Thüringen: Tafeln bitten nach Corona-Krise um Spenden – doch eine Sache haben sie derzeit im Überfluss vorrätig

Die Tafeln in Thüringen bittet um Lebensmittelspenden.
Die Tafeln in Thüringen bittet um Lebensmittelspenden.
Foto: imago images / Steinach

Die Coronakrise hat die Bedürftigen in Thüringen stark getroffen. Vielerorts mussten sogar die Tafeln vorrübergehend schließen.

Die meisten haben den Betrieb zwar wieder aufgenommen. Doch nun fehlt es vielen Tafeln in Thüringen an Lebensmitteln – dafür mussten die Betreiber für andere Spenden sogar einen Aufnahmestopp aussprechen!

Thüringen: Lebensmittel fehlen in den Tafeln

Die meisten Tafeln und Kleiderkammern in Thüringen konnten während des Corona-Lockdowns ihre Pforten für Bedürftige offen halten. „Es war teilweise schon schwierig, aber wir sind inzwischen wieder auf einem guten Weg“, sagte Ramona Hentschel-Stange vom Verein Menschlichkeit in einer Umfrage in Erfurt.

Die Nachfrage nach den Lebensmittelangeboten der Tafeln und Kleiderkammern habe sich während der Krise vielerorts erhöht. „Aktuell sind wir für jede Spende dankbar, es wird alles gebraucht“, fasst Hentschel-Stange zusammen.

Die Menge der Spenden aus Supermärkten habe in den vergangenen Wochen abgenommen. Während Tafeln teilweise dringend mehr Lebensmittelspenden benötigen, können sich die Kleiderkammern mancherorts vor Anlieferungen allerdings kaum retten.

Corona sorgt für leere Kleiderschränke

„Viele Menschen nutzten nach eigenen Aussagen die Zeit Zuhause zum Aufräumen“, erklärt Loritta Strödick vom Familienzentrum Suhl. Die Annahme von Kleidung war deshalb in Suhl zeitweise ausgesetzt und ist aktuell auf zwei Kartons pro Spender begrenzt, weil die Lagerkapazitäten fehlten.

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Auch in der Erfurter Kleiderkammer und bei den fünf Kleiderkammern der Caritas sei die Anlieferung aus ähnlichen Gründen hoch. Zum Stöbern darf aber aufgrund der Hygieneauflagen immer nur eine sehr begrenzte Zahl an Kunden kommen.

In den meisten Einrichtungen können Interessenten nur mit Terminvereinbarung in die Kleiderkammern, auch die Aufenthaltszeit ist meist begrenzt. (vh/dpa)