Corona in Thüringen: Landkreis Hildburghausen hebt 15-Kilometer-Regel auf – doch DAS bleibt weiterhin verboten

Lockdown bis 14. Februar - FFP2-Masken im Nahverkehr Pflicht

Die bislang bis Ende Januar geltenden Corona-Maßnahmen werden bis zum 14. Februar verlängert. Im Nahverkehr und in Geschäften soll künftig eine Pflicht zum Tragen von medizinischen Masken gelten.

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Thüringen. Corona grassiert weiter. Thüringen bleibt bundesweit das Bundesland mit der höchsten Sieben-Tages-Inzidenz. Seit dem 26. Januar gilt in Thüringen die neue Corona-Verordnung. Die verschärften Regeln kannst du HIER nachlesen.

Alle weiteren Corona-Entwicklungen haben wir in unserem Newsblog für dich zusammengefasst.

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Corona aktuell in Thüringen: Alle Infos hier im Newsblog!

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Mittwoch, 27. Januar

21.31 Uhr: Thüringen gibt an Bedürftige 2,5 Millionen Gratis-Masken aus

Thüringen stellt für Menschen mit geringem Einkommen insgesamt etwa 2,5 Millionen medizinische Masken gratis zur Verfügung. Das teilte Gesundheitsministerin Heike Werner (Linke) am Mittwochabend mit. Die FFP2- und OP-Masken würden aus Lagerbeständen des Landes entnommen. Sie sollen nach ihren Angaben über die Kommunen vor allem an Empfänger von Hartz-IV-Leistungen sowie Asylbewerber und Flüchtlinge verteilt werden. Es gehe um etwa 105.000 Menschen im Freistaat.

Über solche Gratis-Masken, die besser schützen als Stoffmasken, wurde seit mehreren Tagen nach einem Vorstoß der SPD-Landtagsfraktion diskutiert. Nun habe es Einvernehmen zwischen Gesundheits- und Finanzministerium gegeben. Medizinische Masken müssen seit Dienstag in Thüringen im öffentlichen Nahverkehr, in Läden sowie in Arztpraxen getragen werden.

Konkret würden 500.000 FFP2-Masken und zwei Millionen OP-Masken kostenlos zur Verfügung gestellt, erklärte das Gesundheitsministerium. Das entspreche im Schnitt vier FFP2- und 19 OP-Masken pro Empfangsberechtigten.

Gesundheitsministerin Werner erklärte: „Wir wollen den größtmöglichen Infektionsschutz für alle sicherstellen.“ Dabei sei klar, dass sich nicht alle Menschen den Kauf medizinischer Masken leisten könnten. Angesichts noch immer hoher Infektionszahlen liege es im öffentlichen Interesse, für alle Menschen den größtmöglichen Infektionsschutz zu gewährleisten.

19 Uhr: Landkreis Hildburghausen hebt 15-Kilometer-Regel für die Bewohner auf

Für die Bewohner im Landkreis Hildburghausen wird der Bewegungsradius von 15 Kilometern aufgehoben. Das teilte das Landratsamt am Mittwochabend mit. Es ist aber weiterhin nicht erlaubt, in das Kreisgebiet einzureisen, um Sport zu treiben oder sich im Freien zu bewegen. Die Änderung ist Teil der neuen Corona-Regeln, die im Landkreis ab Donnerstag in Kraft treten.

Aufgehoben werde damit auch das grundsätzliche Verbot von Gottesdiensten. Bei der derzeitigen Infektionslage sind dabei grundsätzlich maximal zehn Teilnehmer erlaubt. Für Bestattungen und Trauerfeiern bleibt die maximal erlaubte Zahl bei 15 Personen. Zu den weiteren Änderungen gehört demnach auch, dass die Teilnehmerzahlen von Versammlungen beschränkt werden. Wenn die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz mehrere Tage lang den Wert 200 überschreitet, dürfen nur zehn Teilnehmer dabei sein.

Der Landkreis war lange mit an der Spitze der am stärksten von der Pandemie betroffenen Region in Thüringen. Am Mittwoch lag der Wert der Neuinfektionen innerhalb der vergangenen sieben Tage pro 100 000 Einwohner laut Angaben der Staatskanzlei bei 248. Höher war die Sieben-Tage-Inzidenz demnach nur noch in den Landkreisen Schmalkalden-Meiningen (329) und Saalfeld-Rudolstadt (283). Thüringenweit lag die Inzidenz bei 184.

17.04 Uhr: Bodo Ramelow zur Corona-Lage: „Wir akzeptieren und mobilisieren jede Hilfe“

Bodo Ramelow sagte im ARD-Mittagsmagazin, man habe in Thüringen alles mobilisiert, was man mobilisieren könne. In Thüringen seien 350 Soldaten und Soldatinnen im Einsatz.

Nachdem Thüringen bei den Infektionszahlen in ganz Deutschland wieder Spitzenreiter ist, appelliert Ministerpräsident Bodo Ramelow (Die Linke) im ARD-Mittagsmagazin an die Bevölkerung, das Land zu unterstützen: „Jede helfende Hand, die wir im Moment bekommen können, ob das Studierende sind, oder ob Reservisten sind, ob das das Ehrenamtliche sind, ob das Menschen sind, die in Rente sind, wir akzeptieren und mobilisieren jede Hilfe“, so Ramelow.

Gleichzeitig startete er einen Aufruf, zur freiwilligen Beteiligung an der Hilfe. Vorrangig brauchten Alten- und Pflegeheime Unterstützung und die Krankenhäuser müssten abgesichert werden.

16.25 Uhr: Gedenkstätten-Direktor: Antisemitische Verschwörungslegenden im Querdenker-Umfeld

Der Direktor der Stiftung Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora hat betont, dass das Erinnern an Opfer des Nationalsozialismus gerade in der Corona-Krise von Bedeutung sei. „Vieles, was sich im Umfeld von Corona-Leugnern, von Querdenkern und dergleichen zeigt, sind im Kern antisemitische Verschwörungslegenden“, sagte Jens-Christian Wagner in einem am Mittwoch veröffentlichten Video zum Gedenktag für die NS-Opfer.

„Genau solche Verschwörungslegenden haben in der 20er und 30er Jahren dazu geführt, dass der Nationalsozialismus sich so radikalisieren konnte, dass es zum Massenmord gekommen ist“, führte Wagner aus.

12 Uhr: Zahlreiche Gerichtsverfahren zu Corona-Entschädigungen erwartet

Der Präsident des Verwaltungsgerichts Gera erwartet für dieses Jahr zahlreiche Klagen im Zusammenhang mit dem Ausfall von Verdienst von Arbeitnehmern und wirtschaftlichen Verlusten von Unternehmen. Grund ist die Corona-Pandemie.

„Da steckt gewaltiger gesellschaftlicher Sprengstoff drin“, sagte Michael Obhues am Mittwoch in Gera. Paragraf 56 des Infektionsschutzgesetzes, der die Frage von Entschädigungen regele, sei außerordentlich komplex. Er erwarte, dass zahlreiche juristische Fragen erstmals zu beantworten seien. Obhues verwies dabei auch darauf, dass es bereits Klagen gegen das Landesverwaltungsamt gebe, in denen der Behörde im Zusammenhang mit Entschädigungsanträgen Untätigkeit vorgeworfen werde.

Schon im vergangenen Jahr habe die Corona-Pandemie das Geschehen am Verwaltungsgericht stark beeinflusst. Es habe in diesem Zusammenhang 42 Verfahren gegeben. Streitgegenstand waren Bestimmungen aus den Allgemeinverfügungen von Kommunen und Landkreisen wie etwa die Maskenpflicht oder Quarantäneanordnungen. Die meisten Verfahren seien jedoch erfolglos geblieben oder von d

11.30 Uhr: Rot-Rot-Grün will Erstattung von Kita-Beiträgen

Eltern, die seit Januar ihre Kinder nur an maximal fünf Tagen im Monat in die Notbetreuung gegeben haben, sollen ihre Kita-Beiträge zurückerstattet bekommen. Das sieht ein Gesetzentwurf der Landtagsfraktionen von Linker, SPD und Grünen vor, der der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Der Entwurf soll bereits im Februar das erste Mal im Landtag besprochen werden. Ob es tatsächlich zu einer Erstattung kommt, ist noch unklar, denn der Entwurf müsste zunächst vom Landtag verabschiedet werden und Rot-Rot-Grün ist dabei auch auf Stimmen der CDU angewiesen.

Hintergrund ist, dass Kitas und Schulen bereits seit Wochen geschlossen sind und noch länger geschlossen bleiben könnten. Auch beim ersten kompletten Corona-Lockdown im Bildungsbereich zu Beginn der Pandemie im März 2020 hatte das Land eine Erstattungsregelung gefunden, damit Eltern nicht auf den Gebühren für die Betreuung sitzen bleiben, obwohl keine Leistung erbracht werden konnte.

10.56 Uhr: Inzidenzwert in Thüringen sinkt weiter

Die für politische Entscheidungen als wichtig geltende Sieben-Tage-Inzidenz ist in Thüringen erneut gesunken und bleibt unter dem kritischen Wert von 200. Mit rund 184 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern innerhalb einer Woche lag das Land nach Zahlen vom Mittwoch trotzdem an der Spitze im bundesweiten Vergleich. Binnen eines Tages kamen 670 neue Corona-Fälle hinzu. Thüringen war wochenlang das Bundesland mit dem massivsten Infektionsgeschehen. Zwischendurch hatte es diesen negativen Spitzenplatz an Sachsen-Anhalt abgegeben.

Seit Dienstag liegt die Sieben-Tage-Inzidenz in Thüringen unterhalb von 200. Dieser Wert gilt als eine kritische Schwelle. Ziel der Landesregierung ist es perspektivisch, unter einen Wert von 50 zu kommen. Erst dann sollen auch Schulen wieder einen normalen Regelbetrieb aufnehmen, wie Bildungsminister Helmut Holter in den vergangenen Tagen klarmachte. Bei einem Wert von konstant und dauerhaft unter 200 konnte er sich aber bereits als Zwischenschritt Wechselunterricht vorstellen.

9.58 Uhr: Jena meldet 19 neue Fälle

Die Stadt Jena meldet für die letzten 24 Stunden 19 neue Fälle. Somit gibt es derzeit 427 aktive Fälle. 33 davon werden stationär behandelt, zwei Fälle nehmen nach Angaben der Stadt schwere Verläufe. Die 7-Tage-Inzidenz liegt für Jena derzeit bei 133.

7.04 Uhr: Erneut mehrere Verfahren wegen Corona-Regeln

Bereits im vergangenen Jahr haben Anträge gegen Corona-Regeln die Verwaltungsgerichte in Thüringen vielfach beschäftig. Auch zum Auftakt des neuen Jahrs scheint es kein Abflauen zu geben. Allein acht Eilverfahren seien aktuell am Oberverwaltungsgericht in Weimar anhängig und noch nicht entschieden, teilte eine Gerichtssprecherin mit. Unter anderem gehe es bei den Verfahren um einen Fahrschulbetreiber und einen Betreiber eines Friseursalons, die sich gegen die Corona-Verordnung wehren. Beide Branchen waren durch verschiedenen Regelungen zur Pandemiebekämpfung immer wieder von Schließungen betroffen. Auch aktuell dürfen sie in den Regel nicht öffnen.

Bei zwei weiteren Eilverfahren gehe es um die bisherige Regelungen zum Alkoholausschank, so die Gerichtssprecherin. Diese könnten sich aber möglicherweise auch dadurch erledigen, wenn die derzeit geltende Verordnung genauere Regelungen fürs Alkoholtrinken im öffentlichen Raum treffe. Zudem liefen zwei Beschwerden gegen Quarantäneanordnungen.

Dienstag, 26. Januar

16.40 Uhr: Start weiterer Impfzentren durch Lieferengpässe nicht gefährdet

Die für den 3. Februar geplante Eröffnung weiterer Corona-Impfzentren in Thüringen ist nach Angaben der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) durch die Lieferengpässe beim Impfstoffhersteller Biontech/Pfizer nicht gefährdet. In diesen Impfstellen solle dessen Präparat nach bisherigen Planungen zunächst ohnehin nicht zum Einsatz kommen, sagte KV-Impfkoordinator Jörg Mertz am Dienstag. Hier werde das Mittel des US-Herstellers Moderna verwendet.

Weil davon voraussichtlich nur wenig zur Verfügung steht, öffnen die betreffenden Zentren Mertz zufolge zunächst allerdings nur drei Stunden am Tag: „Mehr Impfstoff haben wir nicht.“ Thüringen hat vom Moderna-Impfstoff erst eine Lieferung von 1.200 Dosen erhalten. An diesem Wochenende sollen die nächsten 2.400 folgen; bis Ende Februar sollen insgesamt 26.400 Dosen in Thüringen angekommen sein. In den vor zwei Wochen eröffneten ersten 14 Impfzentren wird bislang der Biontech/Pfizer-Impfstoff verwendet.

Wegen der Lieferschwierigkeiten bei Pfizer werden derzeit auf dem Portal www.impfen-thueringen.de bis auf Weiteres - mindestens bis zum 8. Februar - keine Impftermine vergeben. Für bereits vereinbarte Erst- und Folgetermine ist Impfstoff vorrätig und eingeplant. Bisher wurden laut dem Thüringer Gesundheitsministerium gut 41.000 Menschen gegen Covid-19 gespritzt (Stand Dienstag, 0.00 Uhr); etwas mehr als 2.200 bekamen die zweite Impfdosis.

16.28 Uhr: Gratis-Masken werden kommen

Bedürftige sollen in Thüringen bald Gratis-Masken bekommen. Dafür sprach sich am Dienstag nach der Kabinettssitzung auch Umweltministerin Anja Siegesmund (Grüne) aus. Es gebe Bestände im Pandemie-Lager des Landes. „Um die Menschen zu schützen, ist eine medizinische oder FFP2-Maske eine kleine, aber absolut notwendige Unterstützung - selbstverständlich kostenlos dort, wo das Geld knapp ist“, sagte Siegesmund in Erfurt.

Das Tragen medizinischer Masken ist seit heute in Thüringen in öffentlichen Bereichen vorgeschrieben. In einigen Städten, darunter Weimar und Jena, werden bereits Gratis-Masken beispielsweise an Obdachlose verteilt.

Für sie hatten sich zuvor Gesundheitsministerin Heike Werner (Linke) und Finanzministerin Heike Taubert (SPD) ausgesprochen. Nach Angaben einer Sprecherin des Gesundheitsministeriums geht es jetzt nur noch darum, wer genau kostenlos medizinische Masken erhält und wie ihre Verteilung erfolgt. Mit einer Entscheidung sei kurzfristig zu rechnen.

14.40 Uhr: Corona-Ausbruch nach privatem Studententreffen in Jena

Ein privates Treffen von Studenten in Jena hat in der Universitätsstadt zu einem Corona-Ausbruch geführt. Von 18 im Laufe des Montags gemeldeten Neuinfektionen entfielen ganze zehn auf die Zusammenkunft in einer Burschenschafts-Wohngemeinschaft, teilt die Stadtverwaltung mit.

Das Treffen habe wahrscheinlich in der vergangenen Woche stattgefunden, so ein Stadtsprecher. Aufgefallen sei dies, als sich die positiven Fälle im Zusammenhang damit gehäuft hätten. Laut Stadt hatten sich 22 Personen teilweise ohne Maske zusammen länger in einem Raum aufgehalten. Unter den Infizierten sind auch Menschen, die nicht in Jena wohnen.

Ob Ordnungsgelder wegen eines Verstoßes gegen die Corona-Auflagen fällig werden, werde derzeit geprüft. In Jena gibt es mehrere Studentenverbindungen.

14.35 Uhr: Mehr als 400 Anrufe freiwilliger Helfer für Pflegeheime

In der ersten Woche nach Einführung einer telefonischen Hotline für freiwillige Helfer in der Pflege haben sich dort mehr als 400 Menschen gemeldet. „Die Zahlen der ersten Woche stimmen uns sehr positiv und zeigen, dass wir mit dem Hilfsangebot für die Pflegeeinrichtungen und Einrichtungen der besonderen Wohnformen auf einem guten Weg sind“, sagte Thüringens Gesundheitsministerin Heike Werner (Linke) am Dienstag in Erfurt.

„Die erste Resonanz ist ein ermutigendes Zeichen dafür, dass die Menschen in der Krise zusammenrücken“, ergänzte Markus Behrens, Geschäftsführer der Regionaldirektion Sachsen-Anhalt-Thüringen der Bundesanstalt für Arbeit.

Die Rufnummer 0361/3022345 ist ein gemeinsames Projekt von Ministerium und Arbeitsagentur. Die Hotline gegen den Pflegenotstand zielt in erster Linie darauf, zusätzliches, freiwilliges Personal, das kurzfristig zur Verfügung steht, gezielt zu vermitteln. Zugleich bietet sie den Einrichtungen mit akuten, personellen Engpässen landesweit die Chance, langfristig deren Personalsituation zu verbessern. Aktuell wird den Angaben zufolge für fast 50 Pflegeeinrichtungen Personal gesucht.

Zur Mithilfe gewonnen werden sollen Arbeitslose, Menschen in Kurzarbeit, Rentner, Studierende und andere Freiwillige, die zum Beispiel in Pflegeeinrichtungen mithelfen wollen. Eine Ausbildung in einem pflegerischen Beruf ist dabei keine Voraussetzung. Die Art der Zusammenarbeit und Arbeitsverträge vereinbaren die Einrichtungen und die Freiwilligen untereinander.

11.20 Uhr: Zahl der Corona-Neuinfektionen weiter auf niedrigerem Niveau

Die Zahl der in Thüringen nachgewiesenen Neuinfektionen mit dem Coronavirus blieb am Dienstag auf etwas niedrigerem Niveau. Von Montag auf Dienstag seien von den Gesundheitsämtern insgesamt 270 neue Fälle gemeldet worden, teilte das Gesundheitsministerium im Erfurt mit. Erstmals seit längerer Zeit sank mit rund 194 Neuinfektionen je 100 000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen dieser Wert unter die als kritisch betrachtete Marke von 200. Als Ziel gilt ein Wert von unter 50.

Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung stieg im Vergleich zum Vortag um 56. Damit wurden seit Beginn der Pandemie insgesamt 1992 Todesfälle registriert, bei denen ein Zusammenhang mit der Infektion bestand. Als wieder genesen gelten Schätzungen zufolge 51 600 Thüringer. Bisher wurden gut 41 000 Menschen im Freistaat gegen Corona geimpft (Stand Dienstag, 0.00 Uhr). Etwas mehr als 2200 Menschen bekamen bereits die zweite Impfdosis.

11.11 Uhr: Aktuelle Zahlen aus Weimar

  • Zahl der seit Beginn der Pandemie positiv Getesteten: 1.499 (Veränderung zum Vortag: +6)
  • Zahl der aktuell Infizierten: 235 (-32)
  • Zahl der Genesenen: 1202 (+37)
  • Zahl der Verstorbenen: 62 (+1)
  • Zahl der stationär in Kliniken Behandelten: 26 (+4)
  • Personen in Quarantäne: 585 (-35)
  • 7-Tage-Inzidenz (alle neuen Fälle bis 0.00 Uhr): 179,37/100.000 Einwohner (Vortag: 182,44)

10.18 Uhr: Aktuelle Zahlen aus Erfurt

  • Die 7-Tage-Inzidenz liegt wie am Vortag bei 146,3
  • 40 Neuinfektionen in den vergangenen 24 Stunden
  • aktuell 755 nachgewiesene Infektionen mit dem Coronavirus
  • 4193 Personen insgesamt positiv getestet
  • Fünf weitere Todesfälle
  • 126 Personen sind insgesamt verstorben
  • Zahl der als genesen Geltenden ist um 40 auf 3312 gestiegen

9.41 Uhr: Im Schnitt 1000 Anrufe täglich: Ärztliche Servicenummer stark gefragt

Die Anrufe unter der zentralen ärztlichen Bereitschaftsdienstnummer haben in Thüringen im vergangenen Jahr massiv zugenommen - nicht zuletzt wegen der Corona-Pandemie. Pro Tag wählten durchschnittlich gut 1000 Menschen die 116 117, wie aus der Deutschen Presse-Agentur vorliegenden Zahlen der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) Thüringen hervorgeht. Übers Jahr summierten sich die Anrufe auf rund 353 500, während es 2019 noch 223 500 waren.

Unter der bundesweit einheitlichen Rufnummer ist vor allem der Notdienst der Praxisärzte außerhalb der Sprechstunden, an Wochenenden und Feiertagen erreichbar. Seit einem Jahr sind zudem die Servicestelle zur Vermittlung von Arztterminen und ein allgemeiner Patientenservice für Ratsuchende in Gesundheitsfragen aufgeschaltet. Dies sei einer der Gründe für die gestiegene Zahl der Anrufe, sagte KV-Sprecher Veit Malolepsy. Zudem sei die 116 117 nunmehr täglich rund um die Uhr zu erreichen.

Deutlich erkennbar sind Corona-Spitzen. Im März - als das gesellschaftliche Leben wegen der Pandemie erstmals heruntergefahren wurde - hatte die KV Thüringen unter der zentralen Rufnummer die Vermittlung von Corona-Tests übernommen. In jenem Monat meldeten sich rund 39 000 Anrufer, doppelt so viele wie im März 2019. Im Juni und im Juli mit Lockerungen der Beschränkungen wurden die wenigsten Anrufe - jeweils rund 22 000 - registriert. Im zweiten Shutdown im Dezember riefen sogar 53 000 Menschen an (Dezember 2019: knapp 31 900).

Aktuell landen laut KV auch viele Anrufe zur Corona-Impfung unter der Bereitschaftsdienstnummer - obwohl in Thüringen im Gegensatz zu anderen Bundesländern darunter in der Regel keine Impftermine vergeben werden. Dafür wurde eine eigene Telefonnummer 03643-4950490 eingerichtet, außerdem können Termine online unter www.impfen-thueringen.de vereinbart werden.

9.29 Uhr: Verschärfte Corona-Regeln in Kraft getreten

>> Ein Überblick über die neuen Maßnahmen findest du hier

Montag, 25. Januar

20.41 Uhr: Thüringen verschärft Corona-Regeln mit neuer Verordnung

Thüringen hat den Corona-Lockdown mit Schulschließungen und massiven Einschränkungen des öffentlichen Lebens bis Mitte Februar verlängert. Eine entsprechende Verordnung erließ die Landesregierung am Montagabend in Erfurt.

„Die Lage ist weiterhin sehr ernst. Die Infektionszahlen liegen in Thüringen immer noch deutlich über dem Bundesdurchschnitt“, erklärte Gesundheitsministerin Heike Werner (Linke) in Erfurt. Die neue Verordnung solle bis 14. Februar gelten. Im Kern würden damit die Beschlüsse der letzten Ministerpräsidentenkonferenz umgesetzt.

Neu ist, dass FFP2 oder OP-Masken in Bussen und Bahnen sowie beim Einkaufen, aber auch in Arztpraxen und bei Versammlungen getragen werden müssen. Zudem soll das Pflegepersonal in Altenheimen jetzt drei Mal pro Woche auf das Coronavirus getestet werden. Die Testpflicht für Heimbesucher gilt weiter.

Eine Entscheidung zur Ausgabe von Gratis-Masken an bestimmte Bevölkerungsgruppen soll laut Landesregierung in den nächsten Tagen fallen. Geprüft werde, ob FFP2 und OP-Masken aus den Lagerbeständen des Landes verteilt werden könnten.

17.16 Uhr: Finanzministerin will Gratis-Masken verteilen

Finanzministerin Heike Taubert (SPD) unterstützt den Vorschlag, dass Thüringen medizinische Masken für Bedürftige kostenlos zur Verfügung stellt. "Für mich ist wichtig, dass es dabei nicht zu einem großen Verwaltungsaufwand kommt", sagte Taubert am Montag der Deutschen Presse-Agentur in Erfurt. Sie warte auf einen Anruf von Gesundheitsministerin Heike Werner (Linke), um das zu regeln.

Bisher gebe es nur einen pauschalen Antrag des Gesundheitsministeriums für die Vergabe von Gratis-Masken, ohne weitere Details zu benennen. Taubert rechnet mit einer kurzfristigen Einigung beider Ministerien. Medizinische Masken sollen künftig in öffentlichen Verkehrsmitteln sowie beim Einkaufen Pflicht werden.

Nach Angaben des Gesundheitsministeriums sollen Lagerbestände des Landes an FFP2- und OP-Masken genutzt werden, um sie kostenlos an Bedürftige zu verteilen. Zur Zahl der Masken, die ausgegeben werden sollen, machte es keine Angaben. Auf Lager sollen in Thüringen einige Millionen Masken liegen, die teilweise auch für den Schutz von Helfern und Einsatzkräften gebraucht werden.

Die SPD-Landtagsfraktion hatte in der vergangenen Woche den Vorschlag gemacht, Gratis-Masken an bedürftige Menschen auszugeben. Nach Meinung von Linke-Fraktionschefin Susanne Hennig-Wellsow sollen sie an Menschen gehen, die Grundsicherung erhalten und sich medizinische Masken kaum leisten könnten. Die Verteilung sollten ihrer Meinung nach die Kommunen übernehmen.

15.40 Uhr: Impfung für 39.000 Menschen – Lieferprobleme stoppen Terminvergabe

In Thüringen haben nach Angaben der Staatskanzlei seit Beginn der Corona-Impfkampagne inzwischen gut 39.000 Menschen ihre erste Impfdosis erhalten. Das entspricht einem Anteil von 1,8 Prozent der Bevölkerung, wie die Staatskanzlei am Montag mitteilte. Nach einer Übersicht des Berliner Robert Koch-Instituts bewegen sich mehrere Bundesländer auf diesem Niveau. Ihre zweite Impfung hatten bis Montag in Thüringen 1.732 Menschen hinter sich.

Derweil ist die Vergabe weiterer Impftermine in Impfzentren über das dafür eingerichtete Internetportal „bis auf weiteres“ nicht möglich, wie es auf der Internetseite www.impfen-thueringen.de heißt.

Grund sind die vor gut einer Woche bekanntgewordenen Lieferschwierigkeiten beim Impfstoffhersteller Pfizer. „Mindestens“ bis zum 8. Februar bleibe das Portal deswegen geschlossen. Auch telefonisch können demnach derzeit keine Termine vereinbart werden. Bereits fest zusagte Erst- und Zweittermine würden aber eingehalten, sagte ein Sprecher der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) Thüringen. Für sie sei Impfstoff vorrätig und bereits fest eingeplant.

11.25 Uhr: Gratis FFP2-Masken gehen teils an Kinder

Eigentlich eine gute Sache: Deutschlandweit verschicken Krankenkassen Gutscheine für FFP2-Masken. Bundesgesundheitsminister hatte versprochen, dass jeder Mensch ab 60 und solche mit Vorerkrankungen einen Anspruch auf die Maske haben.

Doch auch in Thüringen erhalten teils Kinder den Gutschein, wie in sozialen Netzwerken berichtet wird. So schreibt ein Twitter-User: „Meine heute (!) zweijährige Tochter hat eben ihre Berechtigungsscheine für die ihr zustehenden 12 FFP2 Masken bekommen!“

Doch wie kommt es zu Verwechslung? Noch ist nicht klar, ob Namen vertauscht wurden, Krankenkassen aufgrund von Vornamen falsche Rückschlüsse gezogen haben oder nur die letzten beiden Ziffern des Geburtsjahres betrachtet worden sind.

Die Krankenkassen lassen verlauten: Man richte sich nach den Vorgaben der Bundesregierung.

11.13 Uhr: Nur geringer Anstieg der Corona-Infektionszahlen in Thüringen

In Thüringen ist an diesem Wochenende die Zahl der Infektionen mit dem Coronavirus nur gering angestiegen. Von Sonntag auf Montag seien 204 neue Fälle registriert worden, teilte das Gesundheitsministerium mit. Allerdings sind die Zahlen an den Wochenende in der Regel immer etwas niedriger, weil weniger getestet wird und auch weniger Meldungen von den Gesundheitsämtern abgegeben werden. Die Gesamtzahl der festgestellten Infektionen mit dem Sars-CoV-2-Virus lag nun bei 62 102.

Als wieder genesen gelten den Angaben des Ministeriums zufolge etwa 50 700 Thüringer. An oder mit dem Virus gestorben sind 1936 Menschen in Thüringen. Damit lag die Zahl der sogenannten aktiven Fälle am Montag bei rund 9500.

7.46 Uhr: Party auf Feld in Erfurt aufgelöst

Nach einer Party in der Nacht von Freitag auf Samstag bekommen fünf Jugendliche nicht nur Stress mit der Erfurter Polizei. Gegen 1.30 Uhr war die Gruppe in der Nähe des Nordstrandes aufgegriffen worden. Auf einem Feld tranken sie und hatten zusätzlich noch ein bisschen Gras dabei.

Die Drogen beschlagnahmte die Polizei, zusätzlich schrieben die Beamten eine Anzeige wegen Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz. Da alle minderjährig waren, wurden sie an ihre Eltern übergeben. Diese waren sichtlich not amused.

Sonntag, 24. Januar

16.11 Uhr: Rennsteiglauf verschoben - Starts an zwei Tagen

Der Rennsteiglauf 2021 ist aufgrund der Coronavirus-Pandemie um fünf Monate verschoben worden. Wie der Veranstalter am Sonntag mitteilte, findet der Lauf statt am 8. Mai am 2. und 3. Oktober statt. „Nach aktuellem Ermessen ist eine Durchführbarkeit selbst unter Reduzierung der Starterfelder und Entzerrung dieser im Mai 2021 unrealistisch“, hieß es in der Mitteilung.

Da Hygienemaßnahmen wie entzerrte Starts, zusätzliche Startblöcke und zusätzliche Verpflegungsstellen auch im Oktober notwendig sein werden, wird die Veranstaltung auf zwei Tage aufgeteilt. Am 2. Oktober finden der Supermarathon, der Marathon sowie zwei Wanderungen statt. Einen Tag später sollen die Läufer auf die Halbmarathonstrecke gelassen werden. Bereits für den 8. Mai gemeldete Teilnehmer erhalten ihr Geld zurück, sollten sie den Termin im Oktober nicht wahrnehmen können.

14.44 Uhr: 608 neue Corona-Fälle binnen eines Tages

In Thüringen sind binnen eines Tages 608 neue Corona-Infektionen erfasst worden. Damit stieg die Gesamtzahl der Corona-Fälle seit Beginn der Pandemie auf 61 898, wie aus den heutigen Zahlen der Thüringer Staatskanzlei hervorgeht.

Bei der sogenannten Sieben-Tage-Inzidenz lag der Freistaat am Sonntag mit einem Wert von 207,6 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche weiterhin bundesweit auf dem Nagativ-Spitzenplatz.

Zuletzt war die Sieben-Tage-Inzidenz in Thüringen leicht gesunken. Seit Beginn der Pandemie starben im Freistaat 1.913 Menschen mit oder an den Folgen einer Corona-Infektion.

13.30 Uhr: Teure Geburtstagsparty in Eisenach

Unbelehrbare Partygäste in Eisenach! Die Polizei wurde gestern Abend zu einer Wohnung gerufen, weil es dort ziemlich laut zuging. Tatsächlich wurde dort eine Geburtstagsparty gefeiert, berichten die Beamten. Zu Gast waren Leute aus mehreren Haushalten – verbotenerweise.

Die Polizei Eisenach spricht von dreisten Gästen. Nachdem die Polizisten die Feier beendeten, kehrte das Partyvolk kurze Zeit später zurück in die Wohnung – „entgegen jeglicher Belehrung“, so die Polizei.

Also alles von vorn: Die Beamten erklärten den Feiernden ein zweites Mal, dass sie gegen die geltenden Corona-Regeln verstoßen. Gleichzeitig leiteten die Polizisten gegen alle Beteiligten entsprechende Verfahren ein.

13.02 Uhr: Sechs Corona-Tote in Erfurt

Erfurt beklagt sechs weitere Todesfälle im Zusammenhang mit Covid-19. Damit steigt die Zahl der in Erfurt an oder mit dem Virus Verstorbenen auf 121.

Gleichzeitig meldet das Gesundheitsamt 19 Neuinfektionen in den letzten 24 Stunden. Damit wurden in Erfurt insgesamt 4153 Personen positiv auf das Coronavirus getestet. Die Zahl der als genesen Geltenden ist um 80 auf 3.272 gestiegen.

Die7Sieben-Tage-Inzidenz für Erfurt ist weiter gesunken, sie liegt bei 147,7.

12.00 Uhr: Auch Kitas bleiben wohl noch länger zu

Neben den Schulen bleiben wohl auch Kitas in Thüringen wohl länger geschlossen als ursprünglich geplant.

Aus dem Bildungsministerium hieß es gegenüber dem MDR, dass das aktuelle Infektionsgeschehen schlicht zu hoch ist, um die Kindergärten Mitte Februar wieder zu öffnen.

Einen neuen Termin dafür könne man nicht festlegen, so der Ministeriumssprecher – das würden die neuen Virus-Mutationen noch nicht erlauben.

Bildungsminister Helmut Holter hatte zuvor mit Blick auf die Schulen gesagt, dass er erst nach Ostern mit einer Rückkehr in den Präsenzunterricht rechnet. Bei einem Inzidenzwert von konstant unter 200 stellte er einen eingeschränkten Regelbetrieb in Aussicht. Normaler Unterricht sei erst bei weniger als 50 Neuinfektionen pro hunderttausend Einwohner denkbar, so Holter.

10.49 Uhr: Ramelow kann Ungeduld verstehen

Die Stimmen, die eine Lockerungen der Corona-Maßnahmen fordern, werden lauter. Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow spricht sich in der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“ gegen solche Aufweichungen der Regeln aus. Gleichzeitig zeigt er Verständnis für die Ungeduld der Bürger.

„Ich wäre gerne längst bei meinem Friseur gewesen und bei meiner Fußpflege“, sagte er der „FAS“. Er glaube sogar, dass das Risiko in den Salons gering sei. Das sei aber nicht das Argument: „Ein Hauptfaktor, warum wir zu diesen Lockdowns kommen, ist auch die Reduzierung von Mobilität.“

8.35 Uhr: Teenager randaliert nach Corona-Kontrolle

Die Polizei Gera ist in der vergangenen Nacht mehrfach gegen Jugendliche vorgegangen, die sich verbotenerweise in größeren Gruppen getroffen hatten.

Nach Polizeiangaben beleidigte ein betrunkener 16-Jähriger an der „Grünen Mulde“ einen beamten und bedrohte die Polizisten mit einem Schraubenzieher.

Zurück bei seiner Mutter randalierte er in der Küche. Die Polizei rückte erneut an und brachte den Teenager in die Kinder-und Jugendpsychiatrie.

8.00 Uhr: Demo gegen Corona-Maßnahmen in Erfurt

Gestern hat es auf dem Domplatz in Erfurt eine Demo gegen die Corona-Maßnahmen der Politik gegeben. Wie die Demo verlief, kannst du HIER lesen!

(dpa mit Thüringen24)