19 Personen positiv auf das Coronavirus getestet. Das gesamte Heim steht noch bis Sonntag unter Quarantäne. Eine Verlängerung der Quarantäne ist in Planung.

Auch in einer Schule gibt es erneut positive Fälle: An der Grundschule „Parkschule“ sind 4 Schüler und Schülerinnen positiv getestet worden. Auch an der Grundschule Dermbach wurde ein Schüler positv getestet.

11.00 Uhr: Fast 50 Neuinfektionen in Erfurt, ein Todesfall

Seit Beginn der Pandemie wurden in Erfurt insgesamt 1362 Personen positiv auf das Coronavirus getestet. In den vergangenen Stunden gab es einen Anstieg um 49 Fälle. Eine weitere an Covid-19 erkrankte Person ist verstorben. Die 7-Tage-Inzidenz liegt bei 102,8. 30 Personen befinden sich in stationärer Behandlung.

10.40 Uhr: 27 neue Corona-Fälle in Jena! Inzidenz steigt deutlich auf über 100

Jena hatte als erste Stadt deutschlandweit zur Maske gegriffen und war damit sehr erfolgreich gewesen. In der zweiten Welle schießen auch hier die Infektionszahlen in die Höhe. In den vergangen 24 Stunden wurden insgesamt 27 neue Corona-Infektionen gemeldet. Damit gibt es aktuell 212 aktive Fälle in der Stadt. Innerhalb der vergangenen sieben Tage haben sich 116 Menschen infiziert - bis gestern waren es entsprechend noch unter 90 gewesen. Die Sieben-Tage-Inzidenz für Jena steigt damit auf 107. Am Mittwoch lag er noch bei 82,1.

Sechs Personen sind seit Beginn der Pandemie verstorben, 469 inzwischen genesen.

10.20 Uhr: Hildburghausener Bürgermeister verzweifelt: „Bekommen Probleme, das Lebensnotwendige zu organisieren“

„Wenn die Fallzahlen dadurch weiter hoch gehen, waren die ganzen Gegenmaßnahmen umsonst“, sagte Rathauschef Tilo Kummer (Linke) am Donnerstag der Deutschen Presse-Agentur. „Wir bekommen Probleme, das Lebensnotwendige zu organisieren, wenn die Infektionszahlen weiter steigen.“ Er verwies darauf, dass es auch Corona-Fälle bei Rettungsdiensten und Feuerwehren gebe.

Für die rund 63 000 Einwohner im Kreisgebiet gelten bis vorerst 13. Dezember strengere Corona-Regeln. So ist der Aufenthalt außerhalb der Wohnung oder dem eigenen Grundstück nur noch aus „triftigem Grund“ erlaubt. Dazu gehören unter anderem der Weg zur Arbeit, der Gang zum Arzt und notwendige Einkäufe.

7.30 Uhr: Irre Aufnahmen aus Hildburghausen

Nach den Protesten in Hildburghausen machen in den sozialen Netzwerken unfassbare Aufnahmen die Runde. Sie zeigen die Teilnehmer der Demonstration, wie sie durch die Stadt marschieren und singen „Oh wie ist das schön“. Geteilt hatte das Video unter anderem Tommy Frenck, neonazistischer Aktivist, der für das rechtsextreme Bündnis Zukunft Hildburghausen im Kreistag sitzt. Auf Twitter wurde das Video ebenfalls vielfach geteilt. Hier jedoch mit reichlich Kritik.

Was an einem Inzidenzwert von beinah 500 noch „schön“ sein soll, wissen wohl nur die Demonstrierenden selbst. Die Zahlen im Landkreis sind inzwischen so hoch, dass das Robert-Koch-Institut auf der Corona-Karte extra eine neue Farbe eingeführt hatte. Der Landkreis erscheint als einziger in Pink.

6:25 Uhr: Corona-Proteste ausgerechnet in Inzidenz-Hochburg

Ausgerechnet in Hildburghausen! Der Kreis Hildburghausen hat derzeit bundesweit das größte Infektionsgeschehen bei Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner binnen sieben Tagen. Seit Mittwoch gilt dort ein regionaler Lockdown mit Ausgangsbeschränkungen sowie geschlossenen Schulen und Kindergärten.

Das hat rund 400 Personen nicht davon abgehalten, sich zu versammeln und zu protestieren. Mehrfache kommunikative Versuche, die Teilnehmer zum Verlassen der Demonstration zu bewegen, seien fehlgeschlagen, teilte die Polizei in der Nacht zum Donnerstag mit. Die Polizei setzte Pfefferspray ein. Die Teilnehmer hatten sich auf dem Marktplatz in Hildburghausen entgegen der geltenden Thüringer Infektionsschutzverordnung und der Allgemeinverfügung des Landkreises Hildburghausen versammelt, teilte die Polizei mit. Die Beamten stellten zahlreiche Verstöße gegen die geltenden Infektionsschutzregelungen fest. So wurden laut Mitteilung Mindestabstände nicht eingehalten, Masken nicht getragen und die eigene Wohnung ohne triftigen Grund verlassen, hieß es.

Mehr als 30 Anzeigen wurden erstattet.

Mittwoch, 25. November

22.50 Uhr: Ramelow will über Ferienbeginn diskutieren

Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) will über eine mögliche Verlängerung der Weihnachtsferien im Kabinett beraten. Bund und Länder hätten sich darauf verständigt, dass die Länder den 18. Dezember - ein Freitag - zum letzten Schultag machen könnten. In Thüringen wäre am Montag und Dienstag noch Schule wegen des bisher geplanten Ferienbeginns am 23. Dezember.

„Das werden wir im Kabinett diskutieren“, sagte Ramelow am Mittwoch in Erfurt nach einer Schalte mit seinen Länderkollegen und Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU). Thüringen habe bei diesem Thema zu Protokoll gegeben, dass er dazu noch keine Vollmacht habe, eine Entscheidung „vorwegzunehmen“, wie Ramelow sagte.

21.19 Uhr: Bodo Ramelow äußert sich nach Corona-Gipfel

Die Einschränkungen des Teil-Lockdowns sollen nach Angaben von Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) bis Anfang Januar verlängert werden.

Im Beschluss des Corona-Gipfels sei aus formalen Gründen eine Verlängerung bis zum 20. Dezember festgelegt worden, doch die Maßnahmen würden danach nochmals bis Anfang Januar verlängert, sagte Ramelow am Mittwochabend im Anschluss an den Gipfel. Es gehe unter den Regierungschefs niemand davon aus, dass Hotels und Gaststätten vorher geöffnet würden.

Bodo Ramelow spricht davon, dass die Hoffnung da war, die Welle zu durchbrechen: „Wir haben sicherlich die Welle des Anstiegs durchbrochen, aber wir haben nicht die Infektionsrate unterbunden und sind nicht aus dem dynamischen Entwicklungsbereich rausgekommen. Wir in Thüringen leider gar nicht, sondern ganz im Gegenteil, mit heute wieder über 500 Infektionen, die neu dazu gekommen sind.“

Er mahnt: „Es wird deutlich, dass wir in Thüringen uns noch in einer Dynamik bewegen, die uns noch einiges abverlangen wird.“ Die spontane Demo in Hildburghausen am Mittwochabend macht Ramelow fassungslos. Vor allem in Hinblick darauf, dass die Maßnahmen erst verschärft wurden.

Dort dürften Menschen nur noch die Häuser verlassen, wenn sie einen „triftigen Grund“ haben. Dass hunderte Menschen ohne Maske spontan auf dem Rathausplatz demonstrieren, hält Ramelow für eine „bewusste Missachtung“. Die Demonstranten seien „sehr unsolidarisch“.

Mehr zu den Beschlüssen des Corona-Gipfels findest du in unserem überregionalen Newsblog >>>.

20.11 Uhr: Unangemeldete Demo in Hildburghausen

Offenbar haben sich mehrere Menschen am Mittwochabend spontan zu einer Demo auf dem Marktplatz in Hildburghausen versammelt. Das berichtet die „Thüringer Allgemeine“.

Demnach würden sie gegen die neue Corona-Verordnung demonstrieren.

19.25 Uhr: Querdenker-Chatgruppe droht Innenminister Maier

Der Chef der Innenministerkonferenz, Georg Maier (SPD), ist nach Angaben des Thüringer Innenministeriums in einer „Querdenken“-Chatgruppe bedroht worden. Eine Sprecherin bestätigte Informationen des MDR, wonach in einem Eintrag in einer Telegram-Chatgruppe Bezug zu Maiers Vorschlag genommen wurde, ein Verbot der AfD zu prüfen, falls diese sich weiter radikalisiere. Demnach sei unter anderem auch ein Bild von Thüringens Innenminister Maier mit einem Aufruf gepostet worden. Details wollte die Sprecherin nicht nennen.

Vor knapp drei Wochen war in einer „Querdenken“-Chatgruppe dazu aufgerufen worden, Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) Dinge vor die Tür zu stellen. Kurze Zeit später entdeckte Ramelow eine Grabkerze vor der Haustür seiner privaten Wohnadresse und einen Aufruf zur Teilnahme an einer „Querdenken“-Demonstration. Die Polizei leitete Ermittlungen ein. „Querdenken“-Initiator Michael Ballweg hatte sich von dem Chat und dem Aufruf distanziert.

17.49 Uhr: Vierzehn neue Fälle in Weimar

Weimar meldet 14 neue Corona-Fälle innerhalb der letzten 24 Stunden. Diese seien auf verschiedene Quellen zurückzufüren. Bei den Infizierten handele es sich um einen Reiserückkehrer, Ansteckungen im Arbeitsumfeld oder im familiären Umfeld. Bei acht Fällen konnte der Infektionsweg indes noch nicht geklärt werden.

10.53 Uhr: Todesfall in Jena

Jena meldet einen weiteren Todesfall im Zusammenhang mit Covid-19 – es war der bislang sechste in Jena.

Außerdem kamen seit gestern 22 neue Corona-Fälle hinzu, neun Personen konnten als genesen eingestift werden.

Die Jenaer Corona-Statistik:

  • Anzahl aktiver Fälle: 192
  • davon in den letzten 24 Stunden: 22
  • stationäre Fälle: 7
  • davon schwere Verläufe: 4
  • Infizierungen der letzten sieben Tage: 101
  • Sieben-Tage-Inzidenz für Jena: 93,2
  • Infizierte insgesamt seit dem 14.03.2020: 687
  • Gestorbene insgesamt: 6
  • Genesene insgesamt: 489
  • davon in den letzten 24 Stunden: 9

10.14 Uhr: Inzidenzwert in Hildburghausen springt über 500

Die Corona-Lage im Landkreis Hildburghausen eskaliert weiter: Als erster Kreis in ganz Deutschland hat Hildburghausen die Inzidenz-Marke von 500 geknackt, wie das Robert Koch-Institut mitteilt.

Demnach liegt der Wert jetzt bei 526,6. Also haben sich in den letzten sieben Tagen und 527 Menschen je 100.000 Einwohner mit Covid-19 infiziert. Gestern lag der Wert noch bei 483. >> HIER erfährst du, WARUM es ausgerechnet Hildburghausen so hart trifft!

8.45 Uhr: 31 Neuinfektionen in Erfurt

Erfurt meldet 31 neue Corona-Fälle. Damit steigt die zahl der Infizierten in der Landeshauptstadt jetzt auf 1.313. 30 Patienten liegen im Krankenhaus.

Die Zahl der als genesen Geltenden liegt unverändert bei 808. 22 Personen sind verstorben. Damit gibt es in Erfurt aktuell 483 nachgewiesene Infektionen mit dem Coronavirus.

Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt bei 101,9.

6.49 Uhr: Ramelow berät mit Merkel und Länderkollegen über Corona-Maßnahmen

Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) berät heute um 14 Uhr mit seinen Länderkollegen und Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) über das weitere Vorgehen in der Corona-Pandemie. Erwartet wird, dass der bisher bis Ende November geltende Teil-Lockdown verschärft und verlängert wird.

Noch vor Beginn der Gespräche gilt im bundesweit größten Corona-Hotspot, dem Landkreis Hildburghausen, ab heute ein regionaler Lockdown mit strengen Kontakt- und Ausgangsbeschränkungen.

Alle 40 Kindergärten und 28 Schulen in dem südthüringischen Landkreis bleiben geschlossen. Landrat Thomas Müller (CDU) hatte angekündigt, eine Notbetreuung für Kinder wie beim Lockdown im Frühjahr zu organisieren. Nächste Woche dann sollen Kinder, Schüler und pädagogisches Personal auf eine Corona-Infektion getestet werden. Dafür wurden 11.000 Schnelltests bestellt.

Die Zahl der Neuinfektionen innerhalb der vergangenen sieben Tage je 100.000 Einwohner hatte nach Zahlen des Robert Koch-Instituts im Landkreis Hildburghausen am Dienstag den Stand von knapp 483 und damit erneut den Höchstwert in Deutschland erreicht.

6.00 Uhr: Landeselternvertretung gegen generelle Maskenpflicht im Unterricht

Vor dem Treffen der Ministerpräsidenten mit Bundeskanzlerin Angela Merkel heute hat die Thüringer Landeselternvertretung (LEV) ihre Forderung bekräftigt, weiterhin auf eine generelle Maskenpflicht im Unterricht zu verzichten.

Wo es das Infektionsgeschehen erfordere, sei die Einhaltung der Abstandsregeln im Unterricht und der damit verbundene Wechsel zu geteilten Klassen der Maskenpflicht im Unterricht vorzuziehen, teilte die LEV am Dienstagabend mit.

Dort, wo die Mindestabstände nicht eingehalten werden können, sieht die LEV das Tragen der Alltagsmaske hingegen als unkritisch an.

Dienstag, 24. November

20.14 Uhr: Regierung will Parlament an Corona-Entscheidungen beteiligen

Thüringens Landtag soll die Möglichkeit erhalten, bei Corona-Entscheidungen künftig ein deutliches Wort mitzureden. Entsprechende Regelungen will die Regierung dem Parlament vorlegen, sagte eine Sprecherin der Staatskanzlei auf Anfrage.

Das Kabinett habe sich damit am Dienstag beschäftigt, aber noch nicht entschieden. Es gebe noch Abstimmungsbedarf zwischen Ministerien. Nach einem Bericht der „Thüringer Allgemeine“ (Dienstag) soll der Landtag „bei Präventionsmaßnahmen künftig das letzte Wort haben“.

16.24 Uhr: Landrat: 11.000 Schnelltests für Schulen und Kitas

Nach der angekündigten coronabedingten Schließung der Kitas und Schulen im Landkreis Hildburghausen sollen ab der kommenden Woche Schüler und Personal getestet werden. „Wir wollen am Montag mit Schnelltests starten, um so zügig wie möglich wieder in den eingeschränkten Regelbetrieb zu kommen“, sagte CDU-Landrat Thomas Müller am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur.

Aufgrund des sich weiter verschärfenden Infektionsgeschehens in der Südthüringer Region müssen ab diesem Mittwoch alle 40 Kitas und 28 Schulen schließen. Davon betroffen sind laut dem Landrat rund 8000 Kinder und Jugendliche sowie rund 1000 Lehrkräfte und Schulmitarbeiter.

Der Landkreis erhalte rund 11.000 Schnelltests. Wer sich nicht testen lassen wolle oder ein positives Ergebnis erhalte, müsse weiter zu Hause bleiben. Bei negativen Tests könnten die Einrichtungen Schritt für Schritt wieder in den eingeschränkten Regelbetrieb zurückkehren.

Wie bereits beim Lockdown im Frühjahr werde es während der Schließung der Einrichtungen eine Notbetreuung geben, kündigte der Landrat an. Diese soll in Kitas, Grundschulen und für die fünften und sechsten Realschulklassen angeboten werden. Derzeit werde noch erfasst, wie viele Kinder das betreffe.

13.24 Uhr: Saale-Orla-Kreis fordert Bundeswehr-Unterstützung an

Die Bundeswehr könnte bald auch im Saale-Orla-Kreis bei der Durchführen von Corona-Tests sowie der Kontaktnachverfolgung helfen. Das Infektionsgeschehen verschärft sich im Landkreis weiter: Bei 25 weitere Menschen konnte am Dienstag im Vergleich zum Vortag das Corona-Virus nachgewiesen werden. Die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz liegt damit bei einem Rekordwert von 181,25. Das entspricht 145 nachgewiesenen Neuinfektionen innerhalb einer Woche.

Lange wurde im Saale-Orla-Kreis darauf verzichtet, die Bundeswehr um Unterstützung zu bitten. „Das liegt zum einen daran, dass das hiesige Gesundheitsamt verhältnismäßig gut aufgestellt ist. Zum anderen wollten wir die auch nicht grenzenlos verfügbaren Einsatzkräfte des Bundes nicht denjenigen streitig machen, die deren Hilfe mit Blick auf ihre personellen Ressourcen und das Infektionsgeschehen nötiger hatten als wir“, erklärt Landrat Thomas Fügmann die Zurückhaltung an Saale und Orla.

Bislang wurden die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Gesundheitsamts von Beschäftigten anderer Bereiche der Kreisbehörde unterstützt. Mit dem rasanten Anstieg der Fallzahlen in den letzten Tagen und der kaum noch zu bewerkstelligenden Kontaktnachverfolgung blieb nun nur noch diese Option. Eine Entscheidung ob und wenn ja, wie viele Soldatinnen und Soldaten bei der Pandemiebekämpfung im Saale-Orla-Kreis aushelfen, dürfte im Laufe der Woche fallen.

Laut MDR unterstützen Soldaten und Soldatinnen bereits die Gesundheitsämter in Gera, Jena und Erfurt sowie die Behörden im Saale-Holz-Landkreis, Eichsfeld, Apolda, Hildburghausen sowie im Weimarer Land.

11.30 Uhr: Zahl der Neuinfektionen steigt in Hildburghausen weiter an

Im bundesweiten Corona-Hotspot Kreis Hildburghausen in Thüringen steigt die Zahl der Infizierten weiter steil an. Die Zahl der Neuinfektionen innerhalb der vergangenen sieben Tage je 100.000 Einwohner erreichte nach Zahlen des Robert Koch-Instituts am Dienstag den Stand von knapp 483. Das ist deutschlandweit weiter der Höchstwert. An zweiter Stelle fand sich die bayerische Region Passau mit einer Sieben-Tage-Inzidenz von etwa rund 390.

Bereits am Montag lag die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz im Kreis Hildburghausen bei 396 - in keinem anderen Landkreis in Deutschland war sie höher. Die Südthüringer Region steht daher vor weiteren Einschränkungen des öffentlichen Lebens. So sollen von diesem Mittwoch an im Kreis Hildburghausen alle Schulen und Kitas geschlossen bleiben. Zudem sind strengere Kontakt- sowie Ausgangsbeschränkungen vorgesehen.

09.48 Uhr: Aktuelle Zahlen aus Jena

Bis Montagabend (Stand: 24 Uhr) sind dem Gesundheitsamt Jena 12 neue SARS-CoV-2-Virus-Infektionen gemeldet worden. 11 Personen konnten als genesen eingestuft werden.


Im Altenzentrum Luisenhaus gibt es zwei 2 neue positive Fälle. Beide Betroffenen wohnen in dem selben Wohnbereich, der seit vergangener Woche unter Quarantäne steht

Die Jenaer Statistik vom Montag, 23.11.2020 (24 Uhr)

  • Anzahl aktiver Fälle: 180
  • davon in den letzten 24 Stunden: 12
  • stationäre Fälle: 7
  • davon schwere Verläufe: 4
  • Infizierungen der letzten sieben Tage: 89
  • Sieben-Tage-Inzidenz für Jena: 82,1
  • Infizierte insgesamt seit dem 14.03.2020: 665
  • Gestorbene insgesamt: 5
  • Genesene insgesamt: 480
  • davon in den letzten 24 Stunden: 11

6.40 Uhr: Strengere Regeln an Schulen könnten kommen

Nach Einschätzung von Thüringens Bildungsminister Helmut Holter (Linke) müssen sich die Thüringer auf strengere Corona-Regeln an Schulen einstellen. Er rechne mit verstärkten Infektionsschutzmaßnahmen an Schulen, sagte Holter der Deutschen Presse-Agentur mit Blick auf die für Mittwoch geplanten Gespräche der Ministerpräsidenten mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU). „Ich gehe davon aus, dass es sicherlich in den oberen Klassen an den Gymnasien und den berufsbildenden Schulen zu geteilten Klassen kommen wird - und damit auch zu Wechselunterricht oder auch die Maskenpflicht eingeführt wird“, sagte Holter.

Entschieden sei noch nichts, aber es deute sich an, betonte der Linke-Politiker. In Thüringen müssen Schüler und Lehrer einen Mund-Nasen-Schutz in den Gängen und an Orten der jeweiligen Schule tragen, wo sich viele Menschen relativ nahe kommen. Lange Zeit sprach sich der Freistaat aber klar gegen eine Maskenpflicht im Unterricht aus, wie es sie bereits in einigen Bundesländern gibt.

(dpa mit Thüringen24)