AfD Thüringen: Scharfer Protest gegen Auftritt von Höcke und Kalbitz – „Neutralität hört bei Besuch von zwei Nationalsozialisten auf“

Björn Höcke (rechts) und Andreas Kalbitz wollen kommende Woche in Altenburg (Thüringen) auftreten. (Archivbild)
Björn Höcke (rechts) und Andreas Kalbitz wollen kommende Woche in Altenburg (Thüringen) auftreten. (Archivbild)
Foto: dpa

Altenburg. In Altenburg in Thüringen wollen die AfD-Politiker Björn Höcke und Andreas Kalbitz gemeinsam bei einer Kundgebung auftreten. Doch dagegen regt sich nun Protest.

Beide Politiker gehörten den als rechtsextrem eingestuften „Flügel“ an, bevor dieser im April aufgelöst wurde. In Thüringen wollen die Politiker der AfD am kommenden Donnerstag gemeinsam auftreten.

AfD Thüringen will in Altenburg demonstrieren

Dagegen haben nicht nur viele Einwohner etwas, sondern auch der Oberbürgermeister von Altenburg höchstpersönlich.

André Neumann wird bei Twitter deutlich: „Die Neutralität eines Oberbürgermeisters hört bei dem Besuch von zwei Nationalsozialisten auf. Herr Höcke, Herr Kalbitz, Sie sind in Altenburg nicht willkommen. Sehr viele Menschen werden Ihnen diese Botschaft am 16. Juli friedlich rüberbringen“, schreibt der CDU-Politiker.

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Geplant ist von Seiten der AfD eine Demonstration unter dem Titel „Einigkeit macht stark - Schluss mit den hausgemachten Krisen“. Dies soll anscheinend der Solidarisierung Höckes mit dem Landesverband der AfD in Brandenburg, dem Andreas Kalbitz vorsitzt, aufzeigen, schreibt die „Ostthüringer Zeitung“.

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Sitzverteilung im Thüringer Landtag:

  • Linke (29)
  • AfD (22)
  • CDU (21)
  • SPD (8)
  • Grüne (5)
  • FDP (5)

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Gegendemo geplant in Altenburg

Es soll eine Gegendemonstration geben. Wie viele Teilnehmer bei beiden Demos erwartet werden, ist bisher unklar.

Unter anderem haben die Grünen zur Gegendemo aufgerufen unter dem Titel „Aktionsbündnis für Demokratie und Solidarität Altenbruger Land“.

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Verfassungsschutz hat Landesverbände als Verdachtsfälle eingestuft

In Thüringen wird erwartet, dass die Landespartei AfD demnächst zum offiziellen Beobachtungsfall durch den Verfassungsschutz erklärt wird. Bisher sind die Landesverbände Thüringen und Brandenburg als sogenannte Verdachtsfälle eingestuft. (fb)