Corona in Thüringen: Bodo Ramelow spricht von harten Wochen – „Werden die Zähne zusammenbeißen müssen“

Lockdown wird verlängert - und verschärft

Bund und Länder haben sich auf die Verlängerung der Corona-Beschränkungen bis zum 31. Januar sowie auf zusätzliche Verschärfungen verständigt. So sollen künftig nur noch Treffen mit einer haushaltsfremden Person möglich sein.

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Thüringen. Die Corona-Pandemie bestimmt auch in Thüringen weiterhin das öffentliche und das private Leben. Thüringen ist seit Mittwoch Inzidenz-Spitzenreiter und hat Sachsen überholt.

Seit dem 10. Januar gilt eine Ausgangssperre (hier die aktuellen Corona-Maßnahmen in Thüringen).

Alle weiteren Corona-Entwicklungen haben wir in unserem Newsblog für dich zusammengefasst.

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Corona aktuell in Thüringen: Alle Infos hier im Newsblog!

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Freitag, 15. Januar

19.25 Uhr: Ramelow mit deutlichem Corona-Appell

„In den nächsten zwölf harten Wochen werden wir die Zähne zusammenbeißen müssen“, sagte auch Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) dem Portal t-online.de. Auch er rief dazu auf, „dass jeder, der zu Hause arbeiten kann, dies jetzt auch tut“. Damit unterstützte Ramelow einen Appell von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier gemeinsam mit Gewerkschaften und Arbeitgeberverbänden.

16.36 Uhr: Strengere Corona-Regeln für Thüringen?

Angesichts der Gefahr einer Ausbreitung der Coronavirus-Mutation kann sich Thüringens SPD-Chef und Innenminister Georg Maier strengere Infektionsschutzregeln vorstellen.

Es sei gut, dass die Länderchefs mit der Kanzlerin schon am Dienstag weitere Schritte im Kampf gegen die Pandemie beraten wollen, sagte Maier am Freitag der Deutschen Presse-Agentur. „Wir müssen den schlimmsten Fall annehmen und der ist, dass sich das mutierte Virus auch in Deutschland ausbreitet. Die Auswirkungen wären katastrophal“, sagte Maier. Daher müsse man auch über punktuell schärfere Anti-Corona-Maßnahmen sprechen.

16.19 Uhr: Der aktuelle Impf-Stand in Thüringen

In Thüringen haben nach Angaben des Gesundheitsministeriums bis Freitag gut 19 000 Menschen eine Corona-Erstimpfung erhalten. Die Zahl der Geimpften erhöhte sich von Donnerstag zu Freitag auf 3579, wie das Ministerium am Freitag mitteilte. Davon entfielen rund 900 auf die 14 am Mittwoch eröffneten zentralen Impfstellen und 800 auf Impfungen in Pflegeheimen durch mobile Teams. Krankenhäuser meldeten innerhalb eines Tages 1885 weitere Impfungen. Im Freistaat wird seit Ende Dezember gegen Corona geimpft, das Hauptaugenmerk lag zunächst auf Pflegeheimen und Kliniken. Thüringen hat 2,1 Millionen Einwohner.

Wegen des Impfstoffmangels werden zunächst unter anderem vorrangig Menschen über 80 Jahre gegen Corona geimpft. Zu dieser Bevölkerungsgruppe gehören laut Statistischem Bundesamt rund 169.000 Menschen im Land.

15.22 Uhr: Corona-Tests für Schüler ab Montag

An Thüringens Schulen sollen sich Abschlusskandidaten, die weiter Präsenzunterricht bekommen, auf eine Coronavirus-Infektion testen lassen können. „Es ist uns gemeinsam mit der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) Thüringen gelungen, innerhalb nur weniger Tage Wege zu finden, in das Testsystem erstmals auch Schülerinnen und Schüler und damit eine wesentlich größere Zahl an Personen einzubeziehen“, teilte Bildungsminister Helmut Holter (Linke) am Freitag in Erfurt mit. Schulleitungen sollen ab Montag Testtermine vereinbaren können. Zuvor hatte der MDR über die Ausweitung der Tests berichtet.

Nach Angaben des Bildungsressorts ist für minderjährige Schüler eine Einverständniserklärung der Eltern nötig, damit die Schüler getestet werden können. Volljährige können selbst entscheiden. Holter appellierte an Eltern und Schüler, die Testmöglichkeiten zu nutzen.

13.58 Uhr: Neue Corona-Zahlen für Thüringen

In Thüringen wurden in den letzten 24 Stunden 1005 neue Corona-Infektionen gemeldet, von denen sich 195 Menschen in intensivmedizinischer Betreuung befinden.

Die Sieben-Tage-Inzidenz beträgt am Freitag 287,6 Neu-Infektionen pro 100.000 Einwohner, ist also leicht zurück gegangen.

Insgesamt sind 1556 Menschen in Zusammenhang mit einer Corona-Erkrankung gestorben, das sind 51 Tote mehr als am Donnerstag.

12.22 Uhr: Corona-Impfungen bisher für 19.000 Thüringer

In Thüringen haben nach Angaben des Gesundheitsministeriums bis Freitag gut 19.000 Menschen eine Corona-Erstimpfung erhalten. Die Zahl der Geimpften erhöhte sich von Donnerstag zu Freitag auf 3579, wie das Ministerium am Freitag mitteilte. Davon entfielen rund 900 auf die 14 am Mittwoch eröffneten zentralen Impfstellen und 800 auf Impfungen in Pflegeheimen durch mobile Teams.

Krankenhäuser meldeten innerhalb eines Tages 1885 weitere Impfungen. Im Freistaat wird seit Ende Dezember gegen Corona geimpft, das Hauptaugenmerk lag zunächst auf Pflegeheimen und Kliniken.

Thüringen hat 2,1 Millionen Einwohner. Wegen des Impfstoffmangels werden zunächst unter anderem vorrangig Menschen über 80 Jahre gegen Corona geimpft. Zu dieser Bevölkerungsgruppe gehören laut Statistischem Bundesamt rund 169.000 Menschen im Land. Die am Mittwoch eröffneten Impfzentren sind nach Angaben der Kassenärztlichen Vereinigung auch an diesem Samstag in Betrieb.

11.30 Uhr: Ramelow verteidigt Verschiebung der Landtagswahl

Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) hat die Verschiebung der Landtagswahl von April auf September als verantwortungsvoll begrüßt. Die Entscheidung der Spitzen von Linker, SPD, Grünen und CDU sei angesichts der dramatischen Entwicklung der Corona-Infektionszahlen in Thüringen notwendig gewesen, erklärte Ramelow am Freitag in Erfurt.

Ramelows rot-rot-grüne Minderheitskoalition und die oppositionelle CDU hatten am Donnerstag beschlossen, die für den 25. April geplante Landtagswahl auf den 26. September zu verlegen. An diesem Tag werden auch der Bundestag, der Landtag von Mecklenburg-Vorpommern sowie das Berliner Abgeordnetenhaus gewählt.

Wegen der schwierigen Mehrheitsverhältnisse im Landtag wollten die vier Parteien eigentlich vorgezogene Neuwahlen Ende April ansteuern. Nun soll ihre Stabilitätsvereinbarung zunächst fortgesetzt werden, um weiterhin Entscheidungen im Landtag zu ermöglichen. Die Neuwahl des Thüringer Parlaments Ende September soll entweder über eine Auflösung des Landtags mit Zwei-Drittel-Mehrheit und einer verlängerten Frist bis zum Wahltermin oder eine Verkürzung der Legislaturperiode erreicht werden. Diese Möglichkeiten müssen nach Angaben der vier Fraktionen allerdings noch juristisch geprüft werden.

10.05 Uhr: 24 Anzeigen nach Corona-Protest in Hildburghausen

Nach dem vielkritisierten Corona-Protest durch die Stadt Hildburghausen Ende November, hat die Polizei Thüringen einen kleinen Teil der Teilnehmer identifizieren können.

Die Betroffenen sind bei der zuständigen Behörde angezeigt worden, so eine Polizeisprecherin gegenüber dpa. Bisher habe die Polizei 24 Anzeigen wegen Ordnungswidrigkeiten nachdem Infektionsschutzgesetz geschrieben, weitere würden noch abschließend bearbeitet.

In Hildburghausen hatten sich am 25. November bis zu 400 Menschen im Umfeld des Marktplatzes versammelt. Damals teilte die Polizei Thüringen mit, zahlreiche Verstöße gegen die geltenden Infektionsschutzregelungen festgestellt zu haben: „So wurden Mindestabstände nicht gewahrt, Masken nicht getragen und die eigene Wohnung ohne triftigen Grund verlassen.“ Die Beamten hatten Pfefferspray einsetzen müssen.

Hildburghausen hatte im November so viele Neuinfektionen wie nirgends sonst in Deutschland, der Inzidenzwert lag bei über 600.

Donnerstag, 14. Januar

18.54 Uhr: Thüringen verschiebt Landtagswahl

Aufgrund der steigenden Corona-Zahlen hat Thüringen die Landtagswahl verschoben. Eigentlich war sie für den 25. April angesetzt. Ein Ersatztermin ist allerdings schon gefunden. Mehr dazu liest du hier >>>.

13.55 Uhr: Ministerium: Keine Fehler bei Transport von Moderna-Impfstoff

Beim Transport des vom US-Hersteller Moderna produzierten Corona-Impfstoffs nach Thüringen hat es nach Angaben des Landesgesundheitsministeriums keine Kühlprobleme gegeben. Die Temperatur beim Transport habe den Vorgaben entsprochen, teilte eine Ministeriumssprecherin am Donnerstag auf Anfrage mit – er könne wie vorgesehen eingesetzt werden.

Die erste Lieferung dieses Impfstoffs war am Dienstag auf die Bundesländer verteilt worden. Die Länder Berlin und Brandenburg hatte Bedenken wegen möglicher Kühlprobleme auf dem Transport angemeldet. Berlin hatte angekündigt, seine Impfdosen wegen Verdachts auf Qualitätsmängel zunächst zurückzuhalten. Auch hier gab es inzwischen Entwarnung.

11.52 Uhr: Thüringen weiter Schwerpunkt der Corona-Krise

Thüringen bleibt am Donnerstag mit einem Inzidenzwert von 310,4 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner das am Schwersten betroffene Bundesland in Deutschland.

Innerhalb einer Woche gab es in Thüringen 6621 Neuinfektionen bei 2,1 Millionen Einwohnern. Am Donnerstag wurden 1104 neue Corona-Infektionen gemeldet, 37 weitere Menschen starben in Zusammenhang mit einer Corona-Erkrankung.

Aktuell werden 197 Erkrankte auf der Intensivstation behandelt.

9.20 Uhr: Wieder über 100 Neuinfektionen in Saalfeld-Rudolstadt

Der Landkreis Saalfeld-Rudolstadt bildet weiterhin den bundesweiten Corona-Spitzenreiter. Zum vierten Mal in Folge meldete das Gesundheitsamt neue Corona-Infektionen im dreistelligen Bereich innerhalb von 24 Stunden.

So gab es am Donnerstag 101 neue Corona-Fälle, die Sieben-Tage-Inzidenz liegt damit bei 601,8. Mit zwei weiteren Sterbenfällen liegt die Zahl der Corona-Toten im Landkreis bei 95.

Ministerpräsident Bodo Ramelow sieht in den steigenden Zahlen die Quittung für die Feiertage, wie er am Mittwoch im Weimar bei der Inbetriebnahme einer von 14 Impfstellen erklärte. Laut „Thüringer Allgemeine“ mache Ramelow auch eine „gewisse Sorglosigkeit“ der Menschen im ländlichen Raum für die Situation verantwortlich. „Auf dem Land war das ganze Jahr über so gut wie nichts los, viele kehrten zu alten Umgangsformen zurück“, so der Linken-Politiker.

Mittwoch, 13. Januar

18 Uhr: Fehler bei Lieferung von Moderna-Impfstoff?

Hat es Fehler bei der Lieferung von Moderna-Impfstoff gegeben? Gesundheitsministerin Heike Werner zeigt sich besorgt. Deshalb will Thüringen das nun prüfen. Alles dazu liest du hier >>>.

13.03 Uhr: Sondersitzung des Thüringer Landtags zu Lockdown-Regeln

Der Landtag wird sich in der kommenden Woche mit den Thüringer Regeln für den Corona-Lockdown beschäftigen, die seit 10. Januar gelten. Das Parlament werde am 20. Januar zusammenkommen, teilte Landtagspräsidentin Birgit Keller am Mittwoch in Erfurt mit. Die AfD-Landtagsfraktion hatte die Landtagssondersitzung gefordert. Zudem haben Grüne, CDU und FDP einige Korrekturwünsche oder Präzisierungen in der Verordnung der Landesregierung verlangt.

Der Landtag hatte Mitte Dezember die Landesregierung aufgefordert, die Abgeordneten stärker an den Entscheidungen zur Eindämmung der Corona-Pandemie zu beteiligen. Die Regierung hatte daraufhin in der vergangenen Woche den zuständigen Ausschüssen sowie dem Ältestenrat den Entwurf ihrer Lockdown-Verordnung sowie die Entscheidungen der Ministerpräsidentenkonferenz mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) vorgelegt.

Die mitregierenden Grünen wollen eine Nachbesserung, um Kindern mehr Kontaktmöglichkeiten zu ermöglichen. Nach der Verordnung sind Treffen jenseits der Mitglieder des eigenen Haushalts nur noch mit einer weiteren Person möglich. Die Grünen plädieren dafür, dass bis zu zwölf Jahre alte Kinder der Kontaktperson von den Einschränkungen ausgenommen werden.

Die CDU-Fraktion sprach sich dafür aus, dass Großeltern weiterhin mehrere Enkelkinder betreuen können. Außerdem will sie eine Notbetreuung für Kinder mit besonderem Förderbedarf. Die FDP verlangte verpflichtende Corona-Schnelltests für Mitarbeiter in der Pflege und in Krankenhäusern.

Thüringen hatte den Lockdown mit der Schließung von Schulen und Kitas, der meisten Geschäften sowie nahezu allen öffentlichen Einrichtungen bis Ende Januar verlängert.

11.53 Uhr: Zahl der Todesfälle seit Dezember vervierfacht

In Thüringen hat sich die Gesamtzahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion seit Anfang Dezember mehr als vervierfacht.

Nach Angaben der Erfurter Staatskanzlei vom Mittwoch waren am 1. Dezember 360 Tote seit Pandemiebeginn gezählt worden. Am Mittwoch waren es 1468. Die Marke von 1000 Todesfällen seit Beginn der Pandemie hat Thüringen demnach am Neujahrstag überschritten.

10.28 Uhr: Thüringen trauriger Spitzenreiter bei Neu-Infektionen

Thüringen hat Sachsen als negativer Spitzenreiter bei Corona-Neuinfektionen abgelöst.

So lag laut RKI die Wocheninzidenz in Sachsen am Mittwoch bei 304 – in Thüringen wurden in den vergangenen sieben Tagen rund 324 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner gemeldet.

Im bundesweiten Vergleich der Landkreise hat der thüringische Kreis Saalfeld-Rudolstadt mit einem Wert von mehr als 600 die höchste 7-Tages-Inzidenz.

9.28 Uhr: 79 Neu-Infektionen in Erfurt

Die Stadt Erfurt vermeldete am Mittwochmorgen insgesamt 3611 Personen, die positiv auf das Coronavirus getestet wurden.

Damit ist die Zahl der Infektionen innerhalb von 24 Stunden im Vergleich zu Dienstag auf 79 Personen angestiegen. Außerdem wurden vier weitere Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus registriert (insgesamt: 93 Verstorbene seit Beginn der Pandemie).

Der Inzidenz-Wert von Erfurt liegt bei 187,9.

7.04 Uhr: Erste 14 Impfstellen in Thüringen gehen in Betrieb

Nachdem die Corona-Schutzimpfungen in Pflegeheimen und Krankenhäusern in Thüringen bereits seit zwei Wochen laufen, nehmen am Mittwoch auch die ersten Impfzentren den Betrieb auf.

Neben Weimar, bei der sich Ministerpräsident Bodo Ramelow und Gesundheitsministerin Heike Werner (beide Linke) vom Start überzeugen wollen (13.30), betrifft das 13 weitere Einrichtungen, darunter in Erfurt, Jena, Gera, Schmölln, Bad Langensalza und Sonneberg. Ab 3. Februar sollen nach Angaben des Gesundheitsministeriums schrittweise weitere 15 Impfzentren landesweit öffnen.

6.00 Uhr: Corona-Pandemie verschärft Nachwuchsprobleme im Thüringer Handwerk

Im neuen Ausbildungsjahr 2021/21 sind nach Schätzungen etwa fünf Prozent weniger Azubis in den Handwerks-Betrieben gestartet, als in den Jahren davor, gibt Thomas Malcherek, Geschäftsführer des Thüringer Handwerkstags an.

Einige Ausbildungsbetriebe haben dazu die Sorge, dass nicht alle Berufsschulen ausreichend gut auf den virtuellen Unterricht vorbereitet sind und es so zu „Defiziten in der schulischen Ausbildung kommen kann“.

Laut Malcherek ist vor allem die Situation der Azubis schwierig, die Ende Januar ihre Gesellenprüfung ablegen. Das betreffe hauptsächlich Metall- und Elektroberufe. „Auch oder gerade in schweren Zeiten brauchen Auszubildende eine klare Perspektive, wann sie ihre Lehrzeit abschließen und in den Beruf einsteigen können.“

Auch die Angebote zur Berufsorientierung für Schüler könnten unter Lockdown-Bedingungen weiter zurück gehen.

Dienstag, 12. Januar

17.59 Uhr: FFP-2-Maskenpflicht in Geschäften „derzeit“ nicht vorgesehen

Eine Verpflichtung zum Tragen einer FFP-2-Schutzmaske in Bussen, Bahnen und Taxen und beim Einkaufen wie demnächst in Bayern ist in Thüringen nach Angaben von Gesundheitsministerin Heike Werner (Linke) vorerst nicht geplant. Dies sei „derzeit nicht vorgesehen“, sagte Werner am Dienstag in Erfurt. Sie appellierte an die Menschen, in der Corona-Krise die Hygieneregeln wie Mindestabstand und Händedesinfektion einzuhalten. In Bayern hatte die Landesregierung am Dienstag beschlossen, dass Menschen in Bussen, Bahnen und Geschäften ab kommenden Montag eine FFP-2-Maske tragen müssen.

In Thüringen gilt beim Einkaufen und in öffentlichen Verkehrsmitteln für die Kunden die Pflicht zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung. Akzeptiert sind dabei auch einfache Stoffmasken und Schals. Ziel ist es, andere Menschen vor einer Infektion zu schützen, falls die Maskenträger infiziert sind. Die Träger selbst sind dadurch nicht unbedingt geschützt. FFP-2-Masken hingegen versprechen bei richtiger Anwendung einen Infektionsschutz auch für die Träger selbst.

17.11 Uhr: Erfurt legt neue Allgemeinverfügung vor

Mit der neuen Allgemeinverfügung kommen abermals neue Regeln auf die Erfurter Bewohner zu. Der Inzidenzwert gibt in Zukunft vor, wie viele Menschen an einer Versammlungen unter freien Himmel und geschlossenen Räumen teilnehmen dürfen.

  • Inzidenz von 200 an fünf aufeinanderfolgenden Tage überschritten: 200 Personen im Freien, 50 in geschlossenen Räumen erlaubt.
  • Inzidenz von 300 an fünf aufeinanderfolgenden Tage überschritten: 25 Personen im Freien und geschlossenen Räumen erlaubt.

Welche Teilnehmerzahl gilt, wird an der Verkündungstafel des Bürgeramtes und unter www.erfurt.de/coronavirus verkündet.

Auch neu geregelt ist die Freistellung von der Maskenpflicht. Die Befreiung muss ab Mittwoch beim Gesundheitsamt gestellt werden. Die ärztliche Bescheinigung kann per Mail an gesundheit@erfurt.de oder per Post an das Gesundheitsamt, Juri-Gagarin-Ring 150, 99084 Erfurt gesendet werden. Die Stadt verspricht, dass Daten nicht an Dritte wie das Ordnungsamt, weitergegeben werden.

16.55 Uhr: Erste 14 Impfstellen in Thüringen gehen in Betrieb

Nachdem die Corona-Schutzimpfungen in Pflegeheimen und Krankenhäusern in Thüringen bereits seit zwei Wochen laufen, nehmen am Mittwoch auch die ersten Impfzentren den Betrieb auf. Neben Weimar, bei der sich Ministerpräsident Bodo Ramelow und Gesundheitsministerin Heike Werner (beide Linke) vom Start überzeugen wollen (13.30), betrifft das 13 weitere Einrichtungen, darunter in Erfurt, Jena, Gera, Schmölln, Bad Langensalza und Sonneberg. Ab 3. Februar sollen nach Angaben des Gesundheitsministeriums schrittweise weitere 15 Impfzentren landesweit öffnen.

Bis zum Freitag sollen laut Gesundheitsministerium rund 3000 Menschen ihre Erstimpfung erhalten. Wegen des knapp bemessenen Impfstoffs werden zunächst nur bestimmte Bevölkerungsgruppen geimpft, etwa Menschen über 80 Jahre. Den Aufbau und Betrieb der Einrichtungen managt die Kassenärztliche Vereinigung (KV). Mehrere Hundert Ärzte haben sich nach ihren Angaben für den Einsatz in den Impfzentren gemeldet.

12.50 Uhr: Das ist der Grund für die hohen Fallzahlen in Saalfeld-Rudolstadt

Nach Angaben des Landratsamtes im Kreis Saalfeld-Rudolstadt sind die hohen Fallzahlen dort Auswirkungen der Weihnachts- und Neujahrsfeiertage. Bedingt durch die Schließung von Arztpraxen während dieser Zeit sei weniger und nach den Feiertagen intensiv, aber verzögert getestet worden. Betroffene hätten angegeben, die „Erkältungssymptome“ erst gemeldet zu haben, als ihr Hausarzt wieder die Sprechstunde aufgenommen habe.

Hinzu komme, dass sich nur bedingt an die Verordnung der Kontaktvermeidung gehalten worden sei. Die Ansteckungsgefahr werde noch immer unterschätzt, hieß es. Gleiches gelte für die Tatsache, dass bereits vor dem Ausbruch von Symptomen eine Übertragungsgefahr besteht. Das Gesundheitsamt schätzte ein, dass es zu einem Rückgang der Fallzahlen erst in etwa 14 Tagen kommen werde.

10.58 Uhr: Zwei Thüringer Kreise mit bundesweit höchsten Sieben-Tage-Zahlen

Die beiden Thüringer Landkreise Saalfeld-Rudolstadt und Hildburghausen weisen mit 595,9 beziehungsweise 526,9 die bundesweit höchsten Werte bei der sogenannten Sieben-Tage-Inzidenz auf. Das teilte das Gesundheitsministerium am Dienstag in Erfurt mit. Die Zahl gibt an, wie viele Menschen je 100.000 Einwohnern sich innerhalb der letzten sieben Tage mit dem neuen Corona-Virus angesteckt haben. Für das ganze Land nannte das Ministerium den Inzidenzwert 325,7.

Von Montag auf Dienstag wurden den Angaben zufolge 710 Neuinfektionen gemeldet. Damit stieg die Gesamtzahl der Infizierten seit Beginn der Pandemie auf 52.311. Auch bei den Patienten, die im Zusammenhang mit Corona gestorben sind, war ein Anstieg um 55 auf nunmehr 1.409 zu verzeichnen. Als bereits wieder genesen gelten 38 890 ehemals Infizierte.

10.03 Uhr: Jena meldet 23 neue Fälle

Jena meldet 23 neue Corona-Fälle (Stand Mitternacht). 33 Menschen dagegen gelten inzwischen wieder als genesen.

Die Testungen auf das Covid19-Virus in einzelnen Pflegeheimen haben zum Glück keine Folgefälle ergeben, so die Stadt Jena.

An der Nordschule musste für eine Klasse Quarantäne angeordnet werden. Ebenfalls ist eine Gruppe in der Kita Kinderbude betroffen. Damit wurden für vier Bildungseinrichtungen Quarantänemaßnahmen ergriffen.


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Die Jenaer Statistik:

  • Anzahl aktiver Fälle: 442
  • davon in den letzten 24 Stunden: 23
  • stationäre Fälle: 22
  • davon schwere Verläufe: 4
  • Infizierungen der letzten sieben Tage: 230
  • Sieben-Tage-Inzidenz für Jena: 212
  • Infizierte insgesamt seit dem 14.03.2020: 2.129
  • Gestorbene insgesamt: 29
  • Genesene insgesamt: 1.658
  • davon in den letzten 24 Stunden: 33
  • Quarantänefälle (Stand 08.01.2020): 943

7.00 Uhr: Serverprobleme legen Schulcloud lahm

Viele Schüler in Thüringen konnten gestern abermals nicht zu Hause lernen. Die Schulcloud hatte einige Aussetzer, bestätigte ein Sprecher des Bildungsministeriums der „Thüringer Allgemeinen Zeitung“.

„Wir können noch so schöne Lernplattformen haben, wenn sie wegen einer unüberwindbaren Barriere nicht jeden erreichen, ist das sehr ärgerlich“, sagte er.

Schuld sei die große Datenmenge gewesen. Da müsse das zuständige Hasso-Plattner-Institut in Potsdam noch nachlegen.

6.06 Uhr: Drei Demos gegen Schutzmaßnahmen

In Thüringen hat es am Montagabend drei Demonstrationen gegen die Corona-Schutzmaßnahmen gegeben.

Es versammelten sich bis zu 100 Menschen in Weimar, etwa 20 Personen in Apolda und 58 in Suhl, wie die Polizei mitteilt. Während die Versammlung in Suhl weitestgehend störungsfrei verlief, bildeten demnach in Weimar und Apolda mehrere Demonstranten kurz nach Bekanntmachung der Versammlungsauflagen einen Aufzug und versuchten sich demonstrativ geschlossen durch die Städte zu bewegen.

Von mehr als 50 Menschen nahm die Polizei die Personalien auf, gegen sie soll es Ordnungswidrigkeitsverfahren geben. Gegen 20 Uhr wurden alle drei Versammlungen beendet. Laut Polizei verließen die Teilnehmenden selbstständig die Versammlungsorte.

Montag, 11. Januar

22.10 Uhr: Corona-Impfung im Blickpunkt - Ministerin informiert über Stand

Der Ansturm auf Corona-Impftermine hält in Thüringen an - bei nach wie vor begrenzten Impfstoffmengen. Nach Angaben der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) haben inzwischen 32 000 Menschen einen Erst- und Folgetermin für die zwei Einzelimpfungen in einem Impfzentrum. Wie es mit der Immunisierung voran geht, darüber will Gesundheitsministerin Heike Werner (Linke) am Dienstag nach der wöchentlichen Kabinettssitzung informieren.

Geplant ist, dass die ersten Impfzentren in Thüringen an diesem Mittwoch (13. Januar) öffnen. Bisher wurde nur in Pflegeheimen und in Krankenhäusern geimpft. Allein in Pflegeheimen sind laut KV, die die Immunisierung in den Impfzentren und in Pflegeheimen durch mobile Impfteams managt, bislang etwa 4000 Menschen geimpft worden.

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hatte angekündigt, dass an diesem Dienstag ein zweiter Impfstoff an die Länder verteilt werden soll - das Mittel des US-Herstellers Moderna.

17.26 Uhr: Bald Corona-Tests für Schulabgänger - GEW-Kritik an Präsenzunterricht

Schüler von Abschlussklassen sollen sich in Thüringen bald auf eine Corona-Infektion testen lassen können. „Wir sind zusammen mit der Kassenärztlichen Vereinigung dabei, das Testsystem auszuweiten“, sagte ein Sprecher des Bildungsministeriums am Montag. Bisher gebe es die Testmöglichkeiten für Schüler noch nicht. Derzeit sei auch noch offen, wann hier mit genügend Kapazitäten zu rechnen sei. Nach Ministeriumsangaben sind etwa zehn Prozent der rund 247 000 Schülerinnen und Schüler in Thüringen Abschlusskandidaten - also etwa 25 000.

In Thüringen bleiben die Schulen wegen der sich verschärfenden Corona-Pandemie weiter geschlossen. Allerdings dürfen Schüler, die in diesem Jahr einen Schulabschluss machen wollen, für Präsenzunterricht in Prüfungsfächern an die Schulen kommen.

„Es geht nicht darum, den Unterricht voll durchzuziehen, sondern um eine Konzentration auf Prüfungsfächer“, erläuterte der Sprecher. Es handele sich um eine Ausnahme im Lockdown. „Wir müssen diese Gratwanderung gehen, wenn wir den Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit geben wollen, ihre Abschlüsse zu machen.“ Der Unterricht solle in kleinen Gruppen stattfinden, damit auch im Klassenraum der Mindestabstand von 1,5 Metern gewährleistet werden könne.

Der Landesverband der Gewerkschaft für Erziehung und Wissenschaft (GEW) kritisierte den Präsenzunterricht für Abschlusskandidaten scharf. Die Regelung sei ein großer Fehler, teilte die GEW mit. „Damit wird die Kontaktvermeidung konterkariert“, erklärte die Landesvorsitzende Kathrin Vitzthum.

„Hunderte Schülerinnen und Schüler reisen nun wieder mit dem ÖPNV und treffen dort auf Lehrerinnen und Lehrer, um Klassenarbeiten zu schreiben und sich auf Prüfungen vorzubereiten, für die eine Abmilderungsverordnung geplant ist. Das ist in höchstem Grade unvernünftig und für die Betroffenen gesundheitsgefährdend.“

16.44 Uhr: Covid-Guards nehmen Dienst in Jenaer Altenheimen auf

Sogenannte Covid-Guards haben am Montag ihren Dienst in Altenheimen in Jena aufgenommen. Dabei wurde unter anderem Jana Binting im DRK-Seniorenheim „Am Kleinertal“ von der Leiterin der Einrichtung Cornelia Buske begrüßt. Nach Angaben der Stadt sind in einem deutschlandweit einmaligen Programm zur Unterstützung der Pflege Studentinnen an der Ernst-Abbe-Hochschule ausgebildet. Sie sollen zunächst in den kommenden drei Monaten die Hygieneroutinen in stationären Pflegeeinrichtungen begutachten und Ratschläge geben.

Das Programm wurde vom Gesundheitsamt und dem Universitätsklinikum in kürzester Zeit initiiert. Die Covid-Guards (deutsch: Covid-Wächter) sollen die Einrichtungen in der besonders angespannten Situation dabei unterstützen, die Arbeitsabläufe zu beobachten und Bewohnern sowie Angehörigen beratend zur Seite stehen. Durch kontinuierliche Schulungen werde ihr Wissen erweitert, um damit während der Pandemie fortlaufend und nachhaltig an der Basis zu helfen.

Die Stadt finanziert das Programm. Die Koordination von Ausbildung und Einsatzplanung wird durch das Universitätsklinikum und den Fachdienst Gesundheit der Stadt geleistet. Zunächst sind die Einsätze für drei Monate ausgerichtet. Danach wird geprüft, ob eine Verlängerung notwendig ist.

16.36 Uhr: Weitere Geschäfte bieten Verkauf bestellter Waren vor dem Laden an

In Thüringen machen weitere seit Dezember wegen der Corona-Pandemie geschlossenen Geschäfte von der Möglichkeit Gebrauch, vorbestellte Waren außerhalb der Geschäftsräume zu verkaufen. Diese Möglichkeit nutzten am Montag etwa Elektronikgeschäfte in der Goethe-Galerie Jena und den Gera Arcaden, wie die Manager der Einkaufszentren auf Anfrage mitteilten. Mit der seit Sonntag geltenden neuen Verordnung zur Eindämmung der Pandemie haben Läden, die über den täglichen Bedarf hinausgehende Waren verkaufen, diese Möglichkeit. Anders als Lebensmittelgeschäfte und andere Geschäfte des täglichen Bedarfs hatten sie im Dezember wegen der Pandemie schließen müssen.

Die Möglichkeit des kontaktlosen Verkaufs vorbestellter Ware außerhalb der Geschäftsräume hatten in Thüringen seitdem nur Buchhändler. Ob viele weitere Händler jetzt davon Gebrauch machen werden, war am Montag noch unklar. Die Corona-Verordnung des Landes als Rechtsgrundlage sei erst am Samstag erlassen worden, sagte der Geschäftsführer des Handelsverbandes Thüringen/Sachsen-Anhalt, Knut Bernsen. Auch der Centermanager der Gera Arcaden, Tobias Klaer, verwies auf die kurzfristige Vorbereitungszeit für die Händler.

Zudem stelle sich die Frage der Wirtschaftlichkeit, sagte Michael Holz, Manager der Goethe-Galerie. „Die Geschäfte müssen einschätzen, ob es sich für sie überhaupt lohnt, dafür Personal vorzuhalten.“

15.56 Uhr: Erster Landkreis führt 15-Kilometer-Bewegungsradius ein

Das Altenburger Land begrenzt den Bewegungskreis seiner Einwohner auf eine Entfernung von 15 Kilometer. Eine entsprechende Verordnung soll am Mittwoch in dem Landkreis an der Grenze zu Sachsen in Kraft treten, wie die Kreisverwaltung am Montag mitteilte. Innerhalb des 15-Kilometer-Bereichs sind Einkäufe für den täglichen Bedarf, die Inanspruchnahme von Dienstleistungen, sportliche Aktivitäten und Erholung erlaubt. Das Altenburger Land mit knapp 90 000 Einwohnern gehört seit Wochen zu den am schwersten von der Corona-Pandemie betroffenen Regionen in Thüringen.

Stand Montag lag die auf 100 000 Einwohner bezogene Fallzahl innerhalb von sieben Tagen in dem Kreis bei 382,6. Tagesausflüge für Ortsfremde sind in dem Landkreis nicht untersagt.

Eine ähnliche Regelung gilt im Kreis Hildburghausen, allerdings nur für sportliche Betätigung und Betätigung an der frischen Luft. Dies ist nur in einem 15-Kilometer-Bereich um den jeweiligen Wohnort erlaubt. Tagesausflüge etwa von Skiläufern aus anderen Regionen sind dort verboten. Im Kreis Hildburghausen haben sich bezogen auf 100 000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen fast 494 Menschen mit dem Corona-Virus infiziert, das ist bundesweit der fünfthöchste Wert.

Landesweit gilt der Grundsatz, dass sich Menschen nicht weiter als 15 Kilometer von ihrem Wohnort entfernen sollen, nur als Empfehlung. Die Landkreise und kreisfreien Städte können aber bei hohen Infektionszahlen strengere Regelungen erlassen.

>> Hier kannst du schauen, wie weit du dich noch bewegen dürftest, wenn für deine Wohnort der 15-Kilometer-Bewegungsradius beschlossen wird.

10.30 Uhr: So geht es bei den Corona-Impfungen in Thüringen weiter

In einen Corona-Impfstoff setzen viele Menschen die große Hoffnung, die Pandemie endlich beherrschen zu können. Bislang wurde in Pflegeheimen und Krankenhäusern geimpft. Ab Mittwoch sollen in Thüringen nun auch erste Impfzentren öffnen. >> ALLES was du dazu wissen musst, erfährst du HIER!

9.08 Uhr: Drei Tote in Erfurt – null Neuinfektionen

Erfurt meldet für die drei neue Todesfälle im Zusammenhang mit Covid-19. Damit gibt es jetzt 87 Corona-Todesfälle in der Landeshauptstadt.

Gleichzeitig sei die Zahl der in Erfurt registrierten Neuinfektionen aber nicht gestiegen, heißt es am Montagmorgen.

Es bleibt also bei 3.476 in Erfurt positiv Getesteten. 2.498 gelten als genesen, 894 sind aktiv. Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt wieder unter 200 – bei 198,1.

6.37 Uhr: Ramelow warnt vor Lockerungen – Landtagswahl in Gefahr?

Ministerpräsident Bodo Ramelow hat mit dratsichen Worten vor Lockerungen gewarnt. „Wir müssen einfach der Tatsache ins Auge sehen, dass das Virus jetzt erst anfängt, richtig Fahrt aufzunehmen“, sagte Ramelow gestern Abend im ƒHeute Journal“ (ZDF).

„Ich merke, dass bei mir in Thüringen gerade die Hütte brennt. Heute ist für mich ein schlimmer Tag. Denn heute haben wir in ganz Thüringen die 300er-Inzidenz überschritten, und alle Landkreise und kreisfreien Städte sind über die 200 gegangen. Es ist kein Platz mehr für Lockerungen und die Debatte von der Lockerung zur Lockerung.“

Auch zur für den April geplanten Landtagswahl äußerte sich der Linken-Politiker. In dieser Woche sollen die Parteien darüber verhandeln.

Er wollen dem ich nicht vorgreifen, so Ramelow. „Aber eines ist doch klar: Wir haben auch 30.000 Wahlhelferinnen und Wahlhelfer, die wir auch schützen müssen. Und insoweit müssen alle Beteiligten darüber nachdenken: Wenn im Januar, Februar keine Bewegung ist, dann werden wir auch das mitentscheiden müssen.“

(dpa mit Thüringen24)